Pulitzers Panama, Himmel-Hölle, Realityshow Krieg

1. Pulitzer-Preis für Panama Papers
(sueddeutsche.de)
Der internationale Journalistenzusammenschluss „ICIJ“ (International Consortium of Investigative Journalists) hat für die Berichterstattung rund um die „Panama Papers“ den Pulitzer-Preis bekommen. Damit geht die wohl bekannteste und prestigeträchtigste Auszeichnung im Journalismus indirekt auch an Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“. Das deutsche Medium hatte die 11,5 Millionen vertraulichen Dokumente des panamaischen Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca von einer anonymen Quelle zugespielt bekommen, mit dem „ICIJ“ geteilt und anschließend mitaufgearbeitet.

2. Freischreiber nominieren Jakob Augsteins Freitag und Süddeutsche Zeitung für den Höllepreis
(meedia.de)
Die Journalistenvereinigung „Freischreiber“ vergibt jedes Jahr den „Höllepreis“, eine Art Goldene Zitrone der Medienbranche. Dieses Jahr zählen zur Nominiertenliste der „Freitag“, die „SZ“, die „Deutsche Presse-Agentur“, „Travel House Media“ sowie der Zeitungsverlegerband „BDZV“. Doch es gibt auch einen „Himmelpreis“, mit dem Medienunternehmen für besonders vorbildhaftes Verhalten ausgezeichnet werden. Auf der Nominierungsliste stehen Verlegerin Sandra Uschtrin, die ihr widerrechtlich zugeflossene VG-Wort-Einnahmen nach dem BGH-Urteil klaglos und in voller Höhe zurückerstattet und die August Schwingenstein Stiftung für ihre Verdienste um den Medienwandel.

3. Warum CORRECTIV ein „Schwarzbuch AfD“ veröffentlicht
(correctiv.org, Markus Grill)
Das Recherchezentrum „correctiv“ stellt sein „Schwarzbuch AfD“ vor: „Wir finden, es reicht langsam. Es reicht, dass viele Medien fortwährend über das Stöckchen springen, das die AfD ihnen hinhält und über deren gezielte Provokationen berichten. Wir wollen selbst bestimmen, was wir über die AfD berichten und wann. Deshalb dieses „Schwarzbuch AfD“. Es beschreibt Dinge, die die AfD lieber nicht über sich lesen will: Die Verbindungen einiger ihrer Protagonisten ins rechtsextreme Milieu, die dubiose Finanzierung der Partei, die unsozialen Punkte ihres Parteiprogramms, die Intrigen ihrer Führungsfiguren.“

4. Geflüchtete beim Kaninchenzüchter
(taz.de, Natalie Mayroth)
Natalie Mayroth berichtet in der „taz“ vom Crowd-Funding-Projekt „Newscomer“, das Geflüchtete in Kontakt mit Lokalredaktionen bringen will. Die Idee dabei: Als Tandem sollen zehn Zweierteams aus Lokaljournalisten und Menschen mit Fluchtgeschichte in Lokalmedien aus ihrem Alltag in Deutschland berichten. Das Projekt hat bereits einige Unterstützung erfahren, doch nun fehlen mindestens 10.000 Euro, mit denen u.a. die Kosten für Workshops abgedeckt werden.

5. Mehr Empathie, weniger Klischees
(deutschlandfunk.de, Audio, 4:17 Minuten)
Der Deutschlandfunk hat sich in den internationalen Presseabteilungen der Bahnhofsbuchläden nach regionalen Ausgaben ausländischer Zeitungen umgesehen, die ihren Redaktionssitz in Deutschland haben. Drei Medien hat man sich genauer angeschaut, die italienische „Corriere d´Italia“, die russische „Russkaja Germanija“ und die türkische „Hürriyet“. Einwanderer würden ausländische Zeitungen oft parallel, selten ausschließlich, lesen. Insgesamt würden Einwanderer, egal welcher Herkunft, deutschsprachige Blätter bevorzugen. Von einer medialen Abkapselung könne damit also nicht die Rede sein. (Für Audiobeitrag im Bild des Beitrags rechts unten auf die Schaltfläche „Hören“ klicken.)

6. Krieg geht immer
(spiegel.de, Marc Pitzke)
„Krieg geht immer“ konstatiert Mark Pitzke in seinem Kommentar über Trumps Militärschlag in Syrien und den Widerhall in den Medien. Der amerikanische Präsident inszeniere seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow und die US-Medien würden willig anbeißen.

