Leser-Beteiligung immer teurer

So teuer ist alles geworden!
Und Sie wundern sich, wo Ihr Geld geblieben ist? (…)

Die große Geld-Debatte in BILD: Millionen Deutsche müssen jeden Cent umdrehen, leben an der Dispo-Grenze! Ein Grund: Die meisten Preise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Ob beim Einkaufen, in der Kneipe oder beim Tanken — fast alles ist teurer geworden!“
(„Bild“ vom 28.7.2006, Seite 1)

Heute aber gibt „Bild“ sich generös: Für die heutige Veröffentlichung eines „BILD-Leser-Reporter“-Fotos zahlt das Blatt nicht, wie üblich, 500 Euro, sondern — als „Extrahonorar“ — das Doppelte.

Groß steht das heute auf der letzten Seite von „Bild“:

"1000 Euro für das 1000. Leser-Reporter-Foto!" (stark verkleinert)

Naturgemäß weniger groß ist das Kleingedruckte. Zu den Kosten für die Zusendung eines „Leser-Reporter“-Fotos heißt es dort:

"29 Cent zzgl. Gebühren" (Originalgröße)

Bei täglich bis zu 4000 Einsendungen (Quelle: Kai Diekmann) wird sich „Bild“ da also auch schon mal ein „Extrahonorar“ leisten können — zumal „Bild“ ja nicht schon immer 29 Cent pro MMS verlangt. Im Gegenteil: Wie garantiert alle „BILD-Leser-Reporter“ längst mitgekriegt haben, hat „Bild“ den kleingedruckten MMS-Preis von vormals 19 Cent unlängst klammheimlich einfach mal so übers Wochenende um satte 50 Prozent erhöht.
 
PS: Über den neuen „Mitmach-TV-Sender“ Help-TV schrieb Bild.de jüngst: „Jeder Anruf kostet 49 Cent, egal, ob man durchkommt oder nicht.“ Bild.de witterte „Abzocke“. Und das ist immerhin insofern bemerkenswert, als ja auch jedes „BILD-Leser-Reporter“-Foto „29 Cent zzgl. Gebühren des Netzbetreibers“ kostet, egal, ob es gedruckt wird oder nicht.

Sie wusste es!

Was gab es für eine Aufregung auf dem Boulevard, als vor rund zwei Wochen bekannt wurde, dass der zweite Sohn von Britney Spears und Kevin Federline doch nicht, wie bis dahin angenommen, Sutton Pierce heißt, sondern Jayden James. Das kann man sogar auf dessen Geburtsurkunde und auf dem Scheidungsantrag von Spears nachlesen, die erstaunlicher Weise im Internet zu finden sind. Auch Christiane „Ich weiß es!“ Hoffmann, die sich ja des Öfteren mit Britney Spears beschäftigt und deren Kernkompetenz angeblich bekanntlich Prominente sein sollen sind, hatte das irgendwie mitbekommen. Jedenfalls schrieb sie vorgestern über Spears:

Nur zwei Monate nach der Geburt von Baby Nr. 2 Jaden James hat sie sich neu erfunden.
Hervorhebung und Fehler im Original.

Nur zwei Tage nach dieser Kolumne (in der übrigens auch ein Ausriss aus dem besagten Scheidungsantrag abgebildet wurde) hat Christiane „Ich weiß es!“ Hoffmann es aber schon wieder vergessen und schreibt über Spears:

Nachdem die Pop-Prinzessin (…) das alleinige Sorgerecht für Sean Preston (13 Mon.) und Sutton Pierce (59 Tage jung) beantragte (…)
Hervorhebung und Fehler im Original.

Mit Dank an Svenya, Christine N. und Steffi für den Hinweis.

Nachtrag, 14.20 Uhr: Bei Bild.de wurde Christiane Hoffmanns Fehler von heute übrigens offenbar selbständig korrigiert. Und der von vorgestern ist inzwischen auch berichtigt.

Silberpfeil mit fremden Federn

Stimmt: Der neue McLaren-Mercedes MP4-22 (auch „Silberpfeil“ genannt) soll, wie auch „Bild“ heute schreibt, offiziell erst Mitte Januar nächsten Jahres in Valencia vorgestellt werden. Aber:

"Schon heute ist er in BILD zu sehen..."

Und tatsächlich: Neben diesem „Bild“-Satz findet sich heute der „Foto-Beweis“ („entstanden bei einem geheimen Foto-Termin in Jerez“).

