Archiv für 6 vor 9

6 vor 9

„Medien-Deutschland ist ein Planet der Schlaffen.“
(readers-edition.de, Felix Kubach)
Interview mit Peter Turi: „Mich wundert immer wieder, wie innovationsfeindlich die deutschen Medienmacher sind. Eine Basis für den relativen Erfolg von Turi2 ist sicher, dass die bestehenden Branchendienste so unglaublich schlafmützig und innovationsfeindlich sind.“

Zur künftigen Entwicklung der Mediengesellschaft
(connectedmarketing.de, Martin Oetting)
„Und diese Entwicklung ist die folgende: Die Anzahl der relevanten Gatekeeper steigt radikal und stetig steigend an. Punkt. Wer das verstanden hat, wird sich von nichts mehr schocken lassen.“

Blogs: Eine Art Schule der Demokratie
(dw-world.de, Alfred Hackensberger)
Nordafrikas Blogger nutzen das Internet als Plattform für unabhängige Berichterstattung und kontroverse Debatten, die in der politischen Öffentlichkeit der autoritär regierten Staaten oft ausgeblendet werden.

„Falsche Umfrageergebnisse: Eine Sensation, die keine war“
(zoomer.de, Christoph von Marschall)
Meinungsumfrage ist nicht gleich Meinungsumfrage. Unser USA-Korrespondent mahnt zu mehr Sorgfalt, wenn es um die Herkunft und die Interpretation von Zahlen geht. Jüngstes Beispiel: Barack Obama soll plötzlich ganz miserable Umfragewerte haben…

Weblogreichweiten der deutschen TV-Sender
(metaroll.de)
„This is so beta. Use at own risk. Avoid prolonged use.“

Feuchtes Delta der Venus
(nzz.ch, Stefan Zweifel)
Charlotte Roches pornografischer Bestseller «Feuchtgebiete» ist nur ein Pseudo-Tabubruch. Sprachlich markiert das Buch den Nullpunkt der Pop-Generation.

6 vor 9

User Generated Propaganda
(zuender.zeit.de, Carsten Lißmann)
Auf Youtube wurden in dieser Woche mehr als 2000 Filme über die Tibet-Krise hochgeladen. Eine Video-Schlacht um die Meinungshoheit. Wer will da wen beeinflussen?

Medien räumen Fehler in Tibet-Berichten ein
(20min.ch)
Nach Kritik aus China haben mehrere Medien Fehler bei der Berichterstattung über Tibet eingeräumt. Die privaten deutschen Fernsehsender n-tv und RTL bedauerten, Bilder in einen falschen Zusammenhang gestellt zu haben.

Web 2.0
(nzz.ch, S. B.)
„Ein langweiliger Titel? Keineswegs. Ironisch gemeint, schillernd, anspielungsreich, ein Zitat aus der allerneuesten Ausgabe des Lexikons der Gemeinplätze, ist dies der beste Titel für einen Text, der von nichts handelt.“

Out of Print
(newyorker.com, Eric Alterman)
The death and life of the American newspaper.

„Sie sind Abschaum!“
(spiegel.de, Video, 1:47 Minuten)
Seal im Gespräch mit Paparazzi.

Populärgeschichte
(watchberlin.de, Oliver Gehrs, Video, 4:23 Minuten)
Spiegel-Wochenkritiker Oliver Gehrs in der Krise: Jene Ausgaben, die er empfohlen hat, sind von den Kioskkäufern kaum gekauft worden – jene Ausgaben aber, die er verrissen hat, finden reissenden Absatz.

medienlese – der Wochenrückblick

Flirtsprüche, Brummkreisel, Körpergerüche, Puff beim RBB.

„Ich trink Ouzo – was machst du so?“ – Spiegel Online, das erfolgreichste Medienportal Deutschlands, glänzte mit den „Top Ten der schlechtesten Flirtsprüche„. Zwei Tage später auf 20 Minuten, dem erfolgreichsten Medienportal der Schweiz: „Die acht schlechtesten Anmachsprüche„. Urheber: „Eine Umfrage unter 4500 Usern des Onlinedienstes spin.de“.

