Archiv für 6 vor 9

Weihnachtsmann, Rebell.tv, Alois & Annely

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Sport Bild-Watch (9)“
(el-futbol.de, Sidan)
Sidan blickt mit „Sport Bild“ auf das Jahr zurück: „(…) bei den Bayern lief wie immer alles rosarot in diesem Jahr. Der schlechte Start in diese Saison, der große Rückstand auf die Tabellenspitze? Kann man im Sport Bild-Jahresrückblick lange suchen.“

2. „Verleger, hört endlich auf zu jammern!“
(meedia.de, Stefan Winterbauer)
Stefan Winterbauer mag die Klagen der „lieben Verleger“ über die App der „Tagesschau“ nicht mehr hören. „Hört auf zu jammern, reißt Euch am Riemen und denkt nach über sinnvolle neue Inhalte, die eben nicht das Standard-Nachrichtenangebot abdecken.“

3. „Virginia und der Weihnachtsmann“
(blog.gwup.net, Bernd Harder, Patrick Pricken)
Eine aktualisierte Antwort an Virginia auf die Frage, ob es den Weihnachtsmann gibt: „Virginia, deine kleinen Freunde haben Recht. Es gibt keinen Weihnachtsmann. (…) Die Welt ist wunderbar genug, da muss man keinen Weihnachtsmann erfinden.“

4. „Der ganz besondere Blick“
(medien-monitor.com, Nora Weis)
Nora Weis verbringt einen Tag mit der 23-jährigen Verena Günnel, die unter anderem für das Magazin Ohrenkuss arbeitet, das von Menschen mit Down-Syndrom gestaltet wird.

5. Die Liebesgeschichte von Alois & Annely
(zeit.de, Erwin Koch)
Alois und Annely treffen sich erstmals am 19. November 1950. Am 19. Mai 2003 stirbt Alois.

6. „rebell.tv …“
(umblaetterer.de, Marcuccio)
Rebell.tv von Stefan M. Seydel wird am 31. Dezember 2010 vom Netz genommen. Eine letzte Möglichkeit, in den rund 3000 Videos, 500 Podcasts und 16.000 Blogeinträgen zu stöbern.

Talkshowgäste, Fox & Friends, Jugendliche

6 vor 9

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1. „Die meisteingeladenen Talkshowgäste 2010“
(meedia.de, Jens Schröder)
Heiner Geißler, Hans-Olaf Henkel, Arnulf Baring, Hans-Ulrich Jörges, Martin Lindner, Ursula von der Leyen, Christian Lindner, Gregor Gysi, Renate Künast, Daniel Bahr, Jürgen Trittin, Karl Lauterbach, Klaus Wowereit, Markus Söder, Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht, (…).

2. „Frei schwebende Genies – aus Netz, Medien und Soziologie“
(carta.info, Christoph Kappes)
Christoph Kappes beschäftigt sich mit dem Artikel „Herrenreiter-Mythos des frei schwebenden Genies“ von Gerd Held. Held stellt bei Julian Assange einen „maskenhaften, fast abwesenden Gesichtsausdruck“ fest, der „etwas von der kalten Mechanik, die man von den Videobotschaften terroristischer Zirkel“ kenne, habe. Kappes: „Es ist das Gesicht und der Gestus von Assange, der ihn Terroristen ähnlich sehen lässt. Ein formal scheinbar nicht angreifbarer Schluss, denn so wie Assange einen Kopf hat, kennt man dies auch von Terroristen – selbst Klaus Störtebecker hatte einen solchen bis zu seinem Tod.“

3. „Verwirrte Nordsee-Zeitung mit kuriosen Fehlern“
(bremerhaven-aktuell.blogspot.com, Detlef Kolze)
Mit der Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nehmen einer Studie zufolge gesundheitliche Beschwerden zu, schreibt die „Nordsee-Zeitung“ in einer Kurzmeldung – und verpasst ihr die Überschrift „Lange arbeiten ist gesund“.

4. „Zu Tornado-Absturz 1984 in KKG-Reichweite“
(mainpost.de, Norbert Schmitt)
Norbert Schmitt schreibt einen Leserbrief zum in der „Main-Post“ erschienenen Artikel „Kampfjets über Atomkraftwerk“. Die „aufreißerische Berichterstattung auf der Titelseite im Stile der ‚Bildzeitung'“ sei nur geeignet, „Ängste in der Bevölkerung vor Atomkraft und Flugunfällen zu schüren“.

