„…ob das stimmt“

Weil die „Bild am Sonntag“ am 6. November eine Reportage über „die älteste Frau der Welt“ im el salvadorianischen San Agustin im Blatt hatte, antwortete „BamS“-Chef Claus Strunz gestern in der „BamS“-Rubrik „Der Chefredakteur antwortet“ auf eine Frage von Elfriede Pietrowski aus Dortmund (NRW).

Frau Pietrowski fragte:

"Wie haben Sie die älteste Frau der Welt gefunden, Herr Strunz?"

Strunz schrieb:

Liebe Elfriede Pietrowski,
(…) Auch für uns war die Reportage von Rena Beeg ein Höhepunkt der letzten Ausgabe. Wir sind Woche für Woche bemüht, solche Geschichten zu finden. (…) Wie die Reportage über die 127jährige Frau zeigt, suchen wir in der ganzen Welt nach bewegenden Storys. Wenn wir fündig geworden sind, entsenden wir unsere Reporter auch in die entlegendsten Winkel dieser Erde.

Aber auch auf die eigentliche Frage antwortete Strunz:

(…) Die Idee für diese Geschichte entstand durch eine kleine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, Kollegen in El Salvador hatten berichtet, daß im Osten des Landes eine 127 Jahre alte Frau leben würde und damit die älteste Frau der Welt sei. BamS-Reporterin Rena Beeg war fasziniert und wollte wissen, ob das stimmt. Zunächst recherchierte sie telefonisch in El Salvador. Sie fragte dort Journalistenkollegen, wo diese Frau genau wohne — und ob jemand einen Kontakt herstellen könne. Dabei stieß Rena Beeg auf einen Fotografen, der in El Salvador als einer der besten Pressefotografen gilt und die Frau kannte. Sie verabredete sich mit ihm und flog in das zentralamerikanische Land. Mit dem Fotografen ging es dann im Auto rund 100 Kilometer weiter in den Ort San Agustin. (…)

Herzlichst, Ihr Claus Strunz

Und deshalb, lieber Claus Strunz, zunächst einmal vielen Dank, dass Sie uns daran teilhaben lassen, wie Sie die angeblich älteste Frau der Welt gefunden haben wollen. Falls es sich wirklich so zugetragen haben sollte, wie Sie es Frau Pietrowski schreiben, müssen wir uns allerdings sehr wundern.

Zumal Sie es doch viel einfacher hätten haben können. Schließlich ist die Geschichte von Cruz Hernandez in der Tat nicht neu, sondern (seit sie die el salvadorianische Zeitung „La Prensa Gráfica“ am 5. August 2005 aufgeschrieben hatte) weltweit bekannt. Ja, hatte nicht zuletzt Ihr eigenes Blatt, die „Bild am Sonntag“, bereits am 28. August unter der Überschrift „Hier wird die älteste Frau der Welt geküßt“ in großer Aufmachung (siehe Ausriss) über die alte Dame berichtet? Insofern wundert uns zunächst, dass Sie schreiben, Ihre Reporterin „wollte wissen, ob das stimmt“. Aber auch darüber hinaus sind wir irritiert, dass Sie, wie Sie schreiben, „durch eine kleine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters“ auf die Idee gekommen seien. Wie Reuters uns auf Anfrage erklärt, hat es so eine „kleine Meldung“ nie gegeben. Was es stattdessen gab, sind Reuters-Fotos von Cruz Hernandez. Es gibt sie seit dem 25. August. Aber auch das müssten wir Ihnen eigentlich nicht erzählen müssen: Es sind jene Fotos, die damals bereits drei Tage später auch in der „BamS“ zu sehen waren.

