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Die Animatoren der Debatte
(werbewoche.ch, Jürg Altwegg)
Das Schreckgespenst von den Medien ohne Journalisten geht um, auch in Frankreich. Nie war ihre Rolle im Wahlkampf so unbedeutend wie diesmal.

Braucht die Presse Blogger?
(nzz.ch, ras.)
Blogger sind bekanntlich AAA – arm, allein und avantgardistisch. Sie arbeiten für Gotteslohn und sind mit dem stillen Glück zufrieden, sich an der Speerspitze des medialen Fortschritts zu wähnen.

„Zeit, mit Inhalten Geld zu verdienen“
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Unter dem Motto „Cash from Chaos“ wurde bei der Berliner Blogger-Konferenz re:publica das Thema Geldverdienen mit Weblogs diskutiert. Kontroversen blieben dabei weitgehend aus.

Schreiben – bis zu zwölf Stunden am Tag
(spiegel.de, Helmut Merschmann)
Auf der „re:publica“-Konferenz in Berlin treffen sich 700 Blogger – und widerlegen ein paar Vorurteile. Zum Beispiel schreiben keineswegs nur Männer: Zwei Drittel der deutschsprachigen Blogger sind Frauen.

Leben im Netz, Treffen in der Wirklichkeit
(tagesschau.de, Fiete Stegers)
Bei dieser Konferenz ist keiner der Referenten beleidigt, wenn sich im Publikum jeder Dritte mehr seinem Laptop auf seinen Knien als der allgemeinen Diskussion zu widmet. Hunderte Blogger kamen zur „re:publica“-Konferenz, die in einem Kulturzentrum im Herzen Berlins stattfindet: Die dreitägige Veranstaltung ist das erste große Klassentreffen, eine Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene.

Rücktritt vom Rücktrittskommentar
(blattkritik.ch)

F. J. Wagner weckt Zweifel an Unfehlbarkeit Gottes

Wer weiß schon, ob es der Alkohol war, der ihm über die Jahre so zugesetzt hat, dass er bisweilen, wenn er sich öffentlich zu Wort meldet, fast wirkt wie… eine Karikatur seiner selbst. Es ist, seien wir ehrlich, als wäre er auf seine alten Tage ein bisschen tüddelich geworden. Zumindest nimmt er’s — obwohl man es von Berufs wegen eigentlich von ihm erwarten dürfte — mit der Wahrheit nicht mehr allzu genau.

Das jedenfalls ist — angesichts der heutigen Kolumne von Franz Josef Wagner über Gott und Bill Gates — der Eindruck, den man bekommen könnte. Der Eindruck von Gott, versteht sich! Wagner hat für die heutige „Bild“ nämlich einen Dialog zwischen Gott und Gates „erfunden“, in dem es heißt:

Gott empfängt Bill Gates (…): „Du musst alles spenden, mein Sohn, bis auf das letzte Hemd.“ Gates kleinlaut: „Auch meine Jacht?“ „Auch deine 120 Meter lange Jacht ‚Octopus‘.“ (…)

Dumm nur für Gott/Wagner, dass Bill Gates‘ „120 Meter lange Jacht ‚Octopus'“ gar nicht Bill Gates gehört.

Mit Dank an Alex H.

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Für flüchtige Leser
(berlinonline.de, Daniel Häuser)
Welt online, Netzeitung, sueddeutsche.de: Wie Tageszeitungen den Anschluss ans Web 2.0 suchen.

Blogger haben keine Lust auf Regeln
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Bei der Berliner Konferenz re:publica wird noch bis Freitag über Weblogs, Podcasts und das Mitmach-Web diskutiert. Zum Auftakt des Blogger-Treffens wurde an Mythen gekratzt und einem derzeit in der Blogosphäre heftig diskutierten Regelwerk für Blogger eine Absage erteilt.

