Diese Vollpfosten!

"Kennen Sie eigentlich auch Ameisentitten?"
Ja, kennen wir, ehrlich gesagt*. Aber wieso „auch“? Bei Bild.de weiß man nämlich offenbar nicht, was „Ameisentitten“ sind, hat aber ausgerechnet diesen Begriff gewählt, um ihn an diversen Stellen auf Bild.de in Überschriften zu verwenden. Sowas Dummes aber auch.

*) „Ameisentitten“ bezeichnen laut „Wörterbuch der Jugendsprache 2007“ Gänsehaut, während die „verfilzten Haare“, wie Bild.de „Ameisentitten“ fälschlicherweise übersetzt, dieses Jahr „Amateurlocken“ (2006 noch „Zeckenmatte“) heißen.

Mit Dank an Jörg F. für den sachdienlichen Hinweis.

6 vor 9

Günther Jauch und die ARD
(ndr.de, Video, 12:44 Minuten)
Ausführlicher Bericht zur Causa Jauch mit Einschätzungen verschiedener Medienjournalisten wie Michael Hanfeld oder Stefan Niggemeier.

Der Weg der Journalisten in die Digitale
(basicthinking.de)
Robert Basic macht sich Gedanken über die Welt der Informationsherrschaften namens ?Presse? / ?Medien?.

Internet-Shows erobern das Fernsehen
(stern.de, Till Frommann)
Immer öfter schaffen ursprünglich fürs Internet produzierte Formate den Sprung ins Fernsehen. Für die Programmgestalter eine gute Sache: Schließlich liefern die Online-User auf diese Weise Inhalte zum Nulltarif.

Auf Niveau Meereshöhe
(facts.ch, Marianne Fehr)
Gewinnen können bei Fernsehformaten wie «MusicStar» oder «Deutschland sucht den Superstar» nur die Juroren.

Auf Tuchfühlung mit dem Publikum
(blogwerk.com, Peter Hogenkamp)
Blogs sind als private Tagebücher gross geworden. Inzwischen haben auch viele Unternehmen Corporate Blogs als effektives wie effizientes Kommunikationsmedium entdeckt. Erfolg hat in der Blogosphäre allerdings nur, wer einige Grundprinzipien beachtet.

„Lügner reden immer nur von Notlügen“
(spiegel.de, Kristina Neumann und Sebastian Hofer)
PR-Berater lügen, sagt der PR-Berater und frühere VW-Sprecher Klaus Kocks – und erregt damit den Zorn seiner Kollegen. Ein Interview über Moral, Wahrheit und seine Behauptung, dass Angela Merkel alles richtig macht.

Killer spielen Killerspiele

Nicht jedes Computerspiel, in dem irgendwelche Figuren getötet werden, ist ein böses Killerspiel.

Das sagen nicht wir, das sagt „Bild“. Heute berichtet die Zeitung groß über die vielen jungen Leute, die gestern um Mitternacht ein Elektronikgeschäft „stürmten“, um so früh wie möglich die Erweiterung „The Burning Crusade“ zu dem Rollenspiel „World of Warcraft“ zu kaufen.

World of Warcraft??

„Bild“ klärt auf:

Wer hinter dem Namen ein „Killerspiel“ vermutet, liegt falsch: Bei „World of Warcraft“ (…) steht die Kommunikation im Vordergrund. Die Spieler treffen sich im Internet, lösen gemeinsam Aufgaben. Tauchen ab in eine Fantasiewelt voller Elfen, Zwerge und Trolle.

Oooooh: Elfen.

Dass es bei aller Kommunikation auch in „World of Warcraft“ gelegentlich hilft, Feinde zu töten, erwähnt „Bild“ nicht. Offenbar ist das also für die Definition, was ein „Killerspiel“ ist, nicht entscheidend.

Gestern berichtete „Bild“ über ein anderes Computerspiel: „Final Fantasy VII“*. Das sollen nach Informationen der Zeitung die beiden Jugendlichen exzessiv gespielt haben, die am Wochenende in Tessin ein Ehepaar „totgemetzelt“ („Bild“) haben. „Bild“ schrieb gestern:

Die Idole der Jungen: „Sephiroth“, der mit seinem Langschwert unschuldige Bewohner tötet. Und „Reno“, der den Anführer der Guten killen soll. (…)

Am Tatabend sollen sich die Killer mit den Spielnamen angeredet haben. Wollten sie sein wie ihre Vorbilder, ohne Gnade töten, wie sie es schon hundertmal am PC geübt hatten?

