Archiv für April 12th, 2013

Mit Freunden aufs Land

Der Markt der Land-Magazine boomt in ganz Deutschland. Oder, in den