Mega-starke Freundschaft

Am Samstag wettete Thomas Gottschalk in „Bild“, dass er mit „Wetten, dass…?“ mehr Zuschauer haben werde als am Samstag zuvor Günther Jauch, Andy Borg und Stefan Raab zusammen.

Er verlor, und deshalb darf muss wird Gottschalk demnächst einen Tag lang den Posten des „Bild“-Chefredakteurs übernehmen.

Trotzdem, schreibt „Bild“, habe „Wetten, dass…?“ am Samstag eine „mega-starke Einschaltquote (12,02 Mio.)“, ja: eine „Traumquote“ erzielt.

Soso. Es war die niedrigste „Einschaltquote“ einer regulären „Wetten, dass…?“-Sendung seit dem 29. April 1995.

Es zahlt sich also aus, mit „Bild“ befreundet zu sein. Vor allem, wenn es mal nicht so gut läuft.

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Studie über den Journalismus (dradio.de)
Was ist mit den deutschen Journalisten los? – fragen die Autoren dieses „Reports über Journalisten in Deutschland“ irgendwann gegen Ende ihrer umfangreichen Studie. Dabei bleiben sie die Antwort zwar nicht direkt schuldig, doch sie fällt so differenziert aus.

Marketing-Kolumne: Werbung 2.0 (brandeins.de)
Im Web 2.0 der Bürgerportale, Videoblogger und Selbstdarsteller lösen sich die klassischen Zielgruppen auf. Aber das macht nichts. Die Online-Werber nehmen ohnehin schon Einzelpersonen ins Visier.

Medienattacke 2.0 (fr-aktuell.de)
Ist nun Revolution? Oder doch eher nicht? So leicht klären lässt sich das nicht. Jedenfalls: Die Weblogs verändern das Selbstverständnis der Presse.

Die Maus hielt viel aus (tagesspiegel.de)
Sabine Christiansen moderiert ihr letztes Talkshow-Jahr im deutschen Fernsehen. Trotz heftigem Gegenwind hat sie es ganz nach oben geschafft.

Daten sind Macht (faz.net)
Das Wissen der Welt zugänglich zu machen – dieser Mission hat sich Google verschrieben. Nicht überall kommt diese Absicht, die mit dem Urheberrecht kollidiert, gut an. Eine Charmeoffensive soll jetzt Abhilfe schaffen.

Teleshopping (nzzfolio.ch)
Einmal pro Jahr treffen sich die Einkäufer der TV-Sender in Los Angeles und feilschen um die neuen Serien. Was Sie morgen am TV sehen werden.

Springers Leitlinien leiten nicht

„[Unsere journalistischen Leitlinien] sind ein Schutzwall für unabhängigen Journalismus. Wir haben sie in einer Zeit eingeführt, in der der kommerzielle Druck auf Redaktionen immer größer wird. Jeder wird natürlich beobachten, wie wir damit umgehen – das macht uns angreifbarer als diejenigen, die still ihre faulen Kompromisse machen.“

Mathias Döpfner, Vorstandschef Axel Springer AG, 13. März 2004

 

Ganz konkret zeigt sich der Umgang der Axel Springer AG mit diesen Leitlinien natürlich einfach daran, dass Bild.de sich konsequent weiter als Schleichwerbeportal positioniert und exakt dieselben Schleichwerbe-Praktiken pflegt, die Bild.de von Gerichten bereits zweimal untersagt wurden. (Oder daran, dass der Berater des „Bild“-Chefredakteurs seine jahrelange Werbekampagne für eine Nassrasierer-Marke im Blatt fortsetzt.)

Aber die Bedeutungslosigkeit dieser „journalistischen Leitlinien“ ist noch grundsätzlicher. Im Sommer haben wir versucht, eine Stellungnahme des Verlages zu den merkwürdigen Werbepraktiken im Spiele-Ressort von Bild.de zu bekommen. Wir wollten, dass uns jemand erklärt, warum diese Praktiken, die wir als Schleichwerbung bezeichnen würden, anscheinend nicht gegen die „journalistischen Leitlinien“ verstoßen.

