Archiv für 6 vor 9

6 vor 9

1. „Springer-Chef Döpfner zur US-Zeitungskrise“
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar)
Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer, kennt den Weg aus dem „Krisengerede“: „Unser Geschäft ist Inhalt. Wenn wir guten Journalismus pflegen, egal ob gedruckt oder online, dann ist mir nicht bange. Wer sein Kerngeschäft herunter redet oder sich gar zu Tode spart, wird scheitern.“

2. Der Organisator der TV-Übertragungen der ARD
(ftd.de, Lutz Knappmann)
Olympia-Produktionsleiter Gerald Heitzig beklagt sich über die ständigen Sicherheitskontrollen:“Obwohl wir unsere Ausrüstung minutiös angemeldet haben und hochtransparent sind, müssen wir ständig alles öffnen und vorführen. Jeden Tag eine neue Hürde. Die Sicherheitsmaßnahmen machen uns das Leben wirklich schwer.“

3. „Ernüchternd – Die Verwirrung der Medien im Fall Clement“
(ndr.de, Video, 6:58 Minuten)
Die Sendung „Zapp“ beleuchtet das Wesen der Entschuldigung. Da viele Politiker überaus viel Mühe bekunden, ein Wort der Entschuldigung über ihre Lippen zu bringen, sind viele Medien dazu übergegangen, auch schon Ansätze von Entschuldigungen als Entschuldigungen zu werten.

4. Roger Schawinski über Radiokonzessionen und Ehrverletzung
(weltwoche.ch, Philipp Gut und Peer Teuwsen)
Die Weltwoche befragt Roger Schawinski: „Bei der Fahrt zu diesem Gespräch haben wir Radio 1 gehört. Das Thema war: ‘Hundeknochen im Abo’. Macht man so Qualitätsradio?“ Schawinski: „Das ist eine sehr kursorische Sendekritik.“

5. „sf lanciert tagesschau-timeline“
(benkoe.ch, Thomas Benkö)
„alle news der vergangenen 24 h chronologisch im überblick. bitte aufs bild klicken.“

6. „Markwort – Allein zu Haus“
(riesenmaschine.de, Jan Bölsche)
Focus bringt eine aufsehenerregende Titelstory, wie man durch Fahrradfahren Sprit sparen kann. Was die Riesenmaschine zu weiteren Titeln inspiriert. Zum Beispiel: „Die neue Gang-Art: Schlendern – entschleunigt, entspannt, entertaining! Toll: Ihr Körper bringt schon alles mit, was sie dazu brauchen!“

6 vor 9

1. „Potentes Product Placement“
(infam.antville.org, supra)
Die Sendung „10 vor 10″ von SF warnt vor gefährlichen Pillen, die die Pillen der Firma Pfizer kopieren (sf.tv, Video, 3:56 Minuten). O-Ton aus der Sendung: „Potenzpillen wie Viagra helfen dem Mann, wenn er nicht mehr kann. Das blaue Wunder von Pfizer ist ein Verkaufsschlager, deshalb gibt es viele Nachahmer.“

2. „Offenbar Gespräch von BKA-Chef Ziercke und ‘Tagesspiegel’ aufgezeichnet“
(radio-utopie.de)
„Radio Utopie ist aus unerfindlichen Quellen heute die mutmassliche Mitschrift eines Abhörprotokolls zugespielt worden, welches Hintergrundgespräche von Nachrichtendienst-Chef Jörg Zierke (‘BKA’) und den NachrichtenhändlerInnen Frank Jansen und Barbara Junge (‘Tagesspiegel’) enthält.“ Eine zugespielte, mutmassliche Abschrift eines nicht veröffentlichten Tondokuments also. Im Tagesspiegel wurde das Gespräch dann so abgedruckt. „Radio Utopie kann leider nicht die potentielle Echtheit dieses wahrscheinlichen Skriptes eines möglichen Gespräches im Ruheraum der Republik garantieren.“

3. „Berichterstatter in Gaza“
(fr-online.de, Inge Günther)
„Direkt nach ihrer Machtübernahme vor einem Jahr hatte die Hamas die mediale Gegenoffensive gestartet. Journalisten wurden eingeladen, um sich anzusehen, wie frei und sicher man sich nach den Tagen von Chaos, Anarchie und Bürgerkrieg wieder in Gaza bewegen könne. (…) Inzwischen sperrt die Hamas-Polizei die eigenen Journalisten ein, die nicht auf Linie liegen.