5. „Fox & Friends Accidentally Identifies Elie Wiesel As ‚Holocaust Winner'“
(mediaite.com, Jon Bershad, englisch)
Der Holocaust-Überlebende Elie Wiesel wird in der TV-Sendung „Fox & Friends“ kurzzeitig mit dem Untertitel „Holocaust Winner“ vorgestellt.

6. „Schlimmer wird’s immer“
(jungle-world.com, Klaus Farin)
Klaus Farin hält die gegenwärtige Jugend für „die bravste seit Jahrzehnten“. Trotzdem werde sie von den Medien anders dargestellt. „Drei besoffene Neonazis, die ‚Sieg heil!‘ gröhlend durch ein Dorf laufen, ein ‚Drogenvorfall‘ in einer Schule oder einer anderen Jugendeinrichtung erfahren bundesweite Medienresonanz, eine Jugendgruppe dagegen, die sich seit Monaten aktiv gegen Rechtsextremismus engagiert, ist höchstens der Lokalzeitung ein paar Zeilen wert.“

Die Glocke, Kachelmann, Kurier

6 vor 9

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1. „Wie ich beim Ahlener Tageblatt rausgeschmissen wurde …“
(danieldrepper.de)
„Die Glocke“ trennt sich von Journalist Daniel Drepper, weil dieser auf die offiziellen „Vergütungsregeln für Tageszeitungen“ besteht und für 86 Zeilen 35,26 Euro einfordert. „Vier Wochen lang bekam ich keine Antwort. Dann traf Anfang Dezember das Honorar der Glocke auf meinem Konto ein: 23,84 Euro.“

2. „Heuchler im Hysteriechannel“
(politplatschquatsch.com, ppq)
Der „Spiegel“ und die Eurokrise: „Scharfmacher, Aufrührer, Schwarzmaler, das sind von Hamburg aus gesehen ja ohnehin immer alle anderen.“

3. „Ein Tag im Leben eines Ausgeschlossenen“
(klartext.ch, Thomas Knellwolf)
Der Kachelmann-Prozeß: Alice Schwarzer und die bekannten Gerichtsreporterinnen von „Zeit“ oder „Spiegel“ seien schon lange nicht mehr aufgekreuzt in Mannheim – was sie aber nicht davon abhalte, „pointiert kontra oder pro Kachelmann in die Tasten zu hauen“. Die Justizwelt sei bei diesem Prozeß sowieso verkehrt: „Das eigentlich geheime Vorverfahren war durch ausführliche Berichte in renommierten deutschen Medien mehr oder weniger öffentlich. Die eigentlich öffentliche Hauptverhandlung findet nun oft nur für einen exklusiven Kreis statt.“

4. „‚Tagesschau‘-App deckt Verleger-Abzocke auf“
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Hinter der Kritik der Printverlage an der „Tagesschau“-App verstecke sich nur das Unvermögen, mit der App einen Mehrwert zur Website zu liefern, findet Thomas Lückerath: „Was man im ‚großen‘ Internet nicht schafft – die Bezahlschranke herunter zu lassen – versuchen die Verlage den Lesern ohne echten Mehrwert auf dem kleinen Screen als Mehrwert zu verkaufen.“

5. „Wie man Journalist beim KURIER wird“
(kobuk.at, Josef Barth)
Erwin Pröll, Landeshauptmann von Niederösterreich, offeriert einer um die Zukunft ihres Sohns besorgten Mutter in einer Telefonsprechstunde kurzerhand einen Job beim „Kurier“.

6. „My Blackberry Is Not Working!“
(youtube.com, Video, 2:53 Minuten, englisch)

Ungarn, APA, Tatort

6 vor 9

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1. „Julian Assange, Bradley Manning, Alvar Freude und Rolf Schälike“
(heise.de/tp, Peter Mühlbauer)
Peter Mühlbauer erklärt, warum diese vier für ihn „die Männer des Jahres aus Sicht der Presse-, Rede- und Informationsfreiheit“ sind.

