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Der langsame Dschihad
(zeit.de, Jürgen Krönig)
Westliche Medien haben den islamistischen Totalitarismus oft falsch verstanden. Ein Essay.

Gratisblätter drängen nach Deutschland
(handelsblatt.com, H.-P. Siebenhaar und Oliver Stock)
Die Verlage in Deutschland stellen sich wieder auf den Konkurrenzkampf mit einer überregionalen kostenlosen Tageszeitung ein. Die bisher letzte Gratiszeitung hierzulande war vor sieben Jahren in Köln am Widerstand der etablierten regionalen Verlage gescheitert. Medienkonzerne haben bereits Abwehrpläne in der Schublade.

Ende der Patriarchen
(medienheft.ch, Wolf Ludwig)
Eine Übernahme jagt im Mediensektor die nächste — international und national. Neben den grossen Medienkonzernen mischen jetzt anonyme Investoren die Szene bei Fernsehen, Online und Print neu auf. Ist das Modell der Besitzerfamilien am Ende?

Von Blogger zu Autor
(watch-berlin.net, Video, 11:56 Minuten)
Wirres trifft heute auf Harald Martenstein und spricht mit ihm über das web 2.0, die Unterschiede von Print– und Online Medien und warum Martenstein sich nicht auch mal als Blogger versucht.

Die Schrecklichen
(extradienst.at, Bruno Jaschke)
Kein Redaktionsstatut der Welt verbürgt ein Menschenrecht auf angenehme Interviewpartner. Ob präpotent, aggressiv, übellaunig, verschlossen, banal, anmaßend oder jenseits des gefragten Themas: Wen prominente Journalisten als besonders unsympathisch erlebten.

The Ten Most Incomprehensible Bob Dylan Interviews of All Time
(nymag.com)

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Kein Einzelfall
(titel-magazin.de, Gunther Nickel)
Die medialen Kampagnen gegen Günter Grass, Martin Walser und Peter Handke.

Biz Stone über Twitter und soziale Alchemie
(elektrischer-reporter.de, Video, 10:10 Minuten)
Twittern ist eine Art Turbo-Bloggen: 140 Zeichen persönlicher Zustandsbericht müssen reichen. Diese kurzen Zeichenketten zirkulieren durch das Web, SMS, Instant Messenger oder etliche andere Kanäle. Kein Wunder eigentlich, dass auch die Kritiker den Turbo einschalten. Wer Blogs bereits für belanglos hält, muss in Twitter die Quadratur der Trivialität sehen. Ein Interview mit Mitgründer Biz Stone.

Im Netz liegt die Zukunft des Gedruckten
(netzjournalist.twoday.net)
Die Online-Offensive kommt den Internet-Nutzern zugute – doch wie sieht die Zukunft der Medien aus? Eine Bestandsaufnahme mit Blick in die Zukunft.

ARD gegen Zentralkontrolle
(taz.de, Steffen Grimberg)
Der Senderverbund wundert sich über die Vorschläge des Gremienchefs — und neue Vorbehalte der Medienpolitik.

"Es ist ein Signal der Stärke, dass wir uns auf diesen Namen geeinigt haben"
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
Jean Frey und die Verlagsgruppe Handelszeitung werden neu unter dem gemeinsamen Namen Axel Springer Schweiz zusammengefasst. "Die Integration ist nie vollständig abgeschlossen, weil wir immer in Bewegung und im Wandel sein werden", erklärt Ralph Büchi, CEO Axel Springer Schweiz im Gespräch mit "persoenlich.com". Dabei kündet er gleich mehrere Relaunches von Online-Aufritten seiner Printtitel an.

«Die wirkliche Geschichte ist versteckt»
(punkt.ch, Sylvia Egli von Matt)
Journalistenkollegen verstehen nicht, dass ich mich bereit erklärt habe, für eine Gratiszeitung zu schreiben. Die Erklärung ist einfach: Bisher gab es in keiner Tageszeitung eine regelmässige öffentliche Blattkritik.

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Die Nigeria-Connection
(sonntagszeitung.ch, Jean François Tanda)
Lagos gilt als Eldorado der E-Mail-Betrüger – die SonntagsZeitung war vor Ort.

