NPD, Weischenberg, Pudel

Der Report Mainz verlangt Kopfrechenkünste von NPD-Politikern, Don Alphonso sieht Journalisten als gut dressierte Pudel und Mathias Döpfner wägt Bierkisten mit Medienaktien ab.

1. „Rechtsextreme und die Medien“

(youtube.com, Video, 5:04 Minuten)

Report Mainz berichtet vom Parteitag der NPD. Eine Reporterin testet Parteimitglieder, ob sie Kopfrechnen können und will wissen, was 7 x 9 ist. Am Schluss kommt der Bericht, durch den ständig ein Fuchs läuft, zum Schluss: „Fragen beantworten oder rechnen können ist nun mal nicht jedermanns Ding.“ Die Menge im Saal skandiert: „Die Presse lügt, die Presse lügt, …“

2. „AP erklärt News-Verwertern den Kampf“

(spiegel.de)

„Kampfeslust in Zeiten der Medienkrise: Die Nachrichtenagentur AP will nicht länger hinnehmen, dass ihre Inhalte von anderen Webseiten verwendet werden. Sie plant einen Aufstand der News-Produzenten gegen Aggregatoren und Abschreiber.“

3. Interview mit Siegfried Weischenberg

(sueddeutsche.de, Thomas Fromm)

„Noch vor wenigen Monaten dominierten in der deutschen Wirtschaftsberichterstattung neoliberale Positionen. Alles, was mit Regulierung zu tun hatte, war Teufelszeug. Das hat sich im Zuge der Finanzkrise ins Gegenteil verkehrt: Heute besteht die Gefahr, dass nur noch auf der Linie staatlicher Interventionen argumentiert wird. Früher waren die Manager die Könige, heute ist es Finanzminister Peer Steinbrück.“

4. „FOCUS-SCHULE klagt gegen Baden-Württemberg“

(focus.de)

„Das Bildungsmagazin FOCUS-SCHULE klagt gegen das Land Baden-Württemberg auf Auskunft. Die Zeitschrift fordert von Kultusminister Helmut Rau den presserechtlich garantierten freien Zugang zu staatlichen Informationen ein.“

5. Interview mit Don Alphonso

(meedia.de, Alexander Becker)

„Viele Zeitungen werden sterben. Es werden die überleben, die Qualität liefern und Haltung zeigen. Medien sind eine Pudelzucht. Die heutigen Journalisten sind Schosshündchen, sehen alle schick aus und sind gut dressiert. Die Leser wollen aber Wölfe anstatt Pudel.“

6. „Das Orakel vom Axel-Springer-Platz“

(manager-magazin.de, Alexander Hämmerli)

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner: „Hätten Sie vor einem Jahr 1000 Euro in Aktien des amerikanischen Medienkonzerns Gannett investiert, hätten Sie heute noch 69 Euro übrig. Hätten Sie damals für den gleichen Betrag Holsten gekauft, hätten Sie viel Bier trinken können und könnten obendrein noch für 238 Euro Leergut einlösen.“