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Was von der Loveparade übrig blieb

Irgendwann sind die Journalisten auf die Idee gekommen, dass die Stimmung, die man als “Sprachlosigkeit” bezeichnen könnte, am Besten abgebildet werden kann, indem man sie beschreibt, kommentiert und abfotografiert. Dass man dem stillen Entsetzen und der Trauer eine laute Mischung aus Information, Mutmaßung und Klickstrecken entgegensetzen sollte, weil man den nahezu unmöglichen Prozess des Verstehens so vielleicht erzwingen kann.

“Bild” kann deshalb heute, rund einen Tag, nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft mit ihren Ermittlungen begonnen haben, bereits das “Todes-Protokoll” der Ereignisse von Duisburg vorlegen. Die Zeitung kann sichtlich verstörte Jugendliche befragen, die einen Freund verloren haben, und eine traumatisierte Überlebende berichten lassen:

"Auf meinen Beinen lagen zwei Leichen!"

Daneben die Fotos von fünf Verstorbenen (auf Bild.de sind es inzwischen mehr), die die Redaktion zumindest teilweise offensichtlich aus dem Internet übernommen hat. Auf einem anderen Foto ist exakt das zu sehen, was die Bildunterschrift verspricht:

Ein Mädchen und ein junger Mann beim gemeinsamen Versuch, eine leblose Person zu reanimieren.

Schon seit dem frühen Samstagabend hatte Bild.de in Bildergalerien notdürftig abgedeckte Tote gezeigt (“Die Hand im Tode verkrampft. Auch dieser Mann wurde bei der Panik vermutlich zerquetscht.”, “Ein Foto, das Gänsehaut vermittelt – zwei Tode am Haupteingang.”, “Die Leiche eines jungen Ravers liegt abgedeckt im Müll.”, usw. usf.).

Doch Bild.de zeigte auch diese auf den ersten Blick harmlose Luftaufnahme:

Fotomontage vom Festival-Gelände.

Das Foto, das inzwischen entfernt wurde, zeigt fahrende Autos auf der gesperrten Autobahn 59, kahle Bäume im Hochsommer, Menschengruppen, die mehrfach im Bild sind und vieles mehr — mit anderen Worten: Es ist eine ziemlich schlecht gemachte Fotomontage. Und das, wo die Menschenmassen auf den Originalfotos vom Festivalgelände beeindruckend genug gewesen wären.

Auch wenn die mehr als einhundert Beschwerden, die allein bis zum heutigen Mittag beim Deutschen Presserat eingegangen sind, sich “bisher alle” gegen die Berichterstattung von “Bild” und Bild.de richteten, waren dies längst nicht die einzigen Medien, die Fotos von Opfern veröffentlichten. Bilder von Schwerverletzten, unter Schock stehenden Personen, Rettungsmaßnahmen und Leichentüchern, unter denen Gliedmaßen hervorschauen, gab (und gibt) es auch auf express.de, stern.de, derwesten.de zu sehen. “RP Online” anonymisierte immerhin die meisten erkennbaren Gesichter, ebenso wie Bild.de bei den Fotos seiner “Leserreporter”.

Bemerkenswert auch das Titelbild der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” heute, auf dem die Arme eines toten Menschen zu sehen sind — und die Idee, die Ereignisse vom Wochenende ausgerechnet mit einer Karikatur zusammenfassen zu wollen.

Mit Dank an die vielen, vielen verschiedenen Hinweisgeber!

Der Lübecker Fenstersturz

So kann man sich natürlich auch eine Geschichte basteln:

Die unglaublichste Geschichte des Tages, gefunden bei stern.de: Stürzte dieses Paar beim Sex aus dem Fenster?

Die Zweifel, die “Bild” in der Überschrift simuliert, halten keine fünf Zentimeter bis zum Vorspann, dann ist daraus Gewissheit geworden:

Zwischen Höhepunkt und Vorgarten lagen etwa fünf Meter: Mirja P. (30; alle Namen geändert) und Robert K. (28) fielen beim Sex aus dem Fenster im ersten Stock!

Oder doch nicht?