Darüber hinaus gibt uns zu denken (und sollte womöglich auch Ihnen zu denken geben), dass, wie Sie schreiben, die „BamS“-Reporterin Rena Beeg für ihre Reportage zunächst in El Salvador „recherchierte“ und dabei auf einen Fotografen „stieß (…), der die Frau kannte“. Die Arbeit hätte sich Ihre Mitarbeiterin sparen können! Der Fotograf, Luis Galdamez mit Namen (Sie kennen ihn: Er wird in der „BamS“-Reportage vom 6. November als Co-Autor genannt), arbeitet für Reuters und ist derjenige, der – laut Reuters – auch schon die Reuters-Fotos von Cruz Hernandez gemacht hat, die, wir erwähnten es schon, bereits im August auch in der „BamS“ erschienen sind. Sein Name stand auch damals schon in der Bildbeschreibung, die mit jedem Reuters-Foto mitgeliefert wird, seine Kontaktdaten sind leicht über Reuters (oder per Google-Suche) herauszufinden.

Kurzum, lieber Herr Strunz: Wenn Sie als „BamS“-Chef Ihrer Leserin wahrheitsgemäß geantwortet haben, hoffen wir nicht, dass sich Ihre Reporterin Rena Beeg mit der Recherche ähnlich umständlich anstellt, wenn Sie über Themen wie „Endlich schwanger!“, „Was taugen Abnehmpillen?“, „Aqua-Fitness für alle“ oder ein „Orgasmus-Gerät mit Fernbedienung“ schreibt. Und ehrlich gesagt, haben wir auch nicht den Eindruck, dass.

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„Werbung muß kenntlich gemacht werden“

Der erste Schritt zur Heilung ist die Einsicht, krank zu sein. Zumindest gilt dieser Grundsatz in der Psychologie. Und gestern stand in der „Bild am Sonntag“ ein längerer Text über den Verdacht der Schleichwerbung für IKEA u.a. in der „PRO 7-Reality-Show ‘Sarah & Marc in Love’“ und entsprechende Ermittlungen der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg. Dort heißt es dann:

„Nicht nur öffentlich-rechtliche, sondern auch private Sender müssen Werbung und Programm trennen. Werbung muß kenntlich gemacht werden.“

Nun, es ist schön zu sehen, dass dieser Gedanke zumindest dem einen oder anderen bei „Bild“ bekannt ist. Noch dazu, da man über einen Sender berichtet, an dem die Axel Springer AG beteiligt ist (und der bald vollständig zum eigenen Konzern gehören soll). Umgesetzt jedoch wird der Gedanke offensichtlich eher, nun ja, schlampig. Weswegen sich bei Bild.de, wo der „BamS“-Text im Wortlaut übernommen wurde, ein Link-Kasten namens „Promiquiz“ findet (siehe Ausriss), der direkt zu einem gewerblichen Angebot der Firma GD Gameduell führt.

Gameduell seinerseits weist auf seiner Website ausdrücklich darauf hin, dass Bild.T-Online ein „Kooperationspartner“ ist und Kooperationspartner eine „attraktive Vergütung“ erhalten. Fast unmittelbar neben dem nicht gekennzeichneten Werbelink bei Bild.de wiederum heißt es über die umstrittene Pro7-Serie:

„Nach BamS-Informationen erregten neben der Ikea-Folge auch Szenen mit Produkten von Dr. Oetker und Mondamin sowie ins Bild gestellte Bierflaschen die Aufmerksamkeit der Medienwächter.“

Ja, und nach Bildblog-Informationen hat die Vermischung von Werbung und Programm auch bei Bild.de schon die Aufmerksamkeit von Medienwächtern erregt. Doch manchmal dauert es mit der Heilung eben etwas länger.

Kurz korrigiert (31)

Frage: Wäre es nicht seltsam, wenn das WDR-Landesstudio Dortmund bekannt gäbe, dass Diego Maradona seinen „Auftritt in der Talkshow von Johannes B. Kerner“ abgesagt habe? (Schließlich läuft „Kerner“ beim ZDF, während das WDR-Landesstudio Dortmund zur ARD gehört.)

Antwort: Ja, das wäre seltsam. Aber anders als Bild.de heute im „News-Ticker“ behauptet, hat das WDR-Landesstudio ja gestern auch bekannt gegeben, dass Maradona „auf den TV-Auftritt in der ARD-Talkshow ‘Beckmann’“ verzichtet.

Mit Dank an Matze für den Hinweis.

