Archiv für 6 vor 9

6 vor 9

1. Interview mit Focus-Online-Chefredakteur Jochen Wegner
(meedia.de, Alexander Becker)
Jochen Wegner erzählt, dass es „Standard in den deutschen Nachrichtenredaktionen“ ist, sich „eigene SEO-Experten“ zu halten: „Gegen den Zukauf von Traffic ist nichts einzuwenden. Mich stört lediglich die oft eher verschämte Kommunikation in diesem Zusammenhang.“ Ausserdem: „Helmut Markwort liest jeden Leserbrief.“

2. Interview mit TV-Journalist Ulrich Tilgner
(tagesanzeiger.ch, Philipp Mäder)
Ulrich Tilgner wird genötigt, über sein „versteinertes Gesicht“ zu reden: „Dieser Gesichtsausdruck hat nichts mit meinem Beruf zu tun. Ich lache auch auf Kinderfotos nicht.“ Zudem verrät er, wie man als Journalist in Krisengebieten am besten überlebt.

3. „Ein Blick hinter die Kulissen von Zattoo“
(infoweek.ch, Marcel Wüthrich)
Ein Hintergrundbericht über das P2P-TV Zattoo: „Zattoo hat das Potential, zum Inbegriff für Internetfernsehen zu werden und die Welt zu erobern.“

4. „Wir machen das Magazin nicht, weil grün ‘cool’ ist“
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
Das deutsche Ivy wurde vom deutschen Verlag Burda am 25.07.2008 eingestellt, da „keine ausreichende wirtschaftliche Basis“ vorhanden war – kein Grund für schweizer Verlage, mit nicht weniger als drei grünen Lifestyle-Magazinen ihr Glück zu versuchen. Ein Gespräch mit „ecoLife“-Chefredaktor Paul Stierli.

5. „Mona wird auf eBay verramscht“
(blick.ch, Peter Padrutt)
„Wer in diesen Tagen eBay anklickt, glaubt an ei­­nen Sonnenstich. SF verhökert Kram, den Mona Vetsch auf ihrer ‘Fernweh’-Reise ein­gekauft hat.“ (Link: medienlese.com)

6. „Neger gesucht“
(spiegel.de, Petra Bornhöft)
„Ein Grüppchen Parlamentarier fühlte sich nicht genug hofiert auf der Dienstreise nach Amerika. Ihre Beschwerden sind ein Dokument der Peinlichkeit.“

6 vor 9

1. „ZDF kopiert Apples ‘Think Different’ Spot“
(plagiat.ch)
„Apples Original“ vs. „ZDFs Kopie“.

2. „Die Selbstdekonstruktion des Josef Joffe“
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
Dass es auch 2008 noch immer intelligente Menschen gibt, die glauben, der Wert von Buchstabenfolgen sei abhängig von der Wahl ihres Trägers, stimmt nachdenklich. Thomas Knüwer analysiert einen Zeit-Artikel und erzählt zudem etwas Klatsch über Andrew Keen.

3. „Deckname Moser“
(netzjournalist.twoday.net, Thomas Mrazek)
„Soziale Netzwerke wie StudiVZ, MySpace oder Xing können eine ergiebige Quelle für Journalisten sein. Doch sollte die Recherche mit Fingerspitzengefühl erfolgen.“

4. ORF-Beitrag über die „Kronen Zeitung“ kurzfristig abgesagt
(diepresse.com)
„Wieso wurde ein geplanter Beitrag über die ‘Kronen Zeitung’ nicht gesendet? Die Redakteure sagen, sie können nichts dafür.“

5. „Is Jon Stewart the Most Trusted Man in America?“
(nytimes.com, Michiko Kakutani)
Die New York Times fragt, ob es sich beim derzeit vertrauenswürdigsten Mann der USA tatsächlich um den Moderator einer Satiresendung handelt.

6. „Schluss mit den obligaten drei Küsschen zur Begrüssung“
(sonntagszeitung.ch, Steffi Hibber)
Endlich fordert jemand die Abschaffung des seit Jahren in der Schweiz grassierenden Begrüssungsrituals: „Die Hölle, die eigene Wange an verschwitze, mit Denim-Aftershave imprägnierte Buben-Backen drücken zu müssen, dazu erwachsene ‘mwah mwah MWAH!’-Geräusche zu machen. Um dann den ganzen Abend kein einziges Wort mehr mit ihm zu reden.“

Wochenrückblick Nr. 33

Die Newsnetzer stärken den Boulevard und finden Maddie in Brüssel, außerdem wieder großer Stellenabbau bei amerikanischen Zeitungen. Unser Rückblick auf die 33. Kalenderwoche.

