Robin Hood für ganz Arme IV

Wie gesagt, was ihre Anzeige gegen die sogenannten „Renten-Lügner“ betrifft, scheint „Bild“ kaum etwas zu unerheblich, um es nicht trotzdem zu melden – aber dazu kommen wir noch. Schon vor einer Woche verkündete „Bild“ stolz auf der Titelseite, dass die Hamburger Staatsanwaltschaft dem Vorgang ein Aktenzeichen zugeteilt hatte (siehe Ausriss oben). Das sagt zwar im Grunde nur, dass der von „Bild“ beauftragte Anwalt es tatsächlich geschafft hat, seinen dicken Umschlag unfallfrei in den Briefschlitz zu werfen, aber sei’s drum.

Heute hat „Bild“ wieder eine sensationelle Meldung im Blatt:

„Bild“ schreibt:

Die BILD-Anzeige wegen Renten-Betrugs ist im Verwaltungs-Dschungel der deutschen Justiz verschwunden!
(…)
Bis gestern abend konnte nicht geklärt werden, wo sich das Dokument derzeit befindet.

Wir können „Bild“ beruhigen. Die Anzeige ist nicht verschwunden. Und was bis gestern Abend angeblich „nicht geklärt“ werden konnte, erklärte uns heute der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft:

Die Anzeige ist da.

Sie sei ohnehin nur den „ganz normalen Verwaltungsweg“ gegangen. Das dürfte zwar auch gestern schon absehbar gewesen sein. Aber, dass die Anzeige noch nicht beim zuständigen Sachbearbeiter angekommen war, das zu vermelden, war offenbar sogar „Bild“ zu albern.

Fortsetzung folgt …