Zuckermelonen, die hupend Muscheln sammeln

Im Dezember vergangenen Jahres, Sie erinnern sich vielleicht, wollte die „Bild“-Zeitung eine „große Debatte um das Frauenbild von Flüchtlingen“ anstoßen:

Natürlich haben viele Männer ein schiefes Frauenbild — egal ob Flüchtling, Deutscher oder wasauchimmer. Und die „Bild“-Medien arbeiten mit ihren unzähligen Brüste-Hintern-Schlüpferlos-Artikeln nicht gerade dagegen an. Deswegen wollen wir uns hier im BILDblog immer mal wieder das Frauenbild der „Bild“-Redaktionen anschauen.

Seit der letzten Ausgabe im Januar ist ein bisschen was zusammengekommen. Zum Beispiel dieses lustige Wortspiel in der Bildunterschrift aus der vergangenen Woche über Leila Lowfire und Sophia Thomalla:

Klar, warum nicht einfach mal Frauen mit größeren Brüsten oder tieferem Ausschnitt mit dem Wort „ficken“ in Verbindung bringen? Was ziehen die sich auch so aufreizend an?!

***

Bleiben wir bei Sophia Thomalla. Denn um sie handelt es sich bei dieser „fruchtigen Aussicht“:

Bild.de schreibt dazu:

Dann schauen wir mal, wir sehen: schöne Füße, wohlgeformte Beine, flacher Bauch, zwei Kokosnüsse — und zwei Zuckermelonen …

Melonen? Hat hier jemand „Melonen“ gesagt?

Wenn man häufiger bei Bild.de vorbeischaut (was keine Empfehlung unsererseits sein soll), bekommt man das Gefühl, dass die Redakteure, die dort arbeiten, an keinem Bikini-Foto vorbeikommen. Wenn irgendwo eine halbwegs prominente Frau zwischen 15 (ja, 15!) und 40 Jahren (oder Liz Hurley) in Bademode auftaucht — zack, ein neuer Artikel bei Bild.de.

***

Oder wenn irgendwo mal ein Millimeter eines Nippels zu sehen ist. Und wenn gerade keine Kokosnuss und auch keine Melone in der Nähe ist, dann geht es dieses Mal eben um „Hupen“:


(Alle Unkenntlichmachungen in diesem Beitrag durch uns.)

Und auch sonst veröffentlich Bild.de gern Fotos, bei denen irgendwelche Paparazzi Frauen in den Ausschnitt oder unter den Rock fotografiert haben:

***

Doch zurück ans Wasser. Denn dort kann man Frauen immer noch am besten auf ihr Äußeres reduzieren:




***

Das Frauenbild der „Bild“-Medien begrenzt sich aber nicht nur auf plumpes Titten-Glotzen und Ärsche-Gucken. Es lässt Frauen neben Männern oft klein aussehen. Die Begleitung von Schauspieler Ryan Gosling bei der „Oscar“-Verleihung war für Bild.de nicht „seine Begleitung“ oder gar einfach eine „Frau an seiner Seite“, sondern „die heiße Blondine von Ryan“:

Während Casper „Rap-Star“ ist, ist Lisa Volz nicht eine Schauspielerin, sondern eine „Schönheit“:

Während Andreas Bourani „Sänger“ ist, ist Toni Garrn nicht ein erfolgreiches Model, sondern „Single“:

Und während es völlig zurecht als Problem gesehen wird, wenn Flüchtlinge Frauen als reine Objekte betrachten, soll der Sexismus der „Bild“-Medien Journalismus sein.

Journalisten-Jagd, Verleger-Nachtritt, Stockfoto-Albtraum

1. Jagdsaison auf Journalisten
(taz.de, Wolf-Dieter Vogel)
„Es gibt keine Garantien und keine Sicherheit für einen kritischen und ausgewogenen Journalismus“, schrieb Oscar A. Cantú Murguía und machte seine Zeitung dicht. Vor gut einer Woche war Schluss bei „Norte de Ciudad Juárez“, es ist schlicht zu gefährlich geworden für die Redaktion. Die Ermordung einer Autorin des Blattes auf offener Straße hat das erneut gezeigt. Wolf-Dieter Vogel über die Situation der Journalisten in Mexiko, wo laut „Reporter ohne Grenzen“ — nach Syrien und Afghanistan — die meisten Pressevertreter „eines gewaltsamen Todes“ stürben. Dazu auch, ebenfalls bei der „taz“: „Wo Journalisten gefährlich leben“, ein Erfahrungsbericht eines mexikanischen Journalisten.

