Kurz korrigiert (128)

Statt einfach einen WM-Artikel aus der aktuellen „BamS“ zu übernehmen, hat sich Bild.de entschieden, ihn in einer Fassung zu veröffentlichen, die sich an einer einzigen Stelle vom „BamS“-Text unterscheidet. Unter der Überschrift „Englands Elfer-Deppen sind raus“ heißt es (nach dem gestrigen Viertelfinal-Sieg Portugals über England) bei Bild.de:

Was bedauerlicherweise insofern dumm falsch ist, als Portugal doch schon bei der WM 1966 im Halbfinale gegen England antrat, wie man beispielsweise auf der offiziellen Website der WM 2006 nachlesen kann.

Mit Dank an Arnd R., Ralph R., Volker L., Sebastian S. und Katharina B. für den Hinweis.

Nachtrag, 17.40 Uhr: Na, das ging ja wieder fix. Steht da den lieben, langen Tag über falsch da — und plötzlich nicht mehr

Kurze Frage

Wie gut ist eigentlich die Idee von Bild.de, mitten in eine „Fotogalerie“ zu den Haftbedingungen im „Terror-Knast“ Guantanamo eine Anzeige für den Immobilienanbieter immonet.de („Diesen Sommer im eigenen Garten entspannen! Hier finden Sie Ihr neues Zuhause“) zu platzieren?

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber und Hinweisgeberinnen.

Nachtrag, 15.25 Uhr. Bild.de hat die Frage beantwortet: Die Anzeige wurde entfernt.

„Bild“ macht Jagd auf den Bärentöter

Seit Bär „Bruno“ alias „JJ1“ tot ist, herrscht im Hause „Bild“ große Aufregung kann man „Bild“ quasi beim Arbeiten zuschauen. Täglich glänzt das Blatt mit allerlei Detailinformationen, deren Herkunft teilweise unklar und deren Wahrheitsgehalt oft zweifelhaft ist. Das Spiel geht dann so: An einem Tag macht die „Bild“-Zeitung aus zweifelhaften Behauptungen Tatsachen, am nächsten Tag konstruiert sie aus der Zweifelhaftigkeit dieser Tatsachen eine kleine Verschwörungstheorie.

So zum Beispiel gestern, unter der Überschrift, „Mußte Bruno wirklich sterben?“:

Leugnen. Schweigen. Widersprüche. Der Tod des Bären Bruno wird immer rätselhafter.

Stimmt schon irgendwie, zumindest in „Bild“. Und wir fassen zusammen.

1. Das verräterische Herz

Sein Herz und seine anderen inneren Organe wurden heimlich verbrannt!
„Bild“ am 27.6.2006.

Eine Tag später stand dann in „Bild“:

Erst hieß es, Brunos Herz und die anderen Innereien seien verbrannt worden. Die Wahrheit: Sie liegen in einer geheimen Kühlkammer (7 Grad Celsius).
„Bild“ am 28.6.2006.

Wir berichteten bereits.

2. Voller Magen stirbt nicht gern

Er riß in den letzen Wochen 35 Schafe, aber starb mit leerem Magen!
„Bild“ am 27.6.2006.

Zwei Tage später druckte „Bild“ Brunos Sektionsbericht ab:

Magen: Inhalt 6,3 kg, bestehend aus Fleisch-, Organ- und Pflanzenmaterial (…)
„Bild“ am 29.6.2006.

3. Ein Schuss im Dunkeln

Agenturberichten zufolge hatte Bayerns Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard kurz nach Brunos Tod gesagt, dass der erste Schuss auf das Tier tödlich gewesen sei. (Etwas später war dann auch die Rede davon, dass Bruno mit einem Schuss getötet wurde.) Insofern ist es also nachvollziehbar, dass „Bild“ am Tag nach Brunos Tod schrieb:

Ein Schuß! Bruno ist tot.
„Bild“ am 27.6.2006.

Einen Tag später, nachdem das Umweltministerium dann offiziell präzisere Informationen herausgab, schrieb „Bild“ allerdings:

Erst hieß es, Bruno sei mit einem Schuß getötet worden. Die Wahrheit: Zwei Kugeln töteten den Bären. Eine traf ins Herz, eine zerfetzte die Lunge. Das ergab die dreistündige Obduktion im tierpathologischen Institut in München.
„Bild“ am 28.6.2006.

