Gewalt, Tages-Anzeiger, Web-Wörter

Ein Überfall auf die Redaktion des Berliner Kuriers, die Führungsetage des Tages-Anzeigers im Selbstgespräch und ein Bündnis der Medien mit der Gewalt. Die Presseschau.

1. „Brüssel soll die Presse retten“

(faz.net, Hajo Friedrich)

„Der Europäische Verband der Journalistenverbände sieht angesichts der Medienkrise die Demokratie gefährdet. Grund genug für ihn, von der Europäische Union Hilfe zu fordern. Setzen die Medien dabei ihre Unabhängigkeit aufs Spiel?“

2. „Bündnis der Medien mit der Gewalt“

(heise.de/tp, Benjamin Laufer)

„Man kennt das von vielen Großereignissen sozialer Bewegungen: Die mediale Berichterstattung ist getrieben von Sensationslust, dramatisiert Gewalttaten und reduziert die gesamten Proteste gerne auf solche. Über die Inhalte der Protestierenden wird in verschwindend geringem Ausmaß berichtet.“

3. Interview mit Andreas Strehle und Markus Eisenhut

(tagesanzeiger.ch, Peter Wälty und Michael Marti)

Die neuen Chefs der Printausgabe des Tages-Anzeigers stellen sich den kritischen Fragen der Chefs online. Res Strehle: „Wir wollen mehr Eigenleistungen bringen. Mehr Glanzlichter setzen. Der Tages-Anzeiger kann nicht mehr eine Art Protokollführer des Zeitgeschehens sein, der über alles berichtet. Wir werden mehr gewichten, mehr Schwerpunkte setzen – und damit exklusive, aussergewöhnliche Leistungen erbringen.“

4. Berliner Kurier: Überfall auf die Redaktion

(berlinonline.de)

Die Redaktion der Boulevardzeitung Berliner Kurier wurde von mehreren Vermummten überfallen. „Ohne ein Wort zu verlieren, warfen die schwarz gekleideten Männer Tische um, zerstörten Computer und Arbeitsmaterial. Verletzte gab es nicht.“ Eine Bildergalerie zeigt das Ausmass der Verwüstung.

5. „Wie bitte? Was sagen die da auf der Re:publica?“

(morgenpost.de, Sonja Haase)

Die Berliner Morgenpost erklärt zur heute beginnenden re:publica’09 „Spezialbegriffe“. Gemeint sind damit „Web-Wörter“ von „Alpha Blogger“ über „Posten“ bis „Youtube“.

6. „Dodale Verandwordung“

(focus.de, Josef Seitz)

„Können die Zeiten hart werden, wenn der Wirtschaftsminister aus Franken kommt? Egal. ‚Beckmann‘ spült eh alles weich.“