Das Erste, re:publica, Zeitungsphilister

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Jauchs Partyservice für ‚Das Erste'“
(blogmedien.de, Horst Müller)
Horst Müller fragt sich, warum die ARD ihre „große Geburtstagsshow zum Sechzigsten“ nicht selbst produziert hat. „Für die öffentlich-rechtlichen Anstalten ist es wesentlich günstiger, komplette Produktionen sendefertig zu übernehmen, statt Shows, Talkrunden, aber auch Dokumentationen und Reportagen, selbst herzustellen.“

2. „Das ist nicht mein Po“
(sueddeutsche.de, E. Müller-Jentsch)
„Die Pokerspielerin Sandra Naujoks verlangt von einer Frauenzeitschrift eine Gegendarstellung: Erst wird ihr eine Affäre mit Boris Becker unterstellt, dann noch ein falscher Po gezeigt.“

3. Interview mit Clemens Verenkotte
(andremarty.com)
Clemens Verenkotte von ARD Radio in Tel Aviv gibt Auskunft über seine Arbeit: „Die Vorstellung, dass es eine Wechselwirkung zwischen der Nahost-Politik der Bundesregierungen und der Berichterstattung deutscher Korrespondenten aus Israel/Palästina gäbe, löst bei mir einfach nur Kopfschütteln aus.“

4. Interviews an der re:publica 2010
(dctp.tv, Videos)
Philip Banse trifft an der re:publica auf Peter Kruse, Jeff Jarvis, David Sasaki, Simon Schlauri, Lorenz Lorenz-Meyer, Tim Wu, Peter Sunde und andere.

5. „Alte, jämmerliche, erfolglose Säcke“
(gunnargeller.de)
Gunnar Geller hält den Text, den Marcus Jauer in der FAZ über deutsche Blogger schrieb für „tendenziös, unfair, aber in seiner Gemeinheit faszinierend“.

6. „Der Zeitungsphilister von gestern als digitaler Bohèmien von heute“
(umblaetterer.de, Marcuccio)
Marcuccio gräbt ein „Rath- und Hülfsbüchlein“ der 1860er-Jahre für den Zeitungsleser aus und vergleicht die damalige Kritik an den Zeitungslesern mit der heutigen Kritik an den Online-Lesern. Zitat aus dem Büchlein: „Was er gestern gelesen hat, weiß er ohnehin meist heute schon nicht mehr; er glaubt aber jedes Mal, wenn seine Zeitungsstunde vorüber ist, wunders, was er gelernt habe, wenn nicht gar gethan habe.“