Was dann passierte, ist vielleicht ganz aufschlußreich.

Wir haben eine Mail an Tobias Fröhlich geschrieben, der Pressesprecher für „Bild“ und Bild.de ist. Nach mehreren Nachfragen bekamen wir die Antwort, er werde sich mit der Sache nicht befassen. Wir haben daraufhin eine Mail an Edda Fels geschrieben, die Leiterin Unternehmenskommunikation bei der Axel Springer AG. Wir baten sie, uns einen Ansprechpartner für unser Anliegen zu nennen. Sie gab uns zur Antwort, soweit sie wisse, sei Herr Fröhlich an der Sache dran. Als wir sie darauf aufmerksam machten, dass für Herrn Fröhlich die Sache längst erledigt sei und fragten, ob es „irgendeinen Ansprechpartner in der Axel Springer AG“ gibt, der dem Vorwurf von Verstößen gegen die „journalistischen Leitlinien“ nachgeht, bekamen wir keine Antwort mehr. Stattdessen meldete sich einige Tage später Herr Fröhlich und bat um Verständnis, dass er „jetzt nicht im Detail auf Ihre Darstellung in Ihren Fragen eingehen möchte“. Eine Antwort in der Sache erhielten wir nicht.

Als nächstes wandten wir uns mit einem Brief an Mathias Döpfner. Wir baten ihn um Unterstützung, da er noch wenige Wochen zuvor bei einer Tagung des „Netzwerk Recherche“ die Bedeutung der „journalistischen Leitlinien“ betont hatte. Wir fragten ihn:

Warum geht meinem Hinweis, Bild.de verstoße systematisch gegen die „Journalistischen Leitlinien“, niemand nach — und sei es nur, um den Vorwurf zu entkräften? Wer sorgt intern dafür, dass die „Leitlinien“ nicht nur eine Monstranz sind, die auf Festtagen vorgezeigt wird, sondern eine tatsächliche Bedeutung im Alltag haben? Und an wen kann man sich wenden, wenn man einen Verstoß gegen die „Leitlinien“ festgestellt zu haben glaubt?

Herr Döpfner hat uns nicht geantwortet.

An seiner Stelle schrieb uns wieder Edda Fels:

Wir können uns nur wiederholen, aber das tun wir gern.

1) Selbstverständlich gilt die Trennungsregel zwischen Redaktion und Anzeigen auch für Bild.T-Online.

2) Online und Print sind zwei unterschiedliche Mediengattungen, dies sieht auch die gängige Rechtsprechung mit Bezug auf Kennzeichnung von werblichen Inhalten so.

3) Sites mit werblichem Inhalt sind auch bei BTO [Bild.T-Online] gekennzeichnet.

Damit endeten unsere Versuche, jemanden in der Axel Springer AG zu finden, der für die Einhaltung der journalistischen Leitlinien zuständig ist. Unsere Vermutung: Es gibt niemanden. Möglichen Verstößen wird nicht nachgegangen. Die Leitlinien sind in der Praxis der Redaktionen ohne Bedeutung.

Eine Antwort auf unsere Fragen haben wir nicht bekommen. Aber natürlich ist auch das eine Antwort. Die journalistischen Leitlinien sind offenbar nur dazu da, dass Mathias Döpfner bei Medienkongressen und in Interviews über sie reden kann.

Symbolbild am Sonntag (Wiedervorlage)

Was stand denn nun wirklich auf dem ominösen Zettel, den Nationaltorwart Jens Lehmann beim WM-Viertelfinal-Elfmeterschießen gegen Argentinien aus dem Stutzen zog?

Gute Frage eigentlich, die Kinonews.de heute (zum bevorstehenden Kinostart von Sönke-Wortmanns WM-Doku „Deutschland. Ein Sommermärchen“) auf einer mit dem Wort „Anzeigensonderveröffentlichung“ überschriebenen „BamS“-Seite stellt.

Neu allerdings ist die Frage nicht. Vor einer Woche schon stand sie ganz ähnlich auch im „Spiegel“:

Was stand drauf auf jenem Zettel, den Torhüter Jens Lehmann während des Elfmeterschießens gegen Argentinien studierte?