Die „Bild“-Zeitung lässt keinen Zweifel, dass „Final Fantasy VII“ im Gegensatz zu „World of Warcraft“ ein gefährliches Killerspiel ist. Die Nachrichtenagentur dpa nannte „Final Fantasy VII“ unter Berufung auf „Bild“ entsprechend ein „Gewalt-Computerspiel“.

Menschen, die „Final Fantasy VII“ spielen, halten die Spielbeschreibung und das Urteil für abwegig. Und die Unabhängige Selbstkontrolle USK hat dem Spiel aus dem Jahr 1997 eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt — dieselbe übrigens wie „World of Warcraft“, das bekanntlich den „Bild“-Unbedenklichkeitsstempel trägt. Die USK erklärt diese Kategorie so:

Kampfbetonte Grundmuster in der Lösung von Spielaufgaben. Zum Beispiel setzen die Spielkonzepte auf Technikfaszination (historische Militärgerätschaft oder Science-Fiction-Welt) oder auch auf die Motivation, tapfere Rollen in komplexen Sagen und Mythenwelten zu spielen. Gewalt ist nicht in alltagsrelevante Szenarien eingebunden.

Das Bild, das die „Bild“-Zeitung von dem Spiel zeigt (siehe Ausriss), ist eindrucksvoll, kein Zweifel. Aber es ist auch irreführend. Die Szene stammt nämlich gar nicht aus „Final Fantasy VII“, sondern offenbar aus dessen späterem Ableger „Dirge of Cerberus** (ab 16 Jahren), und darin geht es nicht um „Reno“ und „Sephiroth“.

Aber was ist nun ein Killerspiel? Warum erklärt „Bild“ ein Spiel (frei ab 12) für gefährlich und ein anderes (frei ab 12) für ungefährlich?

Oder kann es sein, dass der Begriff „Killerspiel“ für „Bild“ einfach jedes Spiel bezeichnet, das jemand spielt, der später zum Killer wurde?

*) erhältlich im Bild.de-Shop
**) erhältlich im Bild.de-Shop

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber.

Nachtrag, 18.1.2007 (mit Dank an Michael H. und Simon S.): Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass die abgebildete Szene gar nicht aus einem Computerspiel stammt, sondern aus dem Film „Final Fantasy VII — Advent Children“ (frei ab 12).

Nach Angaben der Geisel in einer Fernsehsendung gestern abend haben die beiden Jugendlichen vor der Tat tatsächlich diesen Film gesehen, in dem auch die Figuren „Sephiroth“ und „Reno“ auftauchen. Diesen Film, den die Nachrichtenagentur dpa trotz seiner Freigabe ab 12 Jahren nun ein „Gewaltvideo“ nennt, hielt „Bild“ offenbar fälschlicherweise für das Computerspiel „Final Fantasy VII“.

„Spannertum und sittliche Empörung“

Schräg, kultig, schmutzig? Mit sinkender Auflage und wachsender Hysterie? „Bild“ enthüllte, dass der CSU-Politiker Horst Seehofer eine „heimliche Freundin“ habe, die von ihm im 4. Monat schwanger sei. Deshalb ist „Bild“ heute auch Thema in anderen Medien. Ein kleine, unvollständige Presseschau:

„Berliner Zeitung“:

Mittlerweile hat sich die Bild-Zeitung, obwohl ihre Auflage seit Jahren sinkt, eine gewisse Beachtung auch in sogenannten besseren Kreisen verschafft, wo man im Kokettieren mit dem, was man „schräg“ oder „kultig“ findet, seine Vorurteilslosigkeit beweist. Und so kam es, dass in diesen Tagen ein solches Organ in den Streit um Stoiber eingreifen kann, indem es über einen möglichen Nachfolger schreibt, er habe eine Geliebte, die von ihm schwanger sei. (…) [E]inen Nutzen aus der Geschichte zieht die Bild-Zeitung selbst, die seit je mit der Mischung aus Spannertum und sittlicher Empörung ihre Leser befriedigt. (…) Wie jemand sein Sexualleben führt, ist allein seine Sache und die seiner Partner (…). Es geht nicht darum, irgendjemandem seine Freuden zu verleiden. Aber was ist es für eine Gesellschaft, die sich täglich, millionenfach und öffentlich anzoten lässt?