Und das war mal wieder falsch, wie einen Tag später aus „Bild“ selbst deutlich wird:

Nach Schüssen in Lunge und Leber hörte [Brunos Herz] auf zu schlagen. (…) „Der Leberschuß führte zu einem massiven Schock“, erläutert BILD der Münchner Tiermediziner Prof. Henning Wiesner (Hellabrunn). Die „Ausweitung der rechten Herzkammer“ führte zum Herz-Kreislauf-Stillstand. (…) Die 2. Kugel wurde „sicherheitshalber gesetzt“.
„Bild“ am 29.6.2006.

Sicherheitshalber hat „Bild“ noch einen anderen Tiermediziner gefragt. Und so steht heute in „Bild“: „Experten zweifeln das Obduktionsergebnis an“. Und vor allem:

Nur zur Erinnerung: Der Obduktionsbericht der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist eindeutig. Er spricht, wie auch in „Bild“ nachzulesen war, von zwei Projektilen. Und inwiefern Ulf Christian Hellinger, einer der von „Bild“ befragten Experten, das Obduktionsergebnis anzweifelt, wird aus „Bild“ nicht deutlich. Tatsächlich „analysiert“ er, wie „Bild“ im Text schreibt, den Obduktionsbericht wohl eher. Und von einer dritten Kugel sagt er nichts.

4. Das Mörderspiel

Schon am Tag, nachdem Bruno erschossen worden war, wusste „Bild“ scheinbar recht genau, was passiert war. Sie schrieb:

Der Koch ruft die Polizei, schnell treffen drei Männer an der Kümpflalm ein. Zwei Jäger, ein Polizist, heißt es. Ihr Auftrag: Sie sollen den Bären in dieser Nacht erschießen.
„Bild“ am 27.6.2006.

„Bild“ verbreitete also ein Gerücht, wie man an dem Einschub „heißt es“ erkennen kann. (In Agenturmeldungen und auch auf Bild.de war das Gerücht sogar noch deutlicher gekennzeichnet). Doch einen Tag später ist daraus in „Bild“ scheinbar eine offizielle Verlautbarung geworden:

Erst hieß es: Drei Jäger seien an dem Todesschuß beteiligt gewesen. Die Wahrheit: Ein „staatlich beauftragtes Sicherheitsteam des Landkreises Miesbach“ hat Bruno erschossen. Elitejäger oder gar Elitepolizisten?
„Bild“ am 28.6.2006.

Und einen weiteren Tag später wurde wieder etwas Fakt:

Fakt ist: Polizisten waren beim Abschuß vor Ort.
„Bild“ am 29.6.2006.

Fakt ist aber auch, dass sich das zuständige bayerische Umweltministerium nicht zu dem Thema äußert. Es bleibe bei der Formulierung, dass es sich um „jagdkundige Personen“ handelte, sagte uns ein Sprecher.

Doch „Bild“ gibt sich, offenbar von journalistischem Ehrgeiz gepackt, damit nicht zufrieden. Und schrieb gestern:

Aber seltsam: Die Behörde äußert sich nach wie vor nicht zu den verwendeten Projektilen. Wurde Bruno mit einem Jagdgewehr getötet?
Oder etwa doch mit einer Polizeiwaffe.
„Bild“ am 29.6.2006.

Und heute wird „Bild“ noch detailverliebter:

Der Experte [Hellinger] fragt sich auch, was für Munition verwendet wurde. Die Behörden verraten es bisher nicht. Fakt ist: Bei einem starken Kaliber müßte das Projektil auch den Tierkörper durchschlagen. Hat es aber nicht.

Laut Thomas Schreder, Sprecher des Deutschen Jagdschutz-Verbandes, ist das allerdings keineswegs Fakt. Er sagte uns:

„Es gibt großkalibrige Geschosse, die darauf ausgelegt sind, den Tierkörper zu durchschlagen, und solche, die darauf ausgelegt sind, das nicht zu tun.“

Aber „Bild“ meint ja, noch mehr über die Jagd zu wissen:

Außerdem würden Jäger für einen Bären Teilmantelgeschosse verwenden, die aufsplittern. Von Geschoßsplittern ist in dem Obduktionsbericht jedoch nicht die Rede.

