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	<title>BILDblog &#187; BILDblogger für einen Tag</title>
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	<description>Ein Watchblog für deutsche Medien</description>
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		<title>Die beispiellose Misserfolgsgeschichte von &quot;Bild&quot;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2007 12:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[
Max Goldt, 49, ist Schriftsteller und Musiker. Bekannt wurde er in den achtziger Jahren als S&#228;nger und Texter des Duos "Foyer des Arts" ("Wissenswertes &#252;ber Erlangen") &#8212; das Munzinger-Personenarchiv spricht vom Beginn seiner "Karriere als humoristischer Szeneheld", was man fast als Beleidigung verstehen kann. Er schrieb Texte f&#252;r "Titanic", veranstaltete Lesungen und Musikvortr&#228;ge und ver&#246;ffentlichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;font-size:0.9em;width:180px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_goldt.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: privat (aufgenommen in einem Sound-Raum des Wiener Hauses der Musik'/></a></span><br />
<strong>Max Goldt</strong>, 49, ist Schriftsteller und Musiker. Bekannt wurde er in den achtziger Jahren als S&#228;nger und Texter des Duos "Foyer des Arts" ("Wissenswertes &#252;ber Erlangen") &#8212; das Munzinger-Personenarchiv spricht vom Beginn seiner "Karriere als humoristischer Szeneheld", was man fast als Beleidigung verstehen kann. Er schrieb Texte f&#252;r "Titanic", veranstaltete Lesungen und Musikvortr&#228;ge und ver&#246;ffentlichte seine wunderbaren, meist kurzen Beobachtungen in B&#252;chern wie "Schlie&#223; die Augen und stell dir vor, ich w&#228;r Heinz Kluncker", "Quitten f&#252;r die Menschen zwischen Emden und Zittau", "&#196;" und zuletzt <a href="http://www.rowohlt.de/sixcms/detail.php?template=navigation_frame_start&#038;_BuchID=1502575&#038;_id00=290&#038;_strip=507&#038;_alphabet=G*">"QQ"</a>. Als <a href="http://www.katzundgoldt.de/">"Katz &#038; Goldt"</a> ver&#246;ffentlichen der Zeichner Stephan Katz und er seit vielen Jahren Comics, u.a. in "Titanic". Das achte Buch der beiden ist im Fr&#252;hjahr erschienen und hei&#223;t <a href="http://www.katzundgoldt.de/globuskosmos.htm">"Der Globus ist unser Pony, der Kosmos unser richtiges Pferd"</a>. &#220;ber "Bild" schrieb Max Goldt 2001: "Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beitr&#228;gt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es w&#228;re verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur h&#246;flich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zul&#228;&#223;t. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."</div>
<p><em><b>Von Max Goldt</b></em></p>
<p>Mein Verleger versucht hin und wieder, mir einzureden, ich sei konservativ. Er tut das gern mit dem Unterton "Willkommen im Club!". Ich erwidere dann stets, es gebe mehrere Gr&#252;nde, aus denen ich nicht konservativ sein k&#246;nne, ein gewichtiger sei mein Mangel an Patriotismus. Im Prinzip h&#228;tte ich gar nichts gegen Vaterlandsliebe, sofern sie nicht allzu unterw&#252;rfig ausfiele, aber bez&#252;glich eines Staates, dessen h&#246;chste Repr&#228;sentanten der "Bild"-Zeitung st&#228;ndig Interviews geben, ihr zu Jubil&#228;en gratulierten und mit Vertretern des Springer-Verlages auf Empf&#228;ngen herumkl&#252;ngelten, k&#246;nne ich partout gar keinen Patriotismus empfinden.</p>
<p>An sich k&#246;nnte man die "Bild" in ihrer kleinb&#252;rgerlichen H&#228;&#223;lichkeit einfach ignorieren, ebenso wie man in der Lage ist, Weihnachtsm&#228;rkte, Abba-Musicals und die fr&#252;habendlichen Klatschmagazine des Fernsehens zu ignorieren. Schlie&#223;lich ist sie n&#252;chtern betrachtet keineswegs &#252;berm&#228;&#223;ig erfolgreich. Ein Blatt, das derma&#223;en vulg&#228;r daherkommt und sich seit Ewigkeiten mit Kleineleuteversteherei drastischster Art anbiedert, m&#252;&#223;te angesichts des v&#246;lligen Fehlens einer Konkurrenz eigentlich mehr als gerade mal 3,5 Millionen Exemplare absetzen. Die Zielgruppe ist doch viel gr&#246;&#223;er. Man k&#246;nnte von einer beispiellosen Mi&#223;erfolgsgeschichte reden. Um so idiotischer ist es, da&#223; &#252;berall so getan wird, "Bild" sei ein unverzichtbares Steinchen im gro&#223;en deutschen Mosaik. An "Bild" k&#228;me niemand vorbei, wird gesagt. Ja, warum denn nicht? Vielleicht sollte man erst einmal versuchen, an ihr vorbeizukommen! Meiner Erfahrung nach ist das gar nicht schwer.</p>
<p>Nur in der Bahn ist es zur Zeit schwierig. Im Rahmen einer "Erste-Klasse-Offensive", mit der die DB AG seit Anfang Dezember das Reisen in der ersten Klasse popul&#228;rer machen m&#246;chte, stehen auf den Kofferablagen Pappkartons mit Gratis-Tageszeitungen, u.a. mit "Bild". Warum aber reisen Menschen in der ersten Klasse? Um etwas mehr Ruhe zu haben, sollte man meinen. Zur Ruhe geh&#246;rt jedoch unbedingt auch die Abwesenheit optischen Gedr&#246;hnes auf den Nachbarsitzen. Neulich sah ich in einem Bahnhof ein h&#252;bsches Graffito: "Politik und Bahn sch&#228;mt euch!" Ja, Bahn sch&#228;m dich! Raus also mit der "Bild"-Zeitung aus der ersten Klasse! Sonst fahr ich wieder zweiter Klasse, und die Offensive ist nach hinten losgegangen.</p>
<p>Als mein Freund Gerhard Henschel im letzten Jahr sein "Bild"-kritisches Buch <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Medien;art290,2201722">"Gossenreport"</a> herausbrachte, habe ich ihn dazu sehr begl&#252;ckw&#252;nscht. Allerdings sei es schade, f&#252;gte ich hinzu, da&#223; das Buch in einem linken Kleinverlag erschienen sei. Nicht, da&#223; ich irgendetwas gegen linke Kleinverlage einzuwenden h&#228;tte. Gott sch&#252;tze sie allesamt!</p>
<p>Nur: Eine "Bild"-Kritik von links wirkt nicht sonderlich &#252;berraschend. Man denkt: "Ach, das wird so ein wehm&#252;tiger Nachhall von Leuten wie Wallraff und Staeck sein. Warum sollte ich das hier und heute lesen?" Publizistisch effektiver w&#228;re "Bild"-Kritik, die aus einem nicht dezidiert linken, sondern wom&#246;glich traditionell christlich fundierten Verlag kommt. Menschen, deren Konservativismus mehr umfa&#223;t als eine affig-modische Anti-68-Haltung, h&#228;tten durchaus nicht weniger Anla&#223; als Linke, die "Bild"-Zeitung, ihre jahrzehntelange Tradition im Versimpeln, Verbiegen und Verleumden, den Sexualklatsch und die pornografisch gestalteten Zuh&#228;lteranzeigen abzulehnen. Solange deutsche Konservative es vers&#228;umen, ihre Distanz zu diesem unseligen Milieu &#246;ffentlich sch&#228;rfstens deutlich machen, k&#246;nnen sie mir mal im Mondschein begegnen.<br />
&nbsp;<br />
<em>Damit endet die unsere gro&#223;e Adventsaktion. Wir danken allen <a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDbloggern f&#252;r einen Tag</a> ganz herzlich f&#252;r Ihre Unterst&#252;tzung!</em></p>
