Archiv für 6 vor 9

Lokaljournalismus, ZDF, Mosley

1. „Rupert Murdoch – die Kapitulation“

(perlentaucher.de, Thierry Chervel)

Thierry Chervel mit einem exzellenten Artikel über Verleger, die ihre Produkte in den letzten Jahrzehnten behandelten „wie x-beliebige Dosenfabriken“: „Noch argumentieren Journalisten und Verleger so, als würde das Netz sich im wesentlichen aus ihren Inhalten päppeln. Aber in Wirklichkeit ist es heute eher umgekehrt: Man liest in den Zeitungen Geschichten, die man zum ersten Mal zwei Tage zuvor im Internet fand. Oft in Blogs, denen sie wiederum von Lesern und anderen Whistleblowern zugetragen wurden.“

2. „Schafft das ZDF ab“

(cicero.de, Alexander Kissler)

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen kostet jährlich fast so viel, wie Deutschland an die EU zahlt. Alexander Kissler ist darum dafür, das Zweite Deutsche Fernsehen abzuschaffen.

3. „Panne im neuen heute-Studio“

(youtube.com, Video, 7:11 Minuten)

Nach 5:30 Minuten im Video streikt das neue ZDF-Studio. Der Ausschnitt ist aus der Sendung „heute in Europa“, Moderatorin die bemitleidenswerte Hülya Ökzan.

4. „Party mit Folgen“

(sueddeutsche.de, Hans-Jürgen Jakobs)

„Die Bild-Zeitung berichtete offenherzig über Mosleys Präsenz auf einer Party mit Sadomaso-Elementen. Der Formel-1-Chef klagte – und einigt sich jetzt mit Springer.“

5. „Wir waren Heimat“

(blog-cj.de, Christian Jakubetz)

„Statt also sich die Schlaglöcher der Umgehungsstraße genau anzusehen, statt die Menschen zu Wort kommen zu lassen, statt also kurz gesagt: das alltägliche wahre Leben abzubilden, liest, hört und sieht man in den Lokalmedien häufig ebenso Langweiliges wie Irrelevantes: Haushaltspläne werden in epischer Breite seziert (ganz so, als ob irgendein Normalbürger der Unterschied zwischen einem Vermögens- und einem Verwaltungshaushalt interessieren könte), Bürgermeister, Landräte und Abgeordnete dürfen sich nahezu ungehindert ausbreiten und dazwischen immer und immer wieder dröger Termin- und Verlautbarungsjournalismus.“

6. „Die Lokalreporter: Mitschreiben auf muensterland.de“

(muensterland.de)

„Sie möchten Pressemitteilungen veröffentlichen? (…) Zögern Sie nicht und werden Sie Lokalreporter! Schreiben Sie unserer Redaktion – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!“

Tages-Anzeiger, verdeckte Recherchen

1. „Code of Conduct“ 2007 und 2009

(medienspiegel.ch, Andrea Masüger)

Der publizistische Direktor der Südostschweiz Presse und Print AG schreibt über den 2007 festgelegten „Code of Conduct“ (PDF-File, 40 kb) und seine (damaligen?) Befürworter, so zum Beispiel Res Strehle, einer von zwei Chefredaktoren des Tages-Anzeigers. „Ironie des Schicksals: Am 19. Juni erlebte ausgerechnet Res Strehle sein Waterloo in dieser Angelegenheit. Der ‚Tages-Anzeiger‘ hatte an diesem Tag seinen Zeitungstitel einer bekannten Uhrenmarke verkauft.“

2. „Wissenschaftler publizierten Artikel, die nicht von ihnen sind“

(tagesanzeiger.ch, Daniel Bächtold)

Die Printausgabe des Tages-Anzeigers schreibt einen Text über Ghostwriter, die von US-Pharmaunternehmen bezahlt werden und jahrelang Fachartikel in Fachmagazinen schrieben. Der Originalartikel, auf den sich der Tages-Anzeiger insgesamt 11 mal bezieht, findet sich hier (nytimes.com, Natasha Singer).