Nach einem Foto-Nachweis für den „Foto-Beweis“ suchen die Millionen „Bild“-Leser* heute allerdings ebenso vergebens wie nach einem Hinweis darauf, dass nicht etwa „Bild“ den MP4-22 „erwischt“ und „das exklusive Geheimnis gelüftet“ hat, sondern (wie man auch hierzulande seit Montag bei F1Total.com nachlesen kann) die spanische Tageszeitung „Marca“. Auf deren Titelseite war der „Foto-Beweis“ schließlich schon vor einer Woche zu sehen…

Mit Dank an Christine N. für den Hinweis.

*) Bild.de ist es immerhin gelungen, in der „Bild“-Meldung den Fotonachweis („Marcamedia“) unterzubringen.

6 vor 9

Claqueur für Springer und Co.
(blogmedien.de)
Der ehemals kritische Mediendienst Kress liefert heute vorwiegend PR für Großverlage.

Medienkritik aus der Maschine
(nzz.ch, Martin Hitz)
Eine britische Website macht redaktionelle Korrekturen transparent.

Demokratie mit Netz
(freitag.de, Katrin Schuster)
Nur wo Bundeskanzlerin draufsteht, ist auch Bundeskanzlerin drin: Angela Merkel als Medienkanzlerin.

Der Traum vom Sonntag
(spiegel.de, Markus Brauck und Thomas Schulz)
Der einst zementierte Markt der Sonntagszeitungen ist kräftig in Bewegung. In Hamburg gingen gleich zwei Blätter an den Start, und die Verantwortlichen bei der „Süddeutschen Zeitung“ scheinen wild entschlossen, sich auch am siebten Tag der Konkurrenz zu stellen.

Journalismus in Not
(taz.de, Petra Blum)
Der Deutsche Journalistenverband beschäftigt sich wieder einmal mit internem Verbandssalat. Und hadert mit dem Aufweichen des Berufsbilds.

Zu guter Letzt: Journalismus 2.0
(werbewoche.ch)
Sie trauen ihm nicht, dem Web. Denn schliesslich ist es in seiner zweiten Ära angekommen, im Zeitalter des Web 2.0. Und hier ist plötzlich jeder beliebige Webnutzer auch für beliebige Inhalte zuständig und der Content gehört allen. Zurecht stehen Journalisten Inhalten wie Entwicklung des Internets skeptisch gegenüber. So skeptisch, dass sie es selbst begeistert nutzen.

Kai Diekmanns beredte Sprachlosigkeit

„Bild“ ist ein vielseitiges Ding. Die Zeitung will nach eigenen Angaben täglich „Nachrichten, Hintergründe und Unterhaltung aus allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens“ auf den Punkt bringen, Missstände aufdecken und publik machen. Aber „Bild“ will auch helfen. Deshalb gibt es seit 1978 die Stiftung „EIN HERZ FÜR KINDER“ im Verein „BILD hilft“ e.V., die sich bis heute ausdrücklich als „Hilfsorganisation der BILD-Zeitung“ versteht. Und es vergeht kaum ein Monat, in dem „Bild“ nicht auch selbst die Erfolge der eigenen, weltweit operierenden Hilfsorganisation feiert.

Eine andere weltweit operierende Hilfsorganisation ist HELP. Der ebenfalls gemeinnützige Verein, gegründet von Politikern, Wissenschaftlern und Kirche, ruft seit 1981 unter dem Motto „Deutsche helfen Afghanistan“ zu Spenden auf. Heute steht HELP unter der Schirmherrschaft von Gesine Schwan, Bundestagsabgeordnete unterschiedlichster Parteien sitzen im HELP-Vorstand, das Auswärtige Amt, und das Wirtschaftsministerium gehören ebenso zu den HELP-Partnern wie die EU-Kommission für humanitäre Hilfe, die Stadt Bonn, Unicef und andere.

So. Und nachdem die „Bild“-Zeitung kürzlich mehrere Tage lang für Diskussionen sorgte, weil sie unschöne Fotos von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan gezeigt hatte, hatte HELP eine Idee — und schrieb der „Bild“-Zeitung einen Brief.

Der Brief [pdf], geschrieben vom HELP-Geschäftsführer Wolfgang Nierwetberg an „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, ist in seiner Argumentation vielleicht etwas unbeholfen, das Anliegen gewagt: Nierwetberg schlägt vor, „eine Spendenkampagne zugunsten der in Afghanistan tätigen deutschen Hilfsorganisation zu starten, etwa unter dem Arbeitsmotto ‚Wir können auch anders — Deutschland hilft Afghanistan‘„.