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		<title>&quot;Bild&quot; ist und bleibt kein Lifestyleaccessoire!</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 12:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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Judith Holofernes, 31, ist Leads&#228;ngerin der Band Wir sind Helden. Mit 14 machte sie Stra&#223;enmusik in Freiburg, 1999 erschien in einer kleinen Auflage ihr Soloalbum "Kamikazefliege", 2002 ver&#246;ffentlichte sie mit ihrer Band die EP "Guten Tag", 2003 dann das Erfolgsalbum "Die Reklamation". Die aktuelle CD "Soundso" erschien im Mai 2007. Ihr K&#252;nstlername ist eine Anspielung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;font-size:0.9em;width:180px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_holofernes.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; "Foto": "Von hier an blind"-Video von "Wir sind Helden"'/></a></span><br />
<strong>Judith Holofernes</strong>, 31, ist Leads&#228;ngerin der Band <a href="http://wirsindhelden.de/einzelbios/index/judith/">Wir sind Helden</a>. Mit 14 machte sie Stra&#223;enmusik in Freiburg, 1999 erschien in einer kleinen Auflage ihr Soloalbum <a href="http://www.aetzettera.de/inter23.htm">"Kamikazefliege"</a>, 2002 ver&#246;ffentlichte sie mit ihrer Band die EP "Guten Tag", 2003 dann das Erfolgsalbum "Die Reklamation". Die aktuelle CD "Soundso" erschien im Mai 2007. Ihr K&#252;nstlername ist eine Anspielung auf die alttestamentarische Geschichte von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Judit">Judith und Holofernes</a>.</div>
<p><em><b>Von Judith Holofernes</b></em></p>
<p>Lieber ironischer "Bild"-Leser,<br />
liebe ironische "Bild"-Leserin,</p>
<p>p&#246;beln soll ich hier! Geil. Und: Dich soll, dich darf es treffen. Welch eine Freude. Die "Bild"-Zeitung an sich ist hinl&#228;nglich bep&#246;belt worden, aber du, du kommst immer irgendwie ungeschoren davon. Dabei bist du, viel mehr noch als Fudschi-Ede vom Eckkiosk, mir in deiner knuffigen Postmodernit&#228;t ein massiver Schmerz in der H&#252;fte.</p>
<p>Warum? Weil du, werter IBL, mir in meinem sorgsam "Bild"-frei gestalteten Leben die "Bild"-Zeitung hinterher tr&#228;gst. Mir, die ich vor jedem Kiosk meinen Blick senke, um dem Papst/Henry Maske/Serienkiller im Glaskasten den Augenkontakt zu verwehren. Und dann kommst du, und schleppst sie mir schwanzwedelnd hinterher &#8212; in  Backstager&#228;ume, Tonstudios, auf Festivalgel&#228;nde, in Hotelzimmer, in den Tourbus und bis auf die Tourbustoilette. Auf der man &#252;brigens aus Hygienegr&#252;nden nicht mal lange genug sitzen darf, um einen Gl&#252;ckskeks zu lesen, aber trotzdem: die "Bild"-Zeitung muss da liegen und liegen bleiben.</p>
<p>Wie im &#220;brigen auch in jeder linken Studenten-WG. Der ironische "Bild"-Zeitungsleser, auf Tour wie daheim, plaziert sein liebstes Lifestyleaccessoire mit Umsicht: zum Beispiel nachl&#228;ssig &#8212; dekorativ halb neben, halb unter dem Cordsofa, einen Kaffeefleck genau &#252;ber Brust und Gesicht der Seite-Eins-Schnallse.</p>
<p>Die Gewieftesten runden den Gesamteindruck ab mit einer humorvoll-relativierenden "taz" direkt daneben. Vielleicht flie&#223;t sogar der Kaffeefleck vom Seite-Eins-Schnallsengesicht der "Bild" &#252;ber in das Seite-Eins-Schnallsengesicht der "taz", also der Angela ihrs, zum Beispiel. Und verbindet Medien wie Schnallsen so in einer heiter-apokalyptischen Umarmung.</p>
<p>Und wem diese elaborierte Dekorationsvariante verwehrt ist, weil er keine Cordcouch hat, der pinnt die ihm zugelaufene  "Bild" mit einem postmodernen Dartpfeil an die K&#252;chenwand, oder verteilt sie, in Ausschnitte besonderer Perfidit&#228;t zerschnitten, direkt neben Regal Ivar und der witzigen Postkarte aus dem Irland-Urlaub. Und wenn man keine K&#252;che oder keinen Ivar und keine Postkarte hat, dann bleibt eben noch das WG- oder Tourbusklo, wo dann der "Bild"-"taz"-verbindende Kaffeefleck gegen einen ebenso sorgsam gesetzten Pissfleck ausgetauscht wird.</p>
<p>Und der Papst/Henry Maske/Serienkiller daneben sagt augenzwinkernd: Nat&#252;rlich liest das hier keiner. Wei&#223; auch nicht, wie ich hierher gekommen bin. Bestimmt hat mich einer (vom Bodenreinigungspersonal oder von der GEZ oder den Zeugen Jehovas) hier vergessen, aber guck mal, wie witzig, hier steht was &#252;ber mich, also den Papst/Henry Maske/den Serienkiller, das glaubste so nicht. Kiek do' ma rin!</p>
<p>Aber, lieber ironischer "Bild"-Leser, "Bild"-Zerschneider, "Bild"-Bewerfer, "Bild"-Bepinkler: Bevor du die Dartpfeile, den Kaffee oder deinen Piller zu Einsatz bringen konntest, hast du sie <em>gekauft</em>, die "Bild". Und, ich wei&#223;, ich soll mich nicht so haben, aber damit hast du dem Feind dein Geld gegeben und mit fuffzig Cent die Writer der Apokalypse finanziert. Denn die "Bild" ist und bleibt kein Lifestyleaccessoire, sondern, f&#252;r alle Zeiten, das perfideste Werkzeug des Bl&#246;den. Bl&#246;d wie in: dumm, und "dumm" wie in "Doom", also Verderben.</p>
<p>Ach so, und du bist &#252;brigens auch beinahe alleine daran Schuld, dass gestandene Feministinnen, nur so als Beispiel, denken, sie k&#246;nnen <a href="http://www.bildblog.de/2373/alice-schwarzer-nicht-zwangsprostituiert">Werbung f&#252;r die Bild machen</a> und damit davonkommen.</p>
<p>Und, ich behaupte: Wenn nur die ironischen "Bild"-Leser keine "Bild" mehr kaufen w&#252;rden, w&#252;rde sowohl dem Papst als auch Henry Maske als auch dem Serienkiller als auch der Seite-Eins-Schnallse ("Bild" <em>und</em> "taz") der Arsch auf Grundeis gehen.</p>
<p>Tsch&#252;ss, liebe Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Judith Holofernes<br />
&nbsp;<br />
<em>Unsere Reihe <a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> beschlie&#223;t am Montag Max Goldt.</em></p>
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		</item>
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		<title>Wir sind Franz!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 15:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jens Weinreich, 42, leitet das Sportressort der "Berliner Zeitung" und ist wegen seiner regelm&#228;&#223;igen Enth&#252;llungen &#252;ber die Schattenseiten des organisierten und kommerzialisierten Sports vielleicht einer der meistgehassten Sportjournalisten in Deutschland. Er kritisiert den "Fanjournalismus" im Stil Waldemar Hartmanns und das Hochjubeln von "Kirmesboxern" durch die jeweils &#252;bertragenden Sender und ist Autor mehrerer B&#252;cher und Filme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;font-size:0.9em;width:180px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_weinreich.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: privat'/></a></span><br />