3. „Falscher Feind“

(berlinonline.de, Jan Söfjer)

„Die Verlage kämpfen gegen Google – weil sie ihre eigene Rolle im Internet noch nicht gefunden haben.“

4. „Täuschen, um die Wahrheit zu finden“

(nzz.ch, Francis Müller)

„Verdeckte Recherchen haben eine lange journalistische Geschichte.“

5. „Die Verpackung bestimmt den Inhalt“

(merkur.de, Stefan Deges)

Nun hat sich auch noch der Rheinische Merkur das neue Newsstudio des ZDF angeguckt. „Unter der Siebzigerjahre-Haube wendet sich das ‚heute-journal‘ vom schlichten Nachrichtentransporteur zum Infotainer voller Binsen und Belanglosigkeiten.“

6. „Ein Versuch über die Ökonomie journalistischer Inhalte“

(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)

Thomas Knüwer macht sich Gedanken über Journalismus und Ökonomie: „Der Preis eines journalistischen Inhaltes liegt fast überall bei 0. Nun gewinnt der, der bei diesem 0-Preis die beste wahrgenommene Qualität liefert.“

Murdoch, taz, Neues Deutschland

1. „Murdoch vows to charge for all online content“

(ft.com, Kenneth Li and Andrew Edgecliffe-Johnson, englisch)

Die News Corp. gibt im jüngsten Quartal einen Verlust von 203 Millionen US-Dollar bekannt. CEO Rupert Murdoch kündigt nun an, für alle Online-Inhalte seiner Zeitungen und Fernsehsender Geld zu verlangen: „If we’re successful, we’ll be followed by all media.“

2. taz protestiert gegen Akkreditierungwahn bei Leichtathletik-WM

(taz.de, Markus Völker)

„Die taz wird als einzige Tageszeitung nicht von der Leitathletik-WM berichten. Grund dafür: Journalisten müssen sich für die Akkreditierung überprüfen lassen wie Schwerverbrecher.“

3. „Bild.de zeigt die Fußball-Bundesliga“

(meedia.de, Alexander Becker)

Bild.de kooperiert mit dem Bezahlsender Sky und zeigt „immer montags ab 0 Uhr die Spielberichte zu sämtlichen Liga-Partien des Wochenendes als Video“.

4. „Why Most Journalists Are Democrats“

(psychologytoday.com/blog/scalliwag, Barbara Oakley)

Barbara Oakley bloggt auf psychologytoday.com über Journalisten, die den Wunsch haben, anderen zu helfen.

5. „Sinnlich erfahren, wie wichtig Zeitung sein kann“

(neues-deutschland.de)

Die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland will „Jugendliche mit dem Medium Zeitung verbandeln“: „Irgend etwas scheint dran zu sein an dem Haufen bedruckten, täglich neu erscheinenden Papier. Leser informieren sich über Neues aus ihrem Ort bzw. irgendwo auf der Welt … und lesen, was ‚die da oben‘ beschlossen haben und was auf die ‚kleinen Leute‘ zukommt, (…)“

6. „Ben Stiller is online“

(youtube.com, Video, 2:13 Minuten)

Endlich ist auch Schauspieler Ben Stiller online. Er präsentiert seine gutgelaunte Familie und macht gleich mal Status-Updates. Bei Facebook und bei Twitter.

Blogcharts, Lobbyismus, Photoshop

1. Michael Konken sieht inexistente Werbung auf Google News

(netzwertig.com, Marcel Weiss)

Die Frankfurter Allgemeine veröffentlicht einen Artikel des DJV-Vorsitzenden Michael Konken, der darin fälschlicherweise behauptet, das bisher werbefreie Angebot Google News übernehme „einen wichtigen Teil des Anzeigengeschäfts“ der Verlage: „Es ist bezeichnend für den deutschen selbsternannten ‚Qualitätsjournalismus‘, dass ein Vorsitzender eines Journalistenverbandes eine solche offensichtlich falsche Behauptung in einem Artikel in einem Qualitätsmedium wie der FAZ veröffentlichen kann, ohne dass ihm selbst oder den zuständigen Redakteuren das in irgendeiner Form peinlich zu sein scheint. Solang es um Lobbyismus in eigener Sache geht, zählt die Wahrheit anscheinend keinen Deut mehr.“