Der Spaß wird ernst
(tagesspiegel.de, Johannes Boie)
Zu Besuch auf der größten deutschen Blogger-Konferenz ?re-publica? in Berlin.

Gut übersetzt, schlecht geklaut
(swissreporter.ch, Peter Sennhauser)
Ich fühle mich geehrt, beklaut und nicht ganz ernst genommen: Das ist das Resultat einer Recherche in der Schweizerischen Mediendatenbank, dem „Ur-Google“ der helvetischen Medienszene, wo Journalisten nicht nur nach Fakten, sondern bisweilen auch nach sich selber suchen.

„Wir gestalten nur eine Übergangsphase“
(neuegegenwart.de, Björn Brückerhoff)
Focus Online-Chefredakteur Jochen Wegner über mobilen Online-Journalismus.

Zweiklassenjournalismus
(taz.de, Bernd Bieberich)
Seit Raúl Castro in Kuba regiert, genießen einheimische Journalisten etwas mehr Freiraum. Ihre Kollegen aus dem Ausland haben unter dem „Kontrollfanatiker“ allerdings einen schweren Stand.

Kurz korrigiert (326)

Die Online-Angebote des „Standard“, der „Süddeutschen Zeitung“, der „Financial Times Deutschland“, der „Kleinen Zeitung“, der „Neuen Zürcher Zeitung“ und der „Salzburger Nachrichten“ beispielsweise behaupten unisono, dass nach einem Bericht des Weltklimarats (IPCC) „der Columbia-River bei einer durchschnittlichen Erderwärmung um zwei Grad bis 2040 im Sommer fünf Milliarden Kubikmeter weniger Wasser führen“ würde.

Anders das Online-Angebot der „Bild“-Zeitung. Dort heißt es:

"Bei einer durchschnittlichen Erderwärmung von zwei Grad pro Jahr würde etwa der Columbia River 2040 rund fünf Milliarden Kubikmeter weniger Wasser führen."

Wir allerdings glauben, in 33 Jahren hätte man bei zu erwartenden Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 66,5 und 94,3 Grad Celsius am Columbia-River andere Sorgen.

Mit Dank an Wolfgang K., Wolfgang L., Markus G. und Joachim L.

Nachtrag, 12.4.2007: Irgendwann gestern abend hat Bild.de das falsch hinzugedichtete „pro Jahr“ wieder aus dem Satz entfernt.

Allgemein  

„Hakenkreuz“ und „Bundeswehr“

Mal angenommen, eine halbwegs seriöse Zeitung bekäme ein Foto zugespielt, das geeignet scheint, einen mindestens kleinen Skandal auszulösen. Die Zeitung würde natürlich anfangen zu recherchieren, um herauszufinden, was hinter diesem Foto steckt. Nehmen wir weiter an, es ergäbe sich bei der Recherche, dass es eine einfache, glaubwürdige und vor allem harmlose Erklärung für das Foto gibt — aber keine Story. Was würde diese halbwegs seriöse Zeitung nun tun?

Bei „Bild“ allerdings lässt man sich eine Skandalgeschichte nicht durch einfache, glaubwürdige und harmlose Erklärungen kaputt machen.

"Hakenkreuz-Fahne in Dresdner Bundeswehrschule!"Fast ganzseitig und mit Ausrufezeichen berichtet „Bild“ in ihrer Dresdner Ausgabe heute über eine „Hakenkreuz-Fahne in Dresdner Bundeswehr-Schule!“ (siehe Ausriss). „Bild“ hat nämlich von einem „Offiziersschüler“ ein Foto zugeschickt bekommen, das auf dem Gelände der Offizierschule des Heeres in Dresden aufgenommen wurde. Es zeigt, wie „zwei Nazi-Flaggen“ (eine Reichskriegs- und eine Hakenkreuz-Fahne) in einem Raum am Fenster hängen. Wofür es eine einfache, glaubwürdige und harmlose Erklärung gibt, die im „Bild“-Text ein Oberstleutnant der Offizierschule gibt. Zusammengefasst lautet die Erklärung: Die Flaggen, ausgeliehen vom Landesamt für Verfassungsschutz, dienten im Rahmen einer politischen Schulung über Rechtsextremismus als Anschauungsmaterial und sie hingen in einem Bereich, der von der Öffentlichkeit kaum einsehbar ist.