Das berichtete Stern.de. Nachbarn sollen sie beim Liebesspiel vorm Sturz beobachtet haben.

stern.de wiederum hat sein Video über den Vorfall direkt vom Online-Video-Liferanten “Zoom In”, mit Material vom “Nachrichtendienst” “Nonstop News”, der sich auf das Abfilmen von Unfallstellen, Blaulichtern und Leichenwagen spezialisiert hat.

“Nonstop News” war – neben den Nachbarn, die offenbar bereitwillig in jedes Mikrofon plauderten, das man ihnen unter die Nase hielt – auch die einzige Quelle für einen “Nachrichten”-Beitrag des Boulevardsenders RTL, in dem eine Reporterin dramatisch in die Kamera sprach:

Nachbarn wollen das junge Pärchen hier im ersten Stock dieses Mehrfamilienhauses beim Liebesakt auf der Fensterbank beobachtet haben.

RTL würde nie behaupten, dass stimmt, was die Nachbarn beobachtet haben wollen: “Das Paar soll hier Geschlechtsverkehr gehabt haben”, sagt die Offsprecherin wichtigtuerisch, während Schwarz-Weiß-Bilder zweier sich gegenseitig entkleidender Menschen zu sehen sind — eine “Nachgestellte Szene”, natürlich.

Etwas Gänzlich anders stellen sich die Ereignisse in den “Lübecker Nachrichten” dar: Dort hatten die beiden Personen zunächst gemeinsam auf dem Fenstersims gesessen und die Füße heraus baumeln lassen:

Plötzlich ließ sich das Paar auf einen etwa 15 Zentimeter breiten Vorsprung an der Hauswand herab – von dort kamen sie allerdings aus eigener Kraft offenbar nicht mehr zurück in die Wohnung. Ob die beiden daraufhin freiwillig in die Tiefe gesprungen sind, weil ihnen keine andere Lösung eingefallen ist, oder ob die jungen Leute von dem Vorsprung abgerutscht sind, war gestern noch unklar.

Der Lübecker Internetdienst “HL-Live” wurde gleich noch eine Spur deutlicher:

Den Bericht eines Fersehsenders, das Pärchen sei “beim Sex aus dem Fenster gefallen”, weist Polizeisprecher Jan-Hendrik Wulff als Unsinn zurück. Beide seien beim Eintreffen der Polizei bekleidet gewesen.

Mit Dank an Volker G. und Rainer B.

Nachtrag, 16.55 Uhr: Die Meldung hat es – inklusive einiger zusätzlicher übersetzungs- und transportbedingter Fehler – auch ins Repertoire der britischen “Sun” geschafft.

Mit Dank an Sabine T.

Alle toten Familien gleichen einander

Auch wer nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt (die in den meisten Haushalten nur noch zu diesem Zweck herumsteht), wird bei der Bezeichnung “Mehr zum Artikel” sicherlich davon ausgehen, weiterführende Informationen zu dem Artikel zu finden, den er gerade liest.

Zum Beispiel zu einem Artikel über ein Familiendrama in Bayern bei Stern.de:

Mehr zum Artikel: Familientragödie: Vater tötet Familie und sich selbst

Doch die sechsteilige Bildergalerie mit der Stern.de den Fund von vier Leichen in Eichenau bebildert, zeigt Fotos von einem ganz anderen Familiendrama mit drei Toten in Sinsheim aus dem Februar. Das steht sogar in den Bildunterschriften.

In diesem Fall hat “Mehr zum Artikel” also offenbar eher die Bedeutung “Leser, die sich für Familiendramen interessieren, klicken auch hier”.

Mit Dank an Rangi.

Eine Meldung für die Saure-Gurkhas-Zeit

Seit gestern macht eine Meldung die Runde:

Filmemacher Matthew Vaughn hat genug von irren Stalkern: Schiffer-Ehemann: Elite-Soldaten schützen meine Familie!

Claudia Schiffer + Matthew Vaughn: Gurkha-Kämpfer zum Schutz vor Stalkern. Nachdem Claudia Schiffer und Matthew Vaughn immer wieder unschöne Begegnungen mit Stalkern hatten, lässt sich das Paar seit einigen Jahren von einer Gruppe nepalesischer Ex-Soldaten schützen

Claudia Schiffer: Ihr Mann hat Angst um sie

Verbrechensprävention: Ex-Soldaten beschützen Claudia Schiffer

Mittwoch, 24. März 2010: Claudia Schiffer wird von Elite-Soldaten bewacht

Claudia Schiffer: Elitesoldaten als Leibgarde. Claudia Schiffer geht nur noch in Begleitung von nepalesischen Elitesoldaten aus dem Haus. Ihr Ehemann hat so große Sorge um seine Frau, dass er die "trainierten Killer" engagiert hat.

