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Das Fenster zu Kachelmanns Hof

Um zu illustrieren, was sich in einer Gefängniszelle abgespielt haben könnte, braucht „Bild“ Grafiker.

Um zu illustrieren, was sich (Unspektakuläres) auf einem Gefängnishof abspielt, braucht „Bild“ nur einen Fotografen, der einen günstig gelegenen Ort in der Nachbarschaft findet. So geschehen in der Nachbarschaft der JVA Mannheim, in der zur Zeit der TV-Wetterexperte Jörg Kachelmann in Untersuchungshaft sitzt: Mehrfach waren bei „Bild“ und Bild.de Fotos zu sehen, die Kachelmann beim Hofgang zeigen.

Hofgang im Knast - Jörg Kachelmann genießt die Sonne im Gefängnishof

Das Landgericht Köln hat am Freitag die Veröffentlichung dieser Paparazzi-Fotos untersagt, weil sie eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild von Jörg Kachelmann darstellen, wie Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker auf seiner Website mitteilt. Laut Höcker habe sich der Fotograf in eine unbewohnte Wohnung in der Nachbarschaft „geschlichen“ und von dort aus über die Gefängnismauern hinweg den Hof der JVA fotografiert.

Diese Einstweilige Verfügung ist nicht die erste, die Jörg Kachelmann gegen „Bild“ und Bild.de erwirkt hat: Vor etwa zehn Tagen hatte das Landgericht Köln die Veröffentlichung von Details aus den Ermittlungsakten und von SMS-Nachrichten untersagt, die Kachelmann an eine Sängerin geschickt haben soll (BILDblog berichtete).

Prinz Harry & die Champagne Supernova

Natürlich könnten sich die deutschen Medien einfach selbst aufregende Geschichten aus dem englischen Königshaus ausdenken. Aber warum sollten sie sich die Mühe machen, wenn sie einfach fertige Geschichten aus der erfindungsreichen britischen Boulevardzeitung „The Sun“ abschreiben können?

Am Montag zum Beispiel machte die mit der Meldung auf, Prinz Harry habe in einem Club in London so richtig einen draufgemacht: Wildfremden Menschen habe er 200 Pfund teure Flaschen Champagner spendiert, insgesamt soll er in vier Stunden 10.000 Pfund für das gute Zeug ausgegeben haben.

Deutsche Medien übernahmen die Geschichte begeistert — und machten sie teilweise noch spektakulärer, indem sie suggeriertern, Prinz Harry habe das viele Geld alleine versoffen:

Als das am Dienstag in „Bild“, „B.Z.“, „Berliner Kurier“ und „Rheinischer Post“ stand, war die ursprüngliche Meldung auf der Homepage der „Sun“ allerdings schon nicht mehr abrufbar, und in der Zeitung stand ein merkwürdiger Artikel, den man mit viel gutem Willen als verstecktes Eingeständnis lesen konnte, dass die Geschichte von dem Champagner-Exzess möglicherweise nicht stimmte. Der Palast hatte die Darstellung der „Sun“ unmissverständlich dementiert: Prinz Harry habe ein Glas Champagner und eine Flasche Bier getrunken und niemanden eingeladen. Am Mittwoch schließlich veröffentlichte die „Sun“ einen kompletten Widerruf ihrer ursprünglichen Behauptungen unter der Überschrift: „SORRY, HARRY“.

Kein Wort davon in den deutschen Medien. Nur auf Bild.de ist die Ente inzwischen gelöscht — womöglich aber nur, um Platz zu machen für die die nächste aufregende Geschichte aus dem Vereinigten Königreich, die man aus der „Sun“ übernimmt.

Mit Dank an Tabloid Watch!

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Deutschland, Deine Sex-Zellen

Nicht alle Katastrophen, Unglücksfälle und Verbrechen finden vor laufenden TV-Kameras statt wie die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001. Genau genommen ist es eine extreme Seltenheit, dass es überhaupt Bilder von so einem Ereignis gibt: Meistens sind die Kameras ja erst hinterher vor Ort — und kommen dann nicht mal nah genug ran, weil sich Polizisten oder andere Spielverderber in den Weg stellen.