4. Österreich mit „redaktionellen“ Artikeln über Autowäsche und Krampfadern
(medienschelte.at, Richard)
„Nachdem ÖSTERREICH letzte Woche gegen Krampfadern mobil gemacht hatte, sind in der heutigen Ausgabe – unter dem Titel ‘Boxenstopp’ – hilfreiche Tipps für AutobesitzerInnen dran.“

5. „Waldi, Harry und der Kaiser von China“
(fernsehlexikon.de, Stefan)
„Ich habe herausgefunden, warum die Deutschen bei diesen Olympischen Spielen so schlecht abschneiden. Wer das Pech hat, an einem Tag, an dem die ARD überträgt, eine Medaille zu gewinnen, muss hinterher in die Show zu Waldemar Hartmann und Harald Schmidt.“

6. Beijing vs. Peking
(fischerlaender.net, Stefan Fischerländer)
Stefan Fischerländer, der sich zurzeit eigentlich im Olympia-Boykott befindet, schreibt über die olympischen Spiele. Und zwar stört er sich am „Unfug“, Peking als Beijing zu schreiben: „Peking ist Peking und nicht Beijing. Punktum.“ Schliesslich würde auch niemand von Roma, Praha, Moskwa, Torino oder Minga schreiben.

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1. „Russia: Again Savior of Peace and Life“
(english.pravda.ru, Lisa Karpova)
Wie auch faz.net berichtet, sehen russische Medien Russland als Friedensbringer. Die Gegenseite wird so geschildert: „Georgian troops attempted to storm the city much as Hitler‘s Panzer divisions blazed through Europe“. Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili wird als aufgeblasener Clown beschrieben. Wer mal einen richtig einseitigen Artikel lesen will, ist mit diesem in der Pravda gut bedient.

2. Chinas neue Blätter
(faz.net, Luo Lingyuan)
„Der Zeitungsmarkt in China wächst. Auch wenn kritische Kommentare gefährlich und politische Spekulationen nahezu unbekannt sind, ist die Berichterstattung freier geworden. Die neuen Blätter sind human, leserfreundlich, informativ und – objektiv.“

3. „Ich habe die Zukunft der Nachrichten gesehen“
(blog.metaroll.de, Benedikt Köhler)
„In Zukunft werden Schlagzeilen von uns selbst gemacht. Im Internet.“

4. „Die Menschen werden nicht dümmer“
(brainblogger.de, Patrick Breitenbach)
Der Brainblogger zur Spiegel-Frage, ob das Internet uns dumm mache: „Sollte es also diese beschriebene Verdummung tatsächlich geben, so fällt dies leider immer wieder auf die klassischen Medien (Boulevard-TV-Radio-Presse) zurück. Sie sind die eigentlichen Erfinder der ‘sinnlosen’ Informationsflut. Oder gibt es meinem Leben einen Nutzen oder Sinn, wenn ich lese, dass sich Boris Becker verlobt?“

5. „20 Jahre ideelles Gesamtfeuilleton“
(konkret-verlage.de, Ralf Schröder)
„Zum Jubiläum präsentiert sich die Kulturzeitschrift ‘Lettre International‘ sendungsbewußter denn je.“

6. „Neuer ARD-Skandal“
(eleph.antville.org, yam)
„Nach dem Drama um die falsche Fahne leistet sich die ARD den nächsten Scheiß.“

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1. „Internet, intelligent!“
(dasmagazin.ch, Thomas Zaugg)
„Pessimisten aller Länder, seid lieb mit dem digitalen Zeitalter. Wenn man sich nicht dumm anstellt, macht es nicht dumm. Ein Appell.“