Seltsam ist sie allerdings schon, die ganze Fragerei jetzt — vor allem für „BamS“-Leser. Hatte ihre Zeitung doch bereits vor einem Vierteljahr auf der Titelseite — zwischen den Worten „BamS enthüllt“ und „Lehmanns Elfer-Spickzettel“ — ein handbeschriebenes, zerknittertes Stück Papier abgebildet, das bei Bild.de (siehe Ausriss) bis heute mit den Worten „Das stand auf dem Zettel von Lehmann“ verlinkt ist.

Okay, wir wissen längst: Der „BamS“-Zettel damals war „nicht echt“ („Berliner Zeitung“) bzw. „nachempfunden“ („BamS“) und „völlig falsch“ (Jens Lehmann). Wie falsch, wissen wir allerdings erst, seit der „Spiegel“ vor einer Woche exklusiv Auszüge aus einem Begleitbuch zu Wortmanns WM-Film abdruckte* — und „Bild“-Leser immerhin seit Freitag.

Zum Vergleich:

Aber zum Glück gibt es ja in der „Bild am Sonntag“ eine „Korrektur“-Rubrik. Und deshalb wissen „BamS“-Leser seit heute immerhin, dass…

… ähm, dass die zweite Belagerung Wiens durch türkische Heere nicht 1668, sondern 1683 stattfand.

*) Weil Lehmann den zerknitterten Zettel direkt in die Wackelkamera von Sönke Wortmann hält, können sich demnächst auch alle „Sommermärchen“-Zuschauer davon überzeugen, dass zumindest die Zerknitterung des „BamS“-Zettels dem Original täuschend echt nachempfunden ist!

Kurz korrigiert (266)

Wir können uns nur wiederholen: Die „Bild am Sonntag“-Kolumne von Martin S. Lambeck heißt „Die Woche in Berlin“. Vielleicht sollte er das ernst nehmen und wirklich keine Abstecher mehr nach München, Brasilien, Washington — oder in den Kongo machen. Heute schreibt Lambeck, Verteidigungsminister Franz-Josef Jung hätte dort vergeblich darauf gewartet, von Präsident Laurent Kabila empfangen zu werden.

Kein Wunder: Laurent Kabila ist am 16. Januar 2001 ermordet worden. Präsident der Demokratischen Republik Kongo ist sein Sohn Joseph Kabila.

Danke an Karim A. für den Hinweis!

Nachtrag, 2. Oktober. Bild.de hat den Fehler inzwischen korrigiert.

Schleichwerbung für BILDblog

Unser Leser Dominik J. hatte angesichts der aktuellen Leser-Reporter-Schwemme und gewisser Defizite der „Bild“-Redaktion bei der Anonymisierung von Personen eine praktische Idee:

Der BILDblog-Balken — die Unkenntlichmachung für unterwegs. Schützt zuverlässig vor versehentlicher Identifizierung durch übereifrige „Bild“-(Leser-)Reporter.

(Nein, nicht im BILDblog-Shop erhältlich.)

Nachtrag, 1.10.2006: Mit Dank an Alexander S. gibt es den „BILDblog-Balken“ jetzt immerhin zum Ausdrucken und Selberbasteln.

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„Finger weg von platter Meinungsmache“ (persoenlich.com)
Die Nutzerprofile der Online-Communities bieten neue Perspektiven für das One-to-One-Marketing. Eine neue Studie (pdf, 472 kb) hat die Eigenschaften und Interessen von Mitgliedern sozialer Online-Netzwerke untersucht. Ein Ergebnis: Versucht ein Unternehmen Meinungsmanipulation, schadet das dem Image enorm.

Schlimmer Verdacht (ndr.de)
Journalisten tarnen sich als Rettungshelfer.

„Es langweilt mich zunehmend“ (zeit.de)
Was sagt Moderator Johannes B. Kerner zur Kritik an der „Kernerisierung“ des Fernsehens? Und warum hat er weiterhin kein Problem damit, Werbung zu machen? Ein Streitgespräch.