2. „Gleichschaltung durch die Fidesz-Regierung“
(nzz.ch, Charles E. Ritterband)
Das ungarische Parlament beschliesst ein neues Mediengesetz: „Die Redaktionen der öffentlichrechtlichen elektronischen Medien werden weitgehend aufgelöst. Zugleich wurde eine ‚Medienverfassung‘ erlassen, welche private Medien – auch Printmedien und Internetforen – an die Kandare nimmt und sie zu ‚ausgewogener‘ Berichterstattung und ‚politischer Unparteilichkeit‘ verpflichtet. Im Falle von Verstössen kann die Medienbehörde Geldbussen in Höhe von umgerechnet bis zu 90 000 Euro verhängen oder Zeitungen und Sendestationen schliessen lassen.“

3. „Presserat missbilligt BILD-Berichterstattung“
(truckonline.de)
Eine Klage über die Berichterstattung von „Bild“ beim Presserat hat eine Missbilligung zur Folge. „Der Beschwerdeausschuss 1 gelangt zu dem Ergebnis, dass die BILD – Zeitung mit Ihrer Berichterstattung unter der Überschrift ‚Brummifahrer tot im Bordell‘ auf der Titelseite, sowie der fortgesetzten Berichterstattung unter der Überschrift ‚Als diese Hure sich auszog, kippte der Trucker um‘ im Innenteil der Ausgabe gegen die Ziffer 8, Richtlinie 8.1 verstoßen hat.“

4. „Traditionelle Journalisten recherchieren ‚besser'“
(markuskienast.com)
Markus Kienast sieht einen Text der Nachrichtenagentur APA über einen „Guardian“-Artikel zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Julian Assange falsch zusammengefasst. „Es wird hier suggeriert, es hätten nach dem ersten konsensualen Sex, weitere nicht konsensuale Sexualakte mit Frau A stattgefunden.“

5. „Tatort: Nie wieder frei sein.“
(nerdcore.de, René)
René empfiehlt mit Nachdruck den Tatort „Nie wieder frei sein“ (ardmediathek.de, Video, 88 Minuten) vom vergangenen Sonntag.

6. „Cyrano 2.0“
(volkerstruebing.wordpress.com)
Volker Strübing mag sich nicht ärgern über wetterbedingte Zugverspätungen: „Der Mann von Welt macht es wie ich: Ich habe mich auf zwei Stunden Verspätung eingestellt und die Bahn hat es in anderthalb Stunden Verspätung geschafft. Da habe ich mich gefreut.“

Debattenkünstler, Abendblatt, Schneechaos

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1. „Die Studio-Hocker“
(tagesspiegel.de, Bernd Gäbler)
„Ungefähr 30 Debattenkünstler der ersten Garnitur“ und „etwa 80 bis 90 weitere aus der zweiten Liga“ stehen in den Talkshows stellvertretend für die gesellschaftliche Debatte. Bei der Auswahl der Diskutanten herrsche lähmende Orthodoxie, stellt Bernd Gäbler fest. „Kenntnisreiche Politiker aus der zweiten Reihe des Bundestages, populäre Bürgermeister großer Städte wie Nürnberg oder Gelsenkirchen, gar Kultur-Menschen werden dem Publikum nicht zugemutet. Vielleicht zwingt demnächst ja einfach die Vielzahl der Runden zu Originalität.“

2. „Gute Rezensionen garantiert: Bücher von Journalisten“
(blog.dummy-magazin.de, Oliver Gehrs)
Viele Journalisten schreiben Bücher. Die von anderen Journalisten oft positiv rezensiert werden. „Neulich wurde z.B. das Yoga-Buch einer Autorin, die auch für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt, in eben dieser Zeitung fast halbseitig gelobt. Hemmungen gibt es in dieser Hinsicht schon lange nicht mehr.“

3. „Im Zweifel für oder gegen den Angeklagten“
(faz.net, David Klaubert)
David Klaubert hält die Medienvertreter im Fall Jörg Kachelmann nicht für „unbeteiligte Beobachter“. „In kaum einen Prozess in Deutschland haben sich die Medien so früh und derart verbissen eingemischt wie in diesen ‚Prozess des Jahres'“. Zur Rolle von Medienanwalt Ralf Höcker siehe die Beiträge von Roland Binz im Krisenblog und von Georg Altrogge auf meedia.de.

4. „Presserat missbilligt ‚Bild‘-Artikel über Karlsruher Computerspiel“
(ka-news.de)
Der Presserat missbilligt den im September von Bild.de publizierten Artikel „Widerwärtig! DDR-Todesstreifen als Ballerspiel“ (BILDblog berichtete).

5. „Vorbildliche Trennung von Anzeigen und journalistischem Inhalt im Abendblatt“
(claushesseling.de, Screenshot)
Der Hamburger Versandhändler „Otto“ auf der Website des „Hamburger Abendblatts“.