Korrespondenten des ZDF kritisierten ihren Sender. Frankreich-Korrespondent Alexander Sobeck: „Seit sich der Präsident benimmt wie ein rasender Brummkreisel, bin ich froh, wenn ich in einem Beitrag über sein Privatleben fünf Halbsätze Politik unterbringe“. Balkan-Korrespondent Klaus Prömpers hingegen, der sich mal bei der F.A.Z. des Fernsehens wähnte, fühlt sich nun immer mehr wie bei der Bild-Zeitung. Als Beispiel führt er diesen Arbeitsvorschlag an: „Mach mal was über die Wahl in Bulgarien – aber ohne die Politiker. Die kennt ja sowieso kein Mensch.“
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6 vor 9

Unsere Jobs werden revolutioniert
(jungle-world.com, Burkhard Schröder)
Der Berliner Verlag führt zurzeit ein pädagogisch wertvolles Lehrstück in Sachen Kapitalismus auf. Der Eintritt ist für die Öffentlichkeit frei.

Warum noch in der Zeitung werben?
(perlentaucher.de, Robin Meyer-Lucht)
In Frankreich mehren sich die Stimmen, die Zeitungen für ein Auslaufmodell der digitalen Revolution halten. Denn dank Alternativen im Internet ist die Werbewirtschaft nicht mehr auf die Presse angewiesen.

„Massenkompatible Verramschung“
(fr-online.de, Robin Meyer-Lucht)
Linke-Chef Lothar Bisky warnt davor, dass ARD und ZDF in Bedeutungslosigkeit fallen.

Ein Kommentar zum Kommentar
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
Derzeit diskutiert die Weblog-Gemeinde über das Thema Kommentar. Diejenigen, denen es genehm wäre, sehen gar das Ende freier Kommentare. Tja, das hätten die wohl gerne.

Tibet? Kein Treffer.
(taz.de, Ben Schwan)
Die chinesische Regierung hat – wie andere Zensurstaaten auch – die Internet-Kontrolle perfektioniert. Tauchen subversive Berichte auf, werden populäre Websites wie YouTube kurzerhand abgeklemmt.

Jim Cramer: „Bear Stearns is Fine!“
(youtube.com, Video, 1:34 Minuten)
„Don’t move your money from Bear, that’s just being silly! Don’t be silly!“

6 vor 9

Armselig, aber sexy
(spiegel.de, Thorsten Dörting und Sascha Klettke)
Ein kurioser Kleinverleger will mit einer „Berliner Tageszeitung“ die Presselandschaft der Hauptstadt umpflügen. Zwei Großverlage zerren den journalistisch unbeleckten Neuling vor Gericht – eine Attacke, die sich rächen könnte.

Fremde im eigenen Büro
(jetzt.sueddeutsche.de, Dirk Vongehlen)
Wie Journalisten mit Leser-Kommentaren umgehen.

Die Google-Verschwörungstheorie
(telepolis.de, Stefan Weber)
Sitzt im Googleplex eine Sekte?

Die „Goldenen Jahre“ des Schweizer Fernsehens sind vorbei
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
SF bekommt den Medienwandel zu spüren. Die von Ingrid Deltenre als „Goldene Jahre“ bezeichnete Zeit, in welcher der Staatssender praktisch keine Konkurrenz hatte, ist längst vorbei. Die Digitalisierung und das Internet prägen auch am Leutschenbach die Entwicklung. Das machte die Fernsehdirektorin anlässlich der Jahres-Medienkonferenz klar. Sie stellte sich bei dieser Gelegenheit ohne wenn und aber hinter ihren in die Schusslinie geratenen Chefredaktor Ueli Haldimann.

Mehr vom Ähnlichen – Radio 1 startet Vollbetrieb
(nzz.ch, ras.)
„Erfreulicherweise waren bei Radio 1 während der Hörprobe keine Grauzonen auszumachen, wie sie anderswo zu erkennen sind. Das heisst: Radio 1 sendete keine obskuren Beiträge, die offenlassen, ob es sich um Botschaften werblicher oder journalistischer Art handelt.“

Lob der Steuerhinterziehung
(welt.de, Roger Köppel)
Das Schweizer Bankgeheimnis ist Ausdruck des berechtigten Misstrauens der Bürger gegen den Staat. Eine Art Selbstverteidigung. Deswegen muss es verteidigt werden. Auch die Deutschen profitieren davon.

6 vor 9

Usability im Web-2.0-Zeitalter
(infoweek.ch, Angie Born und Peter Hogenkamp)
„Rich Internet Applikationen“ stellen nicht weniger als eine kleine Revolution bei der Bedienung von Websites dar. Allerdings ist die Sicherstellung der Usability wichtiger denn je.