Das Bild der Woche: Drei amerikanische Zeitungen, denen möglicherweise Entlassungen bevorstehen. Gannett, der größte Zeitungsverlag der USA, will 1000 Stellen bei kleineren Blättern streichen, rund 3 Prozent der Belegschaft. Bis zu 600 Mitarbeiter könnten entlassen werden, berichtet das US-Branchenblog Gawker. Seit Anfang Juli reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. In der „blutigsten Woche des Jahres“ wurden rund tausend Stellen abgebaut, Verlage melden Millionenverluste, Zeitungen stehen zum Verkauf.

Newsnetz, „das bisher ambitionierste journalistische Projekt im Internet“ setzte, wie angekündigt, erste neue Standards. Am 11. August 2008, 16:17 Uhr, wurde gemeldet, dass ein „kleines Mädchen“ in Brüssel von einer Überwachungskamera gefilmt wurde („Videobilder: Ist das wirklich Madeleine McCann?„). Eingebunden in die Meldung wurde ein YouTube-Video der englischen Boulevardzeitung Sun, das offenbar veröffentlicht wurde, weil ein Sicherheitsangestellter meinte, darauf die vermisste Madeleine McCann erkannt zu haben. Doch:

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6 vor 9

1. „… und noch ein Schweizer Gratisblatt“
(tagesanzeiger.ch, David Vonplon)
„Ringier will die Lancierung von ’20 Minuten Friday’ kontern. Der Verdrängungskampf im Markt der Umsonstpresse spitzt sich zu.“

2. „Der Journalist hat immer das letzte Wort. Immer.“
(klartext.ch, Nick Lüthi)
Ursula Haller, Präsidentin der neu gegründeten schweizer Partei BDP, über ihr Verhältnis zu Journalisten: „Ich pflege grundsätzlich ein relativ gutes Verhältnis zu den Journalisten. Das hat aber nie etwas mit Anbiedern zu tun. Denn der Journalist und ich wissen: Wir können noch so gut miteinander auskommen, wenn ich aber einen politischen Fehler mache, muss ich damit rechnen, dass der gleiche Journalist, mit dem ich am Vorabend noch gemeinsam einen Teller Spaghetti gegessen habe, am nächsten Tag bitterböse über mich schreiben kann.“

3. „Klinsmann verstärkt die Homepage der Bayern“
(faz.net, Christian Kamp)
„Bis auf wenige Ausnahmen bieten die Klubs der Fußball-Bundesliga auf ihren Internetseiten auch Fernsehbeiträge in eigener Sache an. Journalismus durch die Vereinsbrille oder Zusatzangebot für Fans?“

4. „‘Newsnetz’-Zynismus“
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
Bazonline.ch titelt eine Story zur Todesstatistik an einem schweizer Berg tatsächlich mit „Das Matterhorn – gefährlicher als ein Irakeinsatz„.

5. „Verflixt, diese Splitscreens“
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Wo befindet sich Peter Klöppel? In Köln oder in Peking?

6. „Herr Federer, ein Mensch“
(arlesheimreloaded.ch, Manfred Messmer)
„Man kommt ja an den Spielen nicht vorbei. Wenn man sich wie ich mit Tagesschau- und Durchzäpphäppchen begnügt, fallen einem so wesentliche Dinge wie der Körperbau dieser Randsportathleten auf.“

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1. „Springer-Chef Döpfner zur US-Zeitungskrise“
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar)
Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer, kennt den Weg aus dem „Krisengerede“: „Unser Geschäft ist Inhalt. Wenn wir guten Journalismus pflegen, egal ob gedruckt oder online, dann ist mir nicht bange. Wer sein Kerngeschäft herunter redet oder sich gar zu Tode spart, wird scheitern.“

2. Der Organisator der TV-Übertragungen der ARD
(ftd.de, Lutz Knappmann)
Olympia-Produktionsleiter Gerald Heitzig beklagt sich über die ständigen Sicherheitskontrollen:“Obwohl wir unsere Ausrüstung minutiös angemeldet haben und hochtransparent sind, müssen wir ständig alles öffnen und vorführen. Jeden Tag eine neue Hürde. Die Sicherheitsmaßnahmen machen uns das Leben wirklich schwer.“