<strong>Jens Weinreich</strong>, 42, leitet das Sportressort der "Berliner Zeitung" und ist wegen seiner regelm&#228;&#223;igen Enth&#252;llungen &#252;ber die Schattenseiten des organisierten und kommerzialisierten Sports vielleicht einer der meistgehassten Sportjournalisten in Deutschland. Er kritisiert den "Fanjournalismus" im Stil Waldemar Hartmanns und das Hochjubeln von "Kirmesboxern" durch die jeweils &#252;bertragenden Sender und ist Autor mehrerer B&#252;cher und Filme vor allem &#252;ber Doping und kriminelle Machenschaften im Sport. 2005 gewann er den "W&#228;chterpreis der Tagespresse" f&#252;r seine Enth&#252;llungen von Unregelm&#228;&#223;igkeiten bei der missgl&#252;ckten Olympia-Bewerbung Leipzigs und gr&#252;ndete das <a href="http://sportnetzwerk.eu/">"Sportnetzwerk"</a>, das kritischen Sportjournalismus f&#246;rdern will.</div>
<p><em><b>Von Jens Weinreich</b></em></p>
<p>Oft habe ich den Kollegen verflucht, der mich zu diesem Beitrag &#252;berredet hat. Denn ich gestehe: Ich bl&#228;ttere gew&#246;hnlich nicht in der "Bild"-Zeitung, und darauf lege ich Wert. Vielleicht ein oder zwei Mal im Monat schaue ich in dieses Bl&#228;ttchen. Es mag schrecklich unprofessionell klingen f&#252;r einen Sportjournalisten, doch das ist mir egal. "Bild" ist f&#252;r mich vor allem eines: irrelevant. &#220;ber Bundesliga und Nationalmannschaft erfahre ich auch ohne "Bild" genug, ob ich es will oder nicht. Und es ist wahrlich nicht so, dass "Bild" in diesem Unterhaltungssektor allen anderen voraus marschieren w&#252;rde. Ganz im Gegenteil.</p>
<p>Ich will nur &#252;ber die Sportseiten reden. Da habe ich in dieser Woche nichts gesehen, was ich nicht auch woanders gelesen h&#228;tte. Allerdings hat vieles gefehlt, journalistische Texte beispielsweise, aber das ist ja nichts Neues. Hintergr&#252;nde zu den Dopingpraktiken im deutschen Sport, ob nun im Team Telekom oder <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/sport/710894.html">an der Universit&#228;tsklinik Freiburg</a>? Korruptionsskandale in zahlreichen Sportarten, etwa im Handball-Weltverband, wo gerade Olympiaqualifikationsspiele <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/sport/710755.html">neu angesetzt werden mussten</a>? "Bild" hat da nichts Eigenes zu bieten. Der frisch fertig gestellte Bericht des Bundesinnenministeriums (<a href="http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Broschueren/2007/Abschlussbericht__Doping,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Abschlussbericht_Doping.pdf">"Projektgruppe Sonderpr&#252;fung Doping"</a>) wird in "Bild" nicht einmal erw&#228;hnt. (Ich hoffe, ich habe keine dreizeilige Kurzmeldung &#252;bersehen.)</p>
<p><img align="right" class="right" src='http://www.bildblog.de/wp-content/uefacup.jpg' alt='' />Dennoch hat "Bild" heute wieder einen gro&#223;en Sport-Tag. Man kapriziert sich auf die &#252;bliche Mischung: Helden, Sex und Zwistigkeiten. Der FC Bayern l&#228;uft immer: <a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/vereine/bayern/2007/12/21/abschied-hitzfeld/trainer-bayern,geo=3329118.html">"Hitzfeld geht!"</a> Nacktfotos gehen auch: <a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/sport/mehr-sport/2007/12/21/sex-skandal/olympia-koenigin,geo=3330174.html">"Sex-Skandal um sch&#246;ne Olympia-K&#246;nigin"</a>. Und wenn ausnahmsweise mal f&#252;nf deutsche Fu&#223;ballteams unter den letzten 32 Vereinen im zweitklassigen Uefa-Pokal stehen, titelt "Bild", wie einfallsreich: "Wir sind Uefa-Cup!" Mit anderen Worten: Es fehlt dem Blatt an exklusiven Sportmeldungen. Selbst den ewig n&#246;rgelnden Fu&#223;balltorh&#252;ter Jens Lehmann (<a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/sport/fussball/international/2007/12/21/lehmann-arsenal/wechsel-winter,geo=3329102.html">"Er muss da weg!"</a>) schreibt man von anderen ab. Diesmal hat Lehmann mit dem Fu&#223;ball-Zentralorgan <a href="http://www.kicker.de/abo-shop/artikel/373359/">"kicker"</a> geredet. "Bild" zitiert nur, aber wenigstens mit Quellenangabe.</p>
<p>Lustig wird es allerdings in der Berliner "Bild"-Ausgabe auf der letzten Seite, die dem FC Bayern gewidmet ist. Dass Ottmar Hitzfeld den FC Bayern verlassen will, schreibe man "bereits seit Tagen", plustert sich "Bild" auf. Ich wei&#223; nicht, wer das in diesem Lande noch nicht geschrieben h&#228;tte. Egal, "Bild" nennt potenzielle Nachfolger, aber nur <a href="http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/bundesliga/vereine/bayern/2007/12/21/hitzfeld-voting/trainer-voting.html">die &#252;blichen Verd&#228;chtigen</a>. Wenn mehrfach von "Bayern-Bossen" die Rede ist, wird zwar "Killer-Kalle" Karl-Heinz Rummenigge genannt, auch Uli Hoene&#223; &#8212; nur einen anderen, den Bayern-Pr&#228;sidenten, sucht man vergebens in der Liste der Schuldigen am Hitzfeld-Drama.</p>
<p>Kein Wunder, denn Franz Beckenbauer ist <a href="http://www.bildblog.de/1503/der-kaiser-im-bild-verhoer">als Lichtgestalt sakrosankt</a>. Kritik an ihm verbietet sich. Franz ist nicht nur Kaiser, er ist Gott, wenn es sein muss, geht er &#252;ber Wasser &#8212; und Bild macht ihn zur Not zum Bundeskanzler. Stolz pr&#228;sentiert "Bild" auf dieser Bayern-Seite noch eine <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,523955,00.html">krude Rangliste des "Manager-Magazins"</a>. Die Frage lautet: Wer regiert in Deutschland das Sport-Business? Die Antwort h&#228;tte man sich fast gedacht. "Auf Platz 1: 'Bild'-Kolumnist Franz Beckenbauer." Auf Rang 14, zwar hinter dem IOC-Pr&#228;sidenten Jacques Rogge (7), aber vor Sportminister Wolfgang Sch&#228;uble (17), "noch ein Bild-Mann: Vize-Chefredakteur Alfred Draxler".</p>
<p>Hei&#223;a, da ist die Sportwelt doch wieder in Ordnung, zumindest aus Sicht der "Bild"-Strategen. Wir sind Uefa-Pokal, wir sind Franz und wir sind wichtig. Wir sind &#252;brigens auch ein bisschen unterw&#252;rfig: Wie <a href="http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/bundesliga/2007/12/13/olli-kahn/beckenbauer/hg-beckenbauer.html">erkundigte sich der "Bild"-Reporter Walter M. Straten vergangene Woche</a> beim "Bild"-Kolumnisten Franz Beckenbauer? "Was ist dran an den Ger&#252;chten, dass Sie ein Franz-Beckenbauer-Museum planen?" Der Springer-Lohnschreiber dementierte, vorerst noch. "Ein Museum mit meinem Namen?", erwiderte der Kaiser, "definitiv nicht. Da m&#252;sste ich mich ja selbst reinstellen."</p>
<p>"Bild" bleibt dran. Bis zur n&#228;chsten Kolumne.</p>
<p>&nbsp;<br />
<em>Unsere Reihe <a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> beschlie&#223;en, wenn alles klappt, Judith Holofernes und Max Goldt.</em></p>
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		<title>&quot;weil halt&quot;</title>
		<link>http://www.bildblog.de/2682/weil-halt/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 15:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Clarissa</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir geben zu: Wir konnten uns nicht entscheiden. Weshalb es heute gleich drei "BILDblogger f&#252;r einen Tag" gibt. (Aber dazu sp&#228;ter.)