Um diese harmlose Erklärung herum schreibt „Bild“ aber bedeutungsschwanger Dinge wie: „Es ist die Kaderschmiede der Bundeswehr (…). Ein Ort, an dem jedes Jahr 2000 Soldaten zu Führungskräften ausgebildet werden.“ Oder: „Jetzt schickte ein Offiziersschüler diese schockierenden Fotos an BILD.“ Sowie: „die Reichskriegsflagge und eine Hakenkreuz-Fahne, beide als verfassungsfeindlich in Deutschland verboten.“*

Und obwohl nicht mal „Bild“ Zweifel daran hat, dass die Flaggen tatsächlich, wie der Oberstleutnant in „Bild“ erklärt (und wie wir uns vom Informationsamtes des Heeres haben bestätigen lassen), nur zu Schulungszwecken in der Schule hingen, schreibt „Bild“ in der Unterzeile:

"Jetzt bringt das angebliche "Lehrmaterial" die Kaderschmiede des Heeres in Erklärungsnot"

Warum „Bild“ sich hier für das Wort „angeblich“ und die Anführungszeichen um Lehrmaterial entschieden hat, geht aus dem Text mit keinem Wort hervor. Entsprechend ist es also eher der irreführende BILD-Artikel, der „die Kaderschmiede des Heeres in Erklärungsnot“ bringt. Gerne auch mit Ausrufezeichen!

Mit Dank an einen Offizieranwärter für den sachdienlichen Hinweis.

*) Anders als „Bild“ behauptet, ist die Reichskriegsflagge in der hier betroffenen Version ohne Hakenkreuz nicht „als verfassungsfeindlich in Deutschland verboten“. Ihre Verbreitung und Darstellung gilt, je nach Bundesland, maximal als Verstoß gegen die öffentliche Ordnung. In Sachsen wird das Zeigen der Reichskriegsflagge nur unter bestimmten Bedingungen als Ordnungswidrigkeit verfolgt.

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Das kleine Weblog-Handbuch – ein Ratgeber für Blogger
(krusenstern.ch, jvo)
Ein Weblog ist die einfachste Sache der Welt: Ein paar Mausklicks – und schon kann man drauflos schreiben und die ganze Welt liest mit. Ähm, na ja? also ganz so einfach ist es doch nicht. „Das kleine Weblog-Handbuch“ hilft bei den ersten Schritten – und darüber hinaus auf dem Weg zum erfolgreichen Blogger.

Mit wenig Leuten möglichst viel stemmen
(sueddeutsche.de, Christoph Kappes)
Michael Maier, früherer Chefredakteur des Stern, versucht sich an einer Mitmach-Zeitung im Netz. Die Redaktion wird klein sein, doch darin hat sich Maier bereits bei der meist eher dünn besetzten Netzeitung geübt.

Ham S?e noch Daten da?
(jungle-world.com, Carsten Schnober)
Erst Informationen sammeln, dann die Gesetze ändern, damit man sie auch alle verwerten kann. So will Schäuble Deutschland sicherer machen.

Kann man das kaufen?
(zuender.zeit.de, Falk Lüke)
Deutsche Blogger wollen mit Werbung Geld verdienen – und gründen ihre eigene Vermarktungsfirma. Mitmachen dürfen anfangs nur handverlesene Autoren.

hinweis für blogger von ?welt?
(popkulturjunkie.de)
Lieber Herr ?Fernsehexperte? Dahlmann von ?Welt Online?.

