Medienarchiv 68, N24, Google

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Editorial zum Medienarchiv68“
(medienarchiv68.de, Mathias Döpfner)
Der Axel-Springer-Verlag macht mit dem Medienarchiv 68 „rund 5.900 Beiträge, Kommentare, Leserbriefe, Karikaturen, Reportagen, Glossen und Interviews aus den Jahren 1966 bis 1968“ zugänglich. Der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner will damit die „publizistische Positionierung der Axel-Springer-Zeitungen in der damaligen Zeit“ zur Debatte stellen: „Manche Klischees in den Köpfen erweisen sich auch als Endmoränen einer bis heute wirkungsvollen SED-Propaganda und Stasi-Desinformation.“ Reaktionen auf die Lancierung des Medienarchivs sind auf taz.de, sueddeutsche.de oder fr-online.de zu lesen.

2. „Focus: Fakten, Fakten, Fakten??“
(klima-luegendetektor.de)
Der Klima-Lügendetektor schreibt über den „Focus“-Titel „Fällt die Klima-Katastrophe aus?“ und kommt zu folgendem Schluß: „Die sensationsheischende Frage des ‚Nachrichtenmagazins‘, ob die Klimakatastrophe ausfalle, lässt sich also kurz und bündig beantworten: Leider nein!“

3. „Du sollst nicht langweilen!“
(faz.net, Harald Staun)
Harald Staun über den Nachrichtensender N24: „Die bloße Etikettierung des Programms mit dem Begriff ‚Nachrichten‘ scheint auszureichen, damit die sonst so fleißigen Kritiker des Privatfernsehens ihre fundamentalen Dünkel gegen Boulevardisierung und Infotainment vergessen. Die Solidaritätsbekundungen klingen ein wenig, als würde sich der Vegetarierbund beschweren, weil McDonald’s seine Salate abschafft.“

4. „‚Bild‘-App ist bereits geknackt“
(dwdl.de, Alexander Krei)
„Einigen Usern ist es gelungen, die erst Anfang Dezember gestartete kostenpflichtige App der ‚Bild‘ für das iPhone zu knacken. Dem Springer-Verlag ist das Problem bekannt, dennoch gibt man sich derzeit noch gelassen.“

5. „SF: Trickserei beim ‚Swiss Award'“
(persoenlich.com)
„Stand der ‚Schweizer des Jahres‘ schon fest, bevor ihn das Volk per Televoting bestimmte?“

6. „Wieso Holzmedien bei Google-Kritik versagen“
(largeneuroncollider.com, Andreas Braendle)
Andreas Braendle hält Skepsis für angebracht, wenn Printmedien über Google schreiben. „Die seltsame Argumentation der Journalisten hört sich meist etwa so an, wie wenn Fährenbetreiber einen Autofahrer davon überzeugen wollen, nicht mit der neuen Brücke den Fluss zu überqueren, sondern weiterhin die Fähre zu nehmen – weil sie langsamer und teurer ist.“