Ist erlaubt, was gefällt? (dradio.de)
Über Korrespondenten der neuen Art.

Politisch nicht ganz korrekt (freitag.de)
Wille und Wirklichkeit: Zur Auseinandersetzung über den ARD-Film „Wut“.

Gefahrenzone (sz-magazin.sueddeutsche.de)
Im Fußballsommer entbrannte eine Debatte über No-go-Areas für afrikanische Gäste. Können sich Menschen mit dunkler Haut in Ostdeutschland tatsächlich nicht mehr frei bewegen? Ist der Hass auf alles Fremde ein Teil der dortigen Alltagskultur geworden? Gehört der Osten noch zum Westen?

Für Geld verzichtet Bild.de auf Kritik

Heute spielen wir das beliebte „Sesamstraßen“-Spiel „Eins von diesen Dingen ist nicht wie die anderen“. Und wir spielen es mit der aktuellen Kino-Programmvorschau von Bild.de, in der uns „Bild.T-Online sagt, was top oder flop ist“:

Na? Welcher Anreißer ist anders als die anderen?

Kleiner Tipp: Hinter fünf dieser Ankündigungen sagt uns tatsächlich ein Journalist von „Bild“ oder Bild.T-Online, ob der Film top oder flop ist. Hinter einer sagt es uns die Werbeabteilung des Filmverleihs (Überraschung: Sie findet ihn top).

Auflösung: Hinter Nummer 5, „Bierfest“, steckt kein redaktioneller Inhalt, sondern eine Anzeige. Und auf der Seite, auf die man nach einem Klick kommt, steht dann auch mehrmals klein das Wort „Anzeige“ (was allerdings nicht ausreicht, um der gesetzlich vorgeschriebenen Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt genüge zu tun, wie Bild.de bereits zweimal von Gerichten nachdrücklich erklärt wurde). Abgesehen davon ist die Seite aber exakt wie eine redaktionelle Bild.de-Kinokritik gestaltet. Sogar der Smiley, der das Urteil zusammenfasst, ist identisch. Zum Vergleich: Redaktioneller Bild.de-Smiley (oben), bezahlter Werbesmiley (unten).

Und jetzt zum Vergleich, der Smiley, den die gedruckte „Bild“-Zeitung dem Film „Bierfest“ gegeben hat:

Aha: Auf Bild.de steht in der redaktionellen Übersicht über die Neustarts der Woche anstelle der kritischen Besprechung aus „Bild“ also ein teilweise als Artikel getarnter bezahlter Jubel-Text des Filmverleihs.

Und die Startseite von Bild.de sieht übrigens aktuell so aus:

Vielen Dank an Florian M. für den sachdienlichen Hinweis.

„Bild“ ist die gefährlichste Zeitung

Wussten Sie, dass es viel gefährlicher ist, einen schwarzen Wagen zu fahren als einen gelb-grün karierten?

Gut, wir haben die genauen Zahlen gerade nicht zur Hand, aber jede Wette: Im vergangenen Jahr waren viel mehr schwarze Autos in Unfälle verwickelt als gelb-grün karierte. Also.

Was sagen Sie? Das sei Quatsch, denn es gebe ja viel mehr schwarze Autos als gelb-grün karierte und da müsste man für eine sinnvolle Angabe mit Prozentwerten arbeiten? Sagen Sie das mal dem Herrn Hoeren, der sich sonst bei „Bild“ vor allem um Renten-Statistiken kümmert. Der zitierte gestern nämlich auf Seite 1 der „Bild“-Zeitung eine Statistik aus dem Jahr 2004, wonach 31.430 Verkäufer bei Arbeitsunfällen verletzt wurden — mehr als in jedem anderen Beruf.

Und was schloss „Bild“ daraus?

Neue Statistik: Verkäufer ist der gefährlichste Beruf

Natürlich könnte die Überschrift trotzdem stimmen — aus reinem Zufall. Tut sie aber nicht. Im Jahr 2004 (auf das sich die „neue Statistik“ von „Bild“ beruft) gab es 1.259.624 Verkäuferinnen und Verkäufer* in Deutschland. Bei 31.430 Arbeitsunfällen ergibt sich daraus eine Unfallrate von 2,5 Prozent.

