Pressefreiheit, David Carr, Verschlüsselung

1. „Rangliste der Pressefreiheit 2015 veröffentlicht“
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die „Rangliste der Pressefreiheit 2015″ (PDF-Datei) wird angeführt von Finnland, Norwegen und Dänemark. Österreich belegt Platz 7, Deutschland Platz 12, die Schweiz Platz 20. Die Länder mit der kleinsten Pressefreiheit bleiben wie im Vorjahr Eritrea, Nordkorea, Turkmenistan und Syrien.

2. „Reisen & Reportagen: Die Unentbehrlichen“
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Dank „Navi, Handy, Digitalkamera und Wikipedia“ kann Torsten Dewi Reportagen heute leichter erstellen als früher. So schaffte er es, 2014 für die Zeitschrift „Liebes Land“ über 50 Reportagen zu „machen“.

3. „Open Access? Veröffentlichen unter Ausschluss der Öffentlichkeit“
(derstandard.at, Klaus Taschwer)
Wie Verlage an der Kommunikation von steuerfinanzierten Forschungsergebnissen verdienen: „Die Wissenschaft zahlt jährlich etliche Milliarden an einige Großverlage, um die von der Öffentlichkeit ko-finanzierten Erkenntnisse innerhalb der Scientific Community zirkulieren zu lassen. Damit diese Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gelangen, wird zwar mittlerweile jede Menge Geld in PR gesteckt. Die eigentliche Aufbereitung für die Öffentlichkeit passiert dann aber in aller Regel durch Journalisten in Medien, die meist nichts dafür kriegen und durch Leser und Werbung hauptfinanziert sind.“

4. „David Carr, Times Critic and Champion of Media, Dies at 58″
(nytimes.com, Bruce Weber und Ashley Southall, englisch)
Journalist David Carr stirbt im Newsroom der „New York Times“.

5. „‘Sie wollen das letzte Geheimnis'“
(taz.de, Jérémie Zimmermann)
Jérémie Zimmermann beschreibt den Angriff auf Verschlüsselungstechniken durch die Politik und fragt: „Soll der Staat die letzte Kontrolle über seine Bürger haben? Oder muss es nicht der Bürger sein, der Schutz vor seinem Staat genießt? Dann müsste es in einem freiheitlichen Europa gerade umgekehrt das Anliegen einer liberalen Sicherheitspolitik sein, die Entwicklung dieser Räume zu fördern: mit finanziellen Impulsen, staatlichen Förderprogrammen, gesetzlichen Schutzräumen.“

6. „Mein ICQ-Protokoll aus dem Jahr 2000: Die schrägen Tage im Netz von damals“
(t3n.de, Martin Weigert)
Martin Weigert stöbert in eigenen Chat-Protokollen aus dem Jahr 2000.

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IS, Newsquest, Intellektuelle

1. „Terrorbilder im Netz: Teile und herrsche“
(krautreporter.de, Friedemann Karig)
Vermehrt erreichen Terrorbilder die Menschen an den etablierten Medien vorbei: „Bekennerschreiben und wacklige Videos, an Redaktionen gespielt und in den Nachrichten kommentiert, waren gestern. Die Zukunft des Terrors ist nicht nur immer bildlicher, immer brutaler, sondern auch immer gleichzeitiger.“

2. „Perfide Propaganda: Geisel als IS-Reporter“
(ndr.de, Video, 5:55 Minuten)
Kriegsreporter John Cantlie wurde vom IS in Syrien entführt. Inzwischen tritt er auf als Reporter in Propagandavideos der Terrororganisation. „Ein Freund und Kollege von John Cantlie sagte dazu gegenüber ZAPP, die Geisel hätte sicher keine Wahl, es sei ‘eine Überlebensstrategie’, in den Propaganda-Videos mitzuspielen, um nicht getötet zu werden.“

3. „Lügenpresse“
(taz.de, Georg Seesslen)
Georg Seesslen notiert, wie ein ehrenwerter, ein nicht so ehrenwerter und ein ehrloser Journalist eine Erzählung kreieren.

4. „#storywars oder Das Problem mit dem Journalismus auf den Punkt gebracht“
(danielbroeckerhoff.de)
Daniel Bröckerhoff erinnert daran, dass Journalisten „auch nur Menschen“ sind: „Journalisten müssen begreifen, dass nur transparentes und offenes Arbeiten Vertrauen herstellen kann. Und Rezipienten müssen verstehen, dass es ‘Die Wahrheit’ nicht gibt, dass Journalismus Wirklichkeitskonstruktion ist, weil wir immer verdichten, filtern, zuspitzen müssen, um eine Geschichte zu erzählen.“