«Das schwarze Schaf Europas»
(nzz.ch, sig.)
Wie die internationalen Medien den schweizerischen Wahlkampf kommentieren.

Will das noch jemand hören?
(zeit.de, Maxi Sickert)
Zum ersten Mal treffen sich Journalisten aus aller Welt in New York, um über die Zukunft des Jazz zu diskutieren. Was außerhalb Amerikas gespielt wird, ist den Wortführern allerdings egal. Ein Kongressbericht.

Wie kann man Google schlagen?
(medienkonvergenz.com, Andreas Göldi)
Das Thema scheint eine endlose Faszination auszuüben, nicht nur auf die Internet-Industrie, sondern inzwischen auch auf die Medienbranche: Wie kann man den übermächtig und allgegenwärtig scheinenden Internetriesen Google schlagen?

Pharaos Zustand unterliegt der Zensur
(taz.de, Karim El-Gawhary)
Die freien Zeitungen Ägyptens streiken gegen die Verurteilung mehrerer Journalisten. Einer steht vor Gericht, nur weil er geschrieben hat, der Präsident sei schwer krank.

Zukünftige Journalisten, die eigentlich keine Journalisten werden sollten
(nachrichtenfluss.blog.de, florida_mike)
"'Journalismus und Unternehmenskommunikation': Hier hat man es offensichtlich geschafft, zwei konkurrierende Branchen (im Groben Journalismus und PR) gleichberechtigt zu unterrichten."

medienlese — der Wochenrückblick

Gottschalk besucht Knut, Gott enttäuscht, Herisauer Zeitung nicht eingestellt.

Thomas Gottschalk besuchte Knut und überreichte dem Zoologischen Garten einen Scheck über 40.000 Euro. So war es auf dem Portal der des Tagesspiegels zu sehen. Später die Woche erzürnte ein anderer Tagesspiegel–Artikel mit dem Titel "Hi Freaks" Markus Beckedahl von netzpolitik.org. Ein Journalist, der "ganz lustig sein" wollte, schrieb dumme "Polemik unterhalb des Bild-Levels". Beckedahl empfand den Text "als bewusste Verleumdung, üble Nachrede, Rufschädigung". Kommentar #2 empfahl: "Aber ehrlich, ich würde sofort einen Strafantrag wg. Verleumdung und übler Nachrede stellen. Evtl. ist sogar Beleidung drin."

Cash Daily, eines der Vorzeige-Internetprojekte aus dem Ringier-Verlag, schrieb im Blick (da es im Livepaper von Cash Daily niemand gefunden hätte): "Ziel darf nicht sein, auf dem Internet überhaupt nicht auffindbar zu sein. Solche Leute wirken im digitalen Zeitalter sogar suspekt."

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Reduzierte Erotik
(sueddeutsche.de, Caspar Busse)
Die Online-Ausgabe der Bild-Zeitung steht vor einem Neustart — angeblich mit mehr Journalismus.

"Web 2.0 wird überschätzt"
(medien-mittweida.de, Ronny Zuber)
Horst Müller, Professor für Medienpraxis an der Hochschule Mittweida (FH), setzt sich nicht nur in Vorlesungen und Seminaren mit neuen Medien auseinander. Auch privat wirft er auf seinem Blog blogmedien.de einen kritischen Blick auf die Medienwelt.

Vermittler und Richter in heikler Position
(nzz.ch, Cristina Elia und Stephan Russ-Mohl)
Seit vierzig Jahren gibt es in der Presse Ombudsleute, die zwischen Publikum und Redaktion vermitteln. In den USA geniessen sie dabei mehr Unabhängigkeit bei der Behandlung heikler Fälle.

"Ich verlasse mich vollständig auf mein Bauchgefühl"
(persoenlich.com, Matthias Ackeret)
Roger Schawinski hat per sofort Radio Tropic übernommen und will daraus einen Sender für die 30 bis 60-Jährigen entwickeln. In das Projekt will er zwischen 8 und 10 Millionen Franken investieren. "Radio ist im Gegensatz zum Fernsehen ein Medium, bei dem man vor allem Herz, einige tolle, kreative Leute und etwas Geld benötigt", so Schawinski im Gespräch mit "persoenlich.com". Beim Fernsehen komme man ohne sehr viel Geld nicht vom Fleck. Das Interview.

