Talese, Steinbrück, Schreibmaschinen

Gay Talese über New Journalism, Peer Steinbrück und seine „neue“ Facebook-Gruppe, ein Brief aus Winnenden, Schreibmaschinentexte und Agenturen – damals und jetzt. Die Presseschau.

1. Gay Talese und New Journalism

(3sat.de/scobel, Video, 38:36 Minuten)

Gay Talese spricht in einem Podiumsgespräch am Kölner Literaturanlass Lit.Cologne über New Journalism.

2. „Offener Brief von Eltern der getöteten Schülerinnen“

(winnender-zeitung.de)

Sechs von der Gewalttat in Winnenden betroffene Familien veröffentlichen auf der Titelseite der Winnender Zeitung einen offenen Brief: „Wir wollen weniger Gewalt im Fernsehen. Das Fernsehen, als noch wichtigste Informations- und Unterhaltungsplattform, hat einen sehr großen Einfluss auf die Denk- und Gefühlswelt unserer Mitbürger. Das Fernsehen setzt heute die ethischen und moralischen Standards. Wenn wir es zulassen, dass unseren Mitbürgern weiterhin täglich Mord und Totschlag serviert werden, ist abzusehen, dass die Realität langsam, aber stetig dem Medienvorbild folgen wird.“

3. „Inzwischen, mittlerweile, neu“

(coffeeandtv.de, Lukas)

Die Facebook-Gruppe „Ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren!“ wurde „irgendwann vor 11:42 Uhr am 29. Oktober 2008“ gegründet. Dennoch erwecken einige Medien den Eindruck, die Gruppe sei neu. Zum Thema schreibt auch bildblog.de: „Fressemeldung mit Fehlern„.

4. „Zum Distributionskanal verkommen“

(agenturjournalismus.de, Thomas Wiegold)

„Als Distributionskanal haben die Nachrichtendienste längst ihre einstmals exklusive Stellung verloren. Als Übertragungstechnologien noch teuer und eine Sache von Profis waren, gab es kaum einen anderen Weg, eine Nachricht möglichst schnell an möglichst viele Nutzer zu übermitteln, als die exklusiven Verteilnetze der Agenturen. Mittlerweile hat sich das erledigt.“

5. „Rebellion nach der sechsten Stunde“

(jetzt.sueddeutsche.de, Eva Schulz)

„Eine Schülerzeitung kann ein echtes Demokratieerlebnis sein. Wenn es noch Schüler gibt, die das wissen.“

6. „Das Ende“

(dasmagazin.ch, Thomas Zaugg)

Eine Internetkolumne kann man auch mal anders schreiben. Zum Beispiel mit einer „alten Hermes, fabriqué en suisse“. Auf Papier.

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