2. Ist die Mafia jetzt der Gewinner?
(faz.net, Andreas Rossmann)
Eine Journalistin (Petra Reski) nennt in einem Artikel über die Mafia den Namen eines italienischen Geschäftsmanns. Die Redaktion („Der Freitag“) lässt den Namen in der Geschichte und druckt den Artikel. Der Geschäftsmann klagt. Der Verleger des Blattes (Jakob Augstein) sagt unter anderem, die Journalistin habe ihm und seinem Team den Text „untergejubelt“. Andreas Rossmann schreibt zu all dem: „Zuerst ließ der Verleger Jakob Augstein die Autorin Petra Reski in einem Rechtsstreit hängen. Nun tritt er sogar nach. Ein solches Beispiel darf im Journalismus nicht Schule machen.“

3. Wenn jemand anderes ganz andere Fragen stellt
(fair-radio.net, Gero Bauer)
Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Gero Bauer wundert sich über das Vorgehen eines Karlsruher Lokalradios, das ein Interview mit ihm zwar vorher aufgezeichnet hatte, später aber so tat, als sei er live zugeschaltet: „Aber nicht nur das. Die Fragen der Moderatoren entsprachen leider nicht den Fragen, die mir die Praktikantin gestellt hatte, wodurch meine ‚Antworten‘ ein bisschen den Eindruck erweckten, ich würde ausweichen beziehungsweise einfach nicht richtig zuhören.“

4. «Oft fehlt der Anstand»
(srgd.ch, Hanspeter Huber)
Darf man Donald Trump im TV als „Arschloch“ bezeichnen? Roger Blum ist Ombudsmann bei der „Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft“, die unter anderem auch die „SRF“-Radio- und Fernsehsender betreibt. Er nimmt Beschwerden der Zuschauer und Hörer entgegen („Es gibt eine kleine Gruppe Beanstander, die in ihren E-Mails austeilt wie verrückt. Durchgehend ehrbeleidigend.“), verteilt Rügen und entscheidet, ob die Bezeichnung „Arschloch“ bei Trump passend ist. Hier erzählt er von seiner Arbeit als Ombudsmann.

5. Mich für Stockfotos herzugeben, war der größte Fehler meines Lebens
(vice.com, Niccolò Massariello)
Er wirbt für tschechische Rasierprodukte, für ein Buch über Monsterjäger, für eine australische Internetflatrate und noch vieles mehr — alles nur, weil Niccolò Massariello einmal Fotos von sich hat machen lassen, die als Stockfotos von jedem für wenig Geld gekauft und für Werbekampagnen genutzt werden können.

6. Teleprompter gegen Medien-Tourette
(dwdl.de, Hans Hoff)
Hans Hoff mit einer Liebeserklärung an das Gerät, von dem TV-Moderatoren ihre Texte ablesen, den Teleprompter: „Ich liebe Prompter. Ich liebe aber fast noch mehr, wenn nach einem Personalwechsel die Prompter nicht ganz korrekt eingestellt sind. Dann sehen die Gestalten auf dem Bildschirm ein bisschen so aus, als schauten sie an mir vorbei. Ich habe mich in solchen Fällen schon mehrfach umgedreht, um zu schauen, ob hinter oder neben mir noch jemand hockt.“

„Epoch Times“ greift Frau zwischen die Beine

In München hat vor knapp zwei Wochen ein Mann aus Somalia eine Frau und ihre zwei Töchter belästigt. Während einer Straßenbahnfahrt griff er sich in den Schritt, kreiste dabei die Hüften, machte recht eindeutige Bewegungen. Alles ziemlich obszön. Das Polizeipräsidium München gab dazu eine Pressemitteillung (Meldung 453) raus, in der unter anderem steht:

Am Samstag, 25.03.2017, gegen 16.50 Uhr, befuhr ein 27-jähriger Somali mit der Straßenbahn der Linie 17 vom Hauptbahnhof in Richtung Amalienburg. Dabei belästigte er eine 40-jährige Münchnerin und ihre beiden 8- und 12-jährigen Töchter durch ein deutlich obszönes Verhalten.

Er fasste sich unter anderem in den Schritt, ließ seine Hüften kreisen und deutete obszöne Bewegungen an. Erst auf eine deutliche Ansprache der 40-Jährigen hin, unterließ er sein Verhalten gegenüber den beiden Kindern.

Eine gute Woche später, am vergangenen Montag, hat das Portal „Epoch Times“ die Geschichte aufgegriffen. Und auf einmal klingt der Vorgang ganz anders. Nun soll der Mann nicht sich selbst, sondern der Frau zwischen die Beine gegriffen haben:

Die alternative Version des Tathergangs dürfte nicht nur ein Flüchtigkeitsfehler sein, der durch unkonzentriertes Überschriftenschreiben entstanden ist. Denn auch im Text steht:

Ein 27-jähriger Mann aus Somalia griff vor den Augen ihrer Töchter (8, 12) einer Mutter mit der Hand in den Schritt. Dabei kreiste er seine Hüften und deutete obszöne Bewegungen an.

Keine Frage: Das Verhalten des Mannes war völlig daneben. Es ist aber durchaus ein Unterschied, ob man sich selbst oder jemand anderem zwischen die Beine fasst. Das, was die „Epoch Times“ schreibt, stimmt nicht.