Nachtrag, 19:35:
Auch der Bild.de-Beauftragte für öffentlich-rechtliches Fernsehen hat am Nachmittag seinen Dienst angetreten und die falsche Talkshow („Kerner“) durch die richtige („Beckmann“) ersetzt und (womöglich aus Sicherheitsgründen) die Angabe, auf welchem Sender die Show ohne Maradona läuft, komplett weggelassen.

Kurz korrigiert (29/30)

In der „Bild am Sonntag“ schreiben heute Ulrich Deupmann und Martin S. Lambeck zu der Frage „Wem mißtraut Merkel? … und mit wem trinkt sie gern eine Tasse Tee?“ über den Kanzleramtsminister Thomas de Maizière:

Merkels engster Vertrauter im Kabinett! Thomas de Maizière ist der Vetter ihres großen Förderers Lothar de Maizière (letzter DDR-Ministerpräsident) und eine Art Jugendfreund. Da Merkel auf langjährige Vertrauensverhältnisse setzt, zog sie den bisherigen sächsischen Innenminister dem Rheinländer Norbert Röttgen als Kanzleramtsminister vor. De Maizière ist ähnlich verschwiegen und lebt ähnlich abgeschirmt wie Merkel.

Aha, „eine Art Jugendfreund“ also… Na klar! Logo! Schließlich sind der in Westdeutschland großgewordene Thomas de Maizière und die in Ostdeutschland groß gewordene Angela Merkel beide 1954 geboren und kennen sich, wie es z.B. im „Handelsblatt“ heißt, „bereits aus den Zeiten der letzten DDR-Regierung 1990″.

Bei Bild.de hingegen schreiben heute Ulrich Deupmann und Martin S. Lambeck zu der Frage „Wem mißtraut Merkel? Und mit wem trinkt sie gern eine Tasse Tee?“ über den Kanzleramtsminister Thomas de Maizière etwas ganz anderes:

Merkels engster Vertrauter im Kabinett! Thomas de Maizière ist der Sohn ihres großen Förderers Lothar de Maizière (letzter DDR-Ministerpräsident) und eine Art Jugendfreund. Da Merkel auf langjährige Vertrauensverhältnisse setzt, zog sie den bisherigen sächsischen Innenminister dem Rheinländer Norbert Röttgen als Kanzleramtsminister vor. De Maizière ist ähnlich verschwiegen und lebt ähnlich abgeschirmt wie Merkel.

Und abermals könnte man die Frage stellen, inwiefern bei Leuten, die sich ja, wie beispielsweise die „Süddeutsche Zeitung“ ausführlich referiert, im Alter von über 35 Jahren kennengelernt haben, von einer Art Jugendfreundschaft reden kann. Aber das haben wir ja schon, weshalb wir hier nur erwähnen wollen, dass Merkels Förderer Lothar de Maizière bei der Geburt seines Vetters Thomas 13 Jahre alt war, und uns fragen, wann und wie Bild.de das wohl korrigiert…

Mit Dank an Friedrich B. und Frank für den Hinweis.

Nachtrag, 19:30 Uhr:
Okay, der Genealogie-Beauftragte von Bild.de ist im Laufe des Nachmittags zum Dienst erschienen und hat den falschen „Sohn“ durch „Vetter“ ersetzt. Der Jugendfreundschafts-Beauftragte hingegen macht heute offensichtlich blau. (Oder er wartet bis nächste Woche, um die irreführende Formulierung, der sog. „West-de Maizière“ sei „eine Art Jugendfreund“ von Merkel, in der „Korrekturen“-Rubrik der „BamS“ richtigzustellen.)

Die schärfste Sanktion

Im Juni dieses Jahres hatte „Bild“ in der Überschrift zu einem Artikel geschrieben, „Kannibale grillte seine Cousine im Backofen“. Gut drei Monate später ging der Presserat bis zum Äußersten: Er rügte „Bild“ öffentlich deswegen, und griff damit zur schärfsten Sanktion, die ihm zur Verfügung steht.