Leibwache: Claudia Schiffer wird von Elite-Soldaten geschützt. Topmodel Claudia Schiffer wird sehr gut bewacht. Ihr Mann Matthew Vaughn ist so um das Wohl der Familie besorgt, dass er Gurkhas – eine nepalesische Sondereinheit der britischen Armee – angeheuert hat. „Sie sind großartige Leute. Und sie sind trainierte Killer", sagte der britische Filmemacher.

Schiffers Ehemann heuert trainierte Killer an

Die Information mit den Ex-Soldaten haben die meisten Medien von der Deutschen Presse-Agentur, die dieses Detail aus einem eher umfangreichen und thematisch vielschichtigen Interview destilliert hat, das Claudia Schiffers Ehemann Matthew Vaughn der britischen “Sun” gegeben hat.

Allerdings hat dpa auch noch selbst etwas recherchiert:

Schiffers Sprecherin bestätigte der dpa am Mittwoch in London, dass die Gurkhas “seit langem” zum Personal der Familie gehören.

Um dieses “seit langem” genauer zu quantifizieren, hätten dpa oder Teile der weiter verbreitenden Medien nur einen Blick in ihre eigenen Archive werfen müssen:

28.12.2004 Vorsichtiges Model: Elitesoldaten bewachen Claudia Schiffer

28. Dezember 2004, 15:21 Uhr Personenschutz: Nepalesen wachen über die Schiffers

Claudia Schiffer (34), Supermodel, und Ehemann Matthew Vaughn (33) setzen beim Personenschutz einen neuen Trend. Nach einem Bericht des "Daily Mirror" hat das Paar zur Bewachung britische Gurkhas angeheuert. Die zur britischen Armee gehörenden Eliteeinheiten aus Nepal sind für ihre Unerschrockenheit bekannt. Schiffer-Freundin Madonna soll so beeindruckt gewesen sein, daß sie die Ex-Soldaten auch für ihren Schutz einsetzen will.

Claudia Schiffer holt sich die härtesten Bodyguards der Welt

Claudia Schiffer heuert Elite-Soldaten an: Gurkhas schützen ihr Haus

Andererseits wäre bei so einem Gang ins Archiv vielleicht aufgefallen, dass es eigentlich keinen Grund für die jetzige Meldung gab.

Mit Dank an Judeth.

Samantha Fox ist ein Teekesselchen

Als Teil seiner, äh, Berichterstattung über die gestern in London verliehenen Brit Awards zeigt stern.de Bilder vom Roten Teppich und lässt die Leser über das Aussehen der Stars abstimmen.

Und obwohl man von der Sängerin Samantha Fox wirklich schon lange nichts mehr gehört hat…

…bis sie sechzig wird, ist es noch sechzehn Jahre hin. Der diensthabende Klickstreckenbefüller hat auf der Suche nach Informationen über die ihm offenbar unbekannte Frau die falsche “Samantha Fox” erwischt.

Danke an Sandra S.!

Weniger bleibt mehr

Barack Obama ist auf dem absteigenden Ast. Kein Zweifel — denn man kann es schließlich überall lesen. Und so kam man auch heute Morgen kaum an den Schlagzeilen über den neusten, schwer herben Rückschlag für den US-Präsidenten vorbei:

Bei Focus.de:
Obama erleidet schweren Rückschlag. Es läuft nicht gut für Barack Obama. Bei den Nachwahlen haben die Demokraten eine Hochburg und damit ihre Mehrheit im Senat verloren. Damit können die Republikaner große Projekte blockieren – auch die Gesundheitsreform.