Das Portal greift gerne Meldungen über Flüchtlinge, Kriminalität und kriminelle Flüchtlinge auf. Es berichtet viel über die AfD. Aktuell sind auf der Startseite Artikel mit solchen Überschriften zu finden: „Klartext von Red Bull-Chef gegen offene Grenzen und Political Correctness“, „20 Prozent der Atteste falsch: Ärzte in Deutschland stellen Gefälligkeits-Gutachten zur Verhinderung von Abschiebungen aus“, „Grenzkontrollen des Schengenraumes schon wieder ausgesetzt — Mega-Staus und vier Stunden Wartezeiten“. Die Redaktion gehörte auch zu jenen, die im Februar der „Bild“-Zeitung den falschen Frankfurter „Sex-Mob“ glaubten und das Gerücht weiterverbreiteten. Das Portal „Vox Populisti“ bezeichnete die „Epoch Times“ kürzlich als „Echokammer für rechten Sound“.

In den Sozialen Medien ist die Seite mit ihrer Themenauswahl ziemlich erfolgreich. Im Facebook-Ranking von „10000 Flies“ schaffst es die „Epoch Times“ immer wieder in die Top Ten aller deutschen Medien, noch vor tagesschau.de, vor „Zeit Online“, vor Süddeutsche.de.

Dieser Erfolg liegt auch an falschen Meldungen, wie die über den Mann aus Somalia, die beim entsprechenden Klientel reichlich Anklang finden und zahlreich geteilt werden:





Auch die Facebookseite „Wahrheiten & Meinungen, die Dir Mainstream-Medien z.T. verschweigen“ teilte Anfang der Woche den Artikel der „Epoch Times“:

Natürlich „verschweigen“ die „Mainstream-Medien“ „Wahrheiten“ wie diese. Sie stimmen schlicht nicht.

Mit Dank an Stephan G. für den Hinweis!

Bild  

„Bild“ zieht mit „Pleite-Griechen“ in den Wahlkampf

Der „Bild“-Zeitung ist heute eine geniale Verknüpfung gelungen: auf der einen Seite eines der Lieblingsthemen der vergangenen Wochen (Martin-Schulz-Kritik), auf der anderen eines der Lieblingsthemen der vergangenen Jahre (Griechenland-Kritik-Bashing). In dieser Geschichte hat die Redaktion beide zusammengebracht:

Fangen wir bei Martin Schulz an. Seit bekannt ist, dass Schulz als SPD-Kanzlerkandidat bei der kommenden Bundestagswahl antreten will, schaut die „Bild“-Redaktion ganz genau, was bei den Sozialdemokraten und ihrem neuen Spitzenmann so alles schiefläuft. Natürlich ist es journalistisch völlig richtig, einen neuen Kandidaten genauer zu beobachten. Und es gibt auch mal positive Geschichte über Schulz — gerade erst veröffentlichte „Bild“ Auszüge aus seiner Biografie. Vor allem aber geht es in Berichten über ihn um Ärger, Fehler, Zweifel.

Die Redaktion thematisierte gleich die „erste Wahlkampf-Panne“:

Sie dokumentierte Kritik von Experten …


… oder politischen Gegnern:

'

Wenn Informationen von der SPD-Website verschwanden, schrieb „Bild“ darüber:

Oder wenn es von irgendwo Rügenärger für Schulz gegeben hat:


Die „Bild“-Mitarbeiter zweifelten an Schulz‘ Wahlkampfthema …

… schrieben über das schwache Abschneiden der SPD bei der Wahl im Saarland, als wäre es seine Niederlage, obwohl Martin Schulz dort gar nicht zur Wahl stand …

… und entdeckten selbst bei großen Erfolgen etwas Negatives:

Und wenn nicht mal der gute, alte Fußball …

… dabei helfen kann, die aktuell hohen SPD-Umfragewerte nach unten zu bugsieren, dann muss ein neues Thema her; eines, auf das der durchschnittliche „Bild“-Leser direkt mit Schaum vor dem Mund reagiert — die „Pleite-Griechen“:

Diese Griechen-SPD-Geschichte von heute wirkt ein wenig wie die Fortsetzung der SPD-Griechen-Geschichte von Montag, als „Bild“ das sozialdemokratisch geführte Nordrhein-Westfalen mit Griechenland und all den damit verknüpften Problemen in Verbindung brachte:

Die neue These der schulzwilligen „Pleite-Griechen“ basiert auf Aussagen von FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff („‚Wer Schulz für die Wahl am meisten die Daumen drückt, ist klar: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras'“), CSU-Politiker Markus Söder („Schließlich stehe Schulz ‚für Geldtransfers ohne Reformen zulasten des deutschen Steuerzahlers'“) sowie einem EU-Abgeordneten der griechischen Syriza, der lediglich sagt, dass es „mit einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken“ beim Thema Griechenland „weniger um ständige Bestrafungen gehen“ würde.