„Bild“ löst dieses Problem der nicht vorhandenen Bilder seit einiger Zeit kreativ und lässt Katastrophen, Unglücksfälle und Verbrechen von Grafikern nachempfinden. Der Amoklauf von Winnenden (dessen „unangemessen sensationelle Darstellung“ gegen den Pressekodex verstieß), der Absturz einer Air-France-Maschine, ein verhungertes Kleinkind — es scheint, dass sich die „Bild“-Zeichner alles vorstellen können, was man gemeinhin als „unvorstellbar“ bezeichnet, um ihre oftmals blutigen Visionen dann dem Leser am Frühstückstisch aufzudrängen.

Als nun am Wochenende ein Insasse der Justizvollzugsanstalt Remscheid seine Lebensgefährtin tötete, war das für „Bild“ besonders blöd: Die Tat fand in einem (von anderen Medien als „Liebeszelle“, von „Bild“ als „Sex-Zelle“ bezeichneten) Langzeit-Besuchsraum statt, „ohne jede Kontrolle“, wie „Bild“ selbst bemerkt.

Vom Täter lag der Zeitung nur ein unscharfes Foto von 1991 vor und Außenaufnahmen der JVA Remscheid gibt es schon überall sonst zu sehen.

Aber es gibt ja immer noch die „Bild“-Zeichnerin:

In der Sex-Zelle ermordete der Knacki seine Freundin.

Beeindruckend, wie die Zeichnerin nicht nur die (notdürftige) Bekleidung von Täter und Opfer nachempfunden hat, sondern vor allem, wie detailliert sie die „Sex-Zelle“ in der JVA Remscheid eingerichtet hat.

Oder auch eben nicht, denn den Raum hatte Bild.de schon gestern gezeigt. Da allerdings noch mit einer erläuternden Bildunterschrift:

Ein Raum für Langzeitbesuche in der Justizvollzugsanstalt Geldern. So ähnlich könnte auch die Liebes-Zelle der JVA Remscheid aussehen, die zum Tatort eines schlimmen Verbrechens wurde.

Nachtrag, 14. April: Noch einen Schritt weiter ging der Schweizer „Blick am Abend“, der die Gelderner Zelle in seiner gestrigen Ausgabe kurzerhand zum Tatort erklärte:

Tat hinter Gittern: In dieser Zelle erschlug Insasse Klaus-Dieter H. seine Freundin Marion.

Mit Dank an Thomas.

Indiras Heiße-SMS-Ausschlachtung gestoppt

Gestern hatten wir noch berichtetet, dass der TV-Moderator Jörg Kachelmann vor dem Kölner Landgericht gegen weitere Medien vorgehen wollte, heute wissen wir, wen es diesmal erwischt hat:

Eine einstweilige Verfügung erging gestern gegen Bild.de, das unter Berufung auf den „Focus“ (dem diese Art der Berichterstattung schon vor zehn Tagen verboten worden war) Details aus den Ermittlungsakten wiedergegeben und auf Basis von Aussagen der Frau, die Kachelmann der Vergewaltigung beschuldigt, über das mögliche Strafmaß für den Wetterexperten spekuliert hatte.

Eine weitere einstweilige Verfügung erging gegen die gedruckte „Bild“ und ihre gestrige Titelgeschichte:

50 heiße Flirt-SMS: So baggerte Jörg Kachelmann Popstar Indira an

Die Sängerin Indira Weis, die seit längerem ihr Privat- und Berufsleben in „Bild“ ausbreitet, erklärte in einem halbseitigen Artikel und einem Video auf Bild.de, sie könne sich nicht vorstellen, „dass so ein charmanter und liebevoller Mann wie Jörg Kachelmann eine Frau vergewaltigt haben soll.“

Und wie charmant und liebevoll Jörg Kachelmann ihrer Ansicht nach ist, meinte die vor sieben Jahren aus der Castingband Bro’Sis ausgestiegene Sängerin mit einigen ihrer angeblich „50 heißen Flirt-SMS von Kachelmann“ im Wortlaut belegen zu können bzw. müssen.