Bei Bild.de:
 Schwerer Rückschlag  US-Präsident Obama verliert Mehrheit im Senat

Und bei Express.de:
Herber Rückschlag Obama verliert Mehrheit im Senat

Kenner der US-Politik reiben sich verwundert sie Augen: Gestern hatte Obama noch eine satte Mehrheit: zehn Stimmen mehr als die Häfte der Senatoren. Wie konnte der Präsident – oder besser: seine Partei – diesen Vorsprung quasi über Nacht verlieren, wo am Dienstag doch nur die Nachwahl eines einzigen Abgeordneten anstand?

Die Auflösung ist einfach: Natürlich meinten die deutschen Medien nicht etwa, dass Obama die Mehrheit verloren habe, sondern nur eine Mehrheit — nämlich die qualifizierte Mehrheit von 60 Prozent der Senatssitze. Die erlaubt es einer Partei, so genannte Filibuster zu unterbrechen, bei denen ein Abgeordneter des politischen Gegners durch lange Debattenbeiträge eine Abstimmung zu verhindern versucht.

Klingt kompliziert? Ist auch so. Was also der Verlust eines Sitzes im US-Senat bedeutet, erklärt uns der Express deshalb sogar fett gedruckt — ohne mit gesetzgeberischen Details zu langweilen:

Damit verfügt Obama ein Jahr nach seiner Amtsübernahme in der kleineren Kongresskammer nicht mehr über die nötige 60-Stimmen-Mehrheit zur Durchsetzung wichtiger Gesetzesvorhaben.

So ähnlich scheint es auch der Redakteur von Stern.de gesehen zu haben, der die Lage heute Morgen noch etwas prägnanter zusammenfasste:

Massachusetts republikanisch: Demokraten verlieren Senat

Inzwischen wurde die Überschrift geändert und bekam einen “-orenposten” angehängt.

Gewiss: Ein etwas harsches Urteil für eine Senatsmehrheit, die zum Beispiel weit oberhalb der Mehrheit der schwarz-gelben Koalition im Deutschen Bundestag liegt. Aber wenn Obama nun keine wichtigen Gesetze mehr durchbringen kann, ist das Fazit sicher gerechtfertigt. Außerdem klingt es so viel besser als die komplizierten Fakten.

Allerdings war Barack Obama im vergangenen Jahr der erste Präsident seit Jimmy Carter, der über diese super majority verfügte. Und dass weder Ronald Reagan, noch George Bush, Bill Clinton oder George W. Bush je ein wichtiges Gesetz durchgebracht hätten, ist eine Interpretation, die wohl nur wenige Menschen teilen würden.

Mit Dank auch an TM.

Nachtrag, 21. Januar: Focus.de hat inzwischen den Beitrag berichtigt und den Fehler richtig gestellt.

Veraltetes Kartenmaterial?

Es ist vielleicht in den letzten Wochen ein wenig untergegangen, aber Deutschland ist seit einiger Zeit wiedervereinigt.

Deswegen ist die folgende Bildunterschrift von Bild.de ein bisschen merkwürdig — auch wenn der abgebildete Spieler vor der Wiedervereinigung geboren wurde:

Union-Stürmer Karim Benyamina wurde zwar in Dresden geboren, hat aber einen deutschen Pass

Das ist natürlich eine willkommene Gelegenheit, endlich auch mal diesen etwas überraschenden Screenshot von Stern.de aus dem Oktober zu zeigen:

Ausland: Linksextremisten randalieren in Leipzig
(Der dazugehörige Artikel ist nicht mehr verfügbar.)

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber.

Nachtrag, 21. November: So ergibt es natürlich mehr Sinn:

Union-Stürmer Karim Benyamina wurde zwar in Dresden geboren, hat aber einen algerischen Pass

Symbolfoto zum Totlachen

Kurz gelacht - die Schmunzler der Woche: Tot und topfit
Sie sehen ganz richtig: Dieses Foto ist tatsächlich unter der Überschrift “Kurz gelacht – die Schmunzler der Woche” bei Stern.de abgebildet.

Zum Schmunzeln findet man bei Stern.de “ein [sic!] Probefahrt ganz besonderer Art” im Allgäu, deren Verlauf an “Alarm für Cobra 11” “erinnert”:

Der Ferrari fuhr auf eine Leitplanke auf und hob dadurch ab. Anschließend flog er über die Brücke eines Feldweges, streifte das Geländer und überschlug sich mehrfach.Der 40-jährige Verkäufer auf dem Beifahrersitz und der 45- jährige Fahrer wurden verletzt. An dem exklusiven Modell, von dem nur 499 Stück produziert werden sollen, entstand Totalschaden. Geschätzer Schaden: satte 300 000 Euro.

