DJV, ZDF, Palin, von der Leyen

Die Familienministerin fordert einen Verhaltenskodex für das Internet, das ZDF übertreibts mit den Effekten, der DJV antwortet Björn Sievers. Dazu die Korrektur der Rücktrittsrede von Sarah Palin.

1. Deutsche Familienministerin fordert Internet-Verhaltenskodex

(rp-online.de, Eva Quadbeck)

Die Erziehung der Bürger durch den Staat schreitet voran. Nach den Netzsperren möchte Ursula von der Leyen bei den „sozialen Netzwerken im Internet“ „einen Verhaltenskodex entwickeln“. Die Wahl ihres von der Netzgemeinde gewählten Übernamens „Zensursula“ hält sie für „patent“.

2. „Eine Woche neues ‚Heute‘-Studio“

(taz.de, Daniel Bouhs)

„Im neuen Nachrichtenstudio übertreibt es das ZDF mit Effekten. Aufwändige 3D-Grafiken bringen nicht zwangsweise Erkenntnisgewinn.“

3. „Antwort des DJV auf Björn Sievers“

(carta.info)

Der DJV antwortet auf den offenen Brief von Björn Sievers und stellt fest: „Google hat sein erfolgreiches Geschäftsmodell auf der systematischen Auflistung und Verlinkung zu Beiträgen Dritter aufgebaut, für die das Unternehmen keinen Cent bezahlt.“

4. „Ulrich Deppendorfs Schweißausbruch am Ufer des Sommerlochs“

(faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog, Stefan Niggemeier)

Stefan Niggemeier kommentiert eine Online-Diskussion (ab hier) zwischen Kai Gniffke und Ulrich Deppendorf: „Wenn schon seine harmlosen Frotzeleien über den Virtualitätspomp des ZDF Anlass genug für Deppendorf sind, sich um eine Retourkutsche in zwei Jahren (!) zu sorgen, mag man sich nicht ausmalen, was ernste Kritikversuche für Schweißausbrüche bei ihm auslösten – und wie oft er entsprechende Formen des Journalismus womöglich verhindert.“

5. Werbung und Moral

(wirres.net, Felix Schwenzel)

Felix Schwenzel macht sich in einem längeren Beitrag Gedanken über Werbung und Moral: „das doofe ist ja, ich finde werbung auf blogs und in zeitungen und zeitschriften gut. werbung finanziert leute wie heribert prantl, günter wallraff, jens weinreich und ermöglicht ihnen das zu schreiben was wir alle schätzen. werbung ermöglicht, dass ich mir günstige tageszeitungen, die FAS, die brandeins oder die dummy regelmässig leisten kann. (…) ich hätte es auch gerne, dass werbung stefan niggemeier, markus beckedahl, lukas heinser, malte welding, peer schader, herrn paulsen oder mir (und anderen) ermöglicht weiterhin unabhängig und frei ins internet zu schreiben.“

6. „Palin’s Resignation: The Edited Version“

(vanityfair.com)

Vanityfair.com setzt den Rotstift an. Und zwar „korrigiert“ die Website die Rücktrittsrede von Sarah Palin.