5. „Newspaper group charges students £120 for chance of a by-line“
(nuj.org.uk, englisch)
„Newsquest, the UK’s third largest publisher of local and regional newspapers, is charging students £120 for the chance of having their work published in one of its titles“, berichtet die britische National Union of Journalists. Die Studenten sollen während acht Monaten als Journalisten arbeiten und in dieser Zeit acht Artikel veröffentlichen: „The university or college is expected to pay £100 and the student a £20 registration fee to take part.“

6. „Der arme Intellektuelle“
(faz.net, Jan Grossarth)
Jan Grossarth denkt nach über den Intellektuellen und sein Einkommen: „Mancher hat sich eine Existenz mit dem Verlegen eigener E-Books für jeweils 99 Cent aufgebaut. Als Redner sind freie Denker auch in Wirtschaftsunternehmen willkommen, sie treten immer gleich nach dem Streichorchester auf und bekommen eine ordentliche Gage. Sie dürfen hier durchaus etwas verrückt aussehen und provozieren, werden mit wohlwollendem Applaus verabschiedet, müssen sich dafür aber von anderen Intellektuellen als ‘Mietesel’ beschimpfen lassen.“

Bild  

Und nun zur Hetzervorhersage

„Bild“ klopft sich heute mal (wieder) kräftig auf die eigene Schulter:

Seit Beginn der Finanzkrise in Griechenland hat BILD immer wieder prophezeit, dass alle EU-Milliarden nicht reichen werden, um das Land aufzupäppeln. BILD hat auch gewarnt, dass am Ende Deutschland dafür bezahlen wird! Und ist dafür heftig kritisiert worden! Zu Unrecht

Darum hat die Zeitung sich und ihren hellseherischen Kommentatoren heute ein trotziges Denkmal gesetzt und auf einer Sonder-Doppelseite all die Prophezeihungen noch einmal abgedruckt:

Manchmal ist es bitter, recht zu behalten!

Seit Januar 2010 hat BILD immer wieder prophezeit, dass Griechenland mit Euro-Milliarden aus den Steuerkassen der anderen EU-Staaten nicht wieder auf die Beine kommt. Und davor gewarnt, dass am Ende die deutschen Steuerzahler die Zeche zahlen – 63,5 Milliarden Euro sind jetzt im Risiko.

Immer und immer wieder hat BILD diese Meinung vertreten. Obwohl (fast) alle unsere Politiker es nicht wahrhaben wollten. Oder BILD für die klare, knallharte Haltung sogar heftig kritisierten.

Und jetzt?

Das Sanierungskonzept ist gescheitert, die neue griechische Regierung bricht alle Sparzusagen. Warum hat das nur niemand geglaubt, 2010, als BILD in einem ersten Kommentar („… und wir sollen zahlen“) die Griechen zum eisernen Sparen aufforderte?

Vielleicht wäre da noch etwas zu retten gewesen …

Wenn man das so liest, könnte man tatsächlich annehmen, die „Bild“-Zeitung habe sich um eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Thema bemüht, als habe sie sich lediglich getraut, unbequeme Wahrheiten anzusprechen und sei dafür — aus bloßer Ignoranz — von allen angefeindet worden. Und dass heute alles in Butter sein könnte, wenn doch nur mal jemand auf „Bild“ gehört hätte.

Das ist natürlich alles völliger Unsinn.

Die dort abgedruckten Kommentare sind nur ein winziger Ausschnitt der Griechenland-„Berichterstattung“ der „Bild“-Zeitung, und der harmloseste noch dazu. Der viel, viel größere und entscheidende Teil hat sich dagegen nicht in den Kommentaren abgespielt, sondern auf der Titelseite. In den riesigen, hämischen, krachenden Schlagzeilen, mit denen „Bild“ immer wieder über und vor allem: gegen die Griechen berichtet hat.

Und in Wirklichkeit war das, was das Blatt nun als „klare, knallharte Haltung“ zu verkaufen versucht, als „Meinung“, die bloß niemand „wahrhaben“ wollte, nichts anderes als stumpfer Hass und pauschale Hetze gegen ein ganzes Volk. Aber darauf — also auf das, was wir und andere an der Art der „Bild“-Berichterstattung eigentlich kritisiert haben –, geht die Zeitung gar nicht ein.

Diesen Kommentar zum Beispiel …

… hat sie nicht abgedruckt, vermutlich weil „Pleite-Griechen“ drin vorkommt, der Begriff, mit dem „Bild“ über Jahre hinweg sämtliche Bewohner Griechenlands stigmatisiert hat. Das passt natürlich nicht ganz so gut zum edlen Bild der konstruktiven Kritiker, ebenso wenig wie all die anderen Beschimpfungen, Lügen und Kampagnen, mit denen das Blatt unermüdlich gekämpft hat.