Der glückliche Leser
(tobistar.com)
Folie für einen Vortrag über Zeitungen.

„Kein Respekt vor der Privatsphäre der Kanzlerin“

Im Jahr 2006 verbrachte Angela Merkel ihren Osterurlaub auf Ischia.

Und als britische Boulevardzeitungen dies zum Anlass nahmen, Paparazzifotos der deutschen Bundeskanzlerin abzudrucken und despektierlich zu kommentieren, berichtete bekanntlich auch „Bild“:

Kein Respekt vor der Privatsphäre der Kanzlerin (…)

"IZwei britische Zeitungen („Sun“, „Daily Sports“) verhöhnen unsere Kanzlerin, drucken intime Pool-Fotos von Angela Merkel und ihrem Mann, Prof. Joachim Sauer. Heimlich aufgenommen beim Osterurlaub auf Ischia!

Es sind Aufnahmen aus dem Privatbereich, die kein Mensch von sich in der Zeitung sehen möchte.
(Hervorhebungen von uns.)

In diesem Jahr verbringt Merkel wieder ihren Osterurlaub auf Ischia.

Und während Bild.de und andere (wie schon im letzten Jahr) das Ehepaar Merkel/Sauer beim bloßen Herumbummeln zeigen, druckt „Bild“ heute auf Seite 2 ein großes Foto von Merkel und Sauer im Hotel-Pool. Man könnte die Aufnahme aus dem Privatbereich ein intimes Pool-Foto nennen, heimlich aufgenommen beim Osterurlaub auf Ischia — und gekauft von einer Agentur, die noch viele weitere „exklusive“ Paparazzifotos von Merkel („am Hotelpool“, „am Strand“, „gönnt sich ein Schläfchen unter Palmen“) im Angebot hat.

Im vergangenen Jahr zitierte „Bild“ den Vize-Regierungssprecher Thomas Steg mit den Worten: „Auch die Bundeskanzlerin und ihr Mann haben ein Recht auf Privatsphäre!“

Und zu den aktuellen Merkel-Fotos sagte uns ein Regierungssprecher nun auf Anfrage: Es habe auf Ischia „keinen offiziellen Fototermin“ mit Merkel gegeben, die Fotos seien „ohne ihr Einverständnis“ gemacht und veröffentlich worden — und Merkels Urlaubsreisen „eigentlich eine private Angelegenheit“. Dennoch wird die Bundesregierung es wohl auch jetzt so handhaben wie im vergangenen Jahr, als sie „die Sache auf sich beruhen lassen“ wollte („Juristische Schritte sind nicht beabsichtigt“).

Bei „Bild“ aber ist die Entscheidung, ob man sich über eine Verletzung der Privatsphäre eines Menschen empört (2006) oder die Privatsphäre selbst verletzt (2007), offensichtlich keine Frage des Respekts oder des Rechts — sondern davon abhängig, was der Redaktion gefällt.

Nachtrag, 11.4.2007: Auch der „Berliner Kurier“ druckte gestern (unter der Überschrift: „Planschela Merkel: So verliebt, so glücklich — Die Sonnentage der Klima-Kanzlerin“) ein Paparazzifoto derselben Agentur von Merkel und Sauer im Pool.

Nachtrag, 13.4.2007: Und der „Stern“ druckt dasselbe Foto wie „Bild“ in seiner aktuellen Ausgabe (16/2007) sogar als „Bild der Woche“ auf einer Doppelseite und schreibt scheinheilig dazu: „Sie hat es wieder getan. Trotz schlechter Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Trotz dreister Paparazzi-Überfälle und bösartiger Bild-Attacken vor allem in ausländischen Boulevardzeitungen. Kanzlerin ANGELA MERKEL ist über Ostern wieder nach Ischia gereist. (…)“ An der grundsätzlichen Unzulässigkeit des Abdrucks ändert jedoch auch das nichts.