Der Tonfall des HELP-Schreibens ist besorgt. So heißt es darin beispielsweise:

„Die Fotos und die daraus resultierende Berichterstattung zerstören nicht nur die bisher gute Reputation Deutschlands in Afghanistan, sondern werden wohl auch zu erheblichen Problemen für die Arbeit der deutschen humanitären Hilfsorganisationen in Afghanistan führen. (…)“

Und weil HELP befürchtet, dass sich „fundamentalistische Gruppen in Afghanistan und der islamischen Welt (…) in der nächsten Zeit vermehrt gegen deutsche Ziele richten werden“, appellierte die Organisation auch an ihren potentiellen Medienpartner:

„Die BILD als größtes deutsches Blatt, die durch die Veröffentlichung der Fotos nun auch in der islamischen Welt Aufmerksamkeit genießt, zeigt öffentlich und stellvertretend für Deutschland: Wir können auch anders.“

Das aber war offensichtlich ein Irrtum, wie Diekmanns Antwort [pdf] zeigt: Statt zu freundlichen Worten oder einer unverbindlichen Absage entschied sich der „Bild“-Chef für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem HELP-Schreiben, die überraschend polemisch ausfällt.

So antwortet Diekmann auf den „Wir können auch anders“-Vorschlag:

„Ich will gar nicht anders! Ich will Mißstände aufdecken und publik machen — denn das ist die Aufgabe von Medien (…) auch ohne Rücksicht auf das etwaige Vertrauen irgendwelcher islamischen Völkerschaften. Deutschland liegt mir am Herzen, wie auch das gesetzeskonforme Funktionieren seiner Institutionen. (…) Und es ist nicht unser Job, (…) irgendwelchen Hilfsorganisationen ihre Arbeit zu erleichtern. (…) Sie werden hoffentlich nicht von der deutschen Presse verlangen, daß sie Nachrichten unterdrückt und Fehlentwicklungen innerhalb staatlicher Institutionen deckt, nur damit Ihre Mitarbeiter ihrer freiwilligen humanitären Selbstverwirklichung möglichst ungestört nachgehen können. (…)“

Diekmanns Antwort an den HELP-Chef beginnt mit den Worten:

"manche Briefe machen mich sprachlos. Ihrer ist so einer."

Schade nur, dass sich die Sprachlosigkeit des „Bild“-Chefs in Formulierungen wie „irgendwelche islamischen Völkerschaften“, „irgendwelche Hilfsorganisationen“ oder gar „freiwillige humanitäre Selbstverwirklichung“ manifestiert.

Mit Dank an Farlion für den Hinweis.

6 vor 9

Meine Stadt, mein Bezirk, mein Blog
(zitty.de, Ulf Lippitz)
Es scheint, als gäbe es keinen urbanen Flecken zwischen San Francisco und Sydney, der nicht von Bloggern beschrieben wird. Die mitteilungsbedürftigen Internet-Autoren haben in den letzten Jahren mit launigen Texten das kollektive Bewusstsein erobert. Sind sie die Vorhut eines neuen demokratischen Graswurzel-Journalismus, der radikal-subjektiv ist?

Faule Berliner Äpfel
(werbewoche.ch, Oliver Classen)
Pressesprecher sind wie Werber, nur gefährlicher: An Kongressen pflegen sie ihre Profilneurosen und produzieren reichlich Warmluft. Eine Lektion in praktischer Medienökologie.

Große Penetranz – Fragwürdige Kooperation bei „Wetten dass..?“
(ndr.de, Video)
„Wetten dass..?“ ist eine Sendung der Superlative: supererfolgreich und superteuer. Das ZDF rühmt sich zu Recht, europaweit die erfolgreichste Unterhaltungssendung zu präsentieren. Doch es gibt auch Kritiker: Das Erfolgsformat verkomme immer häufiger zu einer nervigen Dauerwerbesendung.

Greis im Spiel
(taz.de, Michael Braun)
Was erwartet die deutschen Zuschauer, wenn Silvio Berlusconi tatsächlich ProSiebenSat.1 kauft? Moderierende Rentner und Frauen als Dekolleté-Element prägen seine italienischen Programme.

Wie Web 2.0 die Reisebranche verändert
(faz.net, Jakob Strobel y Serra)
Was ist nun mit Herbert? Ist er ein Genie oder ein Scharlatan? Rührt er wirklich die beste Sangría Mallorcas an oder nur eine mittelmäßige? Und ist die Bedienung in seiner Kneipe arrogant und pampig oder aufmerksam und charmant? Ewige Fragen, um die im Internet ein wilder Disput ausgebrochen ist.

Sind „Tagesthemen“-Moderatoren eigentlich Journalisten?
(blog.handelsblatt.de)
Die „Tagesthemen“ haben sich anscheinend der Aufklärung über das moderne Internet verschrieben. Schade, dass dabei schlecht recherchierte Beiträge (youtube.com) mit der intellektuellen Tiefe eines „Taff“-Filmchens entstehen.