Aus den Aussagen zweier Deutscher und eines Griechen schließt „Bild“ auf ein ganzes Volk und kramt dafür das grässlichen Wort „Pleite-Griechen“ raus. Wie schon vor Jahren, als dieser Begriff bereits diffamierend und stigmatisierend und spaltend war, ist er auch heute noch diffamierend und stigmatisierend und spaltend.

Kein Schlagwort symbolisiert die „Bild“-Hetzkampagne gegen Griechenland und gegen die Griechen so sehr wie „Pleite-Griechen“. Als „Bild“-Reporter Paul Ronzheimer zum Beispiel im April 2010 durch Athen lief und mit Geldscheinen wedelte, verkündete „Bild“ hämisch:

Als klar war, dass in Griechenland das Geld knapp wird, schlug „Bild“ vor:

Als „Bild“ von Angela Merkel eine Volksabstimmung über die Griechenlandhilfen forderte, schlug das Blatt schon mal zwei Antwortmöglichkeiten auf einem „Stimmzettel“ vor: „JA, schmeißt ihnen weiter die Kohle hinterher!“ und „NEIN, keinen Cent mehr für die Pleite-Griechen, nehmt ihnen den Euro weg!“:

Das verallgemeinernde, verächtliche, populistische „Pleite-Griechen“ wurde zur gängigen „Bild“-Vokabel:





Dank dieser jahrelangen Konditionierung der eigenen Leserschaft, bei der ein einfaches „Pleite-Griechen“ direkt ein zorniges Grummeln in der Magengegend auslösen dürfte, kann „Bild“ diese Wut nun mit nur einer Schlagzeile auf neue Feindbilder projizieren.

Nachtrag, 8. April: In ihrer heutigen Ausgabe macht „Bild“ direkt weiter mit dem ätzenden „Pleite-Griechen“:

Hetze aus Österreich, Schüler-Recherche, affiger „Echo“

1. „Unzensuriert“ kommt nach Deutschland: Wir haben der Hetzseite bei der Geburt zugeschaut
(motherboard.vice.com, Theresa Locker)
Bisher hat die Website „Unzensuriert“ in Österreich zu hauptsächlich österreichischen Themen gehetzt. Nun hat das FPÖ-nahe Portal einen deutschen Ableger gegründet, mit Themen, die hier in der Berichterstattung eine Rolle spielen. Theresa Locker hat den Deutschland-Start von „Unzensuriert“ beobachtet: „Tatsächlich sind die neuen Inhalte sorgfältig auf den deutschen Markt zugeschnitten. Die Artikel auf der .de-Seite sind zuwanderungsfeindlich, islamophob, russland- und AfD-freundlich.“ Dazu auch: Matthias Meisner beim „Tagesspiegel“ mit „‚Die rechte Blase im Netz wächst'“.

2. Wirbel um Hayalis „Junge Freiheit“-Interview
(ndr.de, Caroline Schmidt, Video, 8:11 Minuten)
Kann man, darf man, soll man einem mindestens rechten Blatt wie der „Jungen Freiheit“ ein Interview geben? ZDF-„Morgenmagazin“-Moderatorin Dunja Hayali hat’s gemacht und ist dafür teils heftig kritisiert worden. Im NDR-Medienmagazin „Zapp“ haben Jan Fleischhauer vom „Spiegel“ und Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“ das Für (Fleischhauer) und Wider (Prantl) von Hayalis „Junge Freiheit“-Gespräch diskutiert.

3. Jenseits von Tabu und Sensation: Depressionen und Suizid in den Medien
(fachjournalist.de, Elisabeth Gregull)
Der heutige Weltgesundheitstag hat das Motto „Depression — Let’s talk“. Aber wie können Medien über Depressionen und Suizide berichten, ohne dabei stereotype Bilder zu wählen oder zu stigmatisieren? Sie müssten schon schon bei der Wahl der richtigen Begrifflichkeiten anfangen, schreibt Elisabeth Gregull und bietet weitere Tipps sowie Links mit weiteren Tipps für Journalisten. Eines der Ziele dabei sei: Papageno-Effekt statt Werther-Effekt.

