Holovaty, Bomben, Liberia

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. Interview mit Adrian Holovaty
(faz.net, Marco Dettweiler)
Journalist Adrian Holovaty ist dafür, dass Journalisten programmieren können: „Im Journalismus sollte Programmieren eine Teildisziplin sein wie Fotografieren, Schreiben, Redigieren, Layouten oder Video produzieren. Webentwickler und -programmierer können neue Präsentationsformen von Informationen wie etwa interaktive Datenbanken schaffen.“

2. „Medienexperten kritisieren Form des TV-Duells“
(epd.de)
Der evangelische Pressedienst fasst nochmals die Reaktionen zum TV-Duell zwischen den Kanzlerkandidaten zusammen und konstatiert, dass die 14.21 Millionen dem Duell beiwohnenden Menschen „knapp sieben Millionen weniger als beim TV-Duell vor vier Jahren“ waren.

3. „Die Presse pfuscht!“
(derbund.ch, Constantin Seibt)
Constantin Seibt zitiert ein „jüngeres Verlagskader“ am Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse, an dem Bunderat Ueli Maurer den Medien „Unfug, Einheitsbrei und Prostitution“ vorwarf (Rede auf admin.ch): „Die einzige Chance der Schweizer Presse auf Erneuerung wäre hier im Saal eine Bombe. Wenn wir alle zusammen weg wären, dann ginge wirklich eine Welle von Innovation durch die Schweizer Medienhäuser.“

4. Boulevard-Zeitungen zum Oktoberfest-Auftakt
(jbenno.posterous.com)
Der Start der Wiesn in München wird von den Boulevardzeitungen „tz“ und „Abendzeitung“ sehr unterschiedlich beurteilt.

5. „Profitipps zu allen Sujets“
(zeitlupenbaer.de)
Verschiedene Tipps, wie Journalisten besser fotografieren.

6. „Daily Talk“ in Liberia
(monocle.com, Video, 4:25 Minuten, englisch)
Von der Zeitung „Daily Talk“ aus Liberia erscheint jeden Tag nur ein Exemplar – trotzdem erreicht dieses Tausende. Wie das? Die Texte werden auf eine grosse Schiefertafel geschrieben.