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Patchworken mit Christiane Hoffmann

Christiane Hoffmanns „Bild“-Kolumne heißt jeden Tag „Ich weiß es!“. Vermutlich weil es den Grafikern zu mühsam ist, das Logo je nach Bedarf gegen „Könnte ungefähr hinkommen!“, „Ziemlich grob geraten!“ und „Frei erfunden!“ auszutauschen.

Gestern hat die „Bild“-Kolumnistin den Weg gewählt, aus drei Ereignissen, die zu unterschiedlicher Zeit an unterschiedlichen Orten stattgefunden haben, ein einziges zu machen.

Christiane Hoffmanns Patchwork-Geschichte geht so:

So toben sich Kate Moss und ihr Drogenfreund nach dem Sex aus

(…) Heimlich trafen sich die beiden zu einer „Sauf- und Sexnacht“, wie die britische Zeitung „News of the World“ berichtete.

Im Abstand von 90 Minuten verließen Pete [Doherty] und Kate das konspirative Haus eines befreundeten Künstlers. Tja, wurden dabei natürlich erwischt. Und zum Dank setzte es Prügel!

Pete ging mit Regenschirm auf das Auto eines Paparazzo los, zertrümmerte seine Scheibe. Kate schlug wie eine Furie mit ihrer Handtasche auf Fotografen ein. (…)

Richtig ist, dass laut „News of the World“ Moss und Doherty eine gemeinsame Nacht mit „WILDEM SEX“ verbrachten und das Haus im Abstand von 90 Minuten verließen, wobei sie von Fotografen erwischt wurden. Nur: von irgendeiner Schlägerei ist da nicht die Rede. Und die angebliche Wilde-Sex-Nacht fand schon von Freitag auf Samstag vergangener Woche stand.

Zum Handtaschen-Angriff von Kate Moss kam es erst drei Tage später, am Dienstag. Er hatte deshalb natürlich auch nichts mit der Sex-Nacht zu tun. Und er ereignete sich auch nicht vor dem Haus, in dem Doherty und Moss die Nacht verbracht haben sollen, sondern vor einem anderen Haus.

Dienstag war ebenfalls der Tag, an dem Pete Doherty einen Paparazzo mit einem Regenschirm angriff. Nicht vor dem Haus mit dem wilden Sex, auch nicht vor dem Haus mit dem Handtaschen-Zwischenfall, sondern auf offener Straße. Zwei Fotografen sollen ihn verfolgt haben, als er mit seinem frisch gekauften, angeblich achten Jaguar herumfuhr.

Und wenn man, wie Christiane Hoffmann, einfach nach Gutdünken Orte, Zeitangaben und Zusammenhänge verändert, sieht das so aus:

(Überschrift: Wilde-Sex-Geschichte, Foto rechts unten: Handtaschen-Geschichte, Fotoleiste oben: Regenschirm-Geschichte.)

Und als sei das noch nicht schlimm genug, vermischt Bild.de das alles unauffällig mit einer vierten Geschichte und illustriert Hoffmanns Kolumne mit Fotos, die Doherty bei einem wiederum ganz anderen Ausraster zeigen: vor einer Woche nach einer gerichtlichen Anhörung.

Danke an Michael K.!

Christiane Hoffmann weiß bald mehr

Über fünf Jahre betextete Christiane „Ich weiß es!“ Hoffmann auf der letzten „Bild“-Seite Fotos von Prominenten. Und die Hälfte der Zeit ist sie auch in BILDblog präsent gewesen. Mit ersterem ist nun Schluss. Morgen soll Hoffmanns Kolumne zum letzten Mal erscheinen, wie der Axel Springer Verlag heute mitteilt. Wir blicken zurück auf zweieinhalb Jahre Christiane „Ich weiß es!“ Hoffmann in BILDblog.

So. Das sollte reichen.

Anders als beispielsweise ihre Kollegin Patricia Dreyer, bleibt Christiane Hoffmann „Bild“ aber erhalten. Und es gibt sogar eine reelle Chance, dass Christiane Hoffmann, die sich „in Zukunft einmal wöchentlich in BILD großen Portraits, Interviews und Home-Storys unter dem Titel ‚Zuhause bei…'“ widmen soll, künftig mehr weiß. Bei Home-Storys sind die Berichterstatter schließlich wirklich dabei.

