Popstars, Mascolo, Climategate

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Popstars Du & Ich – Die Halbfinalentscheidung“
(youtube.com, Video, 6:34 Minuten)
Ab 4:30 Minuten verkünden die zwei Moderatoren von „Popstars“, was zuerst stilles Entsetzen, dann Buh-Rufe auslöst (vgl. „Wie Pro Sieben sein Publikum betrügt“): „Ihr müsst nicht weinen, denn wir haben eine grosse Überraschung für Euch. Heute abend fliegt niemand raus. Auf gar keinen Fall. Das Voting geht weiter.“

2. „Ich kann es nicht mehr hören“
(dondahlmann.de)
Don Dahlmann langweilt „dieses Blogger vs. Journalisten Getue“: „Den Kampf ‚der‘ Blogger gegen ‚die‘ Journalisten hat es nie gegeben. Es war und ist eine Auseinandersetzung über die Wahl des Publikations- und Distributionskanals (‚….aber die Haptik!‘). Und ein Versuch der Verlage, von denen eigenen Schwierigkeiten beim Shift des Geschäftsmodelles abzulenken.“

3. Rede von Georg Mascolo
(netzwerkrecherche.de, Georg Mascolo)
Der „Spiegel“-Chefredakteur hält die Laudatio anlässlich der Verleihung des „Leuchtturms“ an NDR Info und sagt, wie ein Journalist sein muss: „Der Journalist muss neugierig, er muss gründlich und ehrgeizig sein. Er darf die wahre Aufgabe seines Berufes nicht vernachlässigen – und das ist, den Dingen auf den Grund zu gehen. Wir bekommen unser Geld für unsere Neugierde. (…) Die Fleißigen, die Hartnäckigen, die Unerbittlichen sind es, die den Erfolg unserer Unternehmungen ausmachen.“

4. „Nun reicht es mit der Symbolik“
(blogmedien.de, Horst Müller)
Bettina Röhl spricht bei der Auszeichnung von Nikolaus Brender zum „Journalist des Jahres“ auf debatte.welt.de von einem „Gesinnungspreis“. Horst Müller stellt fest, dass sich Brender dieses Jahr nicht „journalistischen Leistungen“ hervorgetan hat: „Vielmehr sind die Mainzer in den vergangenen Monaten wiederholt mit journalistischen Fehlleistungen und peinlichen Pannen in ihren Informationssendungen aufgefallen.“

5. „Climategate und die Achse des Blöden“
(blogs.taz.de/reptilienfonds, Heiko Werning)
Heiko Werning beleuchtet, was bei Wikipedia „Hackerzwischenfall am Klimaforschungszentrum der University of East Anglia“ und kürzer „Climategate“ genannt wird, insbesondere die Rolle der „FAZ“ und der „Welt“-Journalisten Dirk Maxeiner, Michael Miersch und Gideon Böss. Interessant auch die Kommentare, in denen sich der im Text erwähnte Hans von Storch zu Wort meldet.

6. „Schweinegrippe, war da was?“
(weltwoche.ch, Alex Reichmuth)
Alex Reichmuth schreibt zur grassierenden Schweinegrippe: „Für die übersteigerte Alarmstimmung waren vor allem auch die Medien verantwortlich: Mit einer Berichterstattung, deren Umfang jedes vernünftige Mass überstieg, haben Fernsehstationen, Radiosender und Zeitungen in den letzten Monaten jedes Detail zur Schweinegrippe in die Schlagzeilen gehoben.“