Und heute nun kommt „Bild“ der Verpflichtung, die Rüge abzudrucken auf Seite zwölf nach — schließlich entspricht es laut Ziffer 16 des Pressekodex ja „fairer Berichterstattung“, öffentlich ausgesprochene Rügen abzudrucken:

P.S.: Damit Sie etwas leichter fündig werden: Die Rüge ist der kleine Text unter der handelsüblichen Streichholzschachtel, die wir zur Verdeutlichung dazu gelegt haben. Dort steht:

Presserat rügt
Wegen der Berichterstattung in der BILD vom 10.06.2005 unter der Überschrift „Kannibale grillte seine Cousine im Backofen“ hat der Deutsche Presserat einen Verstoß gegen Ziffer 8 und Ziffer 13 des Pressekodex festgestellt und gerügt.

Nachtrag, 24.11.05:
Die gerügte Meldung findet sich nach wie vor unverändert bei Bild.de.

So knacken Sie den „Bild“-Kapierschutz

An dieser Stelle stand heute abend ein Eintrag, den wir korrigieren müssen. Im Ressort „Audio“ von Bild.de steht aktuell ein Teaser mit der Überschrift „So knacken Sie ganz legal den CD-Kopierschutz“. Der Artikel bezieht sich allerdings nicht, wie wir angenommen hatten, auf ein aktuelles Problem mit einem amerikanischen Sony-Kopierschutz, sondern ein früheres mit einem anderen amerikanischen Sony-Kopierschutz. In Bezug darauf ist der bei Bild.de aktuell verlinkte Artikel vom 11.7.2005 völlig richtig.

Wir bitten für das Versehen um Entschuldigung!

Kurz korrigiert (28)

Familien-Comeback: Während der gemeinsamen Deutschlandpremiere mit Circus Roncalli präsentierte die Kelly-Family ihren neuen song „Flip a coin“.

Noch vor gut anderthalb Jahren hätte sich niemand gewundert, wenn Bild.de die obigen Sätze in einer „Bilder der Woche“-Rubrik untergebracht hätte. Schließlich war die Zusammenarbeit von Roncalli und Kelly Family, die derzeit fortgesetzt wird, vor anderthalb Jahren vielleicht tatsächlich sowas wie ein „Familien-Comeback“, mit Sicherheit aber so „neu“ wie ihr Song „Flip a Coin“, der im Januar 2004 zum Start der ersten „Ronkelly“-Tournee veröffentlicht wurde.

Über anderthalb Jahre später hingegen ergibt das, was da in der „Bilder der Woche“-Rubrik bei Bild.de steht, wenig Sinn.

Nachtrag, 12.11.2005:
Offenbar hatte auch der Comeback-Beauftragte von Bild.de ein Comeback. Jedenfalls wurde obiger Text mittlerweile korrigiert und lautet nun:

"Familien-Comeback: Beim Tournee-Auftakt in Würzburg präsentieren der Circus Roncalli und die

Allgemein  

Brandenburger „Bild“-Blödsinn

Die „Bild“-Zeitung berichtet ja gern mindestens zwei Mal — dann, wenn sie glaubt, etwas anprangern zu müssen, und dann, wenn „Bild“ den Eindruck hat, die eigene Berichterstattung habe irgendeine Reaktion ausgelöst, was ja ab und an passiert…

Bei „Bild“ sagt man:
BILD wirkt

Andererseits ist es schon seltsam: Da berichtete „Bild“ am vergangenen Dienstag groß über eine Familie, der das Standesamt Frankfurt (Oder) verweigerte, ihren Sohn „Louis“ zu nennen, und schrieb:

"Behörden-Irrsinn in Brandenburg - Unser Junge darf nicht Louis heißen"

Und ebenfalls am Dienstag stand in der „Märkischen Oderzeitung“ (MOZ) etwas ganz anderes — quasi das Gegenteil:

"Frankfurter Baby darf Louis heißen"

Ja, womöglich ist es sogar mehr als nur seltsam, dass „Bild“ sich offensichtlich etwas zuviel Zeit gelassen hatte, die Sache mit dem Namensstreit (den die MOZ übrigens bereits vergangene Woche Samstag ausführlich und exklusiv öffentlich gemacht hatte) abzuschreiben aufzugreifen, ohne vor Veröffentlichung noch mal nachzufragen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist.