4. Ist das Vertrauen in die Medien wirklich gestiegen?
(de.ejo-online.eu, Michael Haller)
Michael Haller ist verwirrt. Die einen (Medienwissenschaftler aus Würzburg) sagen: „Das Medienvertrauen ist so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr“. Die anderen („Infratest“-Repräsentativerhebung) sagen fast zeitgleich: „Nur gut die Hälfte (52 Prozent) hält die Informationen in den deutschen Medien alles in allem für glaubwürdig“. Ja, was denn nun? Haller hat sich die verschiedenen Erhebungen, ihre Fragebogenformulierungen genauer angeschaut. Sein Fazit zur Jubelschlagzeile „Vertrauen in Medien so hoch wie lange nicht“: „Es handelt sich um Zufallsbefunde, die mal so, aber auch ganz anders ausfallen können.“

5. Von der Schülerzeitung entlarvt
(faz.net, Veronika Hock)
Eigentlich wollten die Mitglieder der Schülerzeitung „The Booster Redux“ ihrer künftigen Schulleiterin in einem Interview nur ein paar Fragen stellen. Eine Antwort zum Lebenslauf war allerdings so merkwürdig, dass die Schüler der Pittsburg High School weiter recherchierten. Mit Folgen: Die Schule im US-Bundesstaat Kansas muss die Stelle neu besetzen.

6. Eier aus Stahl: Max Giesinger und die deutsche Industriemusik
(youtube.com, Neo Magazin Royale, Video, 22:11 Minuten)
Jan Böhmermann hat ein großes Ziel: Fünf Schimpansen aus dem Gelsenkirchener Zoo sollen nächstes Jahr einen „Echo“ gewinnen, für ihren Song „Menschen Leben Tanzen Welt“. Mit einem „kleinen Experiment“ und einer neuen Folge „Eier aus Stahl“ zeigt das „Neo Magazin Royale“, wie musikalisch beliebig, maxgiesingerhaft und werbegesteuert die deutsche Industriemusik Musikindustrie ist.

B.Z.  

Die „sexy Strand-Form“ einer 15-Jährigen

Wir stellen uns das Gespräch in der „B.Z.“-Redaktionskonferenz von gestern ungefähr so vor …

Ein sabbernder Redakteur:

GEIL! NE ALTE IM BIKINI!

Die Praktikantin (ist gerade ihre erste Woche — daher noch nicht so drin im „B.Z.“-Flow):

Aber … Wie alt ist die noch mal?

Alle sabbernden Redakteure:

EGAL, IM BIKINI! OLÉ! OLÉ!

Sektgläser klirren.

Denn wenn man weiblich ist und 15 Jahre alt, ist man vor „Springer“-Redakteuren nicht mehr sicher. Im Januar schrieben die schwitzenden Bild.de-Mitarbeiter über die „heißen Kurven“ von Natasha Obama, die 15-jährige Tochter des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Für die heutige Ausgabe haben sich ihre jugendfreundlichen Kollegen von der „B.Z.“ das nächsten Mädchen geschnappt und sie einer genauen Beobachtung unterzogen: Kaia Gerber, Tochter von Cindy Crawford, ebenfalls 15 Jahre alt.


(Unkenntlichmachung durch uns.)

Über eine halbe Seite groß zeigt die „B.Z.“ eine Minderjährige im Bikini, vermutlich aufgenommen durch einen Paparazzo. Im Text und in den Bildunterschriften geht es immer wieder um die Figur und das Aussehen des Mädchens:

Gleicher Haarschnitt, gleiches Styling — und die gleichen guten Gene.

Und während die Supermodel-Mama am Strand von St. Barts immer noch eine wahnsinnig gute Figur macht, wird Teenie-Tochter Kaia so langsam zur immer ernsteren Konkurrenz

Immer noch ziemlich modelmäßig: Cindy Crawford (51) (…) Ganz die Mama: Kaia (15) im Bikini

Wäre Kaia Gerber nicht 15 Jahre alt, sondern 18 oder 20 oder wiealtauchimmer, wäre das der normale körperbewertende Mist, den sich Frauen, die irgendwo im Bikini fotografiert werden, leider andauernd anhören müssen von Blättern wie der „B.Z.“. Aber sie ist 15. Und bei 15-Jährigen scheinen „Springer“-Redaktionen nicht einmal davor zurückzuschrecken, sie als „sexy“ zu beurteilen:

Beim Urlaub in St. Barts zeigen sich die Crawford-Mädels in sexy Strand-Form

Ganz zu Beginn des Artikels, noch im ersten Absatz, schreibt die „B.Z.“:

Dabei ist die eine 51 — und die andere gerade einmal 15.

Hier noch einmal, weil man es nicht oft genug sagen kann: Völlig richtig, liebe „B.Z.“-Bikini-Glotzer — dieses Mädchen ist „gerade einmal 15.“

Möglicher Missbrauch als Clickbait

Uns ist ja schon einiges begegnet in Sachen Clickbait: Clickbait mit Krebskranken, Irrsinnswiederholungsclickbait, die inzwischen ganz normale Klickjagd von „Bravo“, „Focus Online“ und all den anderen Portalen, die ihre Leserinnen und Leser gern ein wenig hinhalten, bis diese mal erfahren, was wirklich passiert ist (und ob überhaupt irgendwas passiert ist).

