Stern, Product Placement, Facebook

Sensationsergebnisse zum Medienwandel nach Befragung eines Teenagers, Product Placement, Guttenberg auf der Stern-Titelseite und ein Bericht über einen Online-Betrug.

1. „Ein ‚Stern‘, der seinen Namen trägt…“

(stefan-niggemeier.de)

„Erst hatte ich gedacht, dass eine Wahlbroschüre von Karl-Theodor zu Guttenberg an Berliner Kiosken ausliegt, aber dann war es doch nur der aktuelle ‚Stern‘.“

2. Interview mit Andy Kaltenbrunner

(diepresse.com, Patricia Käfer)

Ex-Profil-Journalist Andy Kaltenbrunner nennt den Kollektivvertrag Ausdruck eines „verknöcherten Systems“. Berufsdefinitionen und Verträge würden die Realität nicht mehr abbilden: „In Österreich haben wir jetzt eine Dreiklassengesellschaft: wenige Topverdiener, eine große Gruppe, die alle fünf Jahre automatisch zehn Prozent dazu bekommt – und ein publizistisches Prekariat.“

3. „Product Placement“

(faz.net, Peer Schader)

„Längst hat man sich an das Dauerbombardement mit Werbeclips gewöhnt. Nun gibt eine neue EU-Richtlinie den Weg frei für Produktplazierung in bislang ungekanntem Ausmaß. Fällt damit endgültig die Trennung zwischen Programm und Kommerz?“

4. 20min.ch mit neuem Lokalportal

(persoenlich.com, Christian Lüscher)

20 Minuten ergänzt sein Online-Angebot ab Ende August mit einem „Lokalportal für sämtliche Gemeinden der Schweiz“. Geschäftsführer Marcel Kohler verspricht sich davon eine zielgenauere Werbung: „Der Bäcker von Ostermundigen muss mit seiner Gipfeli-Reklame nicht mehr die User in Dietikon ansprechen.“

5. „Ansichten eines Praktikanten“

(sueddeutsche.de, Andreas Oldag)

Zugegeben, die Idee ist brillant. Um herauszufinden, wohin sich die Medienwelt bewegt, befragt man einfach mal einen 15-jährigen (Originalmeldung auf ft.com). Die verrückte Vorgehensweise erzeugt auch gleich „einige der klarsten und aufrüttelndsten Erkenntnisse, die wir je gesehen haben“.

6. „Wie ich einmal Opfer eines Online-Betruges wurde“

(franztoo.de, Franz Patzig)

Franz Patzig hilft einer Facebook-Freundin schnell und unkompliziert mit 150 Euro aus. Nachher stellt sich heraus, dass ihr Konto kürzlich gehackt wurde. „Es wäre ein leichtes gewesen nach kleinen Details zu fragen, die nur wir beide kennen und die sicher nicht in Facebook zu finden gewesen wären. Eine Frage hätte gereicht.“