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Fernsehen übers Internet: Glotze aus – Computer an
(sf.tv, Video, 6:24 Minuten)
Internet-Unternehmen bieten Fernsehen übers Internet an. Das verführt das Publikum, TV nicht mehr in der guten Stube und vom Sofa aus zu konsumieren, sondern überall dort, wo ein Computer steht.

Hey, ihr da unten!
(taz.de, Robert Misik)
Heute erscheint sie also: die deutsche „Vanity Fair“. Hat sich Chefredakteur Ulf Poschardt endlich ein Zentralorgan seines neokonservativen Bobospießertums gebastelt?

Don Alphonso: Bloggen für Anfänger (+ Blogblick)
(netzeitung.de, Maik Söhler)
Don Alphonso mag Krawall, aber noch lieber sind ihm mäandernde Geschichten von Frauen. Netzeitung.de sprach mit Deutschlands berüchtigstem Blogger.

„Die größte Tageszeitung – mit den meisten Fehlern“
(politik-digital.de)
BILDblogger Christoph Schultheis war am 6. Ferbruar der erste Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Im Chat ging es um Blogs als Wachhunde der Demokratie und BILDblog-Ausdrucke in der BILD-Redaktionskonferenz.

Datenjagd
(telepolis.de, Anika Kehrer)
Im sozialen Web 2.0-Theater sind persönliche Daten vogelfrei.

mediengetöse
(aeschbacher.blog.sf.tv, Kurt Aeschbacher)
musicstars bewegt die gemüter. offenbar. und ist hauptsächlich der willkommene schlagzeilen-lieferant der boulevard medien (was dem tv zweifellos auch recht ist).

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Das Flaggschiff wird zum Speedboat
(sueddeutsche.de, Lisa Sonnabend)
So wüst sind die Sachlichsten: Die Chefredakteure der ARD-Tagesschau geben Einblick hinter die Kulissen der Nachrichtensendung – und zeigen, wie die Mainstream-Medien ihr Angebot mit Weblogs attraktiver machen können.

„Die soziale Barriere ist gefallen“
(taz.de, Nina Apin)
Internetcommunitys zur Selbstdarstellung bieten eine soziale Entlastung, sagt der Medienwissenschaftler Norbert Bolz. Denn viele Nutzer seien mit direkter Kommunikation überfordert. Virtuelle Beziehungen seien mehr als bloßer Ersatz für reale Kontakte.

Das Ende der Pixelbleiwüsten
(spiegel.de, Holger Dambeck)
Nachrichtenseiten im Netz zeigen Mut zur Lücke und zu großen Fotos. Auch die britische „Times“ hat nun einen Relaunch vollzogen. Dabei geht es nicht allein um Designfragen und Web-2.0-Spielereien. Die „Times“ schielt auf lukrative Leserschaft in den USA.

Der Worm, der bleibt
(diepresse.at, Christian Rainer)
Alfred Worm ist tot. Er steht nicht bloß für Rücktritte und Verurteilungen, sondern für ein neues Bild vom Journalismus.

Journalistenwettbewerb: Die Preisfrage 2007
(akademie-fuer-publizistik.de)
Wie viel Macht haben Journalistinnen und Journalisten?

Adieu, Dr. Hugo Bütler
(stoehlker.ch, Klaus J. Stöhlker)
Noch nie wurde ein Chefredaktor der ?Neue Zürcher Zeitung? so glanzlos verabschiedet wie Dr. Hugo Bütler. Der Vorsitzende der Gruppenleitung und Leiter Publizistik musste nach nur einem Jahr überstürzt zurücktreten. Kaum jemand in den Schweizer Medien weinte ihm eine Träne nach; die Nachrufe (es gab kaum welche) waren dünn. Bütler tut mir leid, denn diesen schmachvollen Abschied hat er nicht verdient.

„Bild“ verhöhnt Pendler (2)

„Bild“ hat es wieder getan.