Dieser Versuch der „Huffington Post“, die Klickrate ein bisschen hochzuschrauben, ist aber so erbärmlich, dass er aus dem ganzen Clickbait-Stumpfsinn negativ heraussticht:

Jeden Morgen schleicht sich der Vater ins Zimmer seiner Tochter - sie ahnt nicht, was er dort tut

In dem Artikel geht es nicht — wie man durchaus erst einmal denken könnte — um einen Vater, der seine Tochter sexuell missbraucht. Stattdessen erzählt die „Huffington Post“ unter anderem vom „allmorgendlichen Ritual“ eines Mannes, der sich sehr liebevoll um seine Tochter kümmerte, als diese unter Magersucht litt. Die britische „Daily Mail“ veröffentlichte die Geschichte bereits vor 15 Monaten, die „Huffington Post“ plapperte sie vor gut einer Woche nach:

Ihr Vater Steve entwickelte mit der Zeit ein allmorgendliches Ritual: Nachdem er aufgestanden war, schlich er sich in ihr Zimmer und überprüfte, ob seine Tochter noch atmete.

„Manchmal saßen wir einfach nur auf dem Boden neben ihrem Bett, um bei ihr zu sein. Wir konnten nichts machen“, sagt er.

Das österreichische Knallportal oe24.at fand die Idee der „Huffington Post“ wohl so gut, dass es vor drei Tagen nachzog und die gleiche, schon über ein Jahr alte Story mit einer peinlich ähnlichen Clickbait-Überschrift ebenfalls veröffentlichte:

Ihr Vater schleicht sich jeden Tag ins Zimmer - doch sie ahnt nicht, was er dort macht

Bei der Wahl ihrer Titelzeilen scheint es beiden Portalen einzig um Klicks zu gehen, und nicht darum, der Leserschaft zu vermitteln, wovon die Artikel in etwa handeln. Das Schleich-Ritual des Vaters ist schließlich nur ein Seitenaspekt, der kaum etwas mit dem eigentlichen Thema — dem Kampf und der Genesung der Tochter — zu tun hat.

Gut möglich, dass einige Leserinnen und Leser gar nichts dagegen haben, derart getäuscht zu werden. Jedenfalls hinterlassen sie bei Facebook solche Kommentare:

Der Titel ließ erst etwas anderes erahnen. Nicht nur ich, auch andere Leute dachten erst es hätte was mit Vergewaltigung oder so zutun. Aber einglück ist dies ja nicht so. Tolle Geschichte, tolle Familie und soviel Stärke 💕

Mit Dank an Sven W. und Thomas A. für die Hinweise!

Story-Mania, Propagandagame, Klischeereport

1. Die Story hinter der Story-Mania (es geht um Geld)
(medienwoche.ch, Adrian Lobe)
Adrian Lobe erzählt die Erfolgsgeschichte von „Snapchat“ nach. Eine Erfolgsgeschichte, die nun Facebook kopieren will, indem es gleich vier seiner Plattformen mit ähnlichen Funktionen ausgestattet habe. Auf der Strecke bleibe die Medienkonkurrenz: „Ökonomisch profitieren die Medienunternehmen nur wenig von Kooperationsmodellen mit Plattformanbietern wie Snapchat oder Facebook.“

2. Propaganda, selbstgemacht
(sueddeutsche.de, Yannic Hannebohn)
Im kostenlosen Computerspiel „Fake It To Make It“ gewinnt, wer mit klickheischenden Nachrichten möglichst viele Besucher auf seine Seite lockt und dadurch hohe Werbeerlöse generiert. Der effektivste Weg zum Ziel sei, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Der Programmiererin geht es bei der simulierten Fake-News-Fabrik um Aufklärung: „Wichtig ist, dass die Menschen verstehen, dass während der gründlichen journalistischen Prozesse zwar immer noch Fehler passieren, sich das aber immer noch von dem unterscheidet, was so im Web herumgeschleudert wird“.

3. Moscheen: Der Klischeereport
(heise.de, Fabian Köhler)
Am vergangenen Montag strahlte die „ARD“ den ersten Teil von Constantin Schreibers „Moscheereport“ aus. Schreiber will „islamisches Leben in Deutschland transparenter machen“ und hat dazu 13 der rund 2.500 deutschen Moscheen besucht: „Wer predigt dort? Wer geht dorthin? Was wird dort gepredigt?“ Fabian Köhler hat sich die Sendung angeschaut und ist nicht sonderlich angetan: Schreibers Report verrate mehr über die Vorurteile des Autors als über die von Muslimen.