Erinnern wir nur mal an den „Stimmzettel“ für eine „Volksabstimmung“, den „Bild“ 2011 abdruckte und bei dem sich das „Volk“ zwischen den Optionen „JA, schmeißt ihnen weiter die Kohle hinterher!“ und „NEIN, keinen Cent mehr für die Pleite-Griechen, nehmt ihnen den Euro weg!“ entscheiden sollte.

Oder an den Brief, den die „Bild“-Redaktion im März 2010 an den damaligen griechischen Ministerpräsidenten geschickt hat — Überschrift: „Ihr griecht nix von uns!“

Oder an die Aktion des damaligen Nachwuchshetzers Paul Ronzheimer, der in Athen mit Geldscheinen herumwedelte und höhnisch verkündete: „BILD gibt den Pleite-Griechen die Drachmen zurück!“

Oder an Schlagzeilen wie “BILD macht Bettel-Test in Athen”. Oder: „Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen …und die Akropolis gleich mit“.

Doch bevor wir jetzt zu sehr ins Detail gehen — hier können Sie in Ruhe all das nachlesen, was die „Bild“-Zeitung in ihrer heutigen Griechenland-Berichterstattungs-Rückschau lieber nicht erwähnt hat:

Hate-Slam, Sportreporter, Rechtsextreme

1. „Bloggen & Geld“
(dondahlmann.de)
Don Dahlmann antwortet auf die Auflistung von Blogkosten durch Mel, die er „teilweise hanebüchen“ findet. Er glaubt, es gebe im Moment nur zwei Wege, um mit seinem Blog längerfristig erfolgreich zu sein: „1. Ich nutze das Blog als mein persönliches Vermarktungsinstrument in bestimmten Nischen. 2. Ich baue ein redaktionelles Angebot auf.“

2. „Warum wir die Griechen falsch verstehen (wollen)“
(zeit.de, Axel Hansen)
Axel Hansen listet fünf Missverständnisse auf, die sich über die griechische Regierung festgesetzt haben: „1. Griechische Reeder-Millionäre zahlen keine Steuern. 2. Die Griechen sind faul und geben das Geld anderer Länder aus. 3. Tsipras’ Besuch eines Widerstandsdenkmals war eine Provokation Deutschlands. 4. ‘Was immer die Deutschen sagen, sie werden zahlen’. 5. Griechenland reformiert nicht genug.“

3. „Umblättern im Kopf – ein Besuch beim Nordbayerischen Kurier“
(operation-harakiri.de, Ralf Heimann)
Bei einem „Hate-Slam“ lesen Redakteure des „Nordbayerischen Kuriers“ „hasserfüllte Leserbriefe“ vor: „Als der Applaus am Mittwochabend abgeklungen war, standen Kollegen von Verlagen aus anderen Städten vor der Garderobe. Dass die Veranstaltung ganz gut funktioniert, hat sich herumgesprochen. Und wenn etwas gut funktioniert, ist das gerade genau das Richtige für Zeitungen auf der Suche nach einem Plan für die Zukunft. Das Problem ist nur: Wenn sich sonst nichts verändert, wird auch der Hate-Slam nicht funktionieren. Und eine Redaktion, die kein bisschen subversiv ist, wird selbst bei so einer Veranstaltung die Leute in den Schlaf lesen.“

4. „Die geheimen Träume der Sportreporter“
(blog.tagesanzeiger.ch/blogmag, Michèle Binswanger)
„Frauensport interessiert die Schreibenden wenig, weshalb sie glauben, es interessiere auch sonst keinen“, behauptet Michèle Binswanger über Sportreporter: „Weil sie trotzdem darüber berichten müssen, handeln sie ihn ihren eigenen Interessen gemäss ab. Das heisst, sie konzentrieren sich auf Körpermasse, Bekleidungsvorlieben, Schmink- und Diätgewohnheiten der Frauen.“

5. „To all the young journalists asking for advice….“
(fusion.net, Felix Salmon, englisch)
Felix Salmon gibt jungen Journalisten Tipps: „I’m sure that many people have told you this already, but take it from me as well: journalism is a dumb career move. If there’s something else you also love, something else you’re good at, something else which makes the world a better place — then maybe you should think about doing that instead. Even successful journalists rarely do much of the kind of high-minded stuff you probably aspire to. And enormous numbers of incredibly talented journalists find it almost impossible to make a decent living at this game.“ Siehe dazu auch „This is my best advice to young journalists“ (vox.com, Ezra Klein, englisch).