Die Pressekammer des Landgerichts Köln entschied gestern auf Antrag Kachelmanns, dass es „Bild“ und Bild.de verboten ist, derart private SMS weiter zu verbreiten. SMS, „die zudem in keinerlei Zusammenhang mit den strafrechtlichen Vorwürfen gegen Herrn Kachelmann stehen“, wie Kachelmanns Anwalt Prof. Ralf Höcker betont.

Das Rechtsmittel der einstweiligen Verfügung kommt zum Einsatz, weil Bild.de bzw. die Axel Springer AG auf eine vorherige Abmahnungen hin keine Unterlassungserklärung abgegeben hatten. Für jeden Fall der Zuwiderhandlung droht ihnen nun ein Ordnungsgeld von bis zu* 250.000 Euro. Zur Zeit sind die beanstandeten Artikel noch online.

*) Nachtrag / Korrektur, 12. April: Ein mögliches Ordnungsgeld muss nicht automatisch 250.000 Euro betragen. Dies ist vielmehr die festgelegte Obergrenze.
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Dennis Hopper von Paparazzo gestürzt

Es sind „erschütternde Bilder“, die „im Herzen wehtun“ — und die „Bild“ natürlich deswegen trotzdem zeigt:

Ausriss: "Bild"

Dennis Hopper (73), einer der größten Hollywoodstars der Filmgeschichte, bricht auf offener Straße zusammen.

Der Schauspiel-Gigant („Easy Rider“, „Waterworld“) ist todkrank. Er leidet an Prostatakrebs im Endstadium, wiegt nur noch 45 Kilo. Als er sein Haus in Venice Beach verlassen will, verlässt ihn die Kraft. Er fällt. Hoppers Assistentin eilt zu Hilfe, stützt dem Hollywoodstar den Kopf.

Weil „Bild“ selbst das Entstehungsdatum der Bilder nennt („einen Tag bevor der Weltstar Ende März einen Stern auf dem ‘Hollywood Walk of Fame’ bekam“), lässt sich leicht überprüfen, dass die Geschichte von dem armen, kranken Mann, der einfach zusammenklappt, höflich ausgedrückt, eine riesige Unverschämtheit ist.

Bei eben dieser Veranstaltung erzählte Hopper nämlich, was wirklich geschehen war:

Er sei auf dem Weg zum Auto gewesen, erzählt der Schauspieler, als jemand seinen Namen gerufen habe. Weil ihm die Stimme bekannt vorgekommen sei, habe er sich umgedreht und dabei die Schwelle auf der Straße übersehen. Unter den Mitleidsbekundungen der Zuschauer fährt Hopper fort, dass er sich nicht habe abstützen können, weil er keine Muskeln mehr habe: „Ich fiel direkt auf mein Gesicht, mit der Brille in der Hand, ich war ziemlich übel zugerichtet.“

Dann wendet er sich an die Paparazzi, die er schon zu Beginn seiner Ausführungen angesprochen hatte: „Ich weiß, Ihr habt einen harten Job, aber ihr könntet manchmal ein bisschen feinfühliger sein.“ Die Zuschauer stimmen ihm lautstark zu.

Mit anderen Worten: Wenn da nicht ein Fotograf gestanden hätte, der den krebskranken Mann verunsichert hat, wäre Hopper vermutlich nie gestürzt und es gäbe gleich doppelt keine „erschütternden Bilder“, die Bild und andere Medien der Fotoagentur des Paparazzo abkaufen konnten.

Auch „Bild“ zitiert übrigens aus Hoppers Schilderungen des Zwischenfalls:

„Ich fiel direkt auf mein Gesicht, mit der Brille in der Hand“, sagte Hopper.

Man darf also davon ausgehen, dass sie auch den Rest seiner Erklärungen kennen.

Mit Dank an Dennis L. und Basti.

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Hinter Gittern

12 Tage sitzt der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann nun schon in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin vergewaltigt haben soll. „Bild“ hat die Zeit genutzt, um detailliert über die Vorwürfe gegen ihn zu berichten, sein Privatleben von allen Seiten auszuleuchten, um über Einstellung des Verfahrens und Kachelmanns mögliche Strafe zu spekulieren, um eine Rasur zu deuten, um zu erklären, was Kachelmann im Gefängnis zu Essen bekommt und wie er sich die Zeit vertreibt.