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Der Narr ist heute der König
(faz.net, Jörg Thomann)
Im Fernsehen unserer Kindertage waren die Komiker nur Randfiguren. Heute haben sie die Hauptrolle übernommen. Den Lachsalven auszuweichen, ist dem Zuschauer kaum mehr möglich: Die Comedians sind zu den neuen Leitfiguren geworden.

„Wahre Freunde gibt es nur im wahren Leben“
(ftd.de, Jochen Brenner, Katrin Schmiedekampf und Christine Zerwes)
Wer kennt wen woher – mit Einladung können User die Internet-Plattform lokalisten.de betreten, um dort mir Ihren Freunden zu chatten. Inzwischen sind rund 600.000 Lokalisten in etwa siebzig Städten registriert. Die Mitglieder sollen sich auch im wirklichen Leben treffen – nicht wie bei Second Life, was Gründer Andreas Degenhart „schlimm“ findet.

„Im Grunde der helle Wahnsinn“
(fr-online.de, Daniel Bouhs)
Die junge Online-Lokalzeitung Onruhr kann keine Honorare mehr zahlen und muss ihren Umfang deutlich reduzieren.

Think before you post
(youtube.com, Video, 0:58 Minuten)
Think before you post commercial.

Sueddeutsche.de liest sich selbst nicht
(medienpiraten.tv)
Alternativerklärungen dazu, dass der Live-Ticker zum Raab-Boxkampf vom 31. März im Kultur-Ressort immer noch Aufmacher ist, werden gerne entgegengenommen.

Krampf der Kulturen: Wie indische Computerprofis auf die Schweiz vorbereitet werden
(sf.tv, Video, 4:58 Minuten, teilweise Dialekt)
In der Schweiz gibt es immer mehr indische Computerspezialisten. Sie sollen die Software-Probleme der grossen Firmen lösen. Indisches Know-how und Schweizer Perfektion, beides zusammen – es wäre zu schön, um wahr zu sein. Denn die Tücken des Alltags liegen in unterschiedlichen Arbeitskulturen. Also bekommen die indischen Kollegen in Intensivkursen beigebracht, wie man in der Schweiz Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit buchstabiert. Ein Blick hinter die Kulissen der schönen neuen globalisierten IT-Welt.

Und welchen Wasserfilter benutzen Sie?

Schon möglich, dass die Nennung von Markennamen in der Literatur spätestens seit Bret Easton Ellis‘ „American Psycho“, Christian Krachts „Faserland“ und Florian Illies‘ „Generation Golf“ als Stilmittel gilt. Im Journalismus kennt man gemeinhin ein anderes Wort dafür — außer bei „Bild“. Dort nennt man’s schlicht:

"Zu Hause bei..."

Seit Norbert Körzdörfer für „Bild“ den Klatschkolumnisten mimt, widmet sich die ehemalige „Ich weiß es!“-Kolumnistin Christiane Hoffmann ja bekanntlich „einmal wöchentlich in BILD großen Portraits, Interviews und Home-Storys“. Am gestrigen Samstag erschien bereits die 10. Folge — und wir fassen zusammen:

Wieviele Markennamen passen in eine einzige „Bild“-Homestory?

