Neon, NDR, Product Placement

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Erfundene Star-Interviews bei ‚Neon'“
(faz.net)
Die Zeitschrift „Neon“ stellt ihren Autor Ingo Mocek per sofort frei, weil Zweifel an der Echtheit von Interviews bestehen, die er mit Beyoncé Knowles, Slash, Christina Aguilera, Snoop Doggy Dog und Jay-Z geführt haben soll.

2. „Neuer Verdacht beim NDR“
(tagesspiegel.de)
Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt gegen einen NDR-Mitarbeiter: „Der Beschuldigte soll von mindestens einer Firmengruppe Geld dafür erhalten haben, dass er ihr Sendezeiten im Fernsehen verschaffte oder sich dazu bereiterklärte.“

3. „Praktische Product Placement-Regeln“
(dwdl.de, Jochen Voß)
Privatsender dürfen ab April gegen ein Entgelt Produkte in ihren Unterhaltungssendungen platzieren. „Sofern in einer Sendung eine bezahlte Produktplatzierung enthalten ist, muss mit der Einblendung eines entsprechenden Logos darauf hingewiesen werden. Die Sendungen müssen am Anfang, am Ende nun nach einer Werbepause gekennzeichnet werden.“

4. „Sie sind umzingelt!“
(merkur.de, Antje Hildebrandt)
Antje Hildebrandt schreibt über den Journalimus von „Bild“ und „Bunte“. „Weder die ‚Bild‘-Story über die trunkene Autofahrt noch die Schlafzimmer-Reporte der ‚Bunten‘ haben das Vertrauen in den Journalismus gefördert. Im ersten Fall bleibt der Verdacht, dass entweder Polizisten geplaudert oder Leserreporter Jagd auf Hannovers prominenteste Bürgerin gemacht haben. Der zweite Fall rückt die Recherche, Kerngeschäft des Journalismus, in die Nähe geheimdienstlicher Ermittlungsmethoden. “

5. Interview mit Wolf Schneider
(meedia.de, Christine Lübbers)
Wolf Schneider findet, dass sich Blogger mehr Mühe geben und nicht einfach das aufschreiben sollten, was ihnen zuerst in den Sinn kommt.

6. Interview mit André Müller
(diepresse.com, Christian Ultsch)
Der selbst als Interviewer bekannte André Müller gibt ein Interview: „Mich interessiert meine Geliebte, weil von ihr bin ich existenziell abhängig. Sonst interessiert mich als Mensch kaum jemand. Ich mache das Interviewen ausschließlich zum Geldverdienen. Und da muss ich mir Leute aussuchen, die man verkaufen kann.“