3. „Ernüchternd – Die Verwirrung der Medien im Fall Clement“
(ndr.de, Video, 6:58 Minuten)
Die Sendung „Zapp“ beleuchtet das Wesen der Entschuldigung. Da viele Politiker überaus viel Mühe bekunden, ein Wort der Entschuldigung über ihre Lippen zu bringen, sind viele Medien dazu übergegangen, auch schon Ansätze von Entschuldigungen als Entschuldigungen zu werten.

4. Roger Schawinski über Radiokonzessionen und Ehrverletzung
(weltwoche.ch, Philipp Gut und Peer Teuwsen)
Die Weltwoche befragt Roger Schawinski: „Bei der Fahrt zu diesem Gespräch haben wir Radio 1 gehört. Das Thema war: ‘Hundeknochen im Abo’. Macht man so Qualitätsradio?“ Schawinski: „Das ist eine sehr kursorische Sendekritik.“

5. „sf lanciert tagesschau-timeline“
(benkoe.ch, Thomas Benkö)
„alle news der vergangenen 24 h chronologisch im überblick. bitte aufs bild klicken.“

6. „Markwort – Allein zu Haus“
(riesenmaschine.de, Jan Bölsche)
Focus bringt eine aufsehenerregende Titelstory, wie man durch Fahrradfahren Sprit sparen kann. Was die Riesenmaschine zu weiteren Titeln inspiriert. Zum Beispiel: „Die neue Gang-Art: Schlendern – entschleunigt, entspannt, entertaining! Toll: Ihr Körper bringt schon alles mit, was sie dazu brauchen!“

6 vor 9

1. „Potentes Product Placement“
(infam.antville.org, supra)
Die Sendung „10 vor 10″ von SF warnt vor gefährlichen Pillen, die die Pillen der Firma Pfizer kopieren (sf.tv, Video, 3:56 Minuten). O-Ton aus der Sendung: „Potenzpillen wie Viagra helfen dem Mann, wenn er nicht mehr kann. Das blaue Wunder von Pfizer ist ein Verkaufsschlager, deshalb gibt es viele Nachahmer.“

2. „Offenbar Gespräch von BKA-Chef Ziercke und ‘Tagesspiegel’ aufgezeichnet“
(radio-utopie.de)
„Radio Utopie ist aus unerfindlichen Quellen heute die mutmassliche Mitschrift eines Abhörprotokolls zugespielt worden, welches Hintergrundgespräche von Nachrichtendienst-Chef Jörg Zierke (‘BKA’) und den NachrichtenhändlerInnen Frank Jansen und Barbara Junge (‘Tagesspiegel’) enthält.“ Eine zugespielte, mutmassliche Abschrift eines nicht veröffentlichten Tondokuments also. Im Tagesspiegel wurde das Gespräch dann so abgedruckt. „Radio Utopie kann leider nicht die potentielle Echtheit dieses wahrscheinlichen Skriptes eines möglichen Gespräches im Ruheraum der Republik garantieren.“

3. „Berichterstatter in Gaza“
(fr-online.de, Inge Günther)
„Direkt nach ihrer Machtübernahme vor einem Jahr hatte die Hamas die mediale Gegenoffensive gestartet. Journalisten wurden eingeladen, um sich anzusehen, wie frei und sicher man sich nach den Tagen von Chaos, Anarchie und Bürgerkrieg wieder in Gaza bewegen könne. (…) Inzwischen sperrt die Hamas-Polizei die eigenen Journalisten ein, die nicht auf Linie liegen.

4. Österreich mit „redaktionellen“ Artikeln über Autowäsche und Krampfadern
(medienschelte.at, Richard)
„Nachdem ÖSTERREICH letzte Woche gegen Krampfadern mobil gemacht hatte, sind in der heutigen Ausgabe – unter dem Titel ‘Boxenstopp’ – hilfreiche Tipps für AutobesitzerInnen dran.“

5. „Waldi, Harry und der Kaiser von China“
(fernsehlexikon.de, Stefan)
„Ich habe herausgefunden, warum die Deutschen bei diesen Olympischen Spielen so schlecht abschneiden. Wer das Pech hat, an einem Tag, an dem die ARD überträgt, eine Medaille zu gewinnen, muss hinterher in die Show zu Waldemar Hartmann und Harald Schmidt.“

6. Beijing vs. Peking
(fischerlaender.net, Stefan Fischerländer)
Stefan Fischerländer, der sich zurzeit eigentlich im Olympia-Boykott befindet, schreibt über die olympischen Spiele. Und zwar stört er sich am „Unfug“, Peking als Beijing zu schreiben: „Peking ist Peking und nicht Beijing. Punktum.“ Schliesslich würde auch niemand von Roma, Praha, Moskwa, Torino oder Minga schreiben.