Schon im November hatte sich der ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin darüber gewundert gefreut, dass beim Thema Klimaschutz „nun auch die größten Ignoranten“ umdächten. Anlass war damals ein „Bild“-Bericht vom Paul C. Martin, in dem es u.a. hieß, man solle, um die Erde zu retten, „weniger Auto fahren“. Und das war insofern verwunderlich, als die „Bild“-Zeitung rund ein Jahr zuvor noch ganz anderer Ansicht gewesen zu sein schien, als sie nämlich ähnliche Aussagen Trittins dahingehend verkürzte, „ab und zu das Auto stehen zu lassen“, was „Bild“ als „blanken Hohn“ für Pendler ansah.

Und nicht nur das: Als die unzulässige Verkürzung der Trittinschen Aussagen (sparsamere Autos fahren, mit Erdgasautos fahren, spritsparender fahren sowie „ab und zu das Auto stehen lassen“) ein gerichtliches Nachspiel hatte, argumentierte „Bild“, mit der Verkürzung habe man Trittin „vor noch heftigerer Kritik bewahrt, weil durch die hohen Benzinpreise in finanzielle Bedrängnis geratene Autofahrer es als Hohn empfinden müssten, dass sie sich ein neues Biodiesel-Auto kaufen sollten“. Nun ja…

Heute jedenfalls hat sich ein anderer „Bild“-Autor (Attila Albert) abermals
aufgemacht, den Lesern mitzuteilen, wie sie „unsere Erde retten“ können.

Und abermals lauten die Tipps:

  • „Arbeitsweg ohne Autos organisieren (Bus oder Bahn, Fahrrad oder Fahrgemeinschaften).“
  • „Überlegen, das Auto ganz abzuschaffen. Alternative: Nahverkehr und nur bei Bedarf über ‚Car-Sharing‘ mieten (…).“
  • „Bei einem Autoneukauf ein benzinsparendes Modell (oder besser Hybridmotor) nehmen.“

 
PS: Sonderlich viel Arbeit hat sich Attila Albert heute ohnehin nicht gemacht. Denn was er nicht von Trittin abgeschrieben hat, hatte zum Großteil ja schon Alberts „Bild“-Kollege Paul C. Martin im vergangenen November recherchiert und aufgeschrieben.

Nachtrag, 23.2.2007: Sonderlich viel Arbeit hat sich nun selbst Paul C. Martin nicht mehr gemacht, als er für die heutige Titelgeschichte („Wir haben nur noch 13 Jahre… um die Erde zu retten!“) behauptet: „Wenn wir diese 10 Dinge tun, können wir die Erde noch retten!“ Insbesondere aber Ding Nr. 8 wird in seiner Formulierung immer trittiniger:

"Das Auto wann immer möglich stehen lassen!"

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Dann bloggen wir eben aus Tobago
(faz.net, Imke Donner und Harald Staun)
Ein kremlnaher Oligarch hat ?Livejournal?, das beliebteste Weblog-Portal in Russland, gekauft. Das Geschäft könnte die Pressefreiheit in Russland bedrohen. Die Nutzer befürchten Zensur und diskutieren den virtuellen Exodus.

Zum sogenannten neuen Übersetzerstreit
(perlentaucher.de, Burkhart Kroeber)
Thomas Steinfeld, Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung, kritisierte die Übersetzer des „Verbandes deutschsprachiger Übersetzer“, die im sogenannten „Übersetzerstreit“ die Kompromissvorschläge der Verlage ablehnten und überhaupt nur an den finanziellen, statt an den so wichtigen kulturellen Wert ihrer Arbeit dächten. Der Umberto-Eco-Übersetzer Burkhart Kroeber wendet ein: Auch Übersetzer würden gern mehr als 1.000 Euro im Monat verdienen.