6. „Das Schneechaos der ARD“
(faz-community.faz.net, Stefan Niggemeier, Video, 7:53 Minuten)

Stromableser, BayernLB, Scooter

6 vor 9

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1. „Sport Bild-Watch (8)“
(el-futbol.de, Sidan)
Fußball: Die taktischen Erklärungen von Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp werden von „Sport Bild“ als „seine spezielle Pfeil-Taktik“ bzw. als „die geheime Pfeil-Taktik von Klopp“ dargestellt. „Es geht tatsächlich um stinknormale, von Klopp aufgezeichnete Laufwege, die jeweils den idealen Laufweg bei eigenem und gegnerischem Ballbesitz aufzeigen.“

2. „Wie sich ein Stromableser als angeblicher Betrüger in der HZ erkannte“
(stimme.de, Matthias Stolla)
Mike Mitschke liest am 1. Dezember in der „Hohenloher Zeitung“, „dass er als Betrüger gesucht wird“. Er soll in Niedernhall als „falscher“, bzw. „selbsternannter“ Stromableser unterwegs gewesen sein.

3. „Die Gewissensfrage“
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Rainer Erlinger)
Frage an Dr. Dr. Rainer Erlinger: „Sollte es Zeitungen und Rundfunkanstalten nicht verboten werden, Nachrufe auf Prominente schon zu deren Lebzeiten vorzubereiten?“

4. Interview mit Ralf Höcker
(sueddeutsche.de, Christina Maria Berr)
Ralf Höcker, Medienanwalt von Jörg Kachelmann, würde gerne vorab prüfen, was Alice Schwarzer in einem geplanten Buch über den Prozeß schreibt: „Wir haben beim Landgericht Köln schon drei einstweilige Verfügungen gegen ihre erschreckend einseitigen und unjournalistischen Artikel erwirkt. Man muss doch damit rechnen, dass ihr Buch wieder genauso viele Fehler und Rechtsverletzungen enthalten wird.“

5. „BayernLB-Bericht geleakt“
(zeit.de, Torsten Kleinz)
Die Nichtregierungsorganisation Attac veröffentlicht ein vom Bayrischen Landtag in Auftrag gegebenes Gutachten zur Krise der Bayerischen Landesbank: „Während die Wikileaks-Veröffentlichungen in Deutschland an jedem Tag für Schlagzeilen sorgen, bekommt der Leck im nahen Bayern nur wenig Aufmerksamkeit: ein Bericht in der Münchner Abendzeitung, ein kurzer Artikel in der Main Post und eine Notiz in der Süddeutschen Zeitung – das war es schon.“

6. „Das Scooter-Interview“
(fudder.de, caro, 11. Dezember)
Caro spricht ausführlich mit H.P. Baxxter von Scooter: „Früher hatten wir Popsong-mäßig gearbeitet, aber ‚Hyper Hyper‘ hatte keine richtig klare Songstruktur. Wir haben einfach was gemacht, haben irgendwelche DJs gegrüßt, im Mittelpart, das war zu der Zeit wirklich ungewöhnlich.“

NWZ, Guttenberg, Kabeljau

6 vor 9

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1. „Leistungschutzrechte? Wofür denn??“
(perlentaucher.de, Thierry Chervel)
Warum fordern Printverlage ein Leistungsschutzrecht, wenn ein guter Teil ihrer Inhalte bereits jetzt nur gegen Bezahlung verfügbar ist? „Gegenüber der Politik jammern und zetern sie, auf ihren eigenen Medienseiten schweigen sie zum Thema. Die Debatte lassen sie gar nicht stattfinden. Zum Glück gibt’s das Internet.“ Siehe dazu auch die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage.

2. „Mir ist nicht GUTT“
(spiegel.de, Stefan Kuzmany)
Stefan Kuzmany verspürt als Anhänger der Demokratie keine Sehnsucht nach einer Königsfamilie und äussert sich, „so lange die Guttenberg-Verehrung noch nicht per Gesetz vorgeschrieben ist“, zum Guttenberg-Hype in den Medien.

3. „Wie die Heimatzeitung für gute Stimmung sorgt“
(magda.de, Felix Zimmermann)
Felix Zimmermann sammelt Berichte über glücklich einkaufende Menschen, die in den letzten Monaten in der NWZ zu lesen waren.

4. „Appell gegen die Kriminalisierung von Wikileaks“
(freitag.de)
Gemeinsam mit der „taz“, der „Frankfurter Rundschau“, der „Berliner Zeitung“, dem „Tagesspiegel“, dem Perlentaucher und dem „European Center for Constitutional and Human Rights“ veröffentlicht „Der Freitag“ einen Appell mit drei Punkten: „1. Die Angriffe auf Wikileaks sind unangebracht, 2. Publikationsfreiheit gilt auch für Wikileaks, 3. Recht auf Kontrolle des Staates“.