Coaching für Journalisten
(taz.de, Michael Ringel)
Es ist der neue Trend im Fernsehen: Coaching. Da möbeln Sterneköche heruntergekommene Restaurants auf, Nannys heruntergekommene Familien, Schuldnerberater heruntergekommene Finanzen — Lebenshilfe auf allen Kanälen. Stets geht es dabei um erstaunlich grundlegende Dinge des Lebens. Eine Sendung aber fehlt dringend: Coaching für Journalisten. Ein Coach wird in eine Redaktion gerufen und trifft dort auf einen verlotterten Journalisten.

Online oder unsichtbar
(telepolis.de, Ulrich Herb)
Volltextsuchen, Fulltext Teaser, die Haltung deutscher Verlage zu Open Access und eine mögliche Zukunft des wissenschaftlichen Publizieren.

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"Der Blog ist ein Monster geworden"
(taz.de, Reinhard Wolff)
Mit Zynismus und Boshaftigkeiten wurde Zeitungsblogger Alex Schulman zum populärsten Blogger. Jetzt ist der Blog eingestellt. Weil ihm auch das eigene Nest nicht mehr heilig war?

Im Chat mit dem Phantomgirl
(netzeitung.de, Stefan Wirner)
Internet-Foren wie Myspace sind voller Fake-Seiten. Manche sind witzig, andere bemüht komisch. Sie können einen privaten Hintergrund haben, aber auch einen kommerziellen, weiß Stefan Wirner.

Gratispresse ungebremst im Aufwind
(werbewoche.ch, René Worni)
Mit Ausnahme der Gratisblätter zeigen die Auflagezahlen der Schweizer Tagespresse stetig nach unten.

?Das Kapital ist ein scheues Reh?
(tagesspiegel.de, Thomas Eckert und Joachim Huber)
Maybrit Illner ist Moderatorin, eigentlich aber Dolmetscherin. Ein Gespräch über Politiker-Deutsch.

Verkauf dich glücklich?
(blog.zeit.de/blogruf, Falk Lüke)
Für Journalisten ist es eine Pest, für Verlage eine Qual. Das Internet ist kein Geschenk.

Twelve things journalists can do to save journalism
(howardowens.com)

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Weniger ist mehr
(presseverein.ch)
Die Auflage schwindet stetig. Jahr für Jahr ein paar Tausend weniger. Mit dieser Tatsache, soeben wieder durch die AG für Werbemedienforschung (Wemf) belegt, müssen sich die Kaufzeitungen im Lande arrangieren. Ein Blick über den grossen Teich zeigt: Weniger kann mehr sogar sein. In den USA freuen sich manche Verlage, dass die Anzahl gedruckter Exemplare sinkt.

10 Jahre Leben im Netz: Technologie wird es richten
(de-bug.de, Sascha Kösch)
Was musste das Internet alles aushalten in den letzten zehn Jahren! Heilsbringer, Urheberrechts-Bitch, Testballon für neue Techniken, Nadelöhr für ein besseres Morgen. Der Kapitalismus hat den Daumen drauf. Oder nicht?

Wie das Web 2.0 wirklich funktioniert
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Peer Schader wird schon wieder ein Text geklaut.

Kleine Fehler im großen SPIEGEL
(politik-digital.de)
Am Dienstag, 2. Oktober, war Timo Rieg vom Spiegelkritik-Blog zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über Fehler in Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin und den Unterschied zwischen Spiegel und Spiegel Online.

"In den Wahnsinn abgedampft"
(spiegel.de, Video, 2:44 Minuten)
Matthias Matussek in der Bloggerkrise.

Status anxiety
(spectator.co.uk, Toby Young)
Facebook versus MySpace is just how the Web 2.0 world expresses U and non-U.

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Wo die DDR noch ganz bei sich ist
(taz.de, Jenni Zykla)
Die "SUPER illu" ist so alt wie die deutsche Einheit und erreicht im Osten mehr Leserinnen als "Spiegel", "Stern" und "Focus" zusammen. Ein Redaktionsbesuch.