6. „‘Haha, Schrei nach Liebe'“
(krautreporter.de, Theresa Bäuerlein)
Ein Interview mit Anti-Gewalt-Coach Alex, der während zwanzig Jahren „eine bekannte Figur in der rechtsextremen Szene“ war: „Auch wenn es kein homogenes rechtsextremes Weltbild gibt: Der Antisemitismus eint sie alle. Um auch weiterhin Teil dieser Gemeinschaft bleiben zu können, habe ich mich diesen Äußerungen und Denkweisen angeschlossen. Es war für mich wichtig, mit meinen eigenen Äußerungen nicht aus dem Rahmen zu fallen. Sonst hätte man mich wahrscheinlich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, davor hatte ich Angst. Und irgendwann glaubte ich selbst auch daran, dass es wahr sein musste, was ich über die Juden hörte und las. Sonst wäre mein gesamtes Weltbild schon viel früher in sich zusammengefallen.“

„Bild“ und die Sadomaso-Sabberei

Am Donnerstag kommt „Fifty Shades of Grey“ in die Kinos, was von „Bild“ seit geraumer Zeit mit einem knisternden Artikelfeuerwerk gewürdigt wird:







Das da oben sind nur die Schlagzeilen aus den letzten sechs Tagen. Begonnen hat die Hechelei aber schon vor vielen Monaten (Liste mit Sicherheit unvollständig):

Als das Buch rauskam, präsentierte Bild.de „exklusive Auszüge“, zum Hörbuch gab es „exklusive Audioproben“, und seit die Verfilmung angekündigt wurde (SM-Sex! Auf der Leinwand! Mit Hollywood-Stars!), drehen sie in der Redaktion ohnehin völlig am Rad.

Sie fragten:

… und:

Freuten sich diebisch über …

… verkündeten enttäuscht:

… und feierten den bevorstehenden Trailer, als ginge es um die Ankunft des Heilands persönlich:

Den ersten Trailer zu „Fifty Shades of Grey“ gibt es morgen natürlich bei BILD!

Natürlich.

Und natürlich diente das Buch immer wieder als willkommener Vorwand für fesselnde Erfahrungsberichte und rattenscharfe Ratgeber:





Und selbst für solche Geschichten waren sich die „Bild“-Leute nicht zu blöd:

Der Artikel geht tatsächlich bis 50 („Lichtgrau“) weiter. Und endet danach ohne weitere Erklärung.

Jedenfalls — gestern kam dann endlich der Höhepunkt der Sabbersause:

(Unkenntlichmachung von uns.)

Das Foto stammt jedoch nicht aus dem Film, denn von den so gierig ersehnten Nacktszenen sind bisher noch keine veröffentlicht worden. Nein, um die Notgeilheit ihrer Leser und Macher endlich zu befriedigen, musste die „Bild“-Zeitung in ihre Trickkiste greifen:

In medialem Sadismus waren sie eben schon immer Experten.

Blogkosten, Swissleaks, Fifty Shades of Grey

1. „Was ein Blog im Monat so kostet. Und warum die Leser das wissen sollten.“
(gourmetguerilla.de, Mel)
Mel listet Fixkosten und Arbeitszeit ihres Blogs auf – und kommt auf Gesamtaufwendungen in der Höhe von 1374,10 Euro.

2. „Allzu autoritätsgläubige Journalisten“
(nzz.ch, Torsten Landsberg)
Torsten Landsberg blickt zurück auf die Berichterstattung deutscher Medien zu den NSU-Morden und liest dazu die Studie „Das Unwort erklärt die Untat“ (issuu.com): „Die Darstellung der Ermittler, so die Studie, sei durchweg positiv gewesen: Sie wurden am häufigsten zitiert, und obwohl ihre Arbeit ergebnislos blieb, zogen die untersuchten Artikel die Ermittlungen nicht in Zweifel.“

3. „Kai Gniffke zu Kritik an Tagesschau: ‘Nachrichten sind nie perfekt'“
(blog.tagesschau.de, Kai Gniffke)
ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke verteidigt die „Tagesschau“, die seit Monaten „eine Vielzahl teils wütender Zuschauer- und Nutzerreaktionen“ erhält: „Würde man unsere Korrespondenten bei vertraulichen Sitzungen in Berlin und Brüssel stets mit der Kamera dabei sein lassen, wäre die Zeit vorfahrender Limousinen in der Tagesschau sicher vorbei. Solange aber zeigen wir die Herren Tsipras und Juncker sowie Frau Merkel auch mal beim Aussteigen.“

4. „‘SwissLeaks’, ou l’investigation commandée“
(bilan.ch, Myret Zaki, französisch)
Myret Zaki fühlt sich von den «Swissleaks» an einen durch den Staat organisierten Investigativjournalismus erinnert: „On répétait en boucle que les données HSBC, volées en 2008 par Hervé Falciani, ont été ‘obtenues’ par la presse auprès de ‘sources gouvernementales françaises’. Formulation aux accents marketing surprenants, lorsqu’on sait que les journalistes n’ont pas ‘obtenu’ d’eux-mêmes les informations, mais que, pour reformuler, celles-ci leur ont été dépêchées en mains propres aux bureaux du Monde par des envoyés du gouvernement français.“ Siehe dazu auch „‘Swissleaks': Eine andere Realität“ (nzz.ch, Ermes Gallarotti).

