Dokusoaps, Neandertaler, Neda

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Schluss mit den Grundrechten“
(fernsehkritik.tv/blog)
Fernsehkritik.tv präsentiert Auszüge aus einem mit einer Dokusoap-Produktionsfirma abgeschlossenen Vertrag. Einer der Punkte lautet: „Der Vertragspartner soll während des Produktionszeitraumes frei agieren und dabei lediglich mit der Kamera begleitet werden. Der Produzent wird dem Vertragspartner dementsprechend keine von ihm zu sprechenden Texte vorgeben. Der Produzent wird dem Vertragspartner bei Bedarf inhaltliche Vorschläge unterbreiten. Nimmt der Vertragspartner diese Vorschläge an, so geschieht dies auf rein freiwiliger Basis.“

2. „Freie Journalisten bekommen nur selten Journalistenpreise. Warum?“
(freischreiber.de)
Freischreiber, ein Berufsverband von freien Journalisten, glaubt, dass „freie Journalisten bei Preisverleihungen meistens leer ausgehen“ und stellt dazu Vermutungen an.

3. „Digitale Neandertaler“
(sueddeutsche.de, Stephan Weichert und Leif Kramp)
Die „Süddeutsche Zeitung“ startet eine neue Serie zur Zukunft des Journalismus und stellt fest, dass viele Journalisten noch nicht im Internet angekommen sind: „Gemessen daran, wie wenig die Potenziale der Netzkommunikation heute erst genutzt werden, sind Journalisten die Neandertaler der digitalen Ära.“

4. „Nie war Gewinnen so einfach“
(narragonien.de)
Narragonien.de nimmt die Gewinnerin des Tages von „Bild“ unter die Lupe. (Hinweis: Dieser Link war vorübergehend nicht erreichbar.)

5. „Das zweite Leben der Neda Soltani“
(sz-magazin.sueddeutsche.de, David Schraven)
Eine Untersuchung zur Verwechslung der beiden Iranerinnen Neda Soltan und Neda Soltani: „Wer als Erstes die lebende Dozentin Neda Soltani mit der toten Studentin Neda Soltan verwechselt, lässt sich später nicht mehr rekonstruieren.“

6. „Aufmerksamkeitsspanne bei Zeitungsartikeln kurz“
(der-postillon.com)
Eine „Studie“ zur Aufmerksamkeit beim Lesen von Zeitungsartikeln – „im Auftrag des Postillions“.