2. „Die Zeitung ist sterbenskrank. Traurig oder egal?“

(falter.at, Matthias G. Bernold)

Auch der Falter glaubt, an der Anzeigenmisere der alten Medien sei ausschliesslich das „Internet“ schuld: „Dass die Zeitungshäuser heute weltweit in der Krise stecken, ist eine direkte Folge des Internet. (…) Außerdem müssen Zeitungen im Netz gegen Platzhirsche wie Google, Yahoo, Microsoft und Millionen von Blogs antreten. Letztere waren in der Vergangenheit vor allem dafür bekannt, Nachrichten abzuschreiben und schmarotzend wiederzuverwerten.“

3. „technorati ist tot, die blogcharts leben“

(deutscheblogcharts.de/blog, Jens)

Die Deutschen Blogcharts basieren per sofort nicht mehr auf Technorati, sondern auf Icerocket.

4. „Was erlauben Strunz?“

(blogmedien.de)

„Wie sich eine Pressemitteilung des Marktforschungsunternehmens ‚The Nielsen Company‘ per Copy and Paste bei ‚abendblatt.de‘ in einen redaktionellen Beitrag verwandelte.“

5. „Hoppla, Saxe nach OP stark verändert“

(hl-live.de)

„Der Fahrradsturz von Bürgermeister Bernd Saxe am Sonntag war auch der BILD-Zeitung einen Bericht wert. Erstaunlich ist nur die Bebilderung: Der Verwaltungschef scheint sich durch die Operation an der Schulter doch stark verändert zu haben.“

6. Photoshop-Covers

(latimes.com, Jeannine Stein)

Scott Kelby, Präsident der NAPP (National Association of Photoshop Professionals), sagt: „My belief is that every single major magazine cover is retouched. I don’t know how they couldn’t be.“

Facebook, Buchholz, Observer

1. „Die kommende Fragmentierung der Medienbranche“

(netzwertig.com, Andreas Göldi)

Andreas Göldi sieht in einer langen Analyse zum Medienwandel das Sterben der Mediengiganten: „Die Frage, wie die Konzerne von heute den im klassischen Bereich verlorenen Umsatz online wettmachen können, ist einfach zu beantworten: Gar nicht. Online-Content wird die Strukturen solcher Riesenkonzerne nicht tragen können. Überleben können die Anbieter von heute nur, wenn sie radikal schlanker werden.“

2. „Zahlst du noch – oder guckst du schon?“

(sueddeutsche.de, Dirk von Gehlen)

„Im Internet kann man Bundesliga- und Champions-League-Spiele live anschauen – kostenlos, ohne technischen Aufwand und völlig legal.“

3. „Chance auf Qualitätsjournalismus verpasst“

(berlinonline.de, Annett Müller, Simone Böcker und Marcin Rogozinski)

Wie die deutschsprachigen Verlage Ringier, Springer und WAZ in Osteuropa Boulevard machen.

4. „Der ‚Observer‘ steht vor dem Aus“

(faz.net, Gina Thomas)

„Die berühmte britische Sonntagszeitung ‚The Observer‚ ist bedroht. Womöglich wird sie künftig in erheblich reduziertem Umfang erscheinen – oder durch ein neues Nachrichtenmagazin ersetzt werden.“

5. „Wie Bernd Buchholz zur Legende wird“

(print-würgt.de, Michalis Pantelouris)

Michalis Pantelouris weiss jetzt schon, was Bernd Buchholz, Vorsitzender des Vorstandes der Gruner + Jahr AG und Leiter G+J Deutschland, tun wird: „Er nimmt zehn Prozent von dem Nichts an Gewinn und schafft damit ein Magazin, für das die Korrespondenten des Stern schreiben. Ein Monatsmagazin.“

6. „The Journalist’s Guide to Facebook“

(mashable.com, Leah Betancourt)

Was Journalisten zu Facebook wissen müssen: Quellen, Ethik, Kommunikation, etc.