Vanity Fair: ?Für alle, die die Welt verändern?
(welt.de, Ulrike Simon)
Bald startet die deutsche Ausgabe der ?Vanity Fair?, ein amerikanischer Magazinmythos. Ob Bunte, Stern oder Park Avenue: Alle lauern, ob Vanity Fair in Deutschland Erfolg haben wird. Es ist das riskanteste Zeitschriftenprojekt seit Jahren. Chefredakteur Ulf Poschardt verrät, warum er fest an den Erfolg glaubt.

Das Ende der Bohème
(nzz.ch, Christian Saehrendt)
Modernes Künstlerproletariat in Berlin.

Zuletzt geküsst im Kindergarten
(faz.net, Florentine Fritzen)
Die Wissenschaft spricht von einem ?seltenen, aber interessanten Phänomen?: Erwachsene, die noch nie eine Beziehung hatten. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Betroffenen selbst.

„Wollen Sie noch das Ohr sehen?“
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Der australische Medienkünstler Stelarc lässt sich ein aus Biomaterial gefertigtes drittes Ohr am Unterarm anbringen.

Ohne Kleine Anfrage kein Preis

Gestern wollte „Bild“ ihren Lesern in Hessen mal auf einer ganzen Zeitungsseite erklären, welche Parlamentsabgeordneten faul und welche fleißig sind:

"Wie fleißig sind Hessens Politiker?"

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie es zu dieser Schlagzeile gekommen ist: Entweder hat man bei „Bild“ nicht sehr lange über den „BILD-Test“ nachgedacht, und sich für ein einziges untaugliches Kriterium entschieden — oder man hat sehr lange nachgedacht, festgestellt, dass Politikerfleiß irgendwie nicht so richtig messbar ist, und sich dann für ein einziges untaugliches Kriterium entschieden.

„Bild“ behauptet nämlich, die Zahl der Kleinen Anfragen, die Politiker an die Landesregierung stellen, belege ihren Fleiß. (Kleine Anfragen sind übrigens eher ein Instrument der Opposition, die Regierung zu kontrollieren, weshalb Regierungspolitiker naturgemäß eher weniger Kleine Anfragen stellen, wie „Bild“ immerhin auch selbst andeutet.)

Die „Frankfurter Rundschau“ schreibt heute zum „Bild“-Artikel:

Im hessischen Landtag tippen sich Politiker aller Couleur am Donnerstag an die Stirn. „So ein Schwachsinn“, entfährt es einem. „Irrsinnig“, sagt eine. Sie haben Recht. (…) Auch sonst missrät der Bild alles Denkbare. Die Zahlen, die sie benutzt, sind falsch. Den Namen des Spitzenreiters, den sie ausgemacht hat, schreibt sie verkehrt. Auf Rang zwei lässt sie eine Abgeordnete folgen, die dort selbst nach Bild-eigener Zählung nicht stehen dürfte. Und dann findet sich das Foto eines älteren Herrn auf der Seite, dem vorgeworfen wird, nie Fragen zu stellen. Kein Wunder. Der frühere Landtagspräsident Klaus-Peter Möller schied schon 2003 aus. Heute sitzt dort nur noch sein junger Namensvetter Klaus Peter Möller.

Und wir wollen dem allenfalls noch hinzufügen, dass man die Hessische Landesregierung, anders als „Bild“ meint, natürlich auch nicht „Senat“ nennt.

Mit Dank an die Hinweisgeber.

Nachtrag, 20.04 Uhr (mit Dank an Denis S.): Jetzt ahnen wir, wie es passieren konnte, dass „Bild“ die Hessische Regierung als „Senat“ bezeichnet: Der gleiche „BILD-Test“ erschien nämlich vor vier Wochen in der Hamburger „Bild“ — von einem anderen Autor, aber mit zum Teil quasi identischen Formulierungen:

Der Kerl nervt, stöhnen Senatoren. Der Mann ist fleißig, sagen Abgeordnete anerkennend. (…) Dressel ist der absolute Fragekönig der Hamburger Bürgerschaft (…).
(„Bild“-Hamburg vom 30.12.2006)