P.S.: Ab dem 15. Januar wird übrigens Norbert Körzdörfer den Platz auf der letzten Seite unter dem Titel „Körzdörfers Gesellschaft“ übernehmen. BILDblog-Lesern auch ein guter Bekannter.

Sie weiß es!

Christiane Hoffmann. Schreibt täglich auf der letzten Seite „Ich weiß es!“ Und woher weiß sie es? Weil sie die Promis kennt. Und wie! Jette Joop zum Beispiel. Die sich gerade von „Fürst Schaumi“ getrennt hat. Christiane Hoffmann schreibt:

„Irgendwann ist es so, dass man Konsequenzen ziehen muss“, sagte sie mir gestern. […] Gibt es einen neuen Partner? „Nein.“ Sie hat allerdings immer noch ein sehr enges Verhältnis zum Vater von Johanna, meiner Tochter.

Jette Joop hat ein Verhältnis zum Vater von Christiane Hoffmanns Tochter? Kein Wunder, dass sie es weiß.

Er weiß es!

Einer der Sätze, den Franz Josef Wagner in seiner heutigen „Bild“-Kolumne (an die Rechtschreib-Reformer) schreibt, lautet:

„Ich weiß, dass ich Tage habe, wo ich elendig schreibe und nichts zu sagen habe.“

Seine Kollegin Christiane Hoffmann hingegen hat sich in ihrer heutigen „Bild“-Kolumne (über Til Schweiger bei IKEA) für eine andere Formulierung entschieden. Sie schreibt:

„Dreimal 8 Kleiderbügel ‚Bumerang‘ für je 4,95 Euro, zwei Kissen ‚Alvine Bred‘ für je 2,99 Euro, eine Tagesdecke ‚Alvine Blommig‘ für 35 Euro, acht Badetücher ‚Knipplan‘ für je 5,50 Cent, drei Plastiktonnen mit Deckel namens ‚Knodd‘ für je 16,90 Euro. Macht 150,53 Euro (…).“

„Einkaufsliste“ nennt Hoffmann das. In alter Rechtschreibung nannte sich sowas, glaub‘ ich, Kassenbon.

Er weiß es!

Einer der Sätze, den Franz Josef Wagner in seiner heutigen „Bild“-Kolumne (an die Rechtschreib-Reformer) schreibt, lautet:

„Ich weiß, dass ich Tage habe, wo ich elendig schreibe und nichts zu sagen habe.“

Seine Kollegin Christiane Hoffmann hingegen hat sich in ihrer heutigen „Bild“-Kolumne (über Til Schweiger bei IKEA) für eine andere Formulierung entschieden. Sie schreibt:

„Dreimal 8 Kleiderbügel ‚Bumerang‘ für je 4,95 Euro, zwei Kissen ‚Alvine Bred‘ für je 2,99 Euro, eine Tagesdecke ‚Alvine Blommig‘ für 35 Euro, acht Badetücher ‚Knipplan‘ für je 5,50 Cent, drei Plastiktonnen mit Deckel namens ‚Knodd‘ für je 16,90 Euro. Macht 150,53 Euro (…).“

„Einkaufsliste“ nennt Hoffmann das. In alter Rechtschreibung nannte sich sowas, glaub‘ ich, Kassenbon.

Zack! Wuusch! Arrggh!

„Schreckensszenen“ spielten sich laut „Bild“ in der Boeing 757, Flug HP 029, aus Phoenix nach der Landung in Los Angeles ab, denn es passierte so etwas ähnliches wie „das Unfassbare“, als das „Tattoo-Monster“ seine Drohung zumindest ansatzweise wahr machte:

Motherfucker, ich prügel dich zu Tode, hau dir auf die Fresse, wenn wir gelandet sind.

Ganz so schlimm kam es dann zwar nicht, immerhin sei aber „überall Blut“ gewesen, nach der „Rucksackattacke“ auf „TV-Star“ Wolfgang Fierek. Ein Fotograf, der den „Horror“, wie Christiane Hoffmann das nennt, dokumentieren konnte, war offenbar nicht in der Nähe. Ein Problem? Nicht für „Bild“.

Happy Birthday!