 
„Süddeutsche Zeitung“:

Das Blatt selbst hat sich in der Überschrift des ersten Artikels zutreffend charakterisiert: Da steht das Wort „schmutzig“. Dieser Selbstbeurteilung kann man nicht widersprechen, denn auf diesem Terrain kennt das Blatt sich aus.
(Link von uns.)

 
Michael Haller auf Stern.de:

Die „Bild“ verliert seit zehn Jahren kontinuierlich an Auflage. Mit wachsender Hysterie sucht sie nach Knallern, mit denen sich Auflage machen lässt. Und bei Politikern hat sie keine Hemmungen, schließlich sind da die Anzeigenkunden außen vor. Wenn es um Wirtschaftsthemen geht, sucht die „Bild“ viel eher Möglichkeiten der Kooperation – deutlich erkennbar zum Beispiel beim Fall Dieter Bohlen und „Deutschland sucht den Superstar“. Das hat nichts mehr mit Journalismus zu tun, hier geht es um Win-Win-Geschäftsmodelle.

 
„Augsburger Allgemeine“:

In gut informierten Berliner Kreisen wird eine ganz andere Version gehandelt: Seehofers Freundin selbst soll das Boulevardblatt informiert haben. Und zwar, weil der Minister mit ihr Schluss machen und zur Familie zurückkehren wollte, heißt es. Bild soll die Story schon seit Wochen in der Schublade gehabt haben und nur auf einen günstigen Zeitpunkt zur Veröffentlichung gewartet haben.

6 vor 9

Stadt Wiesbaden kürzt Arbeitslosenhilfe für Henrico Frank
(welt.de)
Weil er sich nicht um die angebotenen Stellen gekümmert hat, muss Henrico Frank nun mit weniger Hartz-IV-Hilfe auskommen. Ab dem 1.Februar wird die monatliche Leistung von derzeit 345 Euro um 30 Prozent gesenkt. Frank war durch seinen Streit mit SPD-Chef Kurt Beck in die Schlagzeilen geraten.

Kohle und Kies, Knete und Kröten
(jungle-world.com)
Wo gibt es Geld zu holen? Die Experten der Jungle World wissen Rat.

Intelligenz im Ohr
(sueddeutsche.de, Yvonne Göpfert)
Musik, Kultur, Forschung oder Politik – es gibt eigentlich nichts, wozu sich nicht ein Podcast im Internet findet. Seit gut einem Jahr kann man auch Fremdsprachen mit der neuen Technik lernen.

„Lieber nicht am Telefon“
(tagesspiegel.de, Marc Felix Serrao)
Thomas Roth, künftiger Leiter des ARD-Studios in Moskau, über Putin und russische Pressefreiheit.

Von Popmusik bis Politik
(berlinonline.de)
In eigener Sache: Über die Blogs der Berliner Zeitung.

Was Leser wirklich lesen!
(axel-springer-akademie.de, Video)
Ein kurzes Interview aus dem Jepblog der Axel-Springer-Akademie mit Christa D., 72, Berlinerin.

Cui bono?

Dies ist die heutige „Bild“-Schlagzeile:

Und die Stellen, an denen „Bild“ erklärt, warum das die heutige „Bild“-Schlagzeile ist, sehen maßstabsgetreu ungefähr so aus:


Es handelt sich dabei um neun kleine Worte („Nun ist er als Chef der CSU im Gespräch“), irgendwo mitten in einem Seite-2-Kommentar, 20 kleine Worte am Anfang eines Seite-2-Artikels („In der Führungskrise der CSU gilt er als heißester Anwärter auf den Parteivorsitz für die Zeit nach Edmund Stoiber“). Aber der Reihe nach. Schließlich wird ohnehin niemand ernsthaft behaupten wollen, dass die Details aus dem Privatleben des CSU-Politikers Horst Seehofer, die von „Bild“ heute zur Titelschlagzeile gemacht werden, zufälligerweise gerade heute zur Titelschlagzeile gemacht werden.