5. „50 Shades of word play: Getting beyond first-level creativity“
(poynter.org, Roy Peter Clark, englisch)
Zum Film „Fifty Shades of Grey“, der heute in Berlin erstmals gezeigt wird, bittet Roy Peter Clark die Schlagzeilenproduzenten um kluge Wortspiele: „Here’s my advice: Go beyond what I call ‘first-level creativity.’ Believe me, you don’t want to be one of the thousand class clowns to come up with the same lame joke or reference. If you write something you think is clever and suddenly notice that a hundred Tweeters arrive at the same word at the same time, you are no longer a whiz kid.“

6. „400 Bewerbungen und kein Job“
(taz.de, Stefanie Schmidt)
Dr. Stefanie Schmidt sucht einen Job und wäre auch mit 1100 Euro netto im Monat schon „SEHR, SEHR glücklich“: „Ich habe meine Promotion mit der Note 1,0 abgeschlossen, doch finde ich keinen Job außerhalb des kleinen Forschungsgebiets, das ich studiert habe. Überqualifiziert – verzweifelt – nicht hinter dem stehen, wofür man sich bewirbt. DAS sind ernsthaft die Reaktionen, die man in Deutschland erhält, wenn man sich mit gutem Abschluss in einem Exotenfach in der freien Wirtschaft bewirbt!“

Tagesschau, Politische Korrektheit, Bildjournalismus

1. „Die 20-Uhr-Wirklichkeit“
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier schreibt zu den Ritualen der ARD-Tagesschau: „Die Menschen, die in Autos vor irgendwelchen Regierungs– oder Konferenzgebäude vorfahren, scheinen diejenigen zu sein, die die Nachrichten nicht nur machen, sondern von ihnen auch am meisten betroffen sind. Die Menschen, die vorfahren, ändern sich und die Orte. In diesen Tagen sind es vor allem Brüssel und Athen. Wenn ein neuer Protagonist Teil dieses Rituals wird, würdigt die ‘Tagesschau’ auch, wie er sich dabei schlägt: ‘Der neue griechische Außenminister scheint es fast zu genießen, im Mittelpunkt zu stehen’, textet die Reporterin, während wir sehen, wie er vor den Kameras aus einem Wagen steigt.“

2. „Regenbogenpresse im Wahlkampf“
(cuirhommeblog.wordpress.com)
Roger Köppel und Markus Somm deuten ausführlich ein Foto, auf dem Jean-Claude Juncker und Simonetta Sommaruga zu sehen sind. Schaut man sich mehr als „die eingefrorene hundertstel Sekunde eines Bewegungsablaufes“ an, nämlich die ganze Szene auf Video, relativiert sich die Aussagekraft des Fotos.

3. „Zwischen Wahrheit und Lügenpresse – der schmale Grat des Bildjournalismus“
(rolandtichy.de, Heike Rost)
Heike Rost kommentiert ein Foto, das Angela Merkel zusammen mit François Hollande zeigt: „Das Bild der beiden wohl einflussreichsten europäischen Regierungschefs ist aufgrund seiner Symbolkraft offenbar zu verlockend, um es nicht von einem Foto der aktuellen Berichterstattung nach den Anschlägen auf CharlieHebdo und den Supermarkt in Paris kurzerhand in ein Symbolfoto, zu einer bloßen Illustration umzuwidmen, die mit dem eigentlichen Nachrichtenereignis nicht das geringste zu tun hat.“

4. „The truth about ‘political correctness’ is that it doesn’t actually exist“
(vox.com, Amanda Taub, englisch)
Politische Korrektheit sei kein „Glaubensbekenntnis“, schreibt Amanda Taub: „Rather it’s a sort of catch-all term we apply to people who ask for more sensitivity to a particular cause than we’re willing to give — a way to dismiss issues as frivolous in order to justify ignoring them. Worse, the charge of ‘political correctness’ is often used by those in a position of privilege to silence debates raised by marginalized people — to say that their concerns don’t deserve to be voiced, much less addressed.“

5. „Hereinspaziert, hereinspaziert! Hier geht’s zur Gräuelbilder-Diashow auf 20min.ch. Jeder Klick ein Treffer!“
(watson.ch, Hansi Voigt und Kian Ramezani)
Wie 20min.ch und Blick.ch mit den von IS verbreiteten Terrorbildern umgehen. „Auf den Umstand, dass Ringier-Kolumnist Britschgi seine Kollegen im Ringier-Newsroom als ‘nützliche Idioten’ bezeichnet, weist Marco Boselli hin. Er ist der Chefredaktor von ’20 Minuten’ aus dem Hause Tamedia.“

6. „Um Dos Melhores! – Für Zwei Millionen?“
(effzeh.com, Gero Dieckmann)

„heute-show“ verfälscht Interview

Die „heute-show“ im ZDF hat sich gestern mal wieder kritisch-satirisch mit der AfD befasst. Doch so lustig und entlarvend das an vielen Stellen auch war: An einem Punkt sind die Macher gehörig über die Stränge geschlagen.