— Küche von „Innova“

— Kühlschrank von „Samsung“

— Espressomaschine von „Jura“

— Küchengeräte von „Siemens“

— Wasserfilter von „Nikken“

— Geschirr von „Villeroy & Boch“

— Sofa von „Who’s perfect“

— Tischchen von „Who’s perfect“

— Esstisch von „Who’s perfect“

— Stühle von „Rahaus“

— Plasmafernseher von „Pioneer“

— Regale von „Ikea“

— Pumps von „Buffalo“

— Kleider von „Veronica Pohle“

— Heizung von „Villeroy & Boch“

— Lockenstab von „Panasonic“

— Wimperntrenner von „Panasonic“

— Wimpernbürste von „Panasonic“

— Parfüm „Glow“ von J.Lo

— Körperpflege von „Aveda“

— Gloss von „Lancome“

— Mascara von „Jade“

Gefunden in „Bild“ vom 7.4.2007

Udo Jürgens trägt Smokings von „Baldessarini“, duftet nach „Eau Sauvage“ und benutzt Kosmetik von „La Mer“. Vicky Leandros benutzt Kosmetik von „La Mer“, hat ein Klavier von „Yamaha“, Dreh-Hocker von „Ikea“, einen Fernseher von „LG“ sowie eine Kaffeemaschine von „Tefal“ und trägt Jeans von „True Religion“. Barbara Becker hingegen trägt Jeans von „Acne“, benutzt Kosmetik von „La Mer“ sowie Duschbad von „Dr. Hauschka“, duftet nach „Shalimar“, trinkt „E3 live“ und besitzt eine Hifi-Anlage von „Bang&Olufsen“, eine Küche von „Gaggenau“, Tisch und Stühle von „Knoll“, Möbel von „Dedon“ sowie eine Uhr von „Milus“ (für die Becker selbst Werbung macht). Tommy Haas hat einen Kühlschrank von „Sub Zero“, einen Fernseher von „Sony“ sowie Taschen von „Dunlop“ und „Limited Sports“ (für die Haas selbst Werbung macht). Ralf Möller (der u.a. für die Kosmetikfirma „LR“ Werbung macht) duftet nach „Ralf Moeller“ von „LR“, hat einen Fernseher von „Sony“, einen Computer von „Apple“, einen Gasherd von „General Electric“ und eine Trainingstasche von „Louis Vuitton“. Aber vielleicht spulen wir — Ikea St.Barth Helena Rubinstein Transvital Gucci Boss Medion Studio 39 Balay Apple Wasser-Maxx Ewe Miele Ikea Minotti NEC AquaTech Bang&Olufsen JAB Anstoetz — schnell mal weitere vier Folgen vor, denn (hechel) gestern hat sich Christiane Hoffmann fraglos selbst übertroffen: Mit rund 20 (!) Markennamensnennungen* in einer einzigen Homestory unangefochten auf Platz 1 der „Zu Hause bei“-Charts liegt… Susaaaaaaaan Sideropoulos!

*) Nicht markennamentlich genannt wurden in „Bild“ übrigens die Hersteller von Sideropoulos‘ „japanisch anmutenenden Bambusrollos“, ihres „L-förmigen Sofas“, eines „weißen Regalbretts“, der „Whirlpoolwanne unter Schrägfenstern“, der „Heizdecke“ und des „Glas-stählernen Aufzugs im Hinterhof“. Ach ja: Und wenn dieser „neun-armige Kerzenleuchter“ in Sideropoulos‘ Wohnung von Villeroy & Boch oder Pioneer wäre, wüsste Christiane Hoffmann vermutlich auch, dass er nicht „Menora“ heißt.

Mit Dank für die vielen Hinweise zur Menora.

Irak? Iran! Irak? Iran!

Ja gut, das kann vielleicht einmal passieren, im Eifer des Gefechts den Überblick zu verlieren, von welchem Land nun genau diese 15 britischen Soldaten gefangen genommen wurden:

Das US-Außenministerium bestätigte, dass Ahmadinedschad – anders als ursprünglich erwartet – nicht an der Ratssitzung teilnehmen werde. Nach Angaben der irakischen Regierung sollen die USA die erforderlichen Visa nicht rechtzeitig ausgestellt hätten. Washington bestritt dies entschieden.

Aber auf Dauer würde sich dann doch vielleicht ein Spickzettel, eine Eselsbrücke oder eine funktionierende Schlussredaktion lohnen:

Die Marineangehörigen, die knapp zwei Wochen Geiseln im Irak waren, werden von Medien und Militärexperten verhöhnt.

Danke an Jan K., Stefan R. und Rainer H.!

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