„Bild“ wirkt!

Am Donnerstag war Anke Engelke „Gewinnerin des Tages“ in „Bild“. Erstens weil Thomas Gottschalk sie „in höchsten Tönen“ gelobt habe (was er schon früher öffentlich getan hatte). Und zweitens:

Seitdem sie donnerstags schon um 22.15 Uhr mit ihrer Talkshow kommt, steigen auch die Quoten. BILD meint: Heute einfach mal bei Anke reinschauen.

Vor dieser Meldung war „Anke Late Night“ ein einziges Mal donnerstags schon um 22.15 Uhr gelaufen. Diese Sendung hatte einen mäßigen Zielgruppen-Marktanteil von 9,2 Prozent. Mit dem Rückenwind der „Bild“-Empfehlung brach er am Abend der „Gewinner“-Meldung auf 7,1 Prozent ein. Insgesamt schalteten 260.000 Zuschauer weniger als in der Woche vorher ein.

In eigener Sache

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Oben ohne

Rücksichtsvoll von der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung, dass Uschi Glas‘ Tochter, die sich mit drei Freundinnen eine „Marihuana-Zigarette“ geteilt haben soll, dort mit einem schwarzen Balken über den Augen mehr oder minder unkenntlich gemacht wurde.

Wer allerdings das dringende Bedürfnis verspürt, sich die Fotos der 17-Jährigen ohne schwarzen Balken über den Augen anzuschauen, braucht nur am Kiosk einen Blick auf die Titelseite der gedruckten „Bild“ zu werfen.

Nachtrag: Mittlerweile sind Artikel und Foto in der Online-Ausgabe der „Bild“ nicht mehr „verfügbar“. Der Ausriss zeigt, wie die Geschichte bis zum Nachmittag präsentiert wurde.

Verwechslung

Da ist also jemand, der als „Spießer“ beschrieben wird, als „Ordnungsfanatiker“. Jemand, der „jeden Mucks hört“ und sich davon „persönlich beleidigt fühlt“. Jemand, der „Briefe an seine Mitbewohner schrieb“ und „genau Buch führte“ über die kleinen privaten Verfehlungen seiner Mitmenschen.

Ach, das ist gar keine Personifizierung der „Bild“-Zeitung! Das ist der „Amok-Rentner“.

Zack! Wuusch! Arrggh!

„Schreckensszenen“ spielten sich laut „Bild“ in der Boeing 757, Flug HP 029, aus Phoenix nach der Landung in Los Angeles ab, denn es passierte so etwas ähnliches wie „das Unfassbare“, als das „Tattoo-Monster“ seine Drohung zumindest ansatzweise wahr machte:

Motherfucker, ich prügel dich zu Tode, hau dir auf die Fresse, wenn wir gelandet sind.

Ganz so schlimm kam es dann zwar nicht, immerhin sei aber „überall Blut“ gewesen, nach der „Rucksackattacke“ auf „TV-Star“ Wolfgang Fierek. Ein Fotograf, der den „Horror“, wie Christiane Hoffmann das nennt, dokumentieren konnte, war offenbar nicht in der Nähe. Ein Problem? Nicht für „Bild“.

Unzertrennlich

In der Berliner Tauentzienstraße hat Deutschlands „modernste“ McDonald’s-Filiale eröffnet, „in Luxusausführung“ und mit „schicker Glasfassade“. „Coole Design-Atmosphäre auf drei Etagen (318 Sitzplätze).“

Manche Zeitungen würden über so einen Bericht mit hübschen Farbfotos und Zitat vom McDonald’s-Regionalmanager einfach „Anzeige“ drüberschreiben. „Bild“ schreibt stattdessen: „Wo kann man richtig lecker essen und BILD-Zeitung lesen?“

Einfach unzertrennlich, die beiden.

I knows it!

Das Internet ist eine praktische Erfindung für Menschen wie Christiane „Ich weiß es“ Hoffmann. Gestern zum Beispiel musste sie möglicherweise bei IKEA an der Kasse stehen und konnte nicht persönlich dabei sein, als sich Prinz Harry in Windsor die Kante gab. Kein Problem: Im Internet kommt Christiane H. nicht nur an Informationen aus fernen Ländern, sondern kann sie sich gleich automatisch übersetzen lassen. Und so schreibt sie:

Mit jeder Menge „Red Bull“, Wodka und anderem Gesöff feierte Rotschopf Harry völlig entfesselt den Verlust seines Polo-Teams beim „Cartier International Day“.

Möglicherweise war es nicht der Verlust, sondern die Niederlage seines Teams, die ihn zum Alkohol trieb. Aber was wissen wir schon?

Er weiß es!

Einer der Sätze, den Franz Josef Wagner in seiner heutigen „Bild“-Kolumne (an die Rechtschreib-Reformer) schreibt, lautet:

„Ich weiß, dass ich Tage habe, wo ich elendig schreibe und nichts zu sagen habe.“

Seine Kollegin Christiane Hoffmann hingegen hat sich in ihrer heutigen „Bild“-Kolumne (über Til Schweiger bei IKEA) für eine andere Formulierung entschieden. Sie schreibt:

„Dreimal 8 Kleiderbügel ‚Bumerang‘ für je 4,95 Euro, zwei Kissen ‚Alvine Bred‘ für je 2,99 Euro, eine Tagesdecke ‚Alvine Blommig‘ für 35 Euro, acht Badetücher ‚Knipplan‘ für je 5,50 Cent, drei Plastiktonnen mit Deckel namens ‚Knodd‘ für je 16,90 Euro. Macht 150,53 Euro (…).“

„Einkaufsliste“ nennt Hoffmann das. In alter Rechtschreibung nannte sich sowas, glaub‘ ich, Kassenbon.

Er weiß es!

Einer der Sätze, den Franz Josef Wagner in seiner heutigen „Bild“-Kolumne (an die Rechtschreib-Reformer) schreibt, lautet:

„Ich weiß, dass ich Tage habe, wo ich elendig schreibe und nichts zu sagen habe.“

Seine Kollegin Christiane Hoffmann hingegen hat sich in ihrer heutigen „Bild“-Kolumne (über Til Schweiger bei IKEA) für eine andere Formulierung entschieden. Sie schreibt:

„Dreimal 8 Kleiderbügel ‚Bumerang‘ für je 4,95 Euro, zwei Kissen ‚Alvine Bred‘ für je 2,99 Euro, eine Tagesdecke ‚Alvine Blommig‘ für 35 Euro, acht Badetücher ‚Knipplan‘ für je 5,50 Cent, drei Plastiktonnen mit Deckel namens ‚Knodd‘ für je 16,90 Euro. Macht 150,53 Euro (…).“

„Einkaufsliste“ nennt Hoffmann das. In alter Rechtschreibung nannte sich sowas, glaub‘ ich, Kassenbon.

Fernsehen wird durch „Bild“ erst schön

Das Schöne an einer Zeitung, die Dinge früher weiß als andere, ist ja, dass man seltener böse Überraschungen erlebt im Leben.

„Bild“ wusste schon am Donnerstag, dass Pro Sieben „Die Alm“ verlängert: Senderchef Jocic „verriet“ der Zeitung: „Weil der Erfolg so groß ist und so viele Zuschauer bei uns angerufen haben, hängen wir noch eine Woche dran.

Bis ins „Bild“-Fernsehprogramm vom Montag hatte sich das allerdings noch nicht herumgesprochen.

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