Durch die verkürzte Wiedergabe eines Interviews wurde eine junge Frau in die rechte Ecke gestellt — dabei hat sie mit Rechtspopulisten und Rassisten nichts am Hut. Im Gegenteil: Marlena Schiewer ist jugendpolitische Sprecherin bei „Die Linke“ in Görlitz und engagiert sich gegen Rassismus und für Flüchtlinge.

In der Anmoderation (Sendung in der Mediathek, ab 23:35 Min. Update: Die Passage wurde inzwischen entfernt) sagt Moderator Oliver Welke:

Die Frage ist: Kann die Partei [AfD] nach ihren sensationellen Wahlerfolgen in der DDR auch im Westen Fuß fassen? Was man zugeben muss: Sie haben immer mehr Fans.

Dann kommt die Interviewsequenz:

Ich möchte nicht mehr die NPD wählen, weil die mir zu rechtsextrem ist, und deswegen wähle ich jetzt die AfD, weil die … also ich sage immer: Das ist die NPD in freundlich.

Großes Gelächter im Publikum, amüsiert-verblüffter Blick von Welke.

Wie allerdings im Originalbeitrag des ARD-Nachtmagazins zu sehen ist (ab 0:20 Min.), gab Schiewer tatsächlich nur die Meinung anderer Leute wieder, nicht ihre eigene. Ihre vollständige Aussage lautete:

Hier auf dem Dorf gibt’s ziemlich viele Leute, die rechter Meinung sind und die einfach sagen: Ich möchte nicht mehr die NPD wählen, weil die mir zu rechtsextrem ist, und deswegen wähle ich jetzt die AfD, weil die … also ich sage immer: Das ist die NPD in freundlich.

Auf Facebook schreibt sie heute:

Wer die gestrige ZDF heute-show gesehen hat, konnte mich in einem Beitrag zur AfD sehen. Die Macher der Show erweckten den Eindruck, ich würde jetzt AfD wählen und hätte früher NPD gewählt. Dies ist eine Frechheit und widerspricht meinem bisherigen politischen Engagement für Flüchtlinge und gegen Rassismus. (…) Bitte helft mir, allen Menschen und zuerst der ZDF heute-show zu zeigen, so geht das nicht! Das schadet nicht nur mir persönlich, sondern auch dem Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen.

Mit Dank an Erwin Z.

Siehe auch: Heute-Show fälscht erneut (fernsehkritik.tv)

Nachtrag, 20.30 Uhr: Die „heute-show“ hat sich bei Facebook zu Wort gemeldet:

Liebe Fans der heute-show: Bei der Verwendung des Statements von Marlena Schiewer ist uns offensichtlich ein Fehler unterlaufen, für den wir uns entschuldigen. Wir werden prüfen, wie es dazu kommen konnte und die Sache richtigstellen.

Nachtrag, 8. Februar: Oliver Welke hat sich auf Facebook für den Fehler entschuldigt:

Liebe heute-show Zuschauer,

in sechs Jahren heute-show haben wir ganz bestimmt nicht alles richtig gemacht. Aber der Fehler, der uns als Redaktion letzte Woche unterlaufen ist, ist mir tatsächlich richtig peinlich. Dass ausgerechnet wir einen TV Clip so geschnitten zeigen, dass er eine junge Frau als Rechtsextreme erscheinen lässt, die sich seit Jahren gegen Rassismus engagiert, hätte nie passieren dürfen. Noch peinlicher ist nur, dass wir erst durch den Facebook Eintrag der betroffenen Frau auf unseren groben Fehler aufmerksam gemacht wurden. Die heute-show vom 6.2. war so gesehen ein echter Schock für Marlena Schiewer und nebenbei noch Wasser auf die Mühlen der Menschen, die ohnehin davon überzeugt sind, dass die Medien notorisch lügen und manipulieren. Wir klären jetzt im Detail, wie genau das von uns „verbockt“ wurde. Zum Hintergrund: Für die heute-show wird von unseren Sichtern alles was im Fernsehen im weitesten Sinne mit Politik zu tun hat (Nachrichten, Talkshows, Bundestagsdebatten) ausgewertet und in Clips für die Sendung verwandelt. Wenn jemand in einem so gefundenen Ausschnitt gar nicht seine Meinung sagt, sondern andere zitiert, wird das normalerweise explizit dazu geschrieben. Genau das ist aber in diesem Fall nicht passiert. Dafür habe ich mich bereits bei Marlena Schiewer persönlich entschuldigt, und wir werden den vollständigen Ausschnitt selbstverständlich in der nächsten heute-show zeigen. Denn dieser Ausschnitt hätte auch schon in der Sendung vom letzten Freitag in der ungekürzten Originalfassung hervorragend und, was das Wichtigste ist, im Sinne von Frau Schiewer funktioniert. Logischerweise werden wir jetzt sämtliche Abläufe bei uns so ändern, dass sich Vergleichbares nicht wiederholen kann. Es gibt in Deutschland zur Zeit genug echte Rechte die in Kameras sprechen, da muss man weiß Gott keine Linke zur Rechten machen. Auch nicht, wie in diesem Fall, aus Versehen. In diesem Sinne von mir noch mal eine aufrichtige Entschuldigung im Namen des ganzen Teams (…).