Ossis, Pressemitteilungen, ExpertInnen

1. „Unsprache in Zeitschriften“

(keentech.de, Michael Hensel)

Michael Hensel hat die Ausgabe 9/2009 der Zeitschrift PC Action gelesen und wurde überrascht über die „Pauschalisierung und Beleidigung“, die er darin fand. Das Heft schreibt über in den Westen einfallende Ossis, die „Begrüßungsgeld in Milliardenhöhe abstaubten, die Mauer abrissen und heute faul auf dem Hartz-IV-Bescheid liegen.“

2. „Venezuela schließt 32 Radiosender“

(fr-online.de, Klaus Ehringfeld)

„Um 7.48 Uhr stellten am Samstagmorgen 32 Radio- und zwei regionale Fernsehsender ihren Betrieb ein, nachdem ihnen ein entsprechender Bescheid der staatlichen Telekommunikationsbehörde Conatel zugegangen war. (…) Weitere 206 vor allem Radiostationen stehen auf dem Prüfstand der Regierung.“

3. „Scheinbare Vielfalt“

(taz.de, Steffen Grimberg)

„38 Tageszeitungen gab es in der DDR. Der Inhalt wurde vom Zentralkomitee der SED bestimmt. Nach der Wende bedienten sich dann die großen Zeitungshäuser aus der BRD.“

4. Zeitschriften machen, die Leser lieben

(print-würgt.de, Michalis Pantelouris)

Michalis Pantelouris analysiert den Leser unrentabler Zeitschriften: „Er fühlt sich nach jeder Lektüre leerer als vorher und von uns abgezockt. Und das zu Recht: Wir haben Jahre lang Anzeigenumfelder geschaffen und redaktionelle Qualität heruntergefahren.“

5. „Expertise im Journalismus: verdecktes Lobbying?“

(weblog.medienwissenschaft.de, Jennifer B.)

„Kein Individuum ist frei von Interessen. Auch ‚ExpertInnen‘ nicht.“

6. „10 Words I Would Love To See Banned From Press Releases“

(techcrunch.com, Robin Wauters)

Robin Wauters listet 10 Wörter auf, die er in Pressemitteilungen nicht mehr lesen will. Wir kennen sie alle, sie lauten „Leader“, „innovativ“, „revolutionär“, „strategische Partnerschaft“, „Synergien“ und so weiter…

Kummer, WAZ, Zeit im Bild

1. „Moritz trinkt immer noch“

(freitag.de, Tom Kummer)

Tom Kummer plaudert aus, was seine Journalistenfreunde Schirach, Borcholte, Ankowitsch, Canonica, Niermann, Lottmann, Friebe, Fetisch, von Uslar, Baum, Nickel, Timmerberg, Matussek, Munz, Wedekind, Diez, Kämmerling, Liebs, Amend, Adorján, Pitzke, Gorris, Biller, Richter, Brüggemann so treiben auf Facebook. Ein zweiter Artikel, wer darauf die Freundschaft gekündigt hat, wäre interessant.

2. „Kuscheln bei der WAZ“

(ftd.de, Lutz Knappmann)

„Die WAZ Mediengruppe bricht mit ihrer jahrzehntealten Kultur: Statt auf Konkurrenz setzt sie neuerdings auf Kooperation. Die Zusammenarbeit der Zeitungen im Ruhrgebiet ist dabei erst der Anfang.“

3. „Das ‚manipulierte‘ Interview“

(zib.orf.at, Wolfgang Wagner)

Die Redaktion der ORF-Sendung „Zeit im Bild“ stellt sich der Kritik an einem gekürzten Interview und stellt neben der Sendefassung auch die Originalfassung online. „Sowohl Interviewer als auch Interviewter neigen – wahrscheinlich wegen des niedrigeren Adrenalinspiegels – zu weitschweifigeren Formulierungen.“

4. „YouTube Inspired T-Shirts“

(shirtstastegood.com)

Die Website shirtstastegood.com verkauft T-Shirts, auf die Standbilder aus bekannten YouTube-Videos gedruckt sind.