Als wir uns aber gestern Mittag mit einer Stellenanzeige auf die Suche nach einer Vertretung f&#252;r den krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallenen Gast-BILDblogger Harald Martenstein* machten, hatten wir nicht damit gerechnet, dass in den folgenden f&#252;nf Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir geben zu: Wir konnten uns nicht entscheiden. Weshalb es heute gleich drei "BILDblogger f&#252;r einen Tag" gibt. (Aber dazu <a href="http://www.bildblog.de/?p=2682#spaeter">sp&#228;ter</a>.)</p>
<p><img align='left' style='margin-top:5px' src="http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_bewerbung_klein.gif" alt="" />Als wir uns aber gestern Mittag mit einer <a href="http://www.bildblog.de/2677/stellenanzeige">Stellenanzeige</a> auf die Suche nach einer Vertretung f&#252;r den krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallenen Gast-BILDblogger Harald Martenstein* machten, hatten wir nicht damit gerechnet, dass in den folgenden f&#252;nf Stunden &#252;ber 70 Bewerbungen eingehen w&#252;rden. &#220;berrascht hat uns aber auch, <em>warum</em> die Bewerber/innen <a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> werden wollten. Deshalb mit Dank f&#252;r die rege Teilnahme hier ein paar &#252;berraschende Begr&#252;ndungen:</p>
<blockquote><ul>
<li>weil Saarl&#228;nder sonst selten ins bundesdeutsche Bewusstsein vordringen.</li>
<li>weil meine Mutter immer gesagt hat, dass "aus dem Jung' mal was wird".</li>
<li>"weil halt" (wie meine Kinder auf nervige Fragen immer &#246;fter antworten).</li>
<li>weil ich es trotz meiner 15 jungen Jahre schon geschafft habe, mindestens 5 &#252;berzeugte "Bild"-Leser zu bekehren.</li>
<li>weil meine Lebensabschnittspartnerin bei Axel Springer in Hamburg arbeitet und das DIE Liebeserkl&#228;rung sein wird, da ich nur ihr diesen einmaligen Blogeintrag widmen werde.</li>
<li>weil ich nur 15 Jahre alt bin.</li>
<li>weil bisher au&#223;er Knut kein Teilnehmer der Adventsaktion unter 30 war.</li>
<li>weil ich so viele Tage als Vertreter des Weihnachtsmanns immer nett und freundlich sein musste.</li>
<li>weil ich viel zu lange S&#228;tze &#252;ber viel zu viele Dinge schreiben kann, welche mich aufregen oder interessieren.</li>
<li>weil ich als kleiner Steppke jeden Morgen die "Bild" auf dem K&#252;chenfu&#223;boden aus- und mich davorgelegt habe, die Seiten durchgegangen bin und teils lachend, teils sehr b&#246;se die Texte kommentiert habe &#8212; bis die Mutti endlich auf die regionale Tageszeitung umstieg.</li>
<li>weil mein Kommentar schon fertig ist <em>(siehe anbei, Portrait ebenfalls schon beigef&#252;gt)</em>!</li>
<li>weil ich als Arbeiterkind mit der "Bild"-Zeitung sozialisiert wurde.</li>
<li>weil ich w&#228;hrend der Chaostage 1995 von einer "Bild"-Reporterin mit Bier bestochen wurde.</li>
<li>weil ein Punkt meiner Top 10-Lebens-To-Do-Liste somit abgehakt werden d&#252;rfte.</li>
<li>weil sich der Aufstieg vom Hinweisgeber zum BILDblogger f&#252;r einen Tag sehr gut in meinem Lebenslauf machen w&#252;rde.</li>
<li>weil ich die "Bild" nicht lese!</li>
<li>weil ich gerne mal wieder "Bild" lesen m&#246;chte.</li>
<li>weil der "Bild"-Aufmacher am Freitag lauten muss: "Propanganda-Wahnsinn! Chaos-Student &#252;bernimmt Hass-Forum!"</li>
<li>weil ich Charlotte Roche sch&#228;tze und gerne <a href="http://www.bildblog.de/2565/in-eigener-sache-20">das Kleid</a> f&#252;r meine Frau ersteigert h&#228;tte.</li>
<li>weil ich schon ein Praktikum bei "Bild" gemacht habe und dort k&#246;stliche Anekdoten sammeln konnte, die ich aber leider nur andeuten kann, weil alle Praktikanten eine entsprechende Unterlassungserkl&#228;rung unterschreiben m&#252;ssen, was ja an sich schon eine lustige Geschichte ist.</li>
<li>weil <a href="http://www.weil-am-rhein.de/servlet/PB/menu/-1/index.html">am Rhein</a>.</li>
</ul>
</blockquote>
<p><a name="spaeter"></a>BILDblogger/in f&#252;r einen Tag sind heute jedoch:</p>
<div class="kenkel">
<ul>
<li><b><a href="http://www.bildblog.de/?page_id=2685">Antje-Susan Pukke</a></b></li>
<li><b><a href="http://www.bildblog.de/?page_id=2684">Sebastian Walther</a></b></li>
<li><b><a href="http://www.bildblog.de/?page_id=2686">André Kr&#252;ger</a></b></li>
</ul>
</div>
<p><em><b>*)</b> Dem Kollegen Martenstein w&#252;nschen wir gute Besserung!</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Konkurrenten im Kampf um den primitiveren Witz</title>
		<link>http://www.bildblog.de/2676/konkurrenten-im-kampf-um-den-primitiveren-witz/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 14:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[
Martin Sonneborn, 42, ist (obwohl "Bild" das noch im November behauptete) schon seit zwei Jahren nicht mehr "Titanic"-Chefredakteur, sondern Mitherausgeber. Und dar&#252;ber, "wie die TITANIC einmal die Fu&#223;ball-WM 2006 nach Deutschland holte", hat er ein Buch geschrieben. Sonneborn ist Bundesvorsitzender der Partei DIE PARTEI, die vor der Bundestagswahl 2005 die Sendezeit f&#252;r ihre Wahlwerbe-Spots bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;font-size:0.9em;width:180px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_sonneborn.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: DIE PARTEI'/></a></span><br />
<strong>Martin Sonneborn</strong>, 42, ist (obwohl "Bild" das noch im November <a href="http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/11/02/fall-maddie/empoerung-satire-magazin,geo=2837834.html">behauptete</a>) schon seit zwei Jahren nicht mehr "Titanic"-Chefredakteur, sondern Mitherausgeber. Und dar&#252;ber, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wie_Titanic_einmal_die_Fu%C3%9Fball-WM_2006_nach_Deutschland_holte">"wie die TITANIC einmal die Fu&#223;ball-WM 2006 nach Deutschland holte"</a>, hat er <a href="http://www.amazon.de/Ich-tat-f%C3%BCr-mein-Land/dp/3936261377/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1198005102&#038;sr=8-1">ein Buch</a> geschrieben. Sonneborn ist Bundesvorsitzender der Partei <a href="http://www.die-partei.de">DIE PARTEI</a>, die vor der Bundestagswahl 2005 die Sendezeit f&#252;r ihre <a href="http://www.die-partei.de/documents/die-partei.wahlwerbespot.3.xvid.mp3.avi">Wahlwerbe</a>-<a href="http://www.die-partei.de/documents/die-partei.wahlwerbespot.4.zdf.mp4">Spots</a> bei Ebay versteigerte. Heute arbeitet er u.a. f&#252;r die Satire-Rubrik von "Spiegel Online", "Spam", wo er auch in den Kurzfilm-Reihen <a href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,k-7012,00.html">"Hinterb&#228;nkler heute"</a> und <a href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,k-7013,00.html">"Heimatkunde"</a> zu sehen ist.<br />
<em>Auf Sonneborns Wunsch ver&#246;ffentlichen wir seinen Gastbeitrag in alter Rechtschreibung.</em></div>
<p><em><b>Von Martin Sonneborn</b></em></p>
<p>Eins vorweg: Ich sch&#228;tze Kai Diekmann und sein Blatt. Und das nicht nur, weil wir vieles gemeinsam haben. Diekmann ist Herausgeber der "Bild"-Zeitung &#8212; also nicht der neubebilderten "FAZ", sondern der anderen &#8211;, und ich bin Mitherausgeber von "Titanic". Auch wenn wir st&#228;ndig Konkurrenten sind im Kampf um die lustigere Schlagzeile, den primitiveren Witz, so arbeiten wir doch seit Jahren erfolgreich mit "Bild" zusammen. Der Markt in Deutschland ist gro&#223; genug f&#252;r zwei Satiremagazine! Und den "Focus" auch noch!</p>