Nachtrag, 8. Februar: … und Marlena Schiewer hat die Entschuldigung angenommen.

Gestatten, Cristiano Ronaldo, Fantastilliardär

In der Tat:

Cristiano Ronaldo (30) ist Weltfußballer, Superstar bei Real Madrid und verdient Ihr Jahresgehalt in wenigen Minuten: Laut „Forbes-Liste“ ist der Portugiese die Nummer zwei der bestverdienenden Sportler der Welt.

Was genau das bedeutet, erklärt Bild.de anhand eines Beispiels:

Sie sind Friseurin? Dann dürfte Ihr Durchschnittsverdienst bei knapp 15 500 Euro brutto im Jahr liegen. Ein Jahr lang waschen, schneiden und föhnen. Für dieselbe Summe braucht Ronaldo gerade mal acht Minuten. Während Ronaldo sich ein hartes Ei kocht, verdient er das Jahres-Gehalt einer Friseurin.

Dann muss er nur noch schnell den Müll runterbringen, ein Ründchen Fifa zocken und sich die Haare machen, und schwupps, hat er schon die nächste Million drin. Zumindest nach der Rechnung von Bild.de. Denn 15.500 Euro in acht Minuten, das wären 1.938 Euro pro Minute. 116.280 Euro pro Stunde. 2.791.000 Euro pro Tag. Und sage und schreibe 1.018.715.000 Euro pro Jahr.

Blödsinn, sagen Sie? Stimmt.

Gibt man auf der Seite der BBC, auf die sich Bild.de beruft („How long would it take you to earn a top footballer’s salary?“), 15.500 Euro ein …

… kommt man zwar tatsächlich auf acht Minuten:

Bloß: Diese Zeitangabe bezieht sich auf das Wochengehalt der imaginären Friseurin (steht ja auch da). Demnach verdient Ronaldo in acht Minuten 280 Euro. Nicht 15.500. Und im Jahr gut 18 Millionen (steht ebenfalls da).

Aber auf eine Milliarde mehr oder weniger kommt’s bei Bild.de ja doch nicht an.

Mit Dank an Sebastian K., Mark G. und Chris S.

Wenn Schlagzeilen Menschenleben kosten

Prof. Dr. Ulrich Hegerl ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und beschäftigt sich seit Jahren mit der Berichterstattung über Suizide. Wir haben uns anlässlich der Berichterstattung über den Tod von Ben Wettervogel mit ihm unterhalten.

BILDblog: Herr Professor Hegerl, aktuell wird sehr intensiv über den Suizid von Ben Wettervogel berichtet. Vor allem die Boulevardmedien haben in den letzten Tagen große Titelgeschichten veröffentlicht, in denen der Fall sehr ausführlich und ergreifend beschrieben wird. Wie bewerten Sie solche Berichte?

Hegerl: Wenn sehr emotionalisierend berichtet wird, besteht immer das Risiko von Nachahmungssuiziden. Vor allem, wenn der Suizid als nachvollziehbare Reaktion auf schwierige Lebensumstände dargestellt wird. Das ist der Suizid aber in den allermeisten Fällen nicht, sondern er ist Folge einer meist nicht optimal behandelten psychiatrischen Erkrankung. Wenn jemand eine Depression kriegt, dann hat er immer das Gefühl, das Leben sei aussichtslos – auch wenn es ihm von außen betrachtet gar nicht schlecht geht. Und wenn jemand Probleme hat, dann nimmt er diese Probleme in der Depression noch hundertfach vergrößert wahr und hat das Gefühl, da komme ich nie wieder raus. Deswegen darf man die Gründe, die zunächst auf der Hand zu liegen scheinen, nicht überbewerten.