Und gerade, als es möglich erschien, dass „Bild“ angesichts der unverändert dünnen Nachrichtenlage so langsam aber sicher die Ideen für weitere Kachelmann-Aufmacher ausgehen könnte, überraschte die Zeitung gestern mit dieser massiven Titelgeschichte:

Ausrisse: "Bild"

Auch ohne den Schweizer Kachelmann mitzuzählen, hat „Bild“ genug Prominente (bzw. Menschen, die auch vorher schon mal in „Bild“ erwähnt wurden) gefunden, um die 50 voll zu machen. Einzige Voraussetzung dabei war wirklich, dass die jeweilige Person mal mindestens „einige Stunden“ (Fotomodell Veruschka von Lehndorff) hinter irgendwelchen Gittern verbracht hat.

Alles weitere war relativ egal:

BILD hat 50 Prominente mit Knasterfahrung gefunden. Einige saßen zu Recht im Gefängnis, andere unschuldig.

Und bei manch einem war’s einfach nur eine verzeihliche Jugendsünde…

Und so prangt das Foto des TV-Moderators Eduard Zimmermann, der wegen angeblicher Spionage vier Jahre im berüchtigten DDR-Gefängnis von Bautzen saß, fast direkt neben dem des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz, der wegen Totschlags an vier DDR-Flüchtlingen verurteilt wurde.

Der Schauspieler Günther Kaufmann, der nach einem falschen Geständnis im Gefängnis saß, wird ebenso gezeigt wie Günter Wallraff, der in „Bild“ sonst eigentlich nur Erwähnung findet, wenn gerade Stasi-Gerüchte um seine Person kursieren oder er von einem der Kommentatoren für irgendwas abgewatscht wird.

Zwischen „Bubi“ Scholz (zwei Jahre wegen fahrlässiger Tötung) und Peter Graf (inkl. Untersuchungshaft zwei Jahre wegen Steuerhinterziehung eingesessen), Arabella Kiesbauer (eine Nacht wegen Angriffs auf zwei mallorcinische Polizisten) und Jürgen Brähmer (laut „Bild“ insgesamt sechs Jahre wegen verschiedener Vergehen) war sogar noch Platz für Johann Sebastian Bach („Streitigkeiten mit seinem Dienstherren“), Friedrich Schiller (Anstiftung zur Aufruhr, 14 Tage Gefängnis) und Karl May (zwei Diebstahlsfälle, vier Jahre Zuchthaus).

Auch der TV-Schauspieler, der wegen des Vorwurfs der zweifachen Vergewaltigung „in U-Haft auf seinen Prozess“ „wartet“, ist wieder mit Foto und voller Namensnennung dabei. Wir erinnern uns: Qualifiziert für die Liste ist, wer überhaupt mal „im Knast“ saß — rechtskräftig verurteilt muss niemand sein.

Etwas irreführend ist vor allem, was „Bild“ über Rudolf Augstein schreibt:

Rudolf Augstein († 79), "Spiegel"-Gründer. Verdacht des Landesverrates ("Spiegel-Affäre"), Festnahme am 28.10.1962, 103 Tage U-Haft, Verfahren eingestellt wegen Beweis-Mangel

Als „Spiegel-Affäre“ gilt eigentlich weniger der Verdacht des Landesverrats als viel mehr die Verhaftung von Augstein und einigen seiner Kollegen und die Durchsuchung der „Spiegel“-Redaktion. Die Affäre kostete Franz Josef Strauß sein Amt als Bundesverteidigungsminister und gilt als „Anfang vom Ende“ der Kanzlerschaft Konrad Adenauers.

Eigentlich überraschend, dass ein Mann fehlt, der auch mal für neun Monate inhaftiert war — ist Adolf Hitler doch sonst gern gesehener Stammgast in „Bild“.

Mit Dank auch an Marc E. und kpep.

Eine Meldung für die Saure-Gurkhas-Zeit

Seit gestern macht eine Meldung die Runde:

Filmemacher Matthew Vaughn hat genug von irren Stalkern: Schiffer-Ehemann: Elite-Soldaten schützen meine Familie!