Und während Stern.de beispielsweise darauf verweist, dass „“Bild“ durch die Seehofer-Schlagzeile „mit einem ungeschriebenen Gesetz der deutschen Presse“ in Konflikt gerate, wonach „über das Privatleben von Politikern nicht berichtet wird — zumindest nicht ohne deren Einverständnis“, rechtfertigt „Bild“ selbst den Tabubruch als moralische Entscheidung:

„Wer sein Privatleben groß plakatiert, wer es politisch einsetzt, muss sich daran messen lassen. Und genau das tun wir.“

So jedenfalls steht es, sprachlich etwas holprig, am Ende des erwähnten Seite-2-Kommentars. Und das wirkt so scheinheilig wie der vorgebliche, auf geradezu alberne Art irreführende Anlass für die Veröffentlichung über Seehofers „heimliche Freundin“ („Jetzt ist die 32-Jährige schwanger — vierter Monat!“, „Wie erklärt er das seiner Frau?“): Horst Seehofers „Baby mit heimlicher Geliebten“ ist nicht die Promi-Geschichte mit Herzschmerz, die ebenso gut auch anderntags und anderswo hätte in „Bild“ stehen können, als die sie uns die neue „Bild“-Chefreporterin Verena Köttker heute auf Seite 2 verkauft (siehe Ausriss).

Wenn seit Wochen öffentlich und parteiintern über die weitere politische Karriere des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber nachgedacht, wenn Horst Seehofer als möglicher Stoiber-Nachfolger gehandelt wird und dieser Tage im bayerischen Wildbad-Kreuth die alljährliche Klausurtagung der CSU stattfindet, profitiert beileibe nicht nur die „Bild“-Zeitung von ihrem Scoop.

Im Gegenteil warnt Stern.de davor, sich mit solchen Berichten „politisch instrumentalisieren zu lassen“. Und auch andernorts wird spekuliert, wer denn die Seehofer-Geschichte lanciert habe. (Erstaunlicherweise verteilt die bayerische Staatskanzlei angeblich ein Fax der „Bild“-Redaktion, in dem die Behauptung, Gerüchte um Minister Seehofer wären gezielt aus dem Umfeld der Staatskanzlei an ‚Bild‘ gestreut worden, als „blanker Unsinn“ dementiert werden, was wiederum Lawblog.de zu der Frage veranlasst, „ob Bild auch so vehement abstreitet, wenn andere verdächtige Kreise genannt werden“.)

Wir aber halten fest: „‚Bild“ macht sich bewusst zum Handlanger der (parteipolitischen) Interessen anderer — entweder um von der Aufmerksamkeit zu profitieren oder weil die (parteipolitischen) Interessen anderer auch ihre eigenen sind.

Kurz korrigiert (307-310)

Gestern schrieb Bild.de über zwei „Tattoo-Brüder“ und ihren Komplizen. Laut Bild.de sind die Brüder 32 und 42 Jahre alt. Der ältere Bruder wurde laut Bild.de zu „neun Jahren Haft“ verurteilt, der jüngere müsse „für sieben Jahre ins Gefängnis“ und dem Komplizen „wurden fünf Jahre aufgebrummt“. Von diesen fünf Zahlen stimmt offenbar nur eine. Und zwar die Sieben. Der ältere Bruder wurde nämlich zu zwölf Jahren verurteilt und der Komplize zu neun. Außerdem sind die Brüder in anderen Medien ein Jahr älter als bei Bild.de — was daran liegen könnte, dass die Bild.de-Zahlen offenbar aus einem Bild.de-Artikel stammen, der fast ein Jahr alt ist.

Die falschen Haftstrafen hingegen stammen ursprünglich von der Nachrichtenagentur dpa. Die hat sich allerdings gestern Nachmittag korrigiert. Bild.de hingegen hat das bislang versäumt.

Mit Dank an Julia W. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 16.29 Uhr: Bei Bild.de hat man inzwischen versucht, wenigstens die falschen Haftstrafen zu korrigieren — mit mäßigem Erfolg. Kleiner Tipp: Die Zahlen stimmen jetzt zwar, sie sind aber falsch zugeordnet (und die Grammatik-Fehler ignorieren wir einfach weiterhin).

Nachtrag, 18.1.2007: Es hat etwas gedauert, aber jetzt stimmen die Haftstrafen auch bei Bild.de.