5. „Der 5-Minuten-Check“
(journalist.de, Holger Wormer)
Wie erkennt man einen kompetenten, glaubwürdigen und unabhängigen Wissenschaftler? Holger Wormer versammelt Anhaltspunkte auf einer Checkliste.

6. „Foto: Fritz Fischer“
(coffeeandtv.de, Lukas Heinser)
„EU senkt Fangquoten für Nordsee – Kabeljau kann aufatmen“

Guttenberg, The Atlantic, 9Live

6 vor 9

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1. „Liebe der Adeligen in den Zeiten des Krieges“
(dradio.de, Arno Orzessek)
Arno Orzessek erkennt kunsthistorische Ahnenreihen im Bildprogramm des „nach Posen lechzenden Verteidigungsministers“ Karl-Theodor zu Guttenberg. „Offenkundig will er die vom Gleichheitswahn angekränkelten Deutschen durch moderne Re-Inszenierung wieder mit dem Herrschaftsporträt alter Schule vertraut machen.“

2. „Marke Wikileaks: was Verlage neidisch macht“
(meedia.de, Don Alphonso)
Don Alphonso glaubt, dass Wikileaks etwas hat, von dem die Verleger träumen: „ein funktionierendes Geschäftsmodell im Internet auf Basis der Einnahmen von Lesern. Und das ohne jede Abhängigkeit von Werbung.“

3. Interview mit Vaughan Smith
(zeit.de, Khue Pham)
Vaughan Smith hat Wikileaks-Gründer Julian Assange Unterschlupf geboten. „Die Medien missbrauchen Wikileaks als Schild: Sie publizieren die Geschichten und machen damit Quote, zeigen gleichzeitig aber mit dem Finger auf ihn, schreiben über Sexgeschichten und machen ihn zum Bösewicht.“

4. „Das CIA-Gerücht im Infokrieg – Julian Assanges falsche Freunde“
(rpzine.de, Robert Pitterle)
Eine der beiden Frauen, die Julian Assange anklagen, habe CIA-Kontakte. Robert Pitterle prüft die durch einen Retweet von Keith Olbermann ausgehenden Gerüchte.

5. „Web Focus Helps Revitalize The Atlantic“
(nytimes.com, Jeremy W. Peters)
„The Atlantic“ erzielt nach tiefgreifenden Umstrukturierungen (Abbruch der Paywall, Zusammenführung von Print- und Onlineredaktion, Aufhebung der Unterschiede zwischen Print und Online bei den Anzeigenverkäufen, Einstellung junger Journalisten) fast 40 Prozent der Werbeeinnahmen online.

6. „Cashcow hat ausgedient: Sind die Tage von 9Live gezählt?“
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Der Call-In-Sender 9Live befindet sich in der Krise, weil „die Auflagen und Informationspflichten verschärft“ wurden – „die kontinuierliche Aufklärungsarbeit über die Tricks des Call-In-Geschäfts durch aufmerksame und engagierte TV-Zuschauer im Internet hat dort sicher ihren Beitrag geleistet.“ Nachtrag, 16. Dezember: Christoph Bellmer von ProSiebenSat.1 dementiert: „Presse-Spekulationen über eine Einstellung von 9Live entbehren jeder Grundlage.“

Samuel Koch, Stellenangebote, Tombola

6 vor 9

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1. „Wir wurden sogar bedroht“
(20min.ch, Felix Burch)
Das Paraplegiker-Zentrum in Nottwil muss wegen aggressiv agierenden deutschen Medienvertretern einen Sicherheitsdienst aufbauen. Die Familie des in der Sendung „Wetten, dass..?“ verunfallten Samuel Koch musste mehrmals umplatziert werden, Mitarbeiter wurden bedroht. Und „weil man habe annehmen müssen, dass sich bereits Journalisten in der Klinik aufgehalten hatten, habe man als Erstes Sicherheitsleute rund um die Intensivstation postiert“.

2. „Samuel Koch – Sensationsgeilheit und die Frage nach dem Arztgeheimnis“
(solean.blog.de)
Solean fragt sich, wie die Berichterstattung zu Samuel Koch mit dem Datenschutz zu vereinbaren ist: „Gerade die Medien, oder auch die Vertreter, denen Datenschutz sonst immer so wichtig ist (man denke an die Google Streetview Kampagne von bild.de), scheint diese grobe Verletzung von Arztgeheimnis und Privatsphäre des Patienten absolut nicht zu stören – es wird ungeniert und unzensiert berichtet, was das Zeug hält.“

3. „Solidarität als halbherzige Pflichtübung“
(nzz.ch, Ulrich Schmid)
Ulrich Schmid wundert sich über die Namenlosigkeit der zwei im Iran inhaftierten Journalisten von „Bild am Sonntag“ in den deutschen Medien.