Und auch zu Teilmantelgeschossen haben wir Schreder befragt. Er sagt:

„Es gibt verschiedene Arten von Teilmantelgeschossen. Manche die aufsplittern, andere die aufpilzen und keine Splitter hinterlassen. Beide haben ihre Stärken.“

Aber nochmal zurück zu der vermeintlichen dritten Kugel und zu dem zweiten Experten, den „Bild“ heute zitiert und übrigens nicht namentlich nennt:

Ein Münchner Wildtier-Experte vermutet, daß eine Polizeiwaffe benutzt wurde: „Die mangelnde Durchschlagskraft der Geschosse weist darauf hin.“
Feuerte ein Polizist die Kugel ab?

Allerdings erwähnt auch dieser ominöse Experte eine dritte Kugel mit keinem Wort, er interpretiert, wie es scheint, bloß den Obduktionsbericht, in dem ja bekanntlich von zwei Kugeln die Rede ist. Zweifel daran haben offenbar nur die „Bild“-Rechercheure, die entweder verschweigen, welche Anhaltspunkte sie für die „Drei-Kugel-Theorie“ haben, oder – ja, oder sie haben keine.

Doch anstatt zu mutmaßen, warum „Bild“ seltsame Theorien in die Welt setzt, haben wir lieber beim bayerischen Umweltministerium nachgefragt, warum es denn eigentlich keine näheren Informationen zu den „jagdkundigen Personen“ oder zur verwendeten Munition gibt. Der Sprecher sagte uns:

„Zu den verwendeten Projektilen geben wir vor allem deshalb keinen Kommentar ab, weil sich dadurch Rückschlüsse auf den tatsächlichen Schützen ziehen lassen könnten.“

Dass der Schütze geheim bleiben soll, liege vor allem daran, dass es schon „sehr viele Morddrohungen gegeben habe, sowohl beim bayerischen Umweltministerium, als auch beim bayerischen Jagdschutz-Verband – was übrigens auch „Bild“ weiß.

So gesehen lässt sich eine Frage, die „Bild“ heute stellt, sogar beantworten:

SOLLEN WIR DIE GANZE WAHRHEIT NIE ERFAHREN?

Nein. Die Öffentlichkeit soll „die ganze Wahrheit“ tatsächlich nicht erfahren. Und das kann man doof finden. Viel schlimmer ist allerdings, dass man aus „Bild“ nicht mal die halbe Wahrheit erfährt.

Mit Dank an die zahlreichen Hinweisgeber.

Der Kaiser im „BILD-Verhör“

Toll: „Bild“ (genauer: „Bild“-Sportchef Alfred Draxler) durfte im „Kaiser-Heli“ mitfliegen! Und lässt Beckenbauer, der ja „in der letzten Woche romantisch geheiratet hat“*, in einem Interview von Deutschland schwärmen.

Wir zitieren:

BILD: Herr Beckenbauer, wenn Sie in diesen Tagen über unser Land reden, verfallen Sie geradezu ins Schwärmen. Dabei leben Sie doch schon so lange hier…

Beckenbauer: (…) Ich habe es schon vor einigen Tagen gesagt: Wir leben in einem Paradies!

BILD: Warum leben wir in einem Paradies?

Beckenbauer (lehnt sich in seinem Hubschraubersitz zurück): Deutschland ist ein wunderschönes Land. (…) kaum ein Land hat so viel Wald wie wir.

BILD: Anderswo ist es auch schön. Sie haben gerade die 31 Länder bereist, die an der WM teilnehmen…

Beckenbauer: (…) ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, woanders zu leben als hier. Manche wandern aus, weil das Wetter im Süden beständiger ist.

Soweit „Bild“. Die nun folgende Fortsetzung des Interviews ist rein fiktiv. Wir veröffentlichen sie trotzdem:

BILD (lehnt sich im Hubschraubersitz zurück): Sie sagen: ‚Manche wandern aus, weil das Wetter im Süden beständiger ist‘ — andere hingegen, weil sie Ihre Steuern lieber im Ausland zahlen… Lieber Franz, ich weiß: BILD und Beckenbauer, das ist schon seit Jahren ein Dream-Team! Sie versorgen uns mit internen Informationen, wir sind nett zu Ihnen. Aber bei allem Wir-Gefühl gebietet es die journalistische Sorgfalt an dieser Stelle dann vielleicht doch, nicht unerwähnt zu lassen, dass Sie schon vor über 20 Jahren ihren Wohnsitz nach Österreich verlegt haben, dort seit 1982 Ihre Steuern zahlen — und man sich fragen könnte, wie sich das mit Ihrer Aussage, Sie könnten sich „nicht vorstellen, woanders zu leben als hier“, vereinbaren lässt…

Beckenbauer: Mein lieber Alfred, des schreiben mir aber bittschön net in die Zeitung, gell?