Über die Motive von Ben Wettervogel wird zurzeit auch viel spekuliert. Wir wollen nicht näher darauf eingehen, aber ganz allgemein gesagt halten die Medien seine schweren Lebensumstände für das Entscheidende.

Das wird oft angenommen. Weil jeder Mensch irgendwo Probleme hat, hat man immer auch gleich die Gründe: Wenn jemand alt ist, sind es die Erkrankungen, die angeblich schuld sind, bei anderen ist es die Entlassung oder was auch immer. Das sind aber meistens gar nicht die entscheidenden Faktoren, sondern eben die Depression, die dazu führt, dass die bestehenden Probleme als unüberwindbar und riesengroß wahrgenommen werden.

Wenn nun ein Betroffener solche Berichte liest, kann es also passieren, dass sie etwas in ihm auslösen, es also zu Nachahmungen kommt?

Ja, das ist der sogenannte Werther-Effekt. Er bezieht sich auf den Roman „Die Leiden des jungen Werther“ von Goethe, in dem sich ein junger Mann das Leben nimmt. In der Folge gab es andere junge Männer, die das gelesen und sich dann in gleicher Weise das Leben genommen haben. Seitdem ist dieses Phänomen des Nachahmungssuizids bekannt.

Sie haben dieses Phänomen am Fall von Robert Enke ausführlicher untersucht, über dessen Suizid ja auch massiv berichtet wurde. Was haben Sie herausgefunden?

Es kam zu Nachahmungstaten, und zwar nicht nur in den ersten Tagen nach der Berichterstattung (die Zahl der Suizide auf Bahnstrecken verdoppelte sich schlagartig, Anm. d. R.), sondern auch längerfristig. Und das zeigt eben, wie wichtig es ist, dass man sehr verantwortungsvoll berichtet.

Man kann also sagen, Journalisten können im schlimmsten Fall dazu beitragen, dass sich Menschen das Leben nehmen?

Das kann man in jedem Fall sagen, ja.

Wie sollten sich die Medien denn am besten verhalten?

Sie sollten zum Beispiel den Suizid als Ausdruck einer Depression oder anderen psychiatrischen Erkrankung darstellen und nicht als nachvollziehbare Reaktion, auch auf Hilfsangebote hinweisen. Es gibt einen Leitfaden für Journalisten, in dem wir solche Empfehlungen ausführlich darstellen.

***

Diesen Leitfaden kann man sich hier herunterladen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention hat Empfehlungen für Journalisten herausgegeben (hier), ebenso wie die Weltgesundheitsorganisation (hier).

Sie alle sind sich einig, dass die Gefahr von Nachahmungstaten sinkt, wenn:

  • der Suizid als Folge einer Erkrankung (z.B. Depression) dargestellt wird, die erfolgreich hätte behandelt werden können
  • alternative Problemlösungen und Fälle von Krisenbewältigung aufgezeigt werden
  • Expertenmeinungen eingeholt werden
  • Hintergrundinformation zum Krankheitsbild Depression gegeben werden
  • über die Arbeit professioneller Helfer berichtet wird
  • Helplines und Hilfekontakte angegeben werden (etwa die Nummern der Telefonseelsorge — 0800-1110111 oder 0800-1110222 –, unter denen sich Betroffene rund um die Uhr kostenfrei und anonym beraten lassen können)
  • Erfreulicherweise gibt es immer mehr Medien, die sich zumindest an einige dieser Punkte halten (wobei es in manchen Fällen doch sehr alibimäßig wirkt, wenn wenige Zeilen über dem Kasten mit den Hotlines dann doch die genaue Suizid-Methode beschrieben wird).

    Denn die Gefahr von Nachahmungstaten steigt, wenn:

    • durch Titelgeschichten, Schlagzeilen und Fotos Aufmerksamkeit erregt wird
    • die Begriffe Selbstmord, Suizid und Freitod in der Überschrift vorkommen
    • die Suizid-Methode detailliert beschrieben wird
    • ein leicht zugänglicher Ort beschrieben oder gar mystifiziert wird
    • das soziale Umfeld, die Identität und die Motive ergreifend beschrieben werden
    • der Suizid positiv bewertet, glorifiziert oder romantisiert wird
    • der Suizid als völlig unverständlich oder als einziger Ausweg bezeichnet wird
    • das Opfer eine prominente Person ist

    Mindestens sechs dieser acht Punkte treffen auf die aktuelle Berichterstattung der „Bild“-Zeitung zu. Auch die „B.Z.“, der „Berliner Kurier“ und der „Express“ berichten ohne große Rücksicht, stark emotionalisiert und detailliert. Und selbst seriösere Medien wie die „Berliner Zeitung“, der „Kölner Stadt-Anzeiger“ oder die „Augsburger Allgemeine“ beschreiben die Suizid-Methode ganz genau.

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