NYT, Fischöl, Castingshows, Wolf

Ein guter Journalist sollte jeden Tag fünf neue Menschen kennenlernen, Statement-Journalismus, die „New York Times“ am Abgrund und Fischölkapseln von der Brandstwiete.

1. „Der angezählte Champion“

(zeit.de, Michael Naumann)

„Die ‚New York Times‘ ist die beste Zeitung der Welt – aber ihrem Verlag droht die Insolvenz: Das Internet macht Konkurrenz, Anzeigen bleiben aus. Muss die Zeitung bald ihren eigenen Tod vermelden?“

2. „Callcenter der SPIEGEL-Gruppe verkauft Fischölkapseln für den Springer-Konzern“

(spiegelblog.net, T. Engelbrecht)

Der Spiegel und die Firma QS Quality Service haben die gleiche Adresse, nämlich Brandstwiete 19, Hamburg. Die Spiegel Gruppe macht was mit Journalismus, die Tochterfirma QS, zuständig für die Aboverwaltung der Muttergesellschaft, verkauft Fischölkapseln.

3. „Ich bring dich groß raus!“

(merkur.de, Jürgen Bräunlein)

„Warum tun sich junge Leute das an, vor einem Millionenpublikum gedemütigt zu werden? Kein Masochismus zwingt sie dazu, sondern die Sehnsucht nach deutlichen Worten, die ihnen die Gesellschaft verweigert.“

4. „Festrede von Armin Wolf“

(derstandard.at)

Armin Wolf, twitternder Moderator der ORF-Nachrichtensendung „Zeit im Bild“, hält eine Rede vor FH-Absolventen und gibt Tipps: „Ein guter Journalist sollte jeden Tag fünf neue Menschen kennenlernen. Pressesprecher und andere Journalisten zählen nicht. Schaffen sie sich ein ordentliches Adressbuch an, egal ob digital oder noch ganz analog auf Papier – und dieses Adressbuch sollte jeden Tag um fünf Namen voller werden.“

5. „Statement-Journalismus“

(ad-sinistram.blogspot.com, Roberto J. De Lapuente)

„Diese Ich-muß-zu-jedem-Thema-meinen-Senf-dazugeben-Mentalität dominiert das Medienspektakel. Nachrichten sind ein Sammelsurium aneinandergereihter Ein-Satz-Statements und hohler Schnellphrasen.“

6. Online Journalismus vor einigen Jahren …

(thenextweb.com, Grafik)

… und heute.