<p>Bisher ist zum Gl&#252;ck kaum aufgefallen, da&#223; wir uns mit dem Blatt des "9-cm-Mannes", wie ihn selbst enge Freunde nicht offen nennen, perfekt die B&#228;lle zuspielen. Als wir mit ein paar spa&#223;igen Faxen Einflu&#223; nahmen auf die Vergabe der Fu&#223;ball-WM 2006, war "Bild" sich am n&#228;chsten Tag nicht zu schade, ein Foto von mir auf die Titelseite zu nehmen, meine Telefonnummer und die Aufforderung, doch mal <a href="http://wwwold.titanic-magazin.de/audio/tondokumente.php?TonID=1">anzurufen</a> und mir die Meinung zu geigen. Von der zuf&#228;llig mitgeschnittenen <a href="https://www.titanic-magazin.de/shop/index.php?action=showdetails&#038;from=list&#038;pageNr=1&#038;productId=3f6f145548938">CD</a> "Bild-Leser beschimpfen Titanic-Redakteure live am Telefon" wollten die Kollegen nicht mal Tantiemen! Und das, obwohl einige hundert ihrer besten Leser &#252;ber sich hinaus wuchsen: "Im Rechtsstaat geh&#246;ren Leute wie Sie ins KZ!"; "Man sollte Sie auswandern!"; "Vaterlandsverr&#228;ter!"; "Ihnen geh&#246;rt die Satire-Lizenz entzogen!"</p>
<p>Die Lizenz behielten wir aber und revanchierten uns u.a. mit der Erfindung des schreibenden "Bild"-Lesers (heute als "BILD-Leser-Reporter" bundesweit im Einsatz). Bei der genu&#223;intensiven Lekt&#252;re der "Bild"-Leserbriefspalte f&#228;llt ja schnell auf, da&#223; sich die Zuschriften in ihrer Sprachgewalt nicht wesentlich vom redaktionellen Teil abheben. So riefen wir bei ausfindig gemachten Leserbriefschreibern an und baten &#8212; der Einfachheit halber gleich im Namen der "Bild"-Chefredaktion &#8212; um einen gepfefferten druckreifen Kommentar zu irgendwas f&#252;r die n&#228;chste Ausgabe. Die Ergebnisse druckten wir dann in "Titanic", sie haben uns viel Freude bereitet.</p>
<blockquote><p><b>Kommentar Karl H., M&#252;nster:</b><br />
Ist die SPD ein Auslaufmodell? Die SED sang die Internationale, ist weg vom Fenster. Die KPDSU sang die Internationale, ist weg vom Fenster. Wie lange singt die SPD noch die Internationale?</p></blockquote>
<p>Na? Klingt fast wie "Post von Wagner", was?</p>
<p>Immer im Gleichschritt mit "Bild" (Trittin! Schr&#246;der!) pr&#252;gelten wir (Problemb&#228;r Beck!) mit "Titanic"-Titeln jahrelang auf die Sozis ein, unterst&#252;tzen dekadenlang erst Kohl ("Nach Arschbombe halb Asien &#252;berflutet: Massenm&#246;rder Helmut Kohl!"), dann das Merkel ("Darf das Kanzler werden?"), polemisierten gegen Ausl&#228;nder ("Schrecklicher Verdacht: War Hitler Antisemit?"; "10 Jahre sind genug: Auf Wiedersehen, Zonis!") und druckten gleich seitenweise irgendwelchen unseri&#246;sen Quatsch.</p>
<p>In schweren Zeiten spendeten die Schlagzeilen der Hamburger Kollegen uns oftmals Trost und Rat: "Amokl&#228;ufer erschie&#223;t vier Kollegen" &#8212; "Da d&#252;rften die Stra&#223;en jetzt wohl f&#252;r eine Weile sicher sein", dachten wir beruhigt und revanchierten uns gerade k&#252;rzlich mit dem gro&#223;en, abgeschlossenen Fotoroman "Der Volks-Penis", in dem ein f&#252;r allemal in Wort und Bild klargestellt wird, da&#223; Diekmann eben nicht total klein ist, untenrum.</p>
<p>&#220;brigens: Da&#223; wir mit der "irren Titanic-PARTEI" ("Dresdner Morgenpost") jetzt in Hamburg zur Landtagswahl antreten und mit unserem Spitzenkandidaten Heinz Strunk "Bild raus aus Hamburg!" <a href="http://www.die-partei-hamburg.de/2007/11/03/liebe-bild-zeitung/">fordern</a>, ist nur eine populistische Forderung, die uns Stimmen bringen soll. Man wird das hoffentlich nicht pers&#246;nlich nehmen &#8212; ich habe das Gef&#252;hl, was den Umzug anbetrifft, verstehen sie bei Springers einen guten Spa&#223;. Und wenn nicht? Egal, notfalls gewinnen wir &#8212; und das unterscheidet uns vom Spitzenkandidaten der SPD, Alfred E. Naumann &#8212; die Wahl eben auch ohne Unterst&#252;tzung der Springer-Presse!</p>
<p>Zum Schlu&#223; m&#246;chte ich aber auch eine kurze Kritik &#228;u&#223;ern, schlie&#223;lich habe ich mir heute extra "Bild" gekauft und unter &#8212; ich nehme mir die Freiheit, Kai &#8212; Freunden mu&#223; das erlaubt sein: F&#252;r meinen Geschmack heben sich manchmal die &#220;berschriften zu wenig vom Text der Fickanzeigen hinten ab:</p>
<blockquote><p>Ich hab mir meinen Hund auf die Brust t&#228;towiert. Sandy (21) &#8212; Mein Arsch geh&#246;rt Dir. Resi (69) ist noch geil</p></blockquote>
<p>St&#252;nde nicht aus Versehen Resis Telefonnummer dabei, man k&#246;nnte Anzeigen und redaktionelle Inhalte glatt verwechseln&#8230;<br />
&nbsp;<br />
<em><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> ist morgen ein BILDblog-Leser.</em></p>
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		<title>Stellenanzeige</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 10:32:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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<b>Nachtrag, 17.08 Uhr:</b> Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen, danke.</p>
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		</item>
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		<title>Da sollte man nicht locker lassen!</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 12:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bildblog.de/2673/da-sollte-man-nicht-locker-lassen</guid>
		<description><![CDATA[
Bastian Pastewka, 35, ist Komiker, Schauspieler und Autor. Nach eigener Aussage ist er zudem "seit circa 12einhalb Jahren und wenigen Wochen aus dem Deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken ('Wochenshow', 'Ohne Worte', 'Pastewka in…') und das wei&#223; er auch. Er gewann mehrere TV-Preise ('Goldene Kamera', 'Deutscher Fernsehpreis' und zweimal die 'Rose d'Or'), vor allem f&#252;r seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;font-size:0.9em;width:180px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_pastewka.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: Sonja Gutschera'/></a></span><br />
<strong>Bastian Pastewka</strong>, 35, ist Komiker, Schauspieler und Autor. Nach eigener Aussage ist er zudem "seit circa 12einhalb Jahren und wenigen Wochen aus dem Deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken ('Wochenshow', 'Ohne Worte', 'Pastewka in…') und das wei&#223; er auch. Er gewann mehrere TV-Preise ('Goldene Kamera', 'Deutscher Fernsehpreis' und zweimal die 'Rose d'Or'), vor allem f&#252;r seine aktuelle Serie 'Pastewka' (Sat.1). Er wurde einem breiten Publikum im Grunde nie bekannt, da seine Erfolgssitcom 'Pastewka' derzeit unter einer seltsamen Quotenschw&#228;che leidet, die ihn zu r&#228;tselhaften Artikeln &#252;ber deutlich erfolgreichere Sendungen ermuntert. Er liebt das Deutsche Fernsehen hei&#223; und innig. Und er w&#252;rde alles tun, um jemanden kennen zu lernen der bei Soaps heult, bei 'Geile Zeit' lacht oder Pastewkas Dauerironie entschl&#252;sseln kann.<br />
Morgen &#252;brigens ist es bei Bedarf m&#246;glich, den Autor dieses Artikels zusammen mit der grandiosen Anke Engelke bei einer gemeinsamen <a href="http://www.sat1.de/comedy_show/weihnachten/videos/">Weihnachtsshow-Persiflage</a> in verschiedenen Rollen zu erleben, was mit Eigenwerbung echt nichts zu tun hat, schw&#246;re, aber ich spiele da Tine Wittler, und das hat ja einen Bezug zu dem Thema nebenan. &#220;brigens: Wer kapiert die Regeln von der Koffershow mit Guido Cantz? Hallo? …..Halllooooooooooo?"</div>
<p><em><b>Von Bastian Pastewka</b></em></p>