2. „Chinas Botschafter kritisiert Schweizer Medien“
(sonntagonline.ch, Katia Murmann und Patrik Müller)
Der chinesische Botschafter in der Schweiz, Dong Jinyi, empfiehlt folgende Sehenswürdigkeiten: „Die Grosse Mauer, weil sie das wohl wichtigste Kulturerbe Chinas ist. Dann die Sommerpaläste der chinesischen Kaiser. Und die Einkaufszentren – damit die Schweizer sehen, welch grosses Angebot es heute in China gibt.“

3. „Als Journalist in Peking“
(stern.de, Jens Fischer)
Stern.de-Reporter Jens Fischer wird nachts von sechs Polizisten geweckt und kontrolliert: „Meine Daten wurden notiert, ihre Blicke durchbohrten mich. Nach etwa 15 Minuten hatte der ganze Spuk ein Ende. Pass und Akkreditierung wurden mir wieder ausgehändigt, die Staatsmacht zog von dannen.“

4. Interview mit Christiane zu Salm
(faz.net, Georg Meck)
Christiane zu Salm vom Burda Verlag beruhigt den Fragesteller von der Frankfurter Allgemeinen: „Zeitschriften und Zeitungen sterben genauso wenig wie seinerzeit das Buch.“ – „Danke. Genau das wollten wir hören.“

5. „Eine kleine Umfrage unter Bloggern“
(blogbar.de, Don Alphonso)
Don Alphonso macht sich Gedanken über die Leute, die einen, viele Blogger kennen das, dummdreist um Informationen angehen: „Das sind vermutlich irgendwelche viertelgebildeten Auswendiglerner, die unter Druck ihre 20 Seiten zusammenschmieren und dann faktisch von irgendeinem HiWi betreut werden, der auch keine Ahnung vom Thema hat. Hauptsache was mit Internet und einem Modethema.“

6. „Ich war ein hübscher Arztsohn mit guten Manieren“
(welt.de, Sven Michaelsen)
Wer dem Spiegel beweisen will, dass er doch noch fähig ist, einen über fünf Zeilen hinausgehenden Text zu lesen, sollte sich Interview mit Oswalt Kolle in voller Länge antun. Es lohnt sich.

Wochenrückblick Nr. 32

In der Schweiz essen sie Hunde, noch ältere Bloggerin gestorben und Alan Posener gibt Apocalypso auf im medienlese.com-Rückblick auf die 32. Kalenderwoche.

(Keystone/Gerald Herbert) 3 Bilder

Das Bild der Woche: Präsident Bush besucht die amerikanischen Vollyballerinnen. Es hat ja gar nichts mit Bush zu tun, aber ältliche Männer, die Gesten im Rücken trainierter und kaum bekleideter Athletinnen machen und ihnen auf den Hintern schauen: Immer etwas daneben.

Schweizer Promis gestalteten eine Ausgabe des SonntagsBlicks und setzten eine Story mit der Schlagzeile „Schweizer essen Katzen“ auf den Titel, was einerseits total absurd ist (Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche dazu: „Wir wollen uns nicht lange mit dem Detail aufhalten, dass die Story über den Trend zum Katzenessen ohne jeden Beleg aus den Fingern gesaugt war“), andererseits dankbar von B.Z. und Berliner Kurier aufgenommen wurde. Heute legte Blick nach und präsentierte einen Bauern aus dem Rheintal, der von sich sagt, lieber Hunde als Katzen zu essen. Sein eigener Hund ist aber nicht in Gefahr: „Luki würde ich sicher nicht verspeisen, er ist viel zu alt und zu zäh.“

Read On…

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1. Keine 68er ohne Medien?
(rundschau-online.de, Torsten Sülzer)
„Die Achtundsechziger – nichts als ein aufgeblasenes Medien-Ereignis? Der Philosoph Uwe C. Steiner sagt sogar, ohne Fernsehen hätte es die ganze Bewegung nicht gegeben.“