4. „Unsere Kunden sind nicht global, sondern lokal“
(dwdl.de, Alexander Krei)
Roy Price ist Chef der Amazon-Filmstudios. Auf einer der größten internationalen Fernsehmessen, der „MIPTV“ in Cannes, hat er einen kleinen Einblick in die Strategie des US-Unternehmens gegeben. Dabei geht es vor allem um Wachstum: 20 Millionen Kunden habe Amazon Prime im vorigen Jahr hinzugewonnen, hinzu komme die Expansion von Prime Video in mehr als 200 Ländern. Das lässt sich Amazon einiges kosten. Allein in die Autoshow „The Grand Tour“ sollen 200 Millionen US-Dollar geflossen sein. Man setze jedoch nicht nur auf globale Serien, sondern wende sich verstärkt lokalen Inhalten zu wie der deutschen Schweighöfer-Serie „You are wanted“.

5. Die Konsequenzen von Facebook Live für den Journalismus
(netzpiloten.de, Nicole Smith Dahmen & Seth Lewis)
Immer wieder werden per Facebook-Livevideo verstörende Gewaltszenen übertragen, was Fragen von Ethik und Verantwortlichkeit von sozialen Netzwerken hervorruft. Die beiden amerikanischen Medienforscher Nicole Smith Dahmen und Seth Lewis haben fünf Beobachtungen notiert, um zu verstehen, wie die Liveübertragung von Diensten wie Facebook Live und Periscope den heutigen Journalismus herausfordern.

6. Machen sie sich ein Bild vom Gehirn des Schwarms
(faz.net, Axel Weidemann)
Auf „reddit“ stellen registrierte Benutzer Inhalte ein, die von anderen Benutzern hoch oder runter gerankt werden. Nun gab es dort ein dreitägiges Experiment, bei dem die Nutzer an einem gemeinsamen Kunstwerk arbeiten konnten. Dazu war jedoch Teamwork nötig.

Hohl-in-one

Im „Augusta National Golf Club“ im US-Bundesstaat Georgia startet morgen eines der bedeutendsten Golfturniere der Welt, das „US Masters“. Unter anderem am Start: Der Deutsche Martin Kaymer, mit dem „Bild“ im Vorfeld gesprochen hat. Das Interview kann man heute im Blatt lesen, und die Überschrift hat es durchaus in sich:

'Trump ist ein Geschenk für uns'

Die Bild.de-Mitarbeiter haben daraus einen „Bild plus“-Artikel gemacht, mit der gleichen Titelzeile wie ihre Print-Kollegen:

Deutschlands bester Golfer - Kaymer: 'Trump ist ein Geschenk für uns'

Nanu — Martin Kaymer ein großer Fan der Politik Donald Trumps? Der US-Präsident „ein Geschenk“ für die Menschheit? Die Aussage von Martin Kaymer, die die „Bild“-Medien für ihre Schlagzeilen gewählt haben, stammt zwar von dem Golfer. Sie hat allerdings nichts mit Politik zu tun:

Sie spielen einen Großteil des Jahres in den USA. Wie hat sich Amerika unter Präsident Donald Trump verändert?

Kaymer: „Ich bin überrascht, dass die Leute, besonders die, die Trump gewählt haben, jetzt über seine Äußerungen und Handlungen verwundert sind. Er macht das, was er angekündigt hat. Für uns Golfer gibt es allerdings auch noch einen zweiten Donald Trump.“

Was meinen Sie?

Kaymer: „Über den Politiker Trump muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Der Golf-Fan Trump ist jedoch ein Geschenk für unseren Sport. Er hat extrem gute Plätze auf der ganzen Welt gebaut. Was er im Golf anpackt, ist eigentlich immer ein Riesenerfolg.“

Das Problem dabei: Die kompletten Antworten können bei Bild.de nur die Leute lesen, die ein „Bild plus“-Abo haben. Alle anderen sehen lediglich die Überschrift und die ersten paar Zeilen des Textes, aus denen nicht hervorgeht, dass sich Kaymers Aussage bloß auf Golfplätze bezieht.

Weil sich erste empörte Fans meldeten und schrieben, sie werden ihn ab sofort nicht mehr unterstützen, hat sich Martin Kaymer bei Facebook zu der „Bild“-Schlagzeile geäußert:

Hallo zusammen! Nach den ersten Reaktionen auf ein heute erschienenes Interview möchte ich klarstellen, dass ich mich nicht zu politischen Themen in Bezug auf Donald Trump und meiner persönlichen Meinung zu ihm, die sich im übrigen in keinster Weise in diesem Artikel widerspiegelt, geäußert habe und das auch in einem Interview nicht tun werde. Es ging rein um sein Engagement im Golfsport. Bitte lest die ganze Antwort bevor ihr euch eine Meinung bildet und lasst euch nicht von der reißerischen Schlagzeile blenden. Gruß aus Augusta!

Mit Dank an Kiezgolf für den Hinweis!

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