<p>Sehe nur ich die bedrohlichen Signale neuer Allianzen in dieser eiskalten Vorweihnachtszeit? Dass die "Bild" und der "Spiegel" sich weitaus n&#228;her gekommen sind, als mein Vater das guthei&#223;en w&#252;rde, ist ja bekannt; aber was veranstaltet die "BamS" vom vergangenen Sonntag denn nun f&#252;r einen Kuschelkurs mit den Stars <em>(das "Stars" w&#252;rdet Ihr jetzt durchstreichen und durch irgendwas Bissiges ersetzen, aber ich wei&#223; nicht wie das technisch geht!)</em> von RTL?</p>
<p>Und ist es nur ein Zufall, dass dies genau in der Woche geschieht, in der die Axel Springer AG den Ausstieg aus der ProSiebenSat.1 Media AG vollziehen wird? Wie sonst ist zu erkl&#228;ren, dass sich gleich <b>ganze drei Artikel</b> Deutschlands kommerziell erfolgreichstem Privatsender widmen.</p>
<p>Es folgt eine knallharte Analyse, die Sie so nicht erwartet h&#228;tten:</p>
<p><img style='margin-left:0px;margin-right:0px' src='http://www.bildblog.de/wp-content/pastewka1.jpg' alt='' /><br />
<a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/news/vermischtes/2007/12/16/rauchverbot/tricks-wirte,geo=3288550.html">Wir erfahren</a>, dass Tine Wittler gerne mit Freunden raucht und eine Kneipe namens "Parallelwelt" <img align='left' style='margin-left:0px;margin-right:0px' src='http://www.bildblog.de/wp-content/pastewka2.jpg' alt='' />zu einem Vereinsheim umfunktioniert hat. Hallo, Parallelwelt! Bin ich der Einzige, der hier einen Hinweis auf die RTL-Show "Einsatz in 4 W&#228;nden" erkennt? (Und bin ich der Einzige, der das Foto der Expertin als Montage entlarvt? Ist die Hand mit der Zigarre bei n&#228;herer Betrachtung nicht doch eher <a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/berlin/leute/2007/12/15/paris-lover/heisser-flirt,geo=3283768.html">Paris Hilton letztes Wochenende im "Felix"</a>? Da sollte man nicht locker lassen!)</p>
<p><img style='margin-left:0px;margin-right:0px' src='http://www.bildblog.de/wp-content/pastewka3.jpg' alt='' /><br />
<a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/entertainment/TV/2007/12/16/berkel-christian-krank/film-rolle-zigaretten,geo=3288838.html">Schock Nummer 2:</a> Rauchen ist trotz Tine Wittler doch gef&#228;hrlich, wie TV-Star Christian Berkel beim Dreh zu dem Fernsehfilm "Mogadischu" laut "BamS" hautnah erleben musste. Jetzt kommts: Berkel "ging in seiner neuesten Rolle als Bundeskanzler Helmut Schmidt sogar bis ans Eingemachte und rauchte 80 Zigaretten pro Tag!". Entschuldigung, bin ich der Einzige, der hier &#252;ber den Begriff <em>neueste</em> stolperte? Jawohl, Christian Berkel schl&#252;pfte <a href="http://www.quotenmeter.de/index.php?newsid=13271">schon einmal</a> in die Rolle des Altkanzlers, und zwar in dem auch von "Bild" ausf&#252;hrlich goutierten TV-Drama "Die Sturmflut". Und nun raten sie mal, auf welchem Sender diese zu sehen war?! Na, erkennen Sie es auch…?</p>
<p><img style='margin-left:0px;margin-right:0px' src='http://www.bildblog.de/wp-content/pastewka4.jpg' alt='' /><br />
<a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/entertainment/TV/2007/12/16/bauer-rtl-gestaendnisse/hg-bause-vertragsverlaengerung,geo=3289092.html">Inka Bause</a> verl&#228;ngert ihren Vertrag bei RTL (da! daaaaaa!), und Bauern sind ja doch nicht so bl&#246;d, wie die "BamS" gleich enth&#252;llen wird, um dies jedoch auf Bauernpr&#228;sident Sonnleitner zu schieben, um sich nicht die Bl&#246;&#223;e zu geben.</p>
<p><a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/leute/2007/12/16/bauer-rtl-gestaendnisse/se-x-aussagen,geo=3291496.html">Und das nervt jetzt wirklich:</a> Eine f&#252;r seine Belanglosigkeit typische Reality-Doku, die mit ein paar Steinzeit-Klischees aufgem&#246;belt wurde, weil&#8217;s sonst nicht als Sendung taugt, wird nicht nur von unglaublichen acht Millionen Fans <em>(durchstreichen und durch "Bauern" ersetzen)</em> pro Woche verfolgt, nein, die Sendung erlebt abwechselnd Ablehnung und dann wieder Zuspruch durch "Bild"/"BamS", so als h&#228;tte es die jeweiligen Vorg&#228;ngerartikel nie gegeben. Und dabei ist der Adressat der Artikel im Grunde nie der Zuschauer, den man f&#252;r sein Interesse an der Sendung belohnt/informiert/kritisiert; nein, es sind letztlich die gepeinigten Bauern selbst, die sich hier noch mal unwissentlich zum Affen machen d&#252;rfen. Die in dem Glauben gelassen werden, sie w&#252;rden Humor beweisen, wenn ihre Aussagen in der "BamS" in Sprechblasen verk&#252;rzt oder in <em>ihrer</em> RTL-Sendung mit dem Baby-Elephant-Walk unterlegt werden.</p>
<p>Denn so sind unsere anst&#228;ndigen Landwirte nun mal, sie treiben es auf dem Hochsitz auch nach 12 Stunden Trecker-Fahren, und sie lachen mit bis zu zwei Frauen <em>(nein, nicht durchstreichen und durch "Ziegen" ersetzen!)</em> im Bett, w&#228;hrend der Knackpo unterm Schottenrock anschwillt! Haha!</p>
<p>Und das hat gesessen: Mit diesen "pikanten Sex-Gest&#228;ndnissen schlagen die Bauern jetzt zur&#252;ck"; denn "BamS"-Autorin Nicole Pohl will uns glauben machen, dass "Sensibelchen Maik", der "Standfeste Andreas" und der "Fr&#246;hliche Furthi" nicht etwa "als einsame Trottel" sondern als Helden in die Geschichte eingehen werden, wenn sie nach einer weiteren Staffel von "Bauer sucht Frau" am M&#228;nnlichkeitswahn eingegangen oder auch nur beim Sich-Sch&#228;men vom Hochsitz gefallen sind. Liebe BamsBumsBauern! Lasst Euch doch nicht alles gefallen!</p>
<p>Lustig und Doof ist manchmal nicht das Gleiche!<br />
&nbsp;<br />
<em><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> ist morgen Martin Sonneborn.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine kognitive Ruhepause namens &quot;BamS&quot;</title>
		<link>http://www.bildblog.de/2665/eine-kognitive-ruhepause-namens-bams/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 07:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Oliver Gehrs
Bitte iframes zulassen

Oliver Gehrs, 39, ist Deutschlands zweifellos bestaussehender Medienjournalist und Herausgeber des unabh&#228;ngigen Magazins "Dummy". Er war Medienredakteur bei der "taz" und der "Berliner Zeitung", Wirtschaftskorrespondent im Berliner B&#252;ro des "Spiegel", Leiter der Berlin-Seite der "S&#252;ddeutschen Zeitung" und schrieb die 2005 erschienene, unautorisierte Biografie des "Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust ("Der Spiegel-Komplex"). Gehrs bloggt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b><em>Von Oliver Gehrs</em></b></p>
<p><iframe src="http://www.watchberlin.de/watchberlin/embedplay/7374" width="440" height="300" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" allowtransparency="0" title="Video abspielen">Bitte iframes zulassen</iframe></p>
<div style="font-size:0.9em;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 5px 40px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img align="right" style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_gehrs.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: Watchberlin'/></a></span><br />
<strong>Oliver Gehrs</strong>, 39, ist Deutschlands zweifellos bestaussehender Medienjournalist und Herausgeber des unabh&#228;ngigen Magazins <a href="http://www.dummy-magazin.de/?iss_id=17">"Dummy"</a>. Er war Medienredakteur bei der "taz" und der "Berliner Zeitung", Wirtschaftskorrespondent im Berliner B&#252;ro des "Spiegel", Leiter der Berlin-Seite der "S&#252;ddeutschen Zeitung" und schrieb die 2005 erschienene, unautorisierte Biografie des "Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust (<a href="http://www.amazon.de/Spiegel-Komplex-Stefan-Aust-Blatt-wendete/dp/3426273438/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1197853093&#038;sr=8-1">"Der Spiegel-Komplex"</a>). Gehrs bloggt neuerdings selbst im <a href="http://blog.dummy-magazin.de/">Dummy-Blog</a> und kritisiert normalerweise jeden Montag den aktuellen "Spiegel" auf <a href="http://www.watchberlin.de/watchberlin/#watchberlin-content-2620-2-2">Watchberlin.de</a>. Und als seine Videokolumne dort noch nicht "Blattschuss", sondern "Crashtest" hie&#223;, hat er sich auch schon mal der <a href="http://www.watchberlin.de/watchberlin/#watchberlin-content-1166-2-V">"Bild"-Berichterstattung &#252;ber Knut</a> gewidmet.</div>