6 vor 9

1. „Russia: Again Savior of Peace and Life“
(english.pravda.ru, Lisa Karpova)
Wie auch faz.net berichtet, sehen russische Medien Russland als Friedensbringer. Die Gegenseite wird so geschildert: „Georgian troops attempted to storm the city much as Hitler‘s Panzer divisions blazed through Europe“. Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili wird als aufgeblasener Clown beschrieben. Wer mal einen richtig einseitigen Artikel lesen will, ist mit diesem in der Pravda gut bedient.

2. Chinas neue Blätter
(faz.net, Luo Lingyuan)
„Der Zeitungsmarkt in China wächst. Auch wenn kritische Kommentare gefährlich und politische Spekulationen nahezu unbekannt sind, ist die Berichterstattung freier geworden. Die neuen Blätter sind human, leserfreundlich, informativ und – objektiv.“

3. „Ich habe die Zukunft der Nachrichten gesehen“
(blog.metaroll.de, Benedikt Köhler)
„In Zukunft werden Schlagzeilen von uns selbst gemacht. Im Internet.“

4. „Die Menschen werden nicht dümmer“
(brainblogger.de, Patrick Breitenbach)
Der Brainblogger zur Spiegel-Frage, ob das Internet uns dumm mache: „Sollte es also diese beschriebene Verdummung tatsächlich geben, so fällt dies leider immer wieder auf die klassischen Medien (Boulevard-TV-Radio-Presse) zurück. Sie sind die eigentlichen Erfinder der ‘sinnlosen’ Informationsflut. Oder gibt es meinem Leben einen Nutzen oder Sinn, wenn ich lese, dass sich Boris Becker verlobt?“

5. „20 Jahre ideelles Gesamtfeuilleton“
(konkret-verlage.de, Ralf Schröder)
„Zum Jubiläum präsentiert sich die Kulturzeitschrift ‘Lettre International‘ sendungsbewußter denn je.“

6. „Neuer ARD-Skandal“
(eleph.antville.org, yam)
„Nach dem Drama um die falsche Fahne leistet sich die ARD den nächsten Scheiß.“

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1. „Internet, intelligent!“
(dasmagazin.ch, Thomas Zaugg)
„Pessimisten aller Länder, seid lieb mit dem digitalen Zeitalter. Wenn man sich nicht dumm anstellt, macht es nicht dumm. Ein Appell.“

2. „Chinas Botschafter kritisiert Schweizer Medien“
(sonntagonline.ch, Katia Murmann und Patrik Müller)
Der chinesische Botschafter in der Schweiz, Dong Jinyi, empfiehlt folgende Sehenswürdigkeiten: „Die Grosse Mauer, weil sie das wohl wichtigste Kulturerbe Chinas ist. Dann die Sommerpaläste der chinesischen Kaiser. Und die Einkaufszentren – damit die Schweizer sehen, welch grosses Angebot es heute in China gibt.“

3. „Als Journalist in Peking“
(stern.de, Jens Fischer)
Stern.de-Reporter Jens Fischer wird nachts von sechs Polizisten geweckt und kontrolliert: „Meine Daten wurden notiert, ihre Blicke durchbohrten mich. Nach etwa 15 Minuten hatte der ganze Spuk ein Ende. Pass und Akkreditierung wurden mir wieder ausgehändigt, die Staatsmacht zog von dannen.“

4. Interview mit Christiane zu Salm
(faz.net, Georg Meck)
Christiane zu Salm vom Burda Verlag beruhigt den Fragesteller von der Frankfurter Allgemeinen: „Zeitschriften und Zeitungen sterben genauso wenig wie seinerzeit das Buch.“ – „Danke. Genau das wollten wir hören.“