2. „Verwirrung um TV-Beitrag von Kabel1″
(satundkabel.magnus.de, Pit Klein)
Kabel 1 interviewt für die Sendung „Abenteuer Leben – täglich Wissen“ den PR-Manager eines Hotels, weist ihn aber ganz anders aus: „Darin kam unter anderem ein vermeintlich reicher Stammgast der Herberge namens Sergey Logvinov zu Wort, der mit dem Titel ‘Geschäftsmann’ in einer Bauchbinde versehen wurde.“

3. „Newsnetz enttäuscht: Web 1.0 Auftritt“
(swiss-lupe.blogspot.com)
„was bitte soll daran innovativ sein, wenn sich drei zeitungen (Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tagesanzeiger) zusammentun, die gleichen newsartikel, gleich aufbereitet, jeder in seinem eigenen online-auftritt veröffentlicht? eine reine demonstration der macht eines monopolisten.“

4. „Privatfernsehen in der Schweiz: Und es funktioniert doch!“
(tagesanzeiger.ch, David Vonplon)
„Mit dem Format «Bauer, ledig, sucht…» hat der Privatsender 3+ erstmals quotenmässig das Schweizer Fernsehen überrundet. Nun plant Senderchef Dominik Kaiser einen Programmausbau.“

5. „Al-Dschasiras schärfste Waffe“
(zeit.de, Julia Gerlach)
„Achmed Mansur ist der Starmoderator des arabischen Satellitensenders. Sein Credo: Reporter müssen parteiisch sein.“

6. „Mark Medlock bei Neben-Mann-Hergehen erwischt“
(bildblog.de, Clarissa)
Gleich mehrere Medien machen Heteros zu Schwulen. Weil sie nebeneinander irgendwo hinlaufen.

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1. „Journalisten fallen auf Steinmeiers PR herein“
(ndr.de, Video, 5:27 Minuten)
Die mit dem deutschen Aussenminister Frank-Walter Steinmeier nach Afghanistan mitreisenden Journalisten berichten unkritisch über dessen symbolische Aktionen. So wurde eine Schule für Armeefahrer schon zum dritten Mal eröffnet, ein Trinkwasserprojekt eingeweiht, das seit Jahren in Betrieb ist und eine Altstadt-Sanierung verkündet, die aber nur einen kleinen Teil davon abdeckt.

2. Will tagesschau.de Google News zensieren?
(blog.jan-filter.de)
Der tagesschau.de-Artikel „Wie braune Propaganda zur Nachricht wird“ sorgt bei mehreren Bloggern für Unmut. Das Filterblog fragt sich, „wie man sich mit den Positionen der politischen Ränder auseinandersetzen soll, wenn sie totgeschwiegen“ werden. „Vielleicht sollen wir uns auf das verlassen, was uns die Tagesschau zu diesem Thema liefert?“. Die Öffentlich-Rechtlichen nennt er „8.000.000.000 Euro teure Pay-TV-Sender, deren Abo keiner von uns legal kündigen kann“.

3. „Transparenz: Glücksache“ bei den Rundfunkgebühren
(fr-online.de, Daniel Bouhs)
Ein Journalist verklagt den WDR, um Transparenz bei der Ausgabenpolitik zu erhalten: „Er will wissen, mit welchen dieser Firmen der WDR Geschäfte macht, welche Honorare vereinbart wurden und ob die Aufträge ausgeschrieben wurden.“

4. „John Miller“, Redakteur eines staatlichen chinesischen Mediums
(zeit.de, Steffen Dobbert)
Ein unter dem Namen „John Miller“ verdeckter chinesischer Redakteur gibt Auskunft und ernüchtert gleich mal die zum Teil missionarischen Texte vieler westlicher Medien. „ZEIT ONLINE: Kommt vom Protest der westlichen Medien gegen die Zensur etwas in China an? – Miller: Wo denken Sie hin? Das wird hier nicht wahrgenommen und auch nicht gelesen.“

