Count-Up, Riekel, HartzIV

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Gerüchteköche“
(fr-online.de, Ulrike Simon)
Ulrike Simon fragt Joachim Widmann, Chefredakteur der Nachrichtenagentur ddp, wie es dazu kommen konnte, dass so viele deutschsprachige Medien eine angebliche Trennung des Schauspielerpaars Brad Pitt und Angelina Jolie vermeldeten. „Widmann erzählt, dass die Kollegin aus der Redaktion die Meldung der News of the World zunächst zur Seite gelegt habe. Sie habe sie erst veröffentlicht, nachdem im Internet drei Dutzend Medien darauf eingegangen waren.“

2. „Das Riekelsche Gesetz“
(print-wuergt.de, Michalis Pantelouris)
Michalis Pantelouris fühlt sich als freier Journalist von den Methoden der „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel beleidigt. „Wir sind Journalisten, keine Spanner, die im Gebüsch liegen um herauszufinden, ob und mit wem Parteivorsitzende ein Sexualleben haben.“

3. „Journalismus 2010: Drecksarbeit“
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
„Mir sind diese Woche gleich zwei Dinge widerfahren, die aktuelle Probleme der gedruckten Presse dokumentieren, ohne gleich hochtrabende Begriffe wie ‚Qualitätsjournalismus‘ oder ‚redaktionelle Autonomie‘ zu strapazieren.“

4. „Käßmann, Mixa und die Kunst der Gegendarstellung“
(stern.de/blog, Artur Fischer-Meny)
Artur Fischer-Meny geht auf die schnelle mediale Verbreitung der „Alkoholfahrt“ von Margot Käßmann ein und recherchiert Straßenverkehrsdelikte in der katholischen Kirche.

5. „Pingpong mit Westerwelle“
(nn-online.de, Hans-Peter Kastenhuber)
Die „Nürnberger Nachrichten“ fassen nochmals zusammen, was „Bild“ in den letzten zwei Monaten alles zum Thema HartzIV schrieb.

6. „Das unwürdige Count-Up“
(begleitschreiben.twoday.net, Gregor Keuschnig)
Gregor Keuschnig fragt sich, warum zum Erdbeben im Chile „trotz unsicherster Nachrichtenlage immer wieder sinnlose Zahlen von Todesopfern weitergemeldet“ werden.