<p>&nbsp;<br />
<em><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> ist morgen Bastian Pastewka.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Best of Wagner</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 17:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammengestellt von Peter Lewandowski*

Peter Lewandowski, 50, ist seit 2001 Chefredakteur des Leute-Magazins "Gala" (wo er eine Zeitlang auch selbst bloggte). Zuvor war er bei Axel Springer Chefredakteur des M&#228;nnermagazins "Maxim" und Chef der Entwicklungsredaktion. Als "Playboy"-Chef sorgte er von 1998 bis 2000 u.a. mit Fotos von Meret Becker, Tanja Szewczenko, Nadja ab del Farrag, Pamela [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><b>Zusammengestellt von Peter Lewandowski*</b></em></p>
<div style="float:right;font-size:0.9em;width:170px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_lewandowski.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: Gala.de'/></a></span><br />
<strong>Peter Lewandowski</strong>, 50, ist seit 2001 Chefredakteur des Leute-Magazins "Gala" (wo er eine Zeitlang auch selbst <a href="http://www.gala.de/blog/">bloggte</a>). Zuvor war er bei Axel Springer Chefredakteur des M&#228;nnermagazins "Maxim" und Chef der Entwicklungsredaktion. Als "Playboy"-Chef sorgte er von 1998 bis 2000 u.a. mit Fotos von Meret Becker, Tanja Szewczenko, Nadja ab del Farrag, Pamela Anderson, Cindy Crawford und &#8212; nicht zu vergessen &#8212; Kati Witt f&#252;r steigende Auflage und Medienpr&#228;senz. Die "Berliner Zeitung" schrieb <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/0928/medien/0001/index.html">damals</a>, er sei "ein sympathischer Mann", die "Bunte" nannte ihn "Nacktmacher der Nation" &#8212; und die "Bild"-Zeitung "irgendwie clever". Sein Motto bei "Gala": "Gute Nachrichten und sch&#246;ne Bilder statt negativer Schlagzeilen und Leid"</div>
<blockquote><p>"Sie entt&#228;uschen mich schon, da&#223; Sie als emanzipierte Frau in der O-Frage l&#252;gen mu&#223;ten. Lassen Sie uns die O-L&#252;ge im Lichte der Gleichstellung von Mann und Frau betrachten.</p>
<p>Geh&#246;rte nicht neben dem Wahlrecht, der Quote, gleicher Lohn f&#252;r Mann und Frau auch der soziale Anspruch auf geschlechtliche Befriedigung zu Eurem Kampf? Richtete sich die Emanzipations-Bewegung nicht auch gegen M&#228;nner, die sich keine Gedanken dar&#252;ber machten, ob Frau kommt oder nicht kommt?</p>
<p>Ich gestehe, ich guckte mehr auf Ihren Busen als auf Ihre Worte. Das Spiel mit dem Ball ist etwas G&#246;ttliches. Sind die Sterne nicht B&#228;lle? Ist das Weltall nicht ein Ball-Gebilde? Mit 36 macht man als Frau neue Rechnungen auf. Wie viel Gl&#252;ck bleibt mir noch, ehe meine H&#252;ften breiter und meine Schenkel dicker werden? Wie viele Jahre habe ich noch?</p>
<p>Ich kann Ihnen nur mein Beileid ausdr&#252;cken. In meinem Bett will ich nur echte Frauen haben. Sie h&#228;tten eine gro&#223;e Frau werden k&#246;nnen&#8230; Sie sind keine gro&#223;e Frau in der Republik geworden. Die gro&#223;en Frauen der Republik hei&#223;en Frau Merkel, Frau Schavan, Alice Schwarzer, Claudia Roth, Frau von der Leyen. Das sind Frauen f&#252;r die Zukunft. F&#252;r mich ist das die gro&#223;artigste Aussage.</p>
<p>Herzlichst</p>
<p>Ihr F. J. Wagner</p>
<p>PS in eigener Sache: Ich wei&#223;, dass ich Tage habe, wo ich elendig schreibe und nichts zu sagen habe. Ich bin leer, ich habe nicht gek&#252;sst, ich habe nichts gef&#252;hlt. Morgen fliege ich nach Portugal. Ihr Kolumnist macht Urlaub. Er will auch gl&#252;cklich sein."</p></blockquote>
<p><span class='klein'><em><b>*)</b> Aus: "Post von Wagner" an Ute Vogt, Anne Will, Gabriele Pauli, Angela Merkel, Lady Diana, die deutschen Fu&#223;ballweltmeisterinnen und die Rechtschreibe-Reformer</em></span></p>
<p><em><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> ist morgen Oliver Gehrs.</em></p>
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		</item>
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		<title>&quot;Millionen Deutsche jetzt betroffen. Bl&#228;hungen&quot;</title>
		<link>http://www.bildblog.de/2667/millionen-deutsche-jetzt-betroffen-blaehungen/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 13:50:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BILDblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILDblogger für einen Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hans Leyendecker, 58, ist seit 1997 Leitender Redakteur der "S&#252;ddeutschen Zeitung". Zuvor arbeitete er 18 Jahre lang f&#252;r den "Spiegel" und gilt als einer der f&#252;hrenden investigativen Journalisten Deutschlands. Er ist Gr&#252;ndungsmitglied und Vize-Chef des Netzwerk Recherche &#8212; und begleitet auch die "Bild"-Zeitung immer wieder mit kritischen Artikeln.
Dennoch: In "Bild" nannte Maynhardt Graf Nayhau&#223; ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;font-size:0.9em;width:180px;background:#F5FDF5;line-height:1.3em;margin:3px 0px 0px 10px;padding:7px;border:1px solid #ddd"><span class='ohnelinie'><a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion"><img style='margin-left:0px;margin-top:5px;margin-right:0px;' src='http://www.bildblog.de/wp-content/1tag_leyendecker.gif' alt='' title='Grafik: wortfeld.de; Foto: "S&#252;ddeutsche Zeitung"'/></a></span><br />
<strong>Hans Leyendecker</strong>, 58, ist seit 1997 Leitender Redakteur der "S&#252;ddeutschen Zeitung". Zuvor arbeitete er 18 Jahre lang f&#252;r den "Spiegel" und gilt als einer der f&#252;hrenden investigativen Journalisten Deutschlands. Er ist Gr&#252;ndungsmitglied und Vize-Chef des <a href="http://netzwerkrecherche.de/">Netzwerk Recherche</a> &#8212; und begleitet auch die "Bild"-Zeitung immer wieder mit kritischen Artikeln.<br />
Dennoch: In "Bild" nannte Maynhardt Graf Nayhau&#223; ihn mal "Top-Rechercheur", Franz Josef Wagner nannte ihn "M&#252;llentsorger unseres Staates" &#8212; und an anderer Stelle schrieb Wagner in "Bild": "<em>Die</em> Wahrheit kann niemand recherchieren &#8212; au&#223;er Jesus, Nietzsche, Buddha und Hans Leyendecker von der SZ (kleiner Witz meinerseits)." Weniger witzig: Am 8. Juni 2006 druckte "Bild" auf Seite 2 unter der &#220;berschrift "Was macht der "SZ"-Reporter mit dem Sturmgewehr im Arm?" ein &#252;ber zehn Jahre altes Leyendecker-Foto (<a href="http://www.bildblog.de/1445/wie-hans-leyendecker-erfuhr-wie-bild-arbeitet">wir berichteten</a>). Leyendecker verstand die Ver&#246;ffentlichung damals "als Versuch, mir zu drohen".</div>
<p><b><em>Von Hans Leyendecker</em></b></p>
<p>Die Geldmaschine des Springer-Verlages, die "Bild"-Zeitung, berichtet gern &#252;ber Geh&#228;lter und Millionen &#8212; die Geh&#228;lter der anderen, die Millionen der anderen. Diesmal auf Seite&nbsp;1 und Seite&nbsp;2: <a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/news/politik/2007/12/14/politiker-gehalt/liste-verdienst,geo=3271340.html">"Die Gehalts-Liste der Politiker"</a> und wieder mal <a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/news/wirtschaft/2007/12/14/mindestlohn/sieben-wahrheiten,geo=3271342.html">"Wahrheiten &#252;ber den Mindestlohn"</a>.</p>
