1. “Der Schutz von Journalist:innen wird systematisch abgebaut”
(netzpolitik.org, Anna Biselli)
Im Interview mit netzpolitik.org kritisiert Maximilian Jung von Reporter ohne Grenzen (RSF) die geplante Geheimdienstreform für Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz. Durch das Absenken von Eingriffsschwellen bei der Auslandskommunikation drohe der Quellenschutz systematisch abgebaut zu werden. Journalistinnen und Journalisten könnten künftig auch ohne konkrete Straftatbestände überwacht werden. RSF bemängelt zudem eine unzureichende Kontrolle von automatisierter Datenanalysen durch KI und schließt eine erneute Verfassungsklage gegen das Gesetz nicht aus.
2. Meta und TikTok gehen gezielt gegen Falschinformationen zur Ceuta-Krise vor
(spiegel.de)
Der “Spiegel” berichtet über verstärkte Maßnahmen der Social-Media-Konzerne Meta und TikTok gegen Desinformation und Schleuserinhalte im Kontext der Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta. Nachdem Falschinformationen und virale Videos Zehntausende Menschen zu einem lebensgefährlichen Grenzsturm ermutigt hätten, würden die Plattformen nun an verschiedenen Maßnahmen arbeiten, um eine Wiederholung solcher Vorfälle zu verhindern.
3. Resilienz gegen AfD stärken
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ruft die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten dazu auf, sich aktiv gegen die rundfunkpolitischen Pläne der AfD zu wehren. Er unterstützt eine entsprechende Stellungnahme des Initiativkreises öffentlich-rechtlicher Rundfunk und betont, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio ihre Resilienz ausbauen sowie ihren Journalistinnen und Journalisten den Rücken stärken müssten.
4. Die üblichen Verdächtigungen
(taz.de, Steffen Grimberg)
“Endlich mal wieder große Aufregung über den linksgrünsversifften öffentlich-rechtlichen Rundfunk!” In seiner Kolumne “Flimmern und Rauschen” analysiert Medienjournalist Steffen Grimberg die jüngsten Debatten um Äußerungen von ÖRR-Journalistinnen und -Journalisten. Er ordnet die Diskussion um Korrespondent Georg Restle und dessen umstrittenen Tweet zur Ceuta-Krise sowie die darauf folgende Beschwerde im WDR-Rundfunkrat ein. Dem stellt er einen Beitrag der BR-Moderatorin Julia Ruhs in den “Bild”-Medien gegenüber und kritisiert die ungleichen Bewertungsmaßstäbe.
5. KI und Inhalte: Das gilt seit 2. August
(medientage.de, Petra Schwegler)
Petra Schwegler beschreibt, was sich für Medien und Redaktionen seit dem Inkrafttreten des AI Acts der Europäischen Union geändert hat. Ihr Fazit: “KI-Compliance wird für Marken zur Vertrauensfrage. Wer Künstliche Intelligenz sichtbar einsetzt, nachvollziehbar, verantwortungsvoll, erfüllt nicht nur Pflichten, er setzt sich ab.”
6. FFA verschärft Anforderungen für Filmförder-Anträge
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Timo Niemeier berichtet über eine Verschärfung der Antragsbedingungen bei der Filmförderungsanstalt (FFA). Grund dafür sei die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Mitteln aus den Fördertöpfen, wodurch das Restbudget für 2026 knapp werde. Um die Vergabe der verbliebenen Gelder zu steuern, verlange die FFA ab sofort unter anderem strengere Finanzierungs- und Auswertungsnachweise wie verbindliche Verleihverträge. Zudem müssten Projekte mit späterem Drehbeginn womöglich auf das Förderjahr 2027 ausweichen.