"Louis darf doch Louis heißen!"Aber natürlich hätte die „Bild“-Redaktion die Peinlichkeit mühelos aus der Welt schaffen können, in dem sie tags drauf z.B. eine entsprechende kleine Meldung nachgeschoben hätte (siehe Montage rechts), die den „Bild“-Lesern die aktuellen Entwicklungen mitgeteilt hätte — und gut.

Stattdessen hat man sich bei „Bild“ am Mittwoch für eine ähnliche ganz andere Überschrift entschieden — nämlich diese:

"Nach BILD-Bericht: Louis darf jetzt Louis heißen!" Und nicht nur das. Obwohl die MOZ ja bereits am Dienstag (!) berichtet hatte, der Frankfurter Oberbürgermeister Martin Patzelt habe „gestern“ – also bevor in „Bild“ auch nur ein einziges Wort zu „Louis“ stand – „sofort“ dafür gesorgt, dass das Kind doch „Louis“ heißen dürfe, behauptete „Bild“ am Mittwoch (!) ungeniert:

„Patzelt (58) beendete gestern persönlich diesen Unfug.“
(Hervorhebung von uns.)

Eine glatte Lüge also, mit der auch wir diesen Unfug beenden.

Mit Dank an die MOZ für Hinweis und Scans.

Sind immer die andern II

Die „Bild“-Zeitung hat wieder keinen Fehler gemacht.

Sicher, sie hat am Donnerstag eine Meldung an die Nachrichtenagenturen gegeben, wonach der Beitrag zur Rentenversicherung 2007 um 0,8 Prozentpunkte angehoben wird, was AP, AFP und dpa daraufhin gegen 20.30 Uhr berichteten.

Und nachdem die CDU diese Meldung dementierte, hat „Bild“ die Behauptung rund eine Stunde später wieder zurückgezogen.

Aber einen Fehler hat sie nicht gemacht. Die Falschinformation habe „auf einer unzutreffenden Darstellung aus der CDU-Spitze“ beruht, teilte „Bild“ mit.

Danke an Oliver M.

Symbolfoto XIX

Dieses lustige Foto zeigt Bild.de heute über einer Geschichte, die von sogenannten „Flitzern“ erzählt, die dem Verein Hansa Rostock 20.000 Euro Schadenersatz zahlen müssen, weil sie bei einem Bundesligaspiel am 25. Oktober 2003 auf das Spielfeld gelaufen waren.

Im Text heißt es:

Drei Flitzer, die im Bundesligaspiel gegen Hertha BSC auf den Rasen des Ostseestadions tobten, müssen 20.000 Euro zahlen.

Da fragt man sich, warum auf dem Foto im Hintergrund ein Schalke-04-Transparent hängt. Und warum der Torwart, der am linken Bildrand zu sehen ist, ein Schalke-Trikot trägt und Schalke-Torwart Frank Rost so verdammt ähnlich sieht. Und man denkt sich möglicherweise, dass Bild.de sich im Spiel geirrt hat. Wäre ja möglich.

Stimmt aber gar nicht. Die drei verurteilten Flitzer liefen tatsächlich beim Spiel Hansa Rostock gegen Hertha BSC auf den Rasen. Nur waren das ganz andere Flitzer — und sie waren nicht mal nackt.

Aber vielleicht meint man bei Bild.de ja, mit dem Einleitungssatz schon deutlich gemacht zu haben, dass es sich bloß um ein Symbolfoto handelt:

Egal ob nackt oder bekleidet…

Mit Dank für den sachdienlichen Hinweis an Tobias J.

Nachtrag, 15.05 Uhr:
Das von Bild.de abgebildete Foto stammt übrigens aus dem Spiel Schalke 04 gegen den FC Fulham, das im Juli dieses Jahres im österreichischen Kapfenberg ausgetragen wurde. Und es zeigt „drei englische Flitzer“, wie Bild.de damals wusste.

Mit Dank für den Hinweis an Holger S. und Tom B.

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