„Bild“ verhöhnt österreichischen Finanzminister (3)

Unter der Überschrift „Aaaaaah! Grasser gegen Bild – das Medienrecht ist zahnlos“ berichtet heute auch die „Zeit“ über die Paparazzi-Fotos vom österreichischen Finanzminister Karl-Heinz Grasser und seiner Gattin Fiona, die „Bild“, wie berichtet, am vergangenen Freitag (teilweise verpixelt) abgedruckt hatte und gegen deren Veröffentlichung Grasser juristisch vorgeht.

Eine „Bild“-Sprecherin hatte ja bereits versucht, die Veröffentlichung damit zu rechtfertigen, dass Grasser und seine Frau „ganz klar als Society-Paar“ aufträten, „bereits seit geraumer Zeit die Spalten der Yellow-Presse“ füllten. Die Berichterstattung stünde deshalb „auch auf einer anderen Basis“ als etwa der von „Bild“ scharf kritisierte Abdruck vergleichbarer Fotos von Angela Merkel in anderen Medien. Die „Zeit“ zitiert nun nicht nur aus dem suggestiven „Bild“-Text („Hier sucht die Kristallerbin die Kronjuwelen des Finanzministers. Da liegt ER! Und genießt. Ihr Verwöhnprogramm. Ihre Küsse. Ihre Liebkosungen. Herzen, busseln, tasten, suchen. Nach Kronjuwelen? Mozartkugeln? Aaaaaah! (…) Fiona (…) und ihr Minister arbeiten nach einer Fehlgeburt an einem Baby. Kleiner Tipp, verehrte Liebende: DAS geht irgendwie anders.“), sondern auch den stellvertretenden „Bild“-Chefredakteur Alfred Draxler mit den rätselhaften Worten:

„Wir haben ja nicht behauptet, dass der Sex vollzogen wurde.“

Weiter heißt es in der „Zeit“:

„Das Foto sei im Übrigen gar nicht von Bild-Reportern geknipst worden, sondern von italienischen Paparazzi. Als britische Boulevard-Kollegen ein Foto mit nacktem Po der deutschen Kanzlerin Angela Merkel druckten, schäumte Bild und schwor Rache. Der Fall des österreichischen Finanzministers liege hingegen anders, beteuert nun Draxler. Der zähle halt zum ‚Jetset'“.

Aha.