Internet-Manifest, Gran Canaria, Strunz

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Internet-Manifest“
(internet-manifest.de)
Die von verschiedenen Bloggern und Journalisten aufgestellten 17 Behauptungen, wie Journalismus heute funktioniert, polarisieren und werden ausgiebig in News und Blogs diskutiert.

2. „Zeitungen gehen Web-Satire auf den Leim“
(spiegel.de, pat)
Die bengalische Boulevardzeitung „Manab Zamin“ nimmt eine Satire von „The Onion“ auf und verbreitet sie unter ihren Lesern als die Wahrheit. Neil Armstrong soll auf Basis einiger „Clips bei YouTube“ zum Schluss gekommen sein, er sei „gar nicht auf dem Mond gelandet, sondern auf einer Bühne in New Mexiko“.

3. „Gran Canaria: TV zeigt Homo-Sex in Dünen“
(queer.de, dk)
Der spanische TV-Sender Telecinco, mehrheitlich in Besitz von Mediaset (Silvio Berlusconi), filmte Touristen heimlich beim Sex im Freien und zeigte die Bilder am Samstagabend.

4. „Schlechter Journalismus und Facebook“
(neunetz.com, Marcel Weiß)
Marcel Weiß analysiert einen Artikel über Facebook auf dem Newsnetz-Portal bazonline.ch. Ein Journalist habe mal wieder das „Ich-habe-eine-These-und-bastle-mir-dazu-anekdotische-Fakten-Spiel gespielt, und zwar in der beliebten Nicht-passende-Fakten-werden-angepasst-Edition.“

5. „Der Mantel des Schweigens beim WDR“
(ruhrbarone.de, David Schraven und Marvin Oppong)
David Schraven und Marvin Oppong entdecken „beim WDR in Köln einen ähnlichen Fall“ wie „in der Causa Heinze“. Doch im Gegensatz dazu „wurde dieser nicht in der Öffentlichkeit verhandelt, sondern in aller Stille bereinigt. Beim WDR mag man das Schweigen wohl.“

6. „Eine Zeitung für alle, voller Optimismus“
(abendblatt.de, Claus Strunz)
Ein Leser vertritt die Meinung, dass „Eyecatcher, d. h. auflagensteigernde Überschriften“ nicht „in eklatantem Widerspruch zur Realität bzw. zum Inhalt des eigentlichen Artikels“ sein sollten. Claus Strunz, Chefredakteur des „Hamburger Abendblatts“, antwortet: „Wir berichten fair, ehrlich und professionell. (…) Ihr Argument, wir überspitzten Überschriften zu sehr, um Auflagenerfolge zu erzielen, zielt ins Leere.“