Super Freelancers, Roger Köppel, Fakten-TÜV

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. Interview mit Tom Rosenstiel
(focus.de, Leif Kramp und Stephan Weichert)
Zumindest in den USA hätten Journalisten erkannt, „dass das Internet ein spektakuläres Werkzeug ist, um Inhalt zu erzeugen“, stellt Tom Rosenstiel fest. In Zukunft sieht er Journalisten aufgeteilt: „Wir werden deshalb eine Kombination aus angestellten Journalisten erleben, die nicht so gut bezahlt sein werden wie in der Vergangenheit, und sehr prominenten Journalisten, die für verschiedene Medien arbeiten und praktisch als eigene Marke auftreten: die ‚Super Freelancers‘.“

2. Interview mit Jörg Künkel
(fachmedien.net, Roland Karle)
Zeitschriftenentwickler Jörg Künkel empfiehlt einen kleinen Test, um herauszufinden, „welcher Titel ein klares inhaltliches Profil hat und welcher nicht“: „Legen Sie Ihren Lesern Beiträge aus dem eigenen Heft und aus Konkurrenzmedien vor – nicht gestaltet, sondern nur als Text – und fragen Sie sie, aus welcher Zeitschrift der Beitrag stammen könnte.“

3. „Product Placement: Was künftig geht – und was nicht“
(dwdl.de, Jochen Voß)
Dwdl.de startet eine dreiteilige Serie zu den ab morgen erlaubten Produktplatzierungen im Fernsehen.

4. Interview mit Roger Köppel
(a-z.ch, Max Dohner)
Roger Köppel, Chef der „Weltwoche“, gibt Auskunft über seine Vorstellung von Journalismus: „Wenn es eine gefährliche Berufskrankheit gibt, nicht nur unter Journalisten, dann ist es die, sich zu fragen, was die anderen denken, wenn ich das oder das tue.“ Lesenswert ist auch das Mitte März im „Spiegel“ erschienene Porträt von Marc Hujer.

5. „Entschleunigte Fakten“
(notes.computernotizen.de, Torsten Kleinz)
Torsten Kleinz denkt nach über den von „Netzwerk Recherche“ geforderten „Fakten-TÜV“: „Statt eine illusorische ’systematische Überprüfung aller Medieninhalte‘ anzugehen, kontrolliert die Stiftung Faktentest stichprobenartig die Verlässlichkeit der Medien. Die klügsten Köpfe des Journalismus werden auf die Richterbank des Bundesverfaktungsgerichts gerufen.“

6. „Ein Schreiben vom Chefredakteur“
(off-the-record.de, Spießer Alfons)
Ein Brief von Chefredakteur Peter Pustekuchen an die „Mode-, Kosmetik-, Food- und Pharma-Branche“: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass in Zukunft für diese PR-Beiträge ein Zeilenhonorar fällig wird, das Sie pro Zeile an den Verlag zu entrichten haben.“