Der Kerl nervt, stöhnt die Landesregierung wohl ab und an. Der Mann ist fleißig, sagen Abgeordneten-Kollegen, meist aus dem eigenen Lager. (…) Thorsten Schäfer-Gümpel war (…) der „König der Kleinen Anfragen“ (…).
(„Bild“-Frankfurt vom 1.2.2007)

Immerhin: Der Hamburger „Test“ erschien nicht unter der Überschrift „Wie fleißig sind Hessens Politiker?“, sondern unter der Überschrift „Wie fleißig sind Hamburger Politiker?“. Und die getesteten Abgeordneten waren natürlich auch andere.

Kurze Frage

Mal ehrlich: Was sind das für Menschen bei „Bild“, die jemanden, weil er einen Weinkrampf bekommen hat, zum „Verlierer“ des Tages* machen?

*) Den Bundestagsabgeordneten Peter Hettlich hat das als stellvertretenden Vorsitzenden des Verkehrsauschusses veranlasst, in einen Brief an „Bild“-Chef Kai Diekmann (liegt uns vor) „gegen die diffamierende Art und Weise der Darstellung“ zu protestieren, hinter der Hettlich „eine gezielte Indiskretion seitens der DB AG“ vermutet.

Nachtrag, 16.40 Uhr (mit Dank an einen treuen Leser): Wenn man z.B. der „Welt“ glaubt oder gmp-architekten.de, stimmen nicht mal Name („Meinhardt“?) und Alter („71“?) des Mannes, dessen Weinkrampf ihn für „Bild“ zum „Verlierer“ macht.

Nachtrag, 5.2.2007: Die „diffamierende Art und Weise der Darstellung“ fasst „Bild“ selbst heute übrigens in der Formulierung „(BILD berichtete)“ zusammen.

„Bild“ und der Phantom-Stein

"Nach 58 Jahren Ehe: Opa Horst (83) erschlägt Oma Erna (83) mit Stein"

Wir haben uns ehrlich bemüht. Wir haben den Text, der unter der obigen „Bild“-Schlagzeile steht, mehrfach aufs Genaueste studiert. Wort für Wort haben wir ihn überprüft. Wir haben gelesen, dass „Opa Horst“ seiner Frau mit einem „Zweikilo-Gewicht von der Waage“ auf den Kopf und „mit der Faust ins Gesicht“ geschlagen habe. Dass er ihr „den Hals durchgeschnitten“ habe, kommt sogar zwei Mal im Text vor. Aber den „Stein“ aus der großen Überschrift (und dem Teaser bei Bild.de) konnten wir beim besten Willen nicht wiederfinden.

Mit Dank an Michael L. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 13.38 Uhr: Dank eines Lesers haben wir den Stein jetzt gefunden. Allerdings nicht bei „Bild“, sondern in einer Pressemitteilung des Landgerichts Verden. Und erschlagen wurde „Oma Erna“ damit nicht.

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Auf YouTube ist Rache süss
(blick.ch, Peter Padrutt und Simone Matthieu)
Lehrer werden zu Affen gemacht. Die Ex zur Schlampe degradiert. Und Kollegen an den Pranger gestellt. YouTube machts möglich. Vor allem für Junge.

Elementarteilchen
(brandeins.de, Wolf Lotter)
Wo sich alles schnell verändert, scheint alles unscharf zu sein.
Das liegt am Auge des Betrachters. Wer sich nicht mitbewegt, sieht schlecht. Ganz besonders im World Wide Web.

Oft bloss nachgeplappert (+)
(nzz.ch, ras.)
Medienberichte sind oft wesentlich geprägt durch das, was die Öffentlichkeitsarbeiter vorgekaut haben. Eine neue Studie veranschaulicht dies am Beispiel der Informationsarbeit zweier kantonaler Verwaltungen. Schlecht weg kommen vor allem die lokalen Radios und Fernsehen.