Die Youtube-Armee
(blick.ch, Adrian Schulthess)
Trotz Verbot. YouTube ist voll von Armee-Filmchen. Jetzt machen zwei Militär-Schnüffler im Internet Jagd auf die Handy-Filmer in Uniform. (vgl. dazu auch den Text auf medienlese.com vom 13.12.2007 mit dem Titel „YouTube-Armee Schweiz„)

Eine Heimat für Migranten
(taz.de, Gabriele Dietze)
In Castingshows finden Jugendliche mit Migrationshintergrund das, was ihnen nur allzu oft verwehrt wird: Aufstiegschancen unabhängig von Staatsbürgerschaft und Herkunft.

Das burschikose Innenleben einer Zuger Webfirma
(tagesanzeiger.ch, Christian Bütikofer)
Eine eng vernetzte deutsche Abzocker-Szene agiert aus der Schweiz heraus im Internet. Dies belegen umfangreiche Akten im Besitz des „Tages-Anzeigers“.

ORF und SF im Vergleich
(tink.ch, Bernhard Braun und Lena Tichy)
In diesem Punkt sind sich Österreich und die Schweiz ziemlich einig: Die Öffentlich-Rechtlichen Sender taugen nicht viel. Höchste Zeit also, dass wir ihnen vor der Euro noch ein bisschen genauer auf die Finger schauen.

Digitale Penner: Lobo vs. Sixtus
(bogulamedia.de)
CeBIT Nachlese.

6 vor 9

Mein DAX, dein DAX
(taz.de, Tanja Kokoska)
Leserreporter auf dem Vormarsch. Verleger entdecken ganz neue Möglichkeiten.

„Die Lust an der Selektion“ – Ein Medienwissenschaftler erklärt den Reiz von DSDS
(sueddeutsche.de, Viola Schenz)
Norbert Bolz, 54, ist Professor für Medienwissenschaft an der Technischen Universität Berlin mit dem Forschungsschwerpunkt Massenmedien. Der studierte Philosoph und Religionswissenschaftler sieht in den Massenmedien auch einen Religionsersatz.

«Nie spontan ein Interview geben»
(vaterland.li, Markus Goop)
Machen die Liechtensteiner Unternehmen und Institutionen ein gutes Krisenmanagement? Es wäre noch Potenzial vorhanden, meint Medientrainerin Fabienne Lemaire-Zünd, die weiss, worauf es ankommt.

«Widmer-Schlumpf hat einfach nicht die ganze Wahrheit gesagt»
(presseverein.ch)
„Wenn es Ärger gibt, wird immer auf den Journalisten herumgehackt. Letzten Montag sagte mir Darbellay im Parlament noch, er sei zufrieden, er habe den Film zwar noch nicht gesehen, aber nur begeisterte Reaktionen gehört. Dann wurde der Film von der SVP politisiert, und jetzt sagt Darbellay, der Film sei realitätsverzerrend. Darbellay hat übrigens seine Aussagen vor der Ausstrahlung genehmigt.“

Der Schweiz gehts gut – dank den Deutschen
(sonntagonline.ch, Benno Tuchschmid und Katia Murmann)
Unsere Wirtschaft boomt und boomt – laut neuen Zahlen zu einem schönen Teil wegen der Deutschen. Sie kurbeln die Wirtschaft an, füllen Wohnungen und sorgen in den Kantonen für fette Steuereinnahmen.

Shooting Britney
(theatlantic.com, David Samuels)
How a French journalist recruited a posse of Brazilian parking attendants and pizza-delivery guys and helped create Hollywood?s most addictive entertainment product.

medienlese – der Wochenrückblick

KleinBloggersdorfer, Patenkind Nirmala, Facebook-Sperre bei CS.

