Lange Feindschaft

Das NDR-Medienmagazin „Zapp“ berichtete gestern in einem ausführlichen Beitrag über „das Geben und Nehmen zwischen Profi-Fußball und „Bild“-Journaille“ und die erstaunliche Macht, die die „Bild“-Zeitung in diesem Bereich hat und mit zweifelhaften Methoden aufrecht erhält. Unter anderem ging es dabei auch um die Hintergründe der Kampagne gegen Jürgen Klinsmann, mit dem „Bild“ eine jahrelange Feindschaft verbindet.

Freddie Röckenhaus, Sportjournalist: „Die ‚Bild‘-Zeitung ist natürlich gewöhnt, dass die wichtigen Figuren im deutschen Fußball mit ihr besonders kooperieren. Das heißt, dass die ‚Bild‘-Zeitung Zugang zu besonderen Informationen hat, diese Informationen früher bekommt und so weiter. Das hat sich ja über die Jahrzehnte eingeschliffen, weil eigentlich alle wichtigen Personen im deutschen Fußball immer kooperationsbereit waren. Klinsmann ist das von Anfang nicht gewesen.“

Moritz Müller-Wirth, „Die Zeit“: „Das beste Beispiel ist, dass die ‚Bild‘-Zeitung immer schon am Spieltag der Länderspiele die korrekte Mannschaftsaufstellung im Blatt hatte – als einzige Zeitung und als einziges Medium. Klinsmann hat das abgeschafft und hat die Mannschaftsaufstellung seither immer am Spieltag allen Journalisten gleich zur Kenntnis gegeben.“

(Die Sendung wird am Freitag um 15.30 Uhr auf 3sat wiederholt.)