Ringier, Tages-Anzeiger, Herzinger

Michael Ringier preist den Versandhandel als gutes Geschäft, die Mitarbeiter des Tages-Anzeigers demonstrieren und oe24.at wird temporär von der österreichischen Webanalyse ausgeschlossen.

1. Interview mit Michael Ringier

(handelszeitung.ch, Alice Chalupny)

Der grösste Schweizer Verleger sieht die Zukunft seines Verlags offenbar nicht zwingend mit Journalismus verknüpft. Auf die Feststellung „Ringier wird mehr und mehr zu einem Versandhändler“ entgegnet Michael Ringier: „Der Versandhandel ist ein gutes Geschäft. Hubert Burda verkauft ja auch Schirmständer – was solls? Solange das Geschäftsmodell erfolgreich ist?“

2. „Zukunft ohne Presse?“

(stern.de/blog, Karsten Lemm)

„Jahrzehntelang konnten Tageszeitungen, aber auch Zeitschriften wie der Stern, gut davon leben, dass Informationen eine relativ knappe Ware waren (…) Das funktioniert nicht mehr. Informationen sind praktisch wertlos geworden – eine Folge des Überangebots aus Daten, Fakten, Gerüchten, Nachrichten, Meldungen und Meinungen, die überall im Netz herumschwirren. Simple Marktwirtschaft.“

3. Tagi-Mitarbeiter demonstrieren gegen den Personalabbau

(persoenlich.com)

Journalisten des Tages-Anzeigers traten gestern vor das Gebäude, in dem sie arbeiten und demonstrierten gegen den geplanten Stellenabbau. „Eine derart massive Amputation“ sei derzeit nicht nötig und vergrössere nur den Profit der Eigentümer, so die Personalkommission. Weitere Berichte bei tagesanzeiger.ch, klartext.ch und presseverein.ch.

4. „oe24-Netzwerk zwei Monate aus ÖWA ausgeschlossen“

(diepresse.com)

„Das ‚Österreich‘-Onlineportal wird zwei Monate lang nicht in der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) ausgewiesen – wegen ‚groben Verstößen gegen die Richtlinien‘.“

5. „Einnahmen ohne Zuschauer“

(heise.de/tp, Peter Mühlbauer)

„Fernsehsender wollen Geld von elektronischen Programmzeitschriften“

6. „Wie ich im Internet zum Juden erklärt wurde“

(welt.de, Richard Herzinger)

Richard Herzinger schreibt einen langen Artikel über die doch eigentlich recht banale Tatsache, dass sein Wikipedia-Eintrag kurzzeitig falsche Angaben beinhaltete.