»Ich zeige Prominente in ihrem natürlichen Lebensraum«
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Gerald Selch)
Ron Galella war einer der ersten Paparazzi. Seine Opfer: Stars wie Mick Jagger, David Bowie und Grace Jones.

Der Unvergleichliche
(zeit.de, Johannes Voswinkel)
Russlands Präsident Putin bittet zum öffentlichen Gespräch. Die Presse kommt und buckelt.

Flaggschiff soll Luxusjacht werden
(fr-online.de, Sebastian Moll)
Massenentlassungen, neue Strukturen, anderer Erscheinungstag: Das US-Magazin „Time“ steckt in der Krise.

Allgemein  

Jennifer Anistons Nasendialektik

Die Welt ist verwirrend.

Aber es stimmt: Jennifer Aniston wehrt sich gegen das Gerücht, sie habe eine Schönheits-OP vornehmen lassen, gibt aber zu, dass sie sich aus medizinischen Gründen die Nasenscheidewand richten ließ.

Also, diesmal alles richtig gemacht, Bild.de. Quasi.

Danke an Jens S.!

Allgemein  

„Bild“ schürt Krebs-Angst

Die große Schlagzeile auf der heutigen „Bild“-Titelseite ist wohl gar nicht mal falsch. Wahrscheinlich beschreibt sie sogar ziemlich gut, was sie selbst auslöst:

"Krebs-Angst -- So stark strahlt ihr Handy"

„Bild“ beruft sich auf eine jüngst veröffentlichte Studie, über deren Ergebnisse die „Süddeutsche Zeitung“ bereits gestern auf der Titelseite unter der falschen Überschrift „Handys können Krebs auslösen“ berichtet hatte. Ähnlich berichtet heute auch „Bild“ und schreibt auf Seite 1:

Also doch — Handys können bei Viel-Telefonierern Gehirntumore auslösen!

Direkt im Anschluss nennt „Bild“ diese zunächst so eindeutige Aussage zwar einen „Verdacht“, der sich aus der Studie ergebe, doch schon das ist übertrieben. Die Autoren der Studie selbst schreiben nämlich:

We found no evidence of increased risk of glioma related to regular mobile phone use.

(Wir haben keinen Beweis für ein erhöhtes Gliom-Risiko bezogen auf regelmäßigen Mobiltelefongebrauch gefunden.)

Und gegenüber der Nachrichtenagentur dpa fasste einer der Autoren der Studie ihre Grundaussage so zusammen:

„Insgesamt wurde keine (Risiko-)Erhöhung gefunden, aber die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen (Handy-)Langzeitgebrauch und dem Tumorrisiko auf der Seite, wo das Telefon gehalten wird, rechtfertigt eine weitere Untersuchung.“

Der „Bild“-Text auf Seite 15 zum Thema wird diesem Ergebnis (anders als die Aufmachung und der Text auf der Titelseite) sogar einigermaßen gerecht.

Völlig ungerechtfertigt ist allerdings die alarmierende und gleich drei Mal aufgestellte Behauptung von „Bild“, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) habe „sofort“ eine „Sondersitzung“ einberufen, „als die Ergebnisse der Studie gestern vorlagen“. Sie ist nämlich schlicht falsch. Zwar hat das BfS als Reaktion auf die irreführende Berichterstattung der „SZ“ gestern eine Pressemitteilung herausgegeben („Studie bestätigt Vorsorgegedanken des BfS“), zu der vermeintlich einberufenen Sondersitzung sagt man uns jedoch beim BfS:

Das ist falsch. Wir haben keine Sondersitzung einberufen.

 
P.S.: Der „Bild“-Kommentar beschäftigt sich heute übrigens auch mit dem Thema und fordert „Aufklärung statt Panikmache“. Aber dabei muss es sich wohl um eine Einzelmeinung innerhalb der „Bild“-Redaktion handeln — oder die Berichterstattung in derselben Ausgabe gilt bei „Bild“ als „Aufklärung“.

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber.

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