BILD (lacht).

*) Romantisch geheiratet hat Beckenbauer in der letzten Woche ja bekanntlich in seinem Wohnort — dem österreichischen Oberndorf.

Mit Dank an Uwe K. für den Hinweis.

Kurz korrigiert (127)

Den spielfreien Tag gestern hat die „Bild“-Zeitung — bekanntlich „wie bei jedem Turnier das absolut führende Medium“ — dazu genutzt, ein paar Leserfragen zu beantworten. Zum Beispiel diese:

Gibt es Doping-Tests bzw. Kontrollen? Ja! Nach jedem Spiel werden zwei Spieler jedes Teams auf verbotene Substanzen getestet. In der WM-Geschichte gab's nur einen Doping-Fall: 1994 wurde Diego Maradona der Drogen-Einnahme überführt.

Das ist falsch. Außer Maradona wurden drei andere Spieler bei Fußball-Weltmeisterschaften des Dopings überführt: der Haitianer Ernest Jean Joseph (1974), der Schotte Willie Johnston (1978) und der Spanier Ramon Calderé (1986).

Und um zu wissen, dass Maradona nicht der einzige war, hätte „Bild“ nur in den eigenen Internet-Auftritt schauen müssen. Die Doping-Geschichte von Jean Joseph steht nämlich im großen Rückblick auf die WM 1974, den Bild.de vorgestern veröffentlicht hat.

Danke an Martin B. für den Hinweis.

Kaum zu glauben und tatsächlich unwahr

A|pril|scherz [m.]: Erfundene Geschichte, die am 1. April eines Jahres in die Welt gesetzt wird, um andere in die Irre zu führen, und von „Bild“ noch Jahre später für wahr gehalten wird; vgl. → Grand-Prix und Zypern, → USB-Schreibtisch-Fondue.

„Kaum zu glauben, aber wahr“, hat Bild.de über den Artikel geschrieben, und vielleicht würde es als Faustregel für den Redaktionsalltag schon genügen, bei Dingen, die „kaum zu glauben“ sind, einfach mal zu überprüfen, ob sie überhaupt stimmen.

An Warnsignalen hätte es diesmal nicht gemangelt. Die „Benutzungsordnung für Toiletten in Sachsen-Anhalt“, an der Bild.de ein Stück darüber aufhängt, dass Deutschland „immer noch das Land der schrägen und unfreiwillig komischen Dienstanweisungen, Verordnungen und Gesetze“ sei, trägt das Datum vom 1. April 1993. Sucht man im Internet nach „Benutzungsordnung für Toiletten“ und „Sachsen-Anhalt“, findet man vor allem Witzeseiten. Und überhaupt — wie wahrscheinlich ist es, dass es eine Verordnung gibt, in der es unter Paragraph 6, „Darmentleerung“, heißt:

Unter ruhigem Ein- und Ausatmen drängt der Benutzer unter gleichmäßigem Anspannen der Bauchmuskulatur den ausscheidungsreifen Inhalt des Mastdarms bei gleichzeitigem Entspannen des Afterschließmuskels in den dafür vorgesehenen Durchbruch des Porzellanbeckens.

Kaum zu glauben? Eben. Und für den Fall, dass Bild.de solche Plausibilitätsrechnungen nicht genügen, lohnt vielleicht ein Blick in die Quelle, die Bild.de selbst nennt:

Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Sachsen-Anhalt, 4. Jahrgang, Magdeburg, den 01. April 1993, Nr. 15 (BoA)

Nr. 15 erschien nicht am 1. April, sondern am 29. März 1993. Und die enthaltenen Verordnungen betrafen keine Toiletten, sondern Amtsgerichte und wissenschaftliche Bibliotheken. Und in Nr. 16 vom 7. April 1993 ging es ausschließlich um das neue Richtergesetz. Und wer im Landesrecht Sachsen-Anhalt [pdf] nach der Toilettenverordnung sucht, sucht sie vergebens.

Aber, unter uns, liebe Leute von Bild.de: Man hätte da auch gar nicht nachsehen müssen. Wirklich nicht.

Danke an die vielen Hinweisgeber und vor allem an Arthur D.!

