medienlese – der Wochenrückblick

Während der Telekom im Zuge der Spitzelaffäre zurzeit das illegale Ausspähen von Mitarbeitern, Aufsichtsräten, Journalisten und Politikern vorgeworfen wird, geht die Branche auf Distanz.

Jakob Augstein hat die Ost-West-Wochenzeitung Freitag gekauft und will ihr „zu größerer Öffentlichkeit verhelfen“ (FAZ). Zurzeit erstellen 12 Redakteure den Freitag, die Auflage liegt bei 12.000 Exemplaren.

Ein Buch kritisiert die Berichterstattung rund um den G8-Gipfel in Heiligendamm – „Hauptsache Gewalt“, schreibt Lana Stille in der taz. Wir finden: Mindestens so interessant wie Scharmützel mit der Staatsgewalt und Bundeswehr-Spähfahrzeugen auf Autobahnbrücken sind doch zum Beispiel Champagner und Massagen in der Presse-Lounge, oder?

Weiter mit Zeitschriften: Die letzte Ausgabe der Matador liegt am Kiosk, die Blond, zuletzt verramscht für einen Euro, wird nur noch viermal im Jahr erscheinen, der Generationenwechsel bei der Emma misslingt gründlich und die Pferdezeitschrift Conny kommt nach 13 Jahren Ende des Monats zurück.

Im Internet präsentiert sich der Branchendienst DWDL.de in einer moderat neuen Version – rechtzeitig, bevor das neue Medienportal Meedia, ehemals Medien2, startet. Angeblich soll es ja diesen Monat soweit sein. Spiegel Online hat seine Bilderecke neu gestartet, aus Designklicks ist die Community seen.by geworden.

Der Text der Woche hier auf medienlese.com war wieder einmal mehr von Klaus Jarchow: „Journalismus in der ersten Person: Ich? Ich!“. Stefan Niggemeiers Hinweis auf den NPD-Eklat-Eklat hat unsere Leser besonders interessiert.