<p>Die Botschaft ist einfach, ehrlich und nachvollziehbar: Das Millionen-Gehalt des Verlagschefs D&#246;pfner bleibt tabu, das Millionen-Gehalt des Post-Konkurrenten Zumwinkel und seine Aktienoptionen sind ein Skandal. Nicht getarnt, nicht klammheimlich, sondern ganz offen macht das Massenblatt Politik im Verlagsinteresse und Klassenkampf von oben: Dass dabei Arbeiter etwa gegen h&#246;here Mindestl&#246;hne demonstrieren, h&#228;tte beispielsweise Bert Brecht sehr gefallen.</p>
<p>In der Freitag-Ausgabe berichtet "Prof. Sinn" vom Ifo-Institut &#252;ber seine bitteren Wahrheiten, aber auch er kommt nicht &#252;ber eine Statistenrolle hinaus. Was beim Thema Mindestlohn schon &#252;bellaunig verbreitet wurde, erinnert doch sehr an Brechts "Dreigroschenroman" und den Inhaber der Firma "Bettlers Freund", Jonathan Jeremiah Peachum, der feststellte: "Es gibt nur einige wenige Dinge, die den Menschen ersch&#252;ttern, einige wenige, aber das Schlimme ist, dass sie, mehrmals angewendet, schon nicht mehr wirken".</p>
<p>Peachum lie&#223; Bettler, die, "nicht immer die Gabe besa&#223;en, ungl&#252;cklich zu wirken", durch Kunstgriffe noch elender aussehen. Zur "Veranlassung christlicher Barmherzigkeit" etwa hatte er sich verschiedene Ausstattungen wie "Opfer des Verkehrsfortschritts" oder "Opfer der Kriegskunst" ausgedacht und stellte in einem kleinen Atelier sogar k&#252;nstliche Missbildungen her.</p>
<div style="float:left;font-size:0.9em;width:170px;line-height:1.3em;margin:3px 10px 0px 0px;padding:7px;background:#ececec;border:1px solid #ddd">
<p><b>Kunstgriffe</b><br />
"Peachum hatte ganz klein angefangen. Er unterst&#252;tzte eine Zeitlang einige wenige Bettler mit seinem Rat, Einarmige, Blinde, sehr alt Aussehende&#8230; Verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig bald erkannte er, dass das elende Aussehen, welches von der Natur hervorgebracht wurde, weit weniger wirkte, als ein durch einige Kunstgriffe berichtigtes Aussehen. Jene Leute, die nur einen Arm hatten, besa&#223;en nicht immer die Gabe, ungl&#252;cklich zu wirken. (&#8230;)"<br />
<small><em>(Zitiert aus Bertolt Brechts "Dreigroschenroman")</em><span></span></small></p>
</div>
<p>Die Ladeninhaber zahlten den Bettlern, die vor den Gesch&#228;ften sa&#223;en, einen Zoll, damit die weiterzogen. "Ausstattung E" beispielsweise war "Junger Mann, der bessere Tage gesehen hat". Der Bettler Filch, ein mittelloser Mann aus gutem Hause, fragt Peachum: "Warum kann ich das nicht mit den besseren Tagen machen?" Peachums Antwort: "Weil einem niemand sein eigenes Elend glaubt, mein Sohn."</p>
<p>So ist das mit dem Elend und dem Massenblatt. Ein Medium, das Menschen in die Jauchegrube st&#246;&#223;t (<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/27/114912/">al-Masri</a>) und an anderer Stelle die Werte des christlichen Abendlandes verteidigt; ein Blatt, das Intimit&#228;t als Rohstoff behandelt und gleichzeitig die W&#252;rde des Menschen einklagt, ist schizo, und das finden die meisten Betrachter normal.</p>
<p>Phrase und Sache werden eins. Es m&#252;sste eine Kommission &#252;ber die "Bild"-Sprache konstituiert werden, die f&#252;r jede erlegte Phrase eine Belohnung aussetzt. Die Mitglieder w&#252;rden vor allem f&#252;ndig bei einem Autor, der K&#246;rzd&#246;rfer hei&#223;t und offenbar Stummel-S&#228;tze mag, wie Peachum, der k&#252;nstliche Missbildungen herstellte: &#220;ber die <a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/leute/star-news/2007/12/14/spencer-bud-interview/koerzdoerfer-begegnung-leben,geo=3273174.html">"Kino-Legende Bud Spencer"</a> schreibt K&#246;rzd&#246;rfer in der heutigen Ausgabe:<br />
<img src='http://www.bildblog.de/wp-content/koertz1.gif' alt='"Ein Schatten, der hinkt, mit Stock. Und Bart. Der menschliche Berg (194&nbsp;cm, 160&nbsp;Kilo, Schuhgr&#246;&#223;e&nbsp;48) steht im Berliner Babelsberg-Studio vor einer glei&#223;end strahlenden Kulissent&#252;ren."' title='Ausriss: "Bild"'/><br />
Gibt es 1,94&nbsp;Meter hohe, hinkende Schatten, und warum muss in dieser Scheinwelt auch noch alles "glei&#223;end" sein? Und wie geht denn das:<br />
<img src='http://www.bildblog.de/wp-content/koertz2.gif' alt='"Wer ihn sieht, spult im Kopf die gef&#252;hlten Videos zur&#252;ck."' title='Ausriss: "Bild"'/><br />
Gef&#252;hlte Videos? Nat&#252;rlich w&#228;re es eine Illusion zu glauben, man k&#246;nnte "Bild" (oder eine andere Zeitung) retten, wenn es gelingen k&#246;nnte, die Sprache zu reinigen, aber ohne die Form ist nichts: "H&#228;tten die Leute, die dazu verpflichtet sind, immer darauf geachtet, dass die Beistriche am richtigen Platz stehen, w&#252;rde Shanghai nicht brennen", hat Karl Kraus gesagt. Aber wer kennt da <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Komma">Beistriche</a>.</p>
<p>Wahr ist aber auch, dass es dieser Zeitung zu keiner Zeit an Gegnern gefehlt hat. Dass das Blatt oft ein Anschlag auf den Anstand oder eine Geschmacklosigkeit ist, das haben Generationen von Kritikern zu Recht beklagt. Aber "Bild"-typisch ist geblieben, dass Koitus und Gebet auf eine Seite passen und die Moralblase neben Niedertracht steht. Redaktionen sind nicht f&#252;r die Anzeigen verantwortlich, aber der Verlagsmensch, der auf der heutigen Seite eins die Anzeige einr&#252;cken <img align='right' class='right' style='margin-top:5px' src='http://www.bildblog.de/wp-content/blaehungen.gif' alt='' />lie&#223;: "Millionen Deutsche jetzt betroffen. Bl&#228;hungen", muss der James Joyce der Verlagswelt oder ein heimlicher Rebell sein.</p>
<p>Es sind wirklich immer Millionen betroffen, doch die Bl&#228;hungen bleiben oft seltsam folgenlos. Es riecht nur ein bisschen. Vor 24 Jahren schon hat Hans Magnus Enzensberger in seinem Aufsatz "Der Triumph der Bild-Zeitung oder Die Katastrophe der Pressefreiheit"  darauf hingewiesen, dass der Zynismus der Leser nicht hinter dem Zynismus der Macher zur&#252;ckstehe:</p>
<blockquote><p>Jede Aufkl&#228;rung &#252;ber die Bild-Zeitung ist vergeblich, weil es nichts &#252;ber sie zu sagen gibt, was nicht alle schon w&#252;ssten (&#8230;). Bild wird gelesen, nicht obwohl, sondern weil das Blatt von nichts handelt, jeden Inhalt liquidiert, weder Vergangenheit noch Zukunft kennt, alle historischen, moralischen, politischen Kategorien zertr&#252;mmert; nicht obwohl, sondern weil es droht, quatscht, &#228;ngstigt, schweinigelt, hetzt, leeres Stroh drischt, geifert, tr&#246;stet, manipuliert, verkl&#228;rt l&#252;gt, bl&#246;det, vernichtet.</p></blockquote>
<p>Prinzipiell sei "Bild" "nicht datierbar", weil sich das Blatt permanent wiederhole, was beim Leser wiederum zur Beruhigung f&#252;hre. "Bild" biete nicht jedem etwas, sondern allen nichts.</p>
<p>Niemand hat das Elend der Kritiker so nachvollziehbar wie Enzensberger umrissen. Aber immer wieder gibt es Selbstversuche, diesem Ph&#228;nomen beizukommen: G&#252;nter Wallraff hat einen solchen Versuch unternommen, der unerm&#252;dliche Gerhard Henschel bleibt zornig, und seit einer Weile m&#252;ht sich auch BILDblog. Daf&#252;r muss ihnen gedankt werden.<br />
&nbsp;<br />
<em>Der n&#228;chste <a href="http://www.bildblog.de/2634/die-grosse-bildblog-adventsaktion">BILDblogger f&#252;r einen Tag</a> ist (wahrscheinlich erst wieder am Montag) Oliver Gehrs.</em></p>
]]></content:encoded>
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