Erst trank sie mit den Killern Schnaps (2)

Anfangs war die Lage unübersichtlich. Es gab Berichte, wonach die beiden Jugendlichen vor der Messerattacke in Tessin mit ihrer späteren Geisel Alkohol getrunken haben sollen. Die „Bild“-Zeitung machte daraus in ihrer gestrigen Ausgabe eine Tatsache. Nun ja.

Inzwischen ist die Lage nicht mehr unübersichtlich. Der zuständige Staatsanwalt hat erklärt, die beiden Jugendlichen hätten keinen Alkohol im Blut gehabt. Seit gestern nachmittag berichten diverse Agenturen und OnlineMedien entsprechend, sogar Bild.de.

Und wie reagiert die „Bild“-Zeitung in ihrem heutigen Artikel über den Fall auf die veränderte Nachrichtenlage? Sagen wir: unbeeindruckt.

Sie lockten ihre Freundin Eyleen (15), mit der sie vor der Tat an der Bushaltestelle getrunken hatten, zum Haus ihrer Opfer:

Der Beweis

Zugegeben, wir hatten so unsere Zweifel, ob man bei Bild.de Leser-Reporter-Fotos vor der Veröffentlichung auch wirklich überprüft (oder anschaut). Jetzt aber haben wir den Beweis, dass irgendjemand bei Bild.de sich zumindest die Mühe macht, herauszufinden, ob ein eingesandtes Leser-Foto auch wirklich vom Einsender aufgenommen wurde:

Die Entscheidung, ob es veröffentlicht wird oder nicht, scheint davon aber nur zum Teil abhängig zu sein.

Mit Dank an Marcus S.!

Nachtrag, 14.40: Die Frage, ob das auf Bild.de veröffentlichte Leser-Foto auf Bild.de veröffentlicht werden soll, obwohl es „aus dem Netz“ stammt, wurde inzwischen entfernt und beantwortet.

6 vor 9

Start-ups geh’n auf Kaperfahrt
(taz.de, Ulrich Schulte)
Interaktive Anwendungen florieren im Netz. Mit dem „Web 2.0“ machen inzwischen auch Jungfirmen gutes Geld. Vergessen ist der erste Dotcom-Crash aber nicht.

Der Leser schreibt mit
(faz.net, Christina Hucklenbroich)
Im Internet zu recherchieren ist heute journalistischer Alltag. Hier vorab die Rohfassung eines Artikels zu diskutieren ist allerdings noch die Ausnahme. Wir haben es erfolgreich erprobt. Was meinen Sie? Soll diese partizipative Berichterstattung fortgesetzt werden?

Voß verwahrt sich gegen Jauch-Vorwürfe
(presseportal.de, Peter Voß)
SWR-Intendant Peter Voß („Ohne Jauch geht’s auch„)hat sich gegen die
Vorwürfe verwahrt, die Günther Jauch gegen die ARD im allgemeinen und
gegen einige namentlich nicht genannte Intendanten in einem Interview
des Nachrichtenmagazins Der Spiegel erhoben hat.

Macht Web 2.0 blöde?
(welt.de, Dirk Nolde)
Technologiepopstar Jaron Lanier polarisiert. Er hält das globale Lexikon Wikipedia nicht für das Ergebnis kollektiver Intelligenz. Im Gegenteil. Lanier findet es gefährlich, dass jeder die Enyklopädie verändern kann. Er fürchtet die Diktatur der Doofen im Web. Doch dazu wird es nicht kommen.

Klimawandel: Eine Replik an die «Weltwoche»
(blattkritik.ch, Franz Mauelshagen)
Dr. Franz Mauelshagen vom historischen Seminar der Universität Zürich, unter anderem auf Umweltgeschichte spezialisiert, schreibt eine Antwort auf zwei Artikel, die am 14.12.2006 in der Weltwoche publiziert wurden. Sein Vorwurf: Die Texte seien „eine Kampagne mit dem Ziel, den aktuellen Klimawandel und seine Ursachen zu banalisieren“.

Erfolg macht Probleme
(zeit.de, Torsten Kleinz)
Wikipedia wird an diesem Montag sechs Jahre alt. Viel Zeit zum Feiern gibt es jedoch nicht: Die Online-Enzyklopädie braucht Geld.

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