5. „Eine kleine Umfrage unter Bloggern“
(blogbar.de, Don Alphonso)
Don Alphonso macht sich Gedanken über die Leute, die einen, viele Blogger kennen das, dummdreist um Informationen angehen: „Das sind vermutlich irgendwelche viertelgebildeten Auswendiglerner, die unter Druck ihre 20 Seiten zusammenschmieren und dann faktisch von irgendeinem HiWi betreut werden, der auch keine Ahnung vom Thema hat. Hauptsache was mit Internet und einem Modethema.“

6. „Ich war ein hübscher Arztsohn mit guten Manieren“
(welt.de, Sven Michaelsen)
Wer dem Spiegel beweisen will, dass er doch noch fähig ist, einen über fünf Zeilen hinausgehenden Text zu lesen, sollte sich Interview mit Oswalt Kolle in voller Länge antun. Es lohnt sich.

Wochenrückblick Nr. 32

In der Schweiz essen sie Hunde, noch ältere Bloggerin gestorben und Alan Posener gibt Apocalypso auf im medienlese.com-Rückblick auf die 32. Kalenderwoche.

(Keystone/Gerald Herbert) 3 Bilder

Das Bild der Woche: Präsident Bush besucht die amerikanischen Vollyballerinnen. Es hat ja gar nichts mit Bush zu tun, aber ältliche Männer, die Gesten im Rücken trainierter und kaum bekleideter Athletinnen machen und ihnen auf den Hintern schauen: Immer etwas daneben.

Schweizer Promis gestalteten eine Ausgabe des SonntagsBlicks und setzten eine Story mit der Schlagzeile „Schweizer essen Katzen“ auf den Titel, was einerseits total absurd ist (Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche dazu: „Wir wollen uns nicht lange mit dem Detail aufhalten, dass die Story über den Trend zum Katzenessen ohne jeden Beleg aus den Fingern gesaugt war“), andererseits dankbar von B.Z. und Berliner Kurier aufgenommen wurde. Heute legte Blick nach und präsentierte einen Bauern aus dem Rheintal, der von sich sagt, lieber Hunde als Katzen zu essen. Sein eigener Hund ist aber nicht in Gefahr: „Luki würde ich sicher nicht verspeisen, er ist viel zu alt und zu zäh.“

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6 vor 9

1. Keine 68er ohne Medien?
(rundschau-online.de, Torsten Sülzer)
„Die Achtundsechziger – nichts als ein aufgeblasenes Medien-Ereignis? Der Philosoph Uwe C. Steiner sagt sogar, ohne Fernsehen hätte es die ganze Bewegung nicht gegeben.“

2. „Verwirrung um TV-Beitrag von Kabel1″
(satundkabel.magnus.de, Pit Klein)
Kabel 1 interviewt für die Sendung „Abenteuer Leben – täglich Wissen“ den PR-Manager eines Hotels, weist ihn aber ganz anders aus: „Darin kam unter anderem ein vermeintlich reicher Stammgast der Herberge namens Sergey Logvinov zu Wort, der mit dem Titel ‘Geschäftsmann’ in einer Bauchbinde versehen wurde.“

3. „Newsnetz enttäuscht: Web 1.0 Auftritt“
(swiss-lupe.blogspot.com)
„was bitte soll daran innovativ sein, wenn sich drei zeitungen (Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tagesanzeiger) zusammentun, die gleichen newsartikel, gleich aufbereitet, jeder in seinem eigenen online-auftritt veröffentlicht? eine reine demonstration der macht eines monopolisten.“

4. „Privatfernsehen in der Schweiz: Und es funktioniert doch!“
(tagesanzeiger.ch, David Vonplon)
„Mit dem Format «Bauer, ledig, sucht…» hat der Privatsender 3+ erstmals quotenmässig das Schweizer Fernsehen überrundet. Nun plant Senderchef Dominik Kaiser einen Programmausbau.“

5. „Al-Dschasiras schärfste Waffe“
(zeit.de, Julia Gerlach)
„Achmed Mansur ist der Starmoderator des arabischen Satellitensenders. Sein Credo: Reporter müssen parteiisch sein.“

6. „Mark Medlock bei Neben-Mann-Hergehen erwischt“
(bildblog.de, Clarissa)
Gleich mehrere Medien machen Heteros zu Schwulen. Weil sie nebeneinander irgendwo hinlaufen.

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