Tages-Anzeiger, TV-Flops, Güner Balci

Noch 10 Jahre Tageszeitungen, doch wer bezahlt Journalismus? 82 TV-Flops in einer Saison. 10 Strategien für den Journalismus 2.0. Und Güner Balci über extrem gewalttätige Wiederholungsdeliquenten.

1. „Die Nabelschau“

(medienspiegel.ch, Andrea Masüger)

Der publizistische Direktor der Südostschweiz Medien rechnet den Personalabbau beim Tamedia-Blatt Tages-Anzeiger durch und hält ihn für gar nicht so vermessen: „Was derzeit in der Medienszene und in der Öffentlichkeit rüberkommt, ist aber etwas ganz anderes. (…) Die Kürzungsrunde beim ‚Tages-Anzeiger‘ gilt als Anschlag auf die journalistische Qualität. Die Belegschaft demonstriert und die Gewerkschaften verfassen ihre stereotypen Communiqués im Duktus der Sechzigerjahre, in denen Verleger noch immer den Klassenfeind Nummer 1 repräsentieren.“

2. „10 Strategien für den Journalismus 2.0“

(medialdigital.wordpress.com)

Mit dabei: „Diskussion ermöglichen“, „Multimedial denken“, „Die Weisheit der Masse nutzen“, „Hyperlokal denken“, „Neue Technologien umarmen“ und „Tue, was Du am besten kannst, und verlinke zum Rest“.

3. „In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr“

(netzwertig.com, Marcel Weiss)

„Werbebudgets verlagern sich Richtung Internet. Damit bricht die Haupt-Einnahmequelle für den Print-Sektor weg. Print wird dadurch mittel- bis langfristig defizitär und ökonomisch nicht mehr tragfähig.“

4. „Die größten Misserfolge der TV-Saison“

(dwdl.de, Uwe Mantel)

Wie viel doch in nur einer TV-Saison durchrauscht, also wieder eingestellt wird und als Flop abgebucht werden muss. Der Branchendienst DWDL hat 82 TV-Flops gesammelt und präsentiert sie in einer Bildergalerie.

5. „Und, wer bezahlt Journalimus?“

(zeit.de, Eva Schweitzer)

Der „Kern der Krise“ im Spannungsfeld Journalismus und Geldverdienen im Internet ist gefunden: „Wer lesen will, wie viel Geld Lobbyisten von AIG an den Kongress gegeben haben, klickt noch lange nicht auf die Fotostrecke mit Paris Hilton.“

6. Gespräch mit Güner Balci

(kuechenradio.org, Audio, 107 Minuten)

Eine sehr interessante Diskussionsrunde über extrem gewalttätige Wiederholungsdeliquenten, über Migrationspolitik, über Deutsche und Ausländer. Mit einer, die sich tatsächlich mal auskennt: Der in der Berlin Neukölln aufgewachsenen Journalistin und Buchautorin („Arabboy„) Güner Yasemin Balci.