Bloß früher III

Dr. Kai Rezai aus Münster ist ein umtriebiger Mann, keine Frage. Auf der Internetseite seiner Praxis bekommt man einen guten Überblick über all die Medien, in denen Rezai und/oder seine Praxis Gegenstand der Berichterstattung waren.

So war er zum Beispiel am 24.8.2005 in der „Münsterschen Zeitung“, am 3.9.2005 in den „Westfälischen Nachrichten“, am 22.9.2005 bei Sat.1 und im September-Heft von „Der Monat“. Immer mit dabei: Christina Günter, 28 Jahre alt, die sich, wie es damals hieß, ein sechs Jahre zuvor tätowiertes sog. „Arschgeweih“ von Rezai entfernen ließ.

Und heute, mehr als ein halbes Jahr später, haben es Rezai & Anhang auch ins Online-Angebot der „Bild“-Zeitung geschafft. Groß im „News“- und noch größer im „Gesund & Fit“-Ressort wird dort zunächst das Ende des „Arschgeweihs“ gefeiert. Und in dem dazugehörigen (von immerhin zwei Autoren verfassten) Artikelchen mit „Fotogalerie“ heißt es dann:

"Christine Günther (28) ließ sich vor sechs Jahren die große Tätowierung stechen -- jetzt findet sie sie gar nicht mehr sexy"

Soviel dazu.

Mit Dank an Wolfgang P. für den Hinweis.

Nachtrag, 20.15 Uhr: Ach ja, und der Bild.de-Startseiten-Teaser illustriert die Schlagzeile („Bye-bye, Arschgeweih: Christine (28) lässt sich ihre Sommer-Sünde“) nicht mal mit Christina Günters Steißbeintätowierung, sondern mit irgendeinem Symbolfoto.

Nachtrag, 23:30 Uhr: Bild.de hatte — warum auch immer — die Fotogalerie zwischendurch mal für knapp zwei Stunden aus dem Artikelchen entfernt. Und unser Leser Moritz W. weist darauf hin, dass es bei der 28-jährigen Friseurin Christina Günter aus Münster von damals ja möglicherweise gar nicht um die 28-jährige Kassiererin Christine Günther aus Münster von Bild.de handelt. Und er hat natürlich Recht: Dass Christina und Christine (von Bild.de auch „Christina“ genannt) einander sehr ähnlich sehen und sich vom Dr. Rezai eine sechs Jahre alte, identische Tätowierung entfernen ließen/lassen, kann auch bloß Zufall sein…