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Andrew Sullivan erklärt, warum er bloggt, Peter Wälty interpretiert Zahlen anders als wir und ein britischer Printreporter empfiehlt Journalisten, die Grundsätze der Blogger zu übernehmen. Unsere Presseschau.

1. „Pressefreiheit – Ins rechte Licht gerückt“
(zeit.de, Martin Gantner)
„Journalisten dürfen häufig nur berichten, wenn sie Knebelverträge unterschreiben. Künstler und PR-Agenturen wollen kontrollieren, was nicht mehr zu kontrollieren ist.“

2. „Die aufmüpfigen Info-Piraten“
(message-online.com, Michael Haller)
Wenn es ums leidige Thema „Blogs vs. Journalismus“ geht, werfen sich in der Regel die bisher reichen Journalisten und die bisher armen Blogger gegenseitig vor, nicht oder ungenau zu recherchieren. Das muss wahr sein, denn von einem „erfolgreichen General-Interest-Blog“ namens „Spreewald“ hab ich noch nie gehört. In einem zweiten Artikel empfiehlt Roy Greenslade den Journalisten, sie sollen die Grundsätze der Blogger übernehmen.

3. „Gesucht: Börsenexperten im Fernsehen“
(blogmedien.de)
„Sie sind Banker, Automechaniker oder Gemüsefachverkäufer und haben gerade Ihren Job verloren? Verlassen Sie sich besser nicht auf gute Ratschläge Ihres Beraters bei der Arbeitsagentur. Nehmen Sie Ihr berufliches Schicksal lieber selbst in die Hand und werden Börsenexperte beim Fernsehen. Vorkenntnisse sind dafür kaum erforderlich, wie unser Beispiel zeigt.“

4. Schriftsteller Paulo Coelho fürchtet das Internet nicht
(taz.de, Dietmar Kammerer)
„Coelho berichtet, wie vor zehn Jahren seine schleppenden Verkäufe in Russland steil anstiegen, bis eine digitale Raubkopie von ‚Der Alchimist‘ im internet auftauchte. Daraufhin seien innerhalb kürzester Zeit die Verkaufszahlen in dieser Region explodiert. Bis heute habe er zehn Millionen Exemplare dort abgesetzt.“

5. „Wir liegen knapp hinter Blick.online“
(werbewoche.ch, René Worni)
Peter Wälty, Chefredaktor des Medienportals Newsnetz, interpretiert die neuen Net-Metrix-Zahlen anders als wir es getan haben: „Keine Ahnung wie Medienlese zu diesem Ergebnis kommt.“

6. „Why I Blog“
(theatlantic.com, Andrew Sullivan)
Andrew Sullivan sagt, warum er bloggt.