Claudia Schiffer + Matthew Vaughn: Gurkha-Kämpfer zum Schutz vor Stalkern. Nachdem Claudia Schiffer und Matthew Vaughn immer wieder unschöne Begegnungen mit Stalkern hatten, lässt sich das Paar seit einigen Jahren von einer Gruppe nepalesischer Ex-Soldaten schützen

Claudia Schiffer: Ihr Mann hat Angst um sie

Verbrechensprävention: Ex-Soldaten beschützen Claudia Schiffer

Mittwoch, 24. März 2010: Claudia Schiffer wird von Elite-Soldaten bewacht

Claudia Schiffer: Elitesoldaten als Leibgarde. Claudia Schiffer geht nur noch in Begleitung von nepalesischen Elitesoldaten aus dem Haus. Ihr Ehemann hat so große Sorge um seine Frau, dass er die "trainierten Killer" engagiert hat.

Leibwache: Claudia Schiffer wird von Elite-Soldaten geschützt. Topmodel Claudia Schiffer wird sehr gut bewacht. Ihr Mann Matthew Vaughn ist so um das Wohl der Familie besorgt, dass er Gurkhas – eine nepalesische Sondereinheit der britischen Armee – angeheuert hat. „Sie sind großartige Leute. Und sie sind trainierte Killer", sagte der britische Filmemacher.

Schiffers Ehemann heuert trainierte Killer an

Die Information mit den Ex-Soldaten haben die meisten Medien von der Deutschen Presse-Agentur, die dieses Detail aus einem eher umfangreichen und thematisch vielschichtigen Interview destilliert hat, das Claudia Schiffers Ehemann Matthew Vaughn der britischen „Sun“ gegeben hat.

Allerdings hat dpa auch noch selbst etwas recherchiert:

Schiffers Sprecherin bestätigte der dpa am Mittwoch in London, dass die Gurkhas „seit langem“ zum Personal der Familie gehören.

Um dieses „seit langem“ genauer zu quantifizieren, hätten dpa oder Teile der weiter verbreitenden Medien nur einen Blick in ihre eigenen Archive werfen müssen:

28.12.2004 Vorsichtiges Model: Elitesoldaten bewachen Claudia Schiffer

28. Dezember 2004, 15:21 Uhr Personenschutz: Nepalesen wachen über die Schiffers

Claudia Schiffer (34), Supermodel, und Ehemann Matthew Vaughn (33) setzen beim Personenschutz einen neuen Trend. Nach einem Bericht des "Daily Mirror" hat das Paar zur Bewachung britische Gurkhas angeheuert. Die zur britischen Armee gehörenden Eliteeinheiten aus Nepal sind für ihre Unerschrockenheit bekannt. Schiffer-Freundin Madonna soll so beeindruckt gewesen sein, daß sie die Ex-Soldaten auch für ihren Schutz einsetzen will.

Claudia Schiffer holt sich die härtesten Bodyguards der Welt

Claudia Schiffer heuert Elite-Soldaten an: Gurkhas schützen ihr Haus

Andererseits wäre bei so einem Gang ins Archiv vielleicht aufgefallen, dass es eigentlich keinen Grund für die jetzige Meldung gab.

Mit Dank an Judeth.

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Gute Kurven mit dem richtigen Ausschnitt

Zwei eindeutige Kurven setzt „Bild“ heute der Frage des Bundespräsidenten entgegen, ob der Benzinpreis „nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte“ (oder wie „Bild“ es zusammenfasst: „Bundespräsident Köhler für höheren Benzinpreis!“):

Benzin immer teurer

(Okay, das ist nicht die Entwicklung „seit Januar“, sondern seit Januar vorigen Jahres, und nicht bis „März 2009″, sondern bis März 2010. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.)

Die gleichen Kurven waren zwei Tage vorher auch schon in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu sehen. Also, fast die gleichen Kurven:

Die Preise für Rohöl und Kraftstoffe steigen

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Eine Schlagzeile fürs Lehrbuch

Pressekodex, Richtlinie 12.1:

In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

„Bild“, 18. März 2010:
Das sind die Poker-Räuber

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