Diese Geschichte hat allerdings relativ wenig mit dem Foto daneben zu tun, wie Stern.de auch unumwunden zugibt:

Der Unfallwagen auf dem Bild wurde übrigens in Niedersachsen aufgenommen. Dort gab es bei Peine in dieser Woche ebenfalls einen Ferrari-Totalschaden

Über diesen “Ferrari-Totalschaden” in Niedersachsen, bei dem das Symbolfoto entstanden ist, berichten (übrigens) auch noch ein paar andere Medien — in diesem Auto kam nämlich der Volksmusikant Christian Dzida ums Leben.

Den Wagen, in dem er starb, zeigt Stern.de also unter der Überschrift:

Kurz gelacht - die Schmunzler der Woche: Tot und topfit

Mit Dank an Matthias H.

Nachtrag, 11. November: Offenbar seit gestern Nachmittag verwendet Stern.de ein anderes Symbolfoto und hat die Meldung mit einer Erklärung versehen:

link adr=”https://www.bildblog.de/13610/symbolfoto-zum-totlachen/”>Ja, an dieser Stelle hat bis vor kurzem ein anderes Symbolfoto gestanden. Auf ihm war der zertrümmerte Ferrari zu sehen, in dem Christian Dzida, ehemaliger Sänger und Keyboarder der “Zillertaler Schürzenjäger”, zutode gekommen ist. Wir bitten den Fehlgriff zu entschuldigen.

Totgesagte sind unsterblich

Auf Bild.de findet sich derzeit diese Anzeige:

Und wenn Sie die gestellte Frage falsch beantworten, schenkt Ihnen stern.de vielleicht einen iPod. Aber keine Sorge: Sie schaffen das schon!

Zwar bietet Ihnen stern.de drei Lösungsvorschläge an:

Das Krokodil frisst ein mit Schweinegrippe infiziertes Huhn - Das Krokodil frisst einen giftigen Fisch - Das Krokodil hat einen menschlichen Arm im Maul

Doch auch, wenn Ihnen die stern.de-Quizmaster etwas anderes weismachen wollen:

Eine Echsekution fand nicht statt.
 
Nachtrag, 17.45 Uhr: Die Reptilfrage wurde inzwischen unauffällig, aber komplett aus dem stern.de-Quiz getilgt.

Vor dem Spiel ist nach dem Spiel

Wenn Sie Fan von Hertha BSC Berlin sind, kann man nur hoffen, dass Sie sich heute Abend nicht bei stern.de über den Ausgang des Europa-League-Qualifikationsspiels gegen Bröndby Kopenhagen informiert haben:

Holpriger Start in Bundesliga, tiefe Enttäuschung in der Europa League: Hertha BSC Berlin ist in der Qualifikation zur lukrativen Gruppenphase an Bröndby Kopenhagen gescheitert. Werder Bremen qualifizierte sich dagegen souverän.

Diese Nachricht hat stern.de nicht nur weltexklusiv, sie widerspricht sogar der Überschrift, die direkt darüber steht, und dem Text direkt darunter:

Europa League:  Hertha siegt im Schluss-Spurt, Werder weiter. Erfolg auf der ganzen Linie: Nachdem Werder Bremen sich souverän für die lukrative Gruppenphase der Europa League qualifiziert hat, zog am frühen Abend in einem dramatischen Spiel auch Hertha BSC Berlin nach.

Aber nun gut: 75 Minuten lang sah es schlecht aus für die Hertha. In der Zeit kann man so einen Vorspann natürlich schon mal fertig machen.

Mit Dank an Daniel L.

Nachtrag, 23:46 Uhr: stern.de hat den Vorspann durch einen neuen ersetzt:

Drei Teams, drei Erfolge: Werder Bremen, der Hamburger SV und Hertha BSC Berlin sind für die lukrative Gruppenphase der neuen Europa League qualifiziert. Nur Hertha machte es spannend – und kam nur dank eines fulminanten Endspurts eine Runde weiter.

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