4. „Öffentliche Institutionen setzen offensichtlich überdurchschnittlich auf Printanzeigen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern“
(blog.hdzimmermann.net)
Hans-Dieter Zimmermann wertet die Stellenangebote der „Neuen Zürcher Zeitung“ aus. Er findet nur noch wenige aus privater Hand bezahlte Anzeigen.

5. „Stefan Münker über das Bezahlen im Netz“
(dirkvongehlen.de)
Stefan Münker stellt fest, dass ein Verleger „in den wenigsten Fällen sein Geld mit dem Verkauf von Informationen“ verdient. „Bezahlt wurden und werden Verlage dafür, dass sie Anzeigen in die Welt gebracht haben. Und der Journalismus war immer schon das, was sie damit finanzieren konnten.“

6. „Überschätzt.“
(timklimes.de)
Tim Klimes spielt an Heiligabend in Italien „Tombola“: „Ich verstand nicht, was sie da spielten, wie sie es spielten. Aber ich war schlecht darin. Nach einer halben Stunde hatte ich noch keine einzige Bohne auf dem Brett, dafür war ich um ein paar Euro erleichtert.“

Schneewittchen, dapd, Dr. Nakamats

6 vor 9

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1. „Die Pressefreiheit liegt schon im Bett“
(taz.de, Jakob Augstein)
Jakob Augstein ruft dazu auf, sich mit der (selbst gewählten) Abhängigkeit der Journalisten zu befassen, die es „sich im System gemütlich gemacht, sich selbst embedded“ haben: „Jene Kollegen, die die Wikileaks-Veröffentlichungen unter dem Gesichtspunkt der Legalität sahen, wurden dazu nicht gezwungen. Sie taten das freiwillig. Sie wollen Herrschaft nicht kritisieren, sondern stabilisieren.“

2. „Schafft viele Wikileaks!“
(fr-online.de, Jörg Kantel)
Jörg Kantel sieht Wikileaks als eine Aufforderung an, „die Regierenden nicht einfach gewähren“ zu lassen. Was wäre, wenn „das Regime in Peking so reagiert hätte, wie nun die westliche Politik auf die Wikileaks-Papiere“ reagiert? „Das Geschrei hätte ich gerne gehört. Und sicher wäre Assange für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden, und jeder wäre fest davon überzeugt, dass an den Vergewaltigungsvorwürfen nichts dran sei, dass sie auf einem Komplott der chinesischen Regierung beruhen.“ Zu Wikileaks siehe auch „WikiRebels – The Documentary“ (svtplay.se, Video, 57 Minuten, englisch).

3. „Schneewittchen does Peking“
(wissenslogs.de, Anatol Stefanowitsch)
Anatol Stefanowitsch verfolgt eine AFP-Meldung, „in der es um einen scheinbar peinlichen Fehler bei der Übersetzung von Grimms Märchen ins Chinesische geht“.

4. „Stockholm: Eklatante Schwächen beim dapd“
(meedia.de, Daniel Bouhs)
Von der Nachrichtenagentur dapd war in der Nacht von Samstag auf Sonntag nichts zu den Ereignissen in Stockholm zu hören, da der Besetzungsplan dann (noch) eine Lücke aufweist. „Der dapd muss sich angesichts solcher Pannen fragen lassen, ob er in der Lage ist, das Weltgeschehen stets verlässlich abzudecken.“

5. „‚Wetten, dass..?‘ Wie war das noch mit Samuel Koch?“
(katatonie.org, Markus Mertens)
Ganze vier Artikel liest Markus Mertens auf „Spiegel Online“ zur angeblichen „Quotengeilheit des ZDF“. „Wieso aber habe ich ein solches Verhalten beim ZDF nicht beobachten können?“

6. „Dr. Nakamats, die Berliner Zeitung und ich“
(tokyofotosushi.wordpress.com, Fritz Schumann)
Fritz Schumann sieht seine ausführlichen, zuvor von der Redaktion abgelehnten Recherchen über den japanischen Erfinder Dr. Nakamats plötzlich in der „Berliner Zeitung“ abgedruckt.

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