Maurer zum Beispiel wurden zwar nur 22.772-mal in einen Arbeitsunfall verwickelt. Da es aber auch nur 225.583 Maurer* gibt, liegt ihr Risiko, einen Arbeitsunfall zu haben, bei 10 Prozent — viermal so hoch.

*) nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Danke an Dietmar H., Jason M., Wolf Karsten V., Torsten W. und Andre G.!

Und ewig locken die Nazi-Aliens

Gestern schrieben wir an dieser Stelle:

Was da heute in „Bild“ über eine „geheime Kraft im All“ steht, ist immerhin kein kompletter Unsinn.

Und als wollte man das nicht auf sich sitzen lassen, schreibt „Bild“ heute wieder über die Pioneer-Anomalie:

"Das Rätsel um die verschwundenen Nasa-Satelliten: Locken Aliens die Raumsonden auf ihren Planeten?"

Und das ist nun doch kompletter Unsinn:

  1. Pioneer 10 und Pioneer 11 sind keine Satelliten, sondern Raumsonden.
  2. Pioneer 10 und Pioneer 11 sind nicht „verschwunden“. Man weiß recht genau, wo sie sind, nämlich „etwa 400 000 Kilometer von den Positionen entfernt“, an denen sie eigentlich sein sollten, wie „Bild“ selbst schreibt.
  3. Die Frage, ob „Aliens die Raumsonden auf ihren Planeten“ locken, können wir natürlich nicht beantworten, allerdings sind die Annahmen, die „Bild“ offenbar zu dieser Frage inspirieren falsch.
  1. „Bild“ schreibt:

    Eine unsichtbare Macht zieht sie ins Sternzeichen Stier — auf einer völlig anderen Route, als die Wissenschaftler berechnet hatten.

    Noch mal: Soo „völlig“ anders ist die Route gar nicht. Die Sonden werden lediglich gebremst, und da sie sich auf einer gekrümmten Bahn bewegen, weicht der Kurs vom berechneten ab.

  2. Anders als „Bild“ suggeriert, war Pioneer 10 schon immer auf dem Weg ins Sternbild Stier.
  3. Pioneer 11 hingegen war nie und ist nicht auf dem Weg ins Sternbild Stier. Deshalb ist es auch kompletter Unsinn, wenn „Bild“ die Frage, „Wohin steuern die Sonden?“, so beantwortet:

    Auf den Riesenstern Aldebaran (auch „Alpha Tauri“ genannt) zu.

    Pioneer 11 bewegt sich quasi in entgegen gesetzter Richtung zu Pioneer 10 aus dem Sonnensystem und steuert nicht auf Alpha Tauri zu, sondern auf Lambda Aquilae im Sternbild Adler.

  1. Am Ende des Textes fragt „Bild“ bang: „Gibt es noch Kontakt?“, antwortet im Prinzip mit „nein“ und fügt hinzu:

    Jedes Signal ist aber elf Jahre unterwegs.

    Dann müssten die Sonden elf Lichtjahre von der Erde entfernt sein. Sind sie aber nicht. Tatsächlich braucht jedes Signal von Pioneer 10 bloß rund elf oder inzwischen wohl eher zwölf Stunden zur Erde.

So. Und hinsichtlich der vermeintlichen Aliens, von denen „Bild“ zu berichten weiß, dass sie „Legenden“ zufolge 1944/45 schon mal zur Erde gereist seien, um den Nazis „ihre Technik“ anzubieten, wollen wir auf ein Referat von Dr. Stefan Meining verweisen, das er im Jahr 2002 beim Symposium des Thüringer Landesamts für Verfassungsschutz gehalten hat. Es trägt den Titel: „Rechte Esoterik in Deutschland. Ideenkonstrukte, Schnittstellen und Gefahrenpotentiale.“ (pdf)

Mit Dank an Udo M., Studentkiel, Alexander N. und Peter B. für die sachdienlichen Hinweise.

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