Schmerzensgeld für „Puff-Politiker“

Die „Bild“-Zeitung muss dem Bundestagsabgeordneten Gert Winkelmeier Schmerzensgeld zahlen. Dazu verurteilte das Berliner Landgericht die Axel Springer AG in der vergangenen Woche. Die genaue Summe möchte Winkelmeier nicht nennen, es handele sich aber um einen „gehobenen Betrag“, sagte uns sein Anwalt Jony Eisenberg.

Im vergangenen Februar hatte die „Bild“-Zeitung den Politiker der Linkspartei drei Tage in Folge in großen Überschriften als „Puff-Politiker“ bezeichnet — weil in einem Haus, dessen Miteigentümer er war, auch Prostituierte arbeiteten.

Das Gericht sah in der „Bild“-Berichterstattung nach den Worten Eisenbergs eine „schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung“ und eine „Schmähung“. Verschärfend habe es in seinem Urteil gewertet, dass „Bild“ „kampagnenartig“ berichtet und Winkelmeier keine Chance gehabt habe, sich zu wehren.

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