Ein alter „Unbekannter“

"Schlittert Britney hier schon in ihr neues Glück?"Nebenstehender — im Original ziemlich großer — Teaser befindet sich derzeit auf der „Leute“-Seite von Bild.de. Die Überschrift des dazugehörigen Textes lautet: „Macht ER sie wieder glücklich?“ Mit „ER“ meint Bild.de einen Mann, der kürzlich mit Britney Spears beim Eislaufen fotografiert wurde. Bild.de nennt ihn einen „Unbekannten“.

Und natürlich wissen wir ebenso wenig wie Bild.de, ob „ER“ sie wieder glücklich machen wird. Dafür aber, dass weniger Spekulation und mehr Recherche nicht schaden können. „ER“ heißt nämlich Larry Rudolph, war mal Spears‘ Manager und ist deshalb für andere Medien ganz und gar kein Unbekannter.

Mit Dank an Steffi, Anna und Johannes E. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 21.28 Uhr: Inzwischen hat man bei Bild.de dann doch recherchiert und entdeckt, dass „‚Contact Music‘ berichtet“, dass es sich bei dem „Unbekannten“ um Larry Rudolph handelt.

Unterschätzt: Der Hang von „Bild“ zur Selbstironie

Im Zusammenhang mit einer Falschmeldung über den angeblichen Selbstmord der Schauspielerin Birge Schade, die der „Tagesspiegel“ am Montagnachmittag kurzzeitig verbreitete („BILD berichtete“), schreibt „Bild“ heute:

BILD fragte gestern die Chefredaktion des „Tagesspiegel“ u. a.: Hat sich der Chefredakteur bei Birge Schade entschuldigt? Warum hat die Zeitung über die Falschmeldung nicht berichtet?

Gute Fragen. Die merken wir uns.

Kurz korrigiert (281)

Wir müssen mal eine Lanze brechen für das arme Kohlendioxid (auch CO2 genannt, und nicht, wie „Bild“ heute in Teil 3 der großen Serie „Patient Erde“ mehrfach schreibt, C02). Kohlendioxid ist nämlich nicht nur böse. Was wäre schließlich Sprudelwasser, Bier, Sekt oder Brause ohne es. Eben: Ziemlich schal. Deshalb ist es auch ungerecht und falsch, wenn „Bild“ heute unter einem großen Foto von Chinesen auf Fahrrädern behauptet, diese würden ihren Mundschutz tragen, „um nicht die CO2-verdreckte Luft“ einzuatmen (siehe Ausriss). Außerdem: Was sollte dann eigentlich mit der „CO2-verdreckten Luft“ passieren, die dieselben Chinesen ausatmen?

Mit Dank an Oliver W. für den sachdienlichen Hinweis.

Kate-Moss-Chaos eskaliert

In der New Yorker Lafayette Street hängen seit einigen Tagen zwei gewaltige Werbeplakate mit der (halb)nackten Kate Moss.

Ist das aufregend? Geht so. Aber wird noch.

1. Am Donnerstag berichtet das New Yorker Medienblog „FishbowlNY“, dass die attraktiven Aufnahmen den Verkehr stoppten. Ein Augenzeuge berichtet: „Leute — Touristen — halten an, wenn sie aus der U-Bahn kommen.“

2. Am Samstag verbreitet die Agentur WENN Fotos von den zwei Werbeplakaten und schreibt, sie würden ein „Verkehrschaos“ in New York City verursachen: „Die Reklameflächen verursachen einen Verkehrsstillstand, weil die Autofahrer sich recken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was Kate Moss zu bieten hat.“

3. Am Montag nimmt sich Bild.de in der berüchtigten Rubrik „Internet-Klatsch“ der Werbeplakate an und malt sich das „Verkehrschaos“, das sie angeblich verursachen, konkret aus: „Wenn es auf den Straßen von New York dieser Tage immer mal wieder scheppert und knallt und es zu heftigen Auffahrunfällen kommt, liegt das an der schönen Kate Moss (32).“

4. Am Dienstag behauptet Focus Online unter Bezug auf „die ‚Bild‘-Zeitung“, dass es wegen Kate Moss „täglich chaotische Verkehrsverhältnisse“ gebe: „Zwei Riesen-Plakate mit dem leicht bekleideten Supermodel elektrisieren viele New Yorker so sehr, dass sie Unfälle bauen.“

5. … und wenn die Meldung noch ein paar Tage kursiert und womöglich noch einmal von „Bild“ oder Bild.de weitergedreht wird, möchten wir nicht dafür garantieren, dass die Plakate von Kate Moss nicht auch Hausbrände, Flugzeugabstürze und Amokläufe ausgelöst haben.

(Derweil teilt uns BILDblog-Leser Sebastian W. mit, er arbeitete in New York genau gegenüber einem der Plakate. Dort sei „NIE Stau“.)

Danke auch an Markus W.!

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