Wir wissen auch nicht, warum der Downloadanbieter „Musicload“ von T-Online es heute trotz seines ersten Geburtstages nicht (wie sonst in solchen Fällen üblich) in die „Gewinner“-Rubrik von „Bild“ geschafft hat, obwohl „Musicload“ über das gemeinsame Angebot bild.t-online quasi mit „Bild“ verschwägert ist. Wir wissen aber, dass solche Werbung für befreundete oder verwandte Unternehmen unabhängige Berichterstattung in „Bild“ ja nicht auf die Rubrik „Gewinner/Verlierer des Tages“ beschränkt ist.

Und so schaffte es die Meldung, dass „Musicload“ als PR-Geburtstags-Aktion über tausend Titel für je einen Cent anbot, auf die Seite 1 der „Bild“-Zeitung — eine freundliche Geste, die sicherlich mit dazu beitrug, dass der Server unter dem Ansturm der Nutzer prompt zusammenbrach.

Außer auf der ersten Seite fand „Bild“ auch noch auf der letzten Seite Platz für einen Hinweis auf „Musicload“, in der Kolumne „Ich weiß es!“ von Christiane Hoffmann:

Die coolste Party gab’s in Berlin — zum 1. Geburtstag des Internetportals „Musicload“ von T-Online im „China Club“. Nur 50 Very-Wichtige, z. B. Nena, Heiner Lauterbach. Lässig!

Weitere dieser „Very-Wichtigen“ nennt die „Welt“:

Dagmar Siegel (ebenfalls Geburtstagskind) mit Partner Karlheinz Kögel (media control, L’Tur), Burda-People-Group-Geschäftsführer Philipp Welte mit Gattin, die Schauspielerin Judy Weiss, BILD-Chef Kai Diekmann mit Ehefrau Katja Keßler

In der „Welt“ steht übrigens noch diese nette kleine Geschichte:

Bei Ankunft einer ungefähr zwei Quadratmeter großen Torte sang [Nena] „Happy Birthday“. „Alle Gäste stimmen mit ein“ war auf dem Programmablauf des Abends zu lesen, woran sich aber nicht „alle“ hielten.

Na, immerhin: „Bild“ hat sich dran gehalten.

Nachtrag, 17.00 Uhr: Ganz übersehen — auch in „Bild“ sind der „Bild“-Chefredakteur und seine Gattin beim „Musicload“-Party-Besuch abgebildet.

Hinter vorgehaltener Hand

Nein, wir haben keinen Gegenbeweis. Nein, die 150 Euro, die das Hamburger Büro der Fotoagentur Colourpress von uns verlangen würde, wenn wir ein Paparazzifoto von Kurt Russell aus dem Colourpress-Angebot abdrucken wollten, sind uns zuviel.

Zu sehen ist Russell auf dem unscharfen Foto übrigens nackt.

Zu sehen ist er so auch auf der letzten Seite der heutigen „Bild“-Zeitung (fotografiert beim privaten Sonnenbad mit Frau Goldie Hawn auf der Terrasse einer Palafito Master Suite des Hotelito Desconocido im mexikanischen Puerto Vallarta). Und weil Russell auf dem Paparazzifoto bis auf eine Baseballkappe wirklich ganz nackt ist, hat „Bild“ ein anderes Foto aus der selben Serie derart geschickt montiert, dass Hawns linke Hand Russells Gemächt verdeckt. Und so steht’s auch in „Bild“:

„Kurt Russell (…) und sein Kurti (hinter Goldies Hand) unter mexikanischer Sonne“

Betextet sind die Fotos von Christiane Hoffmann. Und Hoffmann weist noch einmal darauf hin, dass Russells Geschlechtsteil (O-Ton: „sein faltiger Kurti“) „in BILD schamvoll unter Goldies Hand versteckt“ sei. Allerdings hat Hoffmann das Foto offenbar auch ohne Goldies Hand gesehen, denn sie schreibt:

„(…) dahinter befindet sich deutscher Durchschnitt,
ca. 14,67 Zentimeter“

Und schon deshalb, weil Russell unseres Wissens auf dem ohnehin unscharfen Paparazzifoto nicht mit einem eregierten Penis abgelichtet wurde, hat Christiane Hoffmann wahrscheinlich (in Anspielung auf diese oder jene „Bild“-Meldung) nur einen Witz machen wollen. Man könnte auch sagen: Sie hat gelogen. Hat ohne Grund, ohne Not, ohne nachzudenken die Wahrheit einer überflüssigen Pointe geopfert! Saß also bei der Arbeit und füllte ihre „Ich weiß es“-Kolumne mit Wörtern, die keinen Sinn haben!! Mit Zeilen, die sie sich einfach nur ausgedacht hat!!! Oder, nun ja, mit mindestens einem Halbsatz, von dem wir ziemlich sicher wissen, dass er überhaupt nicht stimmt – auch wenn wir uns diesmal den Gegenbeweis (nicht nur aus Kostengründen) sparen.

Jetzt weiß sie es auch!

Uiuiui! „Bild“ berichtet schon wieder über „aufgetauchte“ Nackt-Szenen. Diesmal zeigen sie aber nicht Sophie Schütt sondern Antonio Banderas und Angelina Jolie:

Zumindest sind die Szenen so heiß, daß sie aus der Endfassung des Historiendramas „Original Sin“ (…) rausgeschnippelt wurden (und jetzt – o Wunder – doch noch aufgetaucht sind).

Irgendwie macht es den Eindruck, als wollte Katharina Wolf, die heute Christiane Hoffmann in ihrer „Ich weiß es!“-Rubrik vertritt, sich schon wieder mit der „offiziellen Begründung“ (die sie vermutlich nur etwas verkürzt wieder gibt, die aber ansonsten durchaus nachvollziehbar ist) nicht ganz zufrieden geben, aber das nur am Rande.

Wo und wann sind diese Szenen wohl aufgetaucht? Da die DVD, auf der sie zu sehen sind, bereits – o Wunder – im Juli 2002 ganz offiziell von MGM Home Entertainment veröffentlicht wurde, und MGM – o Wunder – auf der Internetseite zum Film ganz ungeniert mit ihnen wirbt, liegt es natürlich nahe, dass sie „jetzt“ (oder am Wochenende) bloß in Wolfs DVD-Player aufgetaucht sind, aber das ist selbstverständlich reine Spekulation.

Mit Dank für den sachdienlichen Hinweis an Christian W.

Allgemein  

Wie „Bild“ recherchiert

Heute stellen wir uns vor, wir wären Patricia Dreyer. Wir würden bei „Bild“ arbeiten und müssten als Urlaubsvertretung von Christiane Hoffmann ihre „Ich weiß es!“-Kolumne füllen. Bislang hätten wir nur wenig aufregende Modeaufnahmen von Liz Hurley und die Nachricht, dass sich Herr Effenberg und Frau Effenberg auf einer Party öffentlich geknutscht haben, aber damit leider den Platz noch nicht gefüllt. Nun würde uns die sensationelle Nachricht erreichen, dass sich die Hollywood-Legende und Oscar-Preisträgerin Shirley MacLaine (70) das Gesicht operieren ließ, um auszusehen wie ihre jüngere Kollegin Sharon Stone. Behaupten würde das irgendeine Fotoagentur, die auch gleich einen „Beweis“ für diese sensationelle Nachricht mitgeliefert hätte: Ein Foto von einer älteren Frau, die nicht aussieht wie Shirley MacLaine, aber ein bisschen wie Sharon Stone, sogar mit ganz ähnlicher Brille.

Was würden wir als Patricia „Ich weiß es vertretungweise“ Dreyer tun? Recherchieren? Nachfragen? Kollegen losschicken, um herauszufinden, ob die sensationelle Nachricht stimmt und sich die große Shirley MacLaine wirklich per Extreme Makeover in Sharon Stone verwandeln ließ?

Oder einfach das Foto abdrucken und behaupten: „Die Schauspielerin [Shirley MacLaine] fährt mit nigelnagelneuem Sharon-Gesicht durch L.A.“?

Hier ist, wofür sich Frau Dreyer am 17. Februar 2005 entschieden hat:

Und hier ist, was deshalb heute in „Bild“ stand:

Und wir hoffen, dass die „Bild“-Leute nicht ernsthaft selbst glauben, dass es sich hier bloß um eine „Fotoverwechslung“ handelt (und nicht um die Vernachlässigung elementarer journalistischer Sorgfaltspflichten), sondern das nur behaupten.

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