5. „Internet killed the Kochzeitschrift?“
(antsinp.antville.org, herr paulsen)
„Sind Kochzeitschriften also tatsächlich die ersten ‘Print-Opfer’ des Internets?“

6. Norbert Neininger zu news1.ch
(shn.ch, Erwin Küenzi)
Norbert Neininger wird von der Zeitung, der er als Chefredaktor vorsteht, zu seinem neuen Projekt befragt. News1.ch sei mit mehreren 100.000 Franken finanziert: „Der Return on Investment wird durch Onlinewerbung erzielt. Nach einem Jahr sollte die Investitionsphase abgeschlossen sein.“

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1. Schweizer Armee im Video-Fieber
(sf.tv, Video, 7:31 Minuten)
Die schweizer Armee kann es nicht verhindern, dass Soldaten immer wieder Videos vom lustigen Armeebetrieb auf YouTube hochladen (Beispiel: „Duschen mit Gasmaske„). Selbst bietet sie auf mediathek.admin.ch (mit Steuergeldern produzierte) PR-Clips in Hollywood-Manier an (Beispiel: „Der Grenadier – semper fidelis„).

2. Ueli Haldimann zur Affäre Schmid/Nef
(cr.blog.sf.tv, Ueli Haldimann)
Der Chefredaktor des Schweizer Fernsehens stellt drei Hypothesen auf, „woher wohl all die Informationen kamen, mit denen die Story während zwei Wochen am Kochen gehalten wurde. Schon beim ersten Artikel in der SonntagsZeitung fragte ich mich: Wer hat den Kollegen diese Geschichte gesteckt?“

3. „Sie wollen jetzt aber nicht allen Ernstes über meine Haare reden?“
(falter.at, Nina Horaczek und Julia Ortner)
Fernsehjournalistin Ingrid Thurnher muss im Interview mit dem Falter Auskunft geben über ihren Pony, über Groupies und über ihre eventuelle Eitelkeit. Ausserdem beantwortet sie die Frage, ab wann man als Journalist „verhabert“ ist: „Ich würde nie mit einem Politiker über Urlaubspläne reden oder beim Heu­rigen versacken.“

4. „Keine Olympia-Filme im Internet“
(tagesschau.de, Sabine Klein)
Tagesschau.de befragt den ARD-Rechtsexperten Christian Blankenburg, warum „Zusammenfassungen der Wettkämpfe, die in der Tagesschau und in den Tagesthemen zu sehen sind, nicht im Internet gezeigt werden“ dürfen.

5. „Andys Liebling“
(jetzt.sueddeutsche.de, Andrian Kreye)
„Warhols Zeitschrift ‘Interview’ wieder in der Hand seiner Freunde“

6. „24 mal aufs Auge: internationale Magazincover“
(linksoben.biz, Florian Köppe)
„Ich habe hier eine kleine Auswahl von bekannten Publikumszeitschriften und eher unbekannten Kultur, sowie Designmagazinen zusammengestellt, die durch ein interessantes Äußeres glänzen und uns Inspiration und Lust zum Entdecken neuer Magazine in diesem undurchsichtigen Dschungel geben können.“

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1. „Das bisher ambitiöseste journalistische Projekt im Internet“
(tagesanzeiger.ch, Reto Hunziker)
Das Newsnetz bereitet seinen Startschuss am 8. August sehr selbstbewusst vor: „Die Zeiten, in denen Onlinejournalismus in der Schweiz im Copy-Paste-Verfahren betrieben wurde, sind vorbei. Heute weiss man: Qualität hat ihren Preis. Newsnetz, das bisher ambitiöseste journalistische Projekt im Internet, setzt diesbezüglich neue Standards.“ Da freuen wir uns doch schon mal im Voraus.

2. „Der Rückblick in die Netz-Pionierzeit“
(blog.jacomet.ch, Andi Jacomet)
Andi Jacomet blick zurück und zeigt auf, dass die Ankündigungen zum Relaunch von tages-anzeiger.ch im Jahr 1996 ähnlich vollmundig waren. Damals hiess es: „Der konsequente Schritt ist also, sich langsam, aber sicher, vom Printprodukt zu lösen und ein eigenständiges Medium zu erschaffen.“ Ein Versprechen, das während 12 Jahren nicht oder nur ansatzweise eingelöst wurde.