5. „Schweinegrippe-Alarm bei Radio DRS“

(tagesanzeiger.ch, Dani Glaus)

„Ein Mitarbeiter von Radio DRS hat wohl die Schweinegrippe mitten ins Nervenzentrum der Informationsabteilung getragen.“

6. Brand im Studio

(probablybadnews.com)

Die Journalisten von abc2 News informieren ihre Zuseher auch dann, wenn es heiss wird.

Nutzwert, Schächter, Anderson

1. „News to use“

(print-würgt.de, Michalis Pantelouris)

Michalis Pantelouris macht sich Gedanken über den Nutzwert von Artikeln. Er unterscheidet zwischen „einer Kultur des Habens“ und „einer Kultur des Seins“: „In Zeitschriften, wenn sie gut sind, geht es nicht darum, mir bei der Einordnung dessen zu helfen was ich haben will oder wollen soll. Es geht darum, mir bei der Einordnung dessen Orientierung zu geben, was ich bin oder sein will.“

2. „Wie informiere ich mich richtig?“

(weltwoche.ch, Kurt W. Zimmermann)

Der Weltwoche-Kolumnist bietet fünf recht fragwürdige Tipps an, wie man eine Tageszeitung richtig liest. Tipp 1: „Lesen Sie keine geraden Seiten wie die Seiten 2, 4, 6 etc. Lesen Sie nur die ungeraden Seiten, also die Seiten 1, 3, 5 etc. Unser Hirn gewichtet stark rechts, genauso machen es die Redaktionen. Das Wichtige ist stets rechtsseitig platziert, also auf ungeraden Seitenzahlen, das Unwichtige stets links. Darum stehen in Zeitungen auch die Inserate links.“

3. „Die besten Recherchelinks für jedes Ressort“

(meedia.de)

„Mit Links zu Behörden, Datenbanken, Linksammlungen, Analysen, Archiven und Expertenportalen für die Ressorts Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport.“

4. „Reden wie Markus Schächter (3)“

(medienpiraten.tv, Peer Schader)

Die dritte Folge der Übersetzungshilfe, die nötig ist, um zu verstehen, was der ZDF-Intendant Markus Schächter sagt.

5. „Who needs newspapers when you have Twitter?“

(salon.com, Frank Hornig, englisch)

Ein Gespräch mit Chris Anderson, in dem er sich weigert, die Wörter „journalism“, „media“ oder „news“ zu verwenden. „I don’t think that those words mean anything anymore. (…) Here at Wired, we stopped using them.“

6. Der Fuchs springt!

(youtube.com, Video, 23 Sekunden)

Fast jeder kennt das Pangramm „The quick brown fox jumps over the lazy dog“, in dem alle Buchstaben des Alphabets einmal vorkommen. Aber wer hätte gedacht, dass der Fuchs tatsächlich springt? Wir warten auf ein Video von Franz, der im komplett verwahrlosten Taxi durch Bayern jagt.

Herman, Tele-Gym, Fellner, FKK

1. Interview mit Hans-Mathias Kepplinger

(derstandard.at, Doris Priesching)

Der Medienforscher Hans-Mathias Kepplinger stellt in einem langen, lesenswerten Gespräch fest, dass „der Anteil der Beiträge über Dinge, die uns gefährden können in den Medien im Laufe der Zeit immer mehr zugenommen hat, obwohl die Gefahren insgesamt abgenommen haben.“

2. Welt online wirbt mit FKK-Kompetenz

(carta.info, Robin Meyer-Lucht)

Welt.de schaltet Banner, mit denen für eine Erklärung des „neuen Trends“ und „neuen Kults“ FKK geworben wird. Den interessierten Leser erwartet nach dem Klick ein Artikel vom 23. Juli 2008, der das nicht erklärt.

3. Portrait von Niki Fellner

(falter.at, Stefan Apfl)

Ein Text über den „Kronprinz von ‚Österreich'“, den 24-jährigen Niki Fellner, Sohn von Wolfgang Fellner, der rund 70 Stunden pro Woche im Newsroom verbringt.