Klicken Sie auf den Button 'Rechteerwerb beenden'
(perlentaucher.de, Ilja Braun)
Die Zeitungen und die Rechte ihrer Autoren.

Prekariat und stolz darauf
(telepolis.de, Peter Mühlbauer)
Interview mit Rasmus Engler, dem Herausgeber des Buches "Wovon lebst du eigentlich?"

"Bild" wird selbstironisch?
(bildblog.de)
? aber leider erst im Jahr 2010.

France 2: Moderator würgte Redakteur während einer Sendung
(derstandard.at)
Zwei Wochen Moderationsverbot für William Leymergie.

"Dumm gelaufen, oder?"
(tagesspiegel.de)
Der Nationalspieler über den Anfang seiner Karriere – und das bittere Ende. Heute sagt Sebastian Deisler: Ich war nicht geschaffen für dieses Geschäft.

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«Sie konsumieren, was sie bekommen»
(nzz.ch, Chanchal Biswas)
In der Deutschschweiz gibt es neu vier grosse Sonntagszeitungen und bald fünf Gratiszeitungen. Findet der Mensch souverän durch die Informationsflut, oder geht er darin unter? Ein Medienprofi gibt Antwort.

Qualitätsjournalismus nach sueddeutsche.de-Art
(blog.zeit.de/meckern, pdf)
Das führende Internet-Angebot unter den Tageszeitungen, sueddeutsche.de, sieht sich dem "Qualitätsjournalismus im Netz" verpflichtet. Die dort praktizierte Jagd nach den Klicks symbolisiert jedoch eher das Elend des Netzjournalismus.

"Von Dramatik reden immer die anderen"
(sueddeutsche.de, C. Busse und C. Tieschky)
Der Schweizer Verleger Michael Ringier äußert sich im Interview über den Auflagenschwund seines Boulevardblattes "Blick" und seinen Berater Gerhard Schröder.

Wo der Zuschauer nur Zaungast ist
(spiegel.de, Nils Klawitter)
Autistische Erzählrituale, eine stereotype Inszenierung, dazu noch feine Unbegreiflichkeit: Ein neues Buch des Journalisten Walter van Rossum rechnet mit dem Mythos "Tagesschau" ab.

Vietnam, Irak – und morgen Iran?
(tagesspiegel.de, Rüdiger Schaper und Jacalyn Carley)
Faule Journalisten, verlogene Politiker: Ein Gespräch mit der amerikanischen Reporterlegende Seymour M. Hersh.

Soll ja ein Traumberuf sein
(youtube.com, Video, 3:24 Minuten)
Journalisten über ihren Beruf anlässlich einer Buchpräsentation.

medienlese — der Wochenrückblick

Der Blick offerierte seinen Lesern einen in drei Altersklassen aufgeteilten Test, um herauszufinden, ob sie vielleicht Idioten sind. Frage 1: "Arbeiten Sie in einem Büro mit Töggelikasten oder Pingpong-Tisch?" Frage 5: "Hattest oder hast du eine Vokuhila-Frisur?". Frage 8: "Frau: Zwingen Sie ihn dazu?". Die Auswertung ging so: "Mussten Sie in Ihrer Altersklasse mehr als vier Mal «Ja» antworten? Uiuiui. Bei Ihnen ist Hopfen und Malz fast verloren." Dafür wurde aber gleich auch Lebenshilfe offeriert. Punkt 7: "Nehmen Sie diesen Test nicht zu ernst – Sie sind kein Idiot, schliesslich lesen Sie Blick Online. :-)".

Richtig schöne Bildergalerien gab es diese Woche. Eine, die sich "Love is in the air" nannte. Und eine, die sich "So schön war?s beim Fernsehpreis" nannte.

Wir lieferten zwar 50 Zitate diese Woche, aber bild.de zeigte schnell mal, wie man das richtig macht und schrieb über den Abgang von eines CSU-Politikers: "Unter stehenden Innovationen verlies Edmund Stoiber das Rednerpult".

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