Teile der deutschsprachigen Bloggerszene hegten publizistische Gedanken, die über das Schreiben eines privaten Blogs hinausgingen. Jochen Hoff, am 12.03.2008: „Virtuell und als Wochenzeitung im Print. Dienstag ist der Tag der ‘Virtuell Times’ oder meinetwegen auch jeder andere Wochentag. Das Biest kann meinetwegen auch KleinBloggerdorfer Anzeiger heißen. Aber anfangen sollten wir. Mit dem Denken zuerst und dem sammeln von Menschen. Im Herbst sollte die Idee rund sein, im Winter die Technik rund gemacht werden und dann den ersten Januar als Starttag. Das wäre machbar.“ Und Don Alphonso, am 07.03.2008: „Wisst ihr, Freunde der Blasmusik, ich trage mich ja selber ab und an mit dem Gedanken, was aufzuziehen. Ich hätte das Medium, die Zielgruppe, den Markt und die Region. Und ich denke mir immer: Ach ne, warum, muss eigentlich nicht sein, ich kann auch anders. Obwohl mir viele Leute in den Ohren liegen, es zu probieren. (…)“
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6 vor 9

Google verschenkt YouTube
(spiegel.de, Christian Stöcker)
Revolution auf YouTube: Künftig darf sich jeder eine eigene Videoseite mit Hilfe des Portals bauen – und sogar Werbeeinnahmen dafür kassieren. Die Zeche dafür bezahlt Eigentümer Google, doch selbstlos ist das Projekt keineswegs: Es soll nichts weniger als die Vorherrschaft im Internet sichern.

Mein Raum gehört mir
(faz.net, Tobias Rüther)
Was ist hier eigentlich der Skandal? Der amerikanische Gouverneur Eliot Spitzer hatte Sex mit einer Prostituierten. Und weil es sich so schön inszenieren lässt, wird die junge Frau nun in die Öffentlichkeit gerissen, ihr Lebensinhalt zweckentfremdet.

Ach Schadzii, du bist so tolliii!
(freitag.de)
Das soziale Leben findet im Netz statt. Wie Jugendliche sich auf der Online-Plattform SchülerVZ inszenieren. Eine Feldforschung.

Dann kamen die Zombies
(zuender.zeit.de, Markus Kavka)
Michael Jackson wurde auch einer und tanzte: Seit vierzig Jahren gibt es Musikvideos. Welches ist das beste? Markus Kavkas Top 100.

Reporter Hates Anchor. Anchor Hates Reporter.
(holytaco.com, Video, 1:49 Minuten)
I usually wait to unleash all my hostile, bitter hatred for someone until I?m on live television with them. This little exchange between two Fox reporters shows you why.

BVG-Streik lohnt sich!
(watchberlin.de, Video, Harald Martenstein, 3:49 Minuten)
Harald Martenstein spinnt die Information des Finanzsenators, dass die Stadt Berlin mit dem aktuellen Streik ihrer Verkehrsbetriebe Gewinn macht, weiter, und findet heraus, dass, wenn 100 Jahre gestreikt würde, Berlin schuldenfrei wäre.

6 vor 9

„Bis vor kurzem gaben die Reaktionäre den Ton an“
(sueddeutsche.de, Leif Kram und Stephan Weichert)
„Gegenläufiges Publizieren“, erst fürs Netz und dann fürs Print, ist für Jay Rosen der Schlüssel zum Erfolg. Im Interview erklärt er, warum die Zukunft den Bloggern und Bürgerjournalisten gehört.

Peinlich – Die Lügen von Politikern, Journalisten und Sportlern in den Medien
(ndr.de, Video, 8:55 Minuten)
Zapp über Lügen und Wortbrüche in den Medien.

2.0-Visionen
(jungle-world.com, Elke Wittich)
Wie wird man in Zukunft Filme machen und konsumieren? Medientheoretiker und Trendsetter aus der Filmbranche sind sich einig: Alles wird sich um das Internet drehen.

«Du» – In Zuneigung zur Welt
(woz.ch, Stefan Howald)
Pionierwerk der Schweizer Fotografie und Kunstvermittlung. Hochglanzbrevier des Bildungsbürgertums: Die berühmteste Kulturzeitschrift der Schweiz versucht einen Neustart. Ein Rückblick auf 782 Nummern.

Küss mich: Warum die Medien American Apparel lieben
(blog.dummy-magazin.de, Oliver Gehrs)
„Es ist schon seltsam, wie leicht es manche Firmen haben, Verbrauchern und Medien eine ‘corporate social responsibility’ vorzugaukeln, hinter der meist nicht mehr steckt als ein Marketingtrick.“

video on demand – Die Redebeiträge
(hr-online.de, Videos)
Hier können Sie sich alle Redebeiträge des „Frankfurter Tag des Online-Journalismus“ anschauen.

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