Verbraucherschutz mit nichts drin

Kennen Sie das? Sie kippen den Inhalt einer frisch gekauften Packung H-Milch aus dem Supermarkt durch ein Sieb, doch keine einzige Kuh bleibt hängen!

Ähnlich enttäuscht dürfte die Verbraucherzentrale Hamburg gewesen sein, die für „Bild am Sonntag“ insgesamt 46 verschiedene Lebensmittel darauf untersucht hat, „ob das, was auf der Packung zu sehen ist, auch drin ist“.

Was bei den ebenfalls untersuchten Fleisch- und Kartoffelsalaten, auf denen ja häufig das Endprodukt abgebildet ist, noch irgendwie sinnvoll erscheinen mag, treibt bei den 19 getesteten Joghurts seltsame Blüten: Da wird gestaunt, dass in einem hühnereigroßen Fruchtzwerg trotz des vielversprechenden Etikettenmotivs keine anderthalb ausgewachsenen Pfirsiche stecken. Auch im Ananas-Creme-Joghurt stecken nicht etwa mehrere Scheiben Ananas wie abgebildet, sondern – welch Überraschung – nur kleine Ananaswürfel.

Joghurt mit der Buttermilch, Pfirsich, 150 g, 0,49 Euro. Etikett: Eine halbe Maracuja und eine Pfirsichspalte. Wahrheit: Sehr wenig Fruchtstücke.

Feine Quark Creme, Bircher Müsli, 200g, 0,49 Euro. Etikett: Apfel, saftige Orange, sonnengereifte Birne und zwei Stück Schokolade. Wahrheit: Sehr wenige Fruchtstückchen und Schokokrümel.

Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn es bei den Joghurt-vom-Teller-Essern von „Bild am Sonntag“ in Bezug auf Cornflakes, Proteinshakes und Kartoffelchips mit Abbildungen von Hähnen, Muskelmännern und ganzen Kartoffeln schon bald wieder heißt: „Auf dem Etikett hui, auf dem Teller pfui.

Mit Dank an Stephan R.