3. „Und täglich grüßen die Reformen“
(jungle-world.com, Sascha Becker)
Sascha Becker macht in den überregionalen Blättern Deutschland einen Einheitsbrei aus, der sich als Vielfalt tarnt: „Die schon in Schulbüchern den großen Blättern zugewiesenen politischen Richtungen wie ‘linksliberal’, ‘konservativ’ oder gar ‘links’ zeigen sich in den Meinungs­texten der Medien lediglich als geringfügige Stil­unterschiede im selben Konsens.“

4. „Die WZ wandelt auf BILD-Spuren…“
(wupperblog.de, Marcus Müller)
Marcus Müller sorgt sich um seine Zeitung: „Irgendwie mag man inzwischen den traurigen Eindruck gewinnen, dass sich die Westdeutsche Zeitung (WZ) mit ihrer Wuppertaler Lokalredaktion immer mehr an anderen Zeitungen orientiert.“

5. Als Privatmann am Fackellauf
(jensweinreich.de)
„Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat mit sofortiger Wirkung seinen Redaktionsleiter Dieter Hennig abberufen.“

6. Wieder solo / wieder Single
(coffeeandtv.de)
Nachdem wir gestern erfahren haben, wie man durch Zeitungen mehrmals scheinschwanger werden kann (Bild), hat sich nun Sienna Miller gleich zweimal getrennt (RP Online).

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„Wir sind’s nur“
(jetzt.sueddeutsche.de, Christian Zaschke)
„China öffnet sich mit den Olympischen Spielen der Weltpresse? Nun ja, es kommen hauptsächlich Sportjournalisten. Eine Relativierung.“

„Katie Holmes besteht jeden Schwangerschaftstest“
(bildblog.de, Clarissa)
Katie Holmes, die Frau von Filmstar Tom Cruise, war, seit sie 2006 Tochter Suri zur Welt gebracht hat, schon sage und schreibe zehn Mal beinahe schwanger. Allerdings nur in der Bild-Zeitung.

„Das Sofa ist ein Betriebsunfall“
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Friedrich Nowottny, ehemaliger Intendant des WDR, analysiert die Talkmaster Anne Will und Sabine Christiansen und kommt dabei auf die Haarfarbe zu sprechen: „Die beiden Journalistinnen sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Unterschiedlich im Temperament, unterschiedliche Ausstrahlung, die eine ist blond, die andere dunkel.“

„Olympische Spiele in Peking: Keine dicken Kameras erlaubt“
(fokussiert.com, Wolf-Dieter Roth)
„Die Wellen der Empörung schlagen bereits hoch, doch wirklich unerwartet ist es nicht: Normale Besucher der olympischen Spiele dürfen keine größeren Kamerausrüstungen in die Stadien bringen.“

„Sky Sports als Vorbild?“
(sportmedienblog.de)
„Oftmals, wenn die Diskussion darüber geführt wird, was PREMIERE im Sportbereich falsch macht, kommt das Gespräch auf den britischen Pay-Anbieter Sky und seine Sportkanäle. Sollte Sky Sports – erst Recht, nachdem nun Murdochs News Corporation Anteile an PREMIERE gehören – als Vorbild für eine Umorientierung, ja sogar einen Relaunch des PREMIERE Sportprogramms herhalten?“

„Robert Basic ist eine Linkschleuder“
(t3n.yeebase.com)
Frank Westphal, Gründer und Entwickler von rivva.de, im Interview: „Mir schwebt vor, Spiegel Online zu spiegeln. Die Ressorts würden also ähnlich aussehen wie die Hauptressorts bei Spiegel Online, dazu käme dann die Titelseite, die die großen Themen aus den einzelnen Ressorts und dazu noch ein paar kleinere Themen bündelt und dadurch den Überblick auf einer Seite bietet.“

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