Heiße Transfer-Gerüchte

Alle Bundesliga-Transfers zur Saison 2006/2007 hat Bild.de zusammengetragen. Inklusiver heißer Gerüchte:

Ja. Kein Wunder vielleicht, dass Lenses Wechsel nach Aachen „zu platzen droht“. Wenn er doch schon auf der Bild.de-Seite davor nach Bochum wechselt:

Danke an Jo L.

Nachtrag, 10.20 Uhr. Der Wechselbeauftragte von Bild.de ist zum Dienst erschienen und hat Lense bei Aachen aus der Gerüchteküche geworfen. Vielleicht könnte er bei der Gelegenheit noch das Insidergeschäft klären, bei dem Naohiro Takahra angeblich für viel Geld von Eintracht Frankfurt nach Eintracht Frankfurt wechselt:

Nachtrag, 12.20 Uhr. Der Mann heißt übrigens Naohiro Takahara.

Nachtrag, 20.30 Uhr. Entweder war der Wechselbeauftragte von Bild.de heute nur ganz kurz da, oder er hatte das Gefühl, dass es sich noch nicht lohnt, nur die Sache mit Frankfurt und Takahara zu korrigieren. Also gut:

Der Mann, der von Borussia Dortmund nach Ajax Amsterdam wechselt, heißt nicht Jan Gentenaar, wie Bild.de schreibt, sondern Dennis Gentenaar.

Der Mann, der von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln wechselt, heißt nicht Salvatroe Gambino, wie Bild.de schreibt, sondern Salvatore Gambino.

Der Mann, der von Paris St. Germain fest zum VfB Stuttgart wechselt, heißt nicht Daniel Lluboja, wie Bild.de schreibt, sondern Danijel Ljuboja.

Und der Mann, der den VfB Stuttgart mit unbekanntem Ziel verlässt, heißt nicht Zvonomir Soldo, wie Bild.de schreibt, sondern Zvonimir Soldo.

Vielen Dank an Tobias H., Arndt L., Felix J., Benny S., Simon D., Uwe W. und Phillip.

Nachtrag, 23.10 Uhr. Anscheinend hat Bild.de nun die gesamte Transfer-Übersicht restlos entfernt.

Olé, olé-olé-olééé…?

Nachdem in China ein Sack Reis umfiel, wurde John F. Kennedy erschossen, Deutschland wiedervereinigt, Raider hieß plötzlich Twix — und im „News-Ticker“ von Bild.de steht seit heute morgen, 8.17 Uhr:

Nach WM-Spiel: Mann erstochen
„Bei einer Auseinandersetzung nach Abpfiff der WM-Partie Spanien-Frankreich ist in der Schmalkaldener Innenstadt (Thüringen) ein 32 Jahre alter Mann niedergestochen und getötet worden.“

Doch nachdem die örtliche Regionalzeitung „Freies Wort“ berichtet hatte, dass es offenbar „keinen direkten Zusammenhang zum Fussballspiel gab“ (siehe auch e110.de), bestätigt uns das auch die Polizei:

„Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei konnte weder bezüglich der Örtlichkeit, an der die Tat stattfand, noch bezüglich der dort anwesenden beziehungsweise tatbeteiligten Personen ein Zusammenhang zur Fußball-WM identifiziert werden.“

Mit Dank an Michael E. für den Hinweis.

W.

„Bild“ berichtete gestern über eine Tote, die für 65 Tage ins Gefängnis sollte, weil sie eine Geldbuße nicht bezahlt hatte. „Bild“ nennt die Tote im Text Annilie W. und den Witwer Hans-Jürgen W. Auf dem Holzkreuz, vor dem „Bild“ den Witwer zeigt, wurde der Nachname der Frau verpixelt. Auf der Ladung zum Strafantritt, die „Bild“ abdruckt, sind alle Namen geschwärzt.

Es sieht also so aus, als habe „Bild“ sich mal wieder bemüht, den Nachnamen der Toten nicht zu nennen. Dass bloßes Bemühen bei „Bild“ aber nicht ausreicht, scheint man immer noch nicht begriffen zu haben. Die Sterbeurkunde, die „Bild“ abdruckt, wurde nämlich nicht geschwärzt, Nachname und Geburtsname der Toten sind darauf klar erkennbar.

Mit Dank an Alexander H. für den sachdienlichen Hinweis.

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