4. „Tele-Gym im BR: Schleichwerbung?“

(sueddeutsche.de, Marvin Oppong)

„Bauch, Beine, Po: Im Bayerischen Fernsehen hat das ‚Tele-Gym‚ der Fitnessfee Johanna Fellner viele Fans – und externe Helfer: Krankenkasse, Staat und der Adidas-Konzern mischten mit.“

5. „Hubert Burda und das Jammern der Verleger „

(sierralog.com)

Das Sierralog macht ein Gedankenexperiment und fragt sich, wie wohl Burda reagiert hätte, wenn 1998 jemand gekommen wäre und vorgeschlagen hätte: „Nun ja, ich habe daran gedacht ab sofort monatlich rund EUR 50,- breit gestreut in diversen Burda Medien zu Werbezwecken einzusetzen. Aber bitte semantisch einigermaßen sinnvoll und zahlen will ich dann, wenn es auch wirklich nützt …“

6. „Eva Herman gewinnt im Berufungsprozess gegen Axel-Springer-Verlag“

(olg-koeln.nrw.de, PDF)

„Der 15. Zivilsenat verbot dem Verlag, die Moderatorin weiter falsch in der Weise zu zitieren, wonach sie den Nationalsozialismus in Teilen gutgeheißen habe, nämlich in Bezug auf die Wertschätzung der Mutter. Außerdem muss der Springer-Verlag eine Geldentschädigung von 25.000,- Euro zahlen und in einer weiteren Veröffentlichung richtig stellen, dass Frau Herman die Äußerung so nicht getätigt hat.“

Böhm, Aigner, Cerf, @BonitoTV

1. „Offener Brief von Karlheinz Böhm an den Gong Verlag“

(menschenfuermenschen.de, Karlheinz Böhm)

Karlheinz Böhm dementiert in einer Pressemitteilung einen Artikel in der Zeitschrift die aktuelle vom 18. Juli 2009. Er habe sich nicht „zum Sterben in die Berge“ zurückgezogen. „Ich habe mich doch sehr über den Artikel über meinen Gesundheitszustand gewundert und mich gefragt, wie Ihre Redaktion nach einem kurzen Wortwechsel mit meiner Tochter zu dieser unseriösen Diagnose kam.“

2. „Ring frei, Frau Ministerin“

(axel-springer-akademie.de, Manuel Bewarder)

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, wird von Studenten der Axel-Springer-Akademie interviewt: „Aigner spricht darüber, wie eine Kampagne für eine bildhafte Kennzeichnung von Lebensmitteln angestoßen werden könnte. ‚Vielleicht könnte ich Sie in den Medien dazu gut gebrauchen?'“

3. Interview mit Vinton G. Cerf

(faz.net, Marco Dettweiler und Roberto Zicari)

„Die Copyright-Problematik entsteht doch dadurch, dass das Netz durch Kopieren funktioniert. Ein Browser kopiert eine Datei von einem Webserver und interpretiert sie dann für die Darstellung im World Wide Web. Copyright hat historisch immer so funktioniert, dass der Vertrieb von Werken in physischer Form wie Bücher, CDs, DVDs, Magazine, Zeitungen, Videokassetten oder LPs kontrolliert wurde. Digitale Informationen können nun mal leicht kopiert und verteilt werden. Dadurch entsteht ein Problem mit dem herkömmlichen Urheberrecht.“

4. „Recherche? ‚FAZ‘ fällt auf falschen Schmidt rein“

(dwdl.de, Thomas Lückerath)

„Seit Monaten ist bekannt und im Web leicht recherchierbar, dass unter @BonitoTV weder Harald Schmidt noch sein Team twittert. Und doch fiel jetzt jemand auf eine fiktive Pressekonferenz rein – und das ausgerechnet bei der ehrenwerten ‚Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.“

5. „Neuer Schlagabtausch Meyer/Köppel“

(tagesanzeiger.ch, David Vonplon)

„Im ‚SonntagsBlick‘ beschimpft Frank A. Meyer die ‚Weltwoche‘ als ‚rechtsradikales Sektenblatt‘. Verleger Roger Köppel will das nicht akzeptieren. Droht nun ein juristisches Nachspiel?“

6. „Helft Gruner + Jahr!“

(freischreiber.de)

„Gruner + Jahr kämpft mit Umsatzeinbußen – Freischreiber hilft!“

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