Basteln, verlautbaren, rausschneiden

7 Tipps, wie man sich eine Journalismus-Studie bastelt, gelehrter Verlautbarungsjournalismus in Russland, rausgeschnittene Worte über Volker Herres. Die Presseschau.

1. „Der Preis der Freiheit“

(freitag.de, Lotta Suter)

„Viele traditionsreiche US-Zeitungen verlagern ihre Berichterstattung aufs Netz. Doch die E-Medien brauchen den ‚alten Journalismus‘ – droht das Ende der Pressefreiheit?“

2. „Wie man sich eine Journalismus-Studie bastelt“

(journalistiklehrbuch.wordpress.com, Klaus Meier)

Klaus Meier, Professor für Journalistik an der Hochschule Darmstadt, hält nicht viel von der Studie „Journalismus 2009“ des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics (Pressemitteilung auf psychonomics.de). Eine Bastelanleitung mit 7 Tipps.

3. „FAZ enteignet den Papst“

(perlentaucher.de, Anja Seeliger)

„Zeitungen spielen sich gerne als Hüter des Urheberrechts auf, das vom Internet ausgehöhlt werde. Die eigentliche Enteignung der Urheber findet aber in Zeitungen statt.“

4. „Es steht schlecht um den ORF“

(diepresse.com, Reinhard Christl)

„Der ORF ist das einzige öffentlich-rechtliche Medienunternehmen der Welt, das offiziell davon ausgeht, weiterhin 40 Prozent Marktanteil halten zu können. Internationalen Vergleichen zufolge wären in zehn Jahren dreißig Prozent durchaus ein Erfolg.“

5. Gelehrter Verlautbarungsjournalismus in Russland

(dradio.de, Stefan Koldehoff und Robert Baag)

„Und diese Geisteshaltung, Journalisten zu behandeln wie – im sowjetischen Jargon würde man sagen – Transmissionsriemen, das heißt, es wird etwas verlautbart und Journalisten haben es gefälligst weiterzugeben, vor allen Dingen aber nicht negativ zu sein, das ist mittlerweile auch eine Haltung, die auch an Journalistenschulen durchaus so weitergegeben wird und zum Berufsverständnis gehört.“

6. „‚Schmidt & Pocher‘: Seitenhieb auf Herres rausgeschnitten“

(dwdl.de, Thomas Lückerath)

„Das hervorragende Finale von ‚Schmidt & Pocher‘ dürfte auch dem Programmdirektor des Ersten gefallen haben. Da die Aufzeichnung etwas zu lang geraten war, musste gekürzt werden, wobei zufällig kritische Worte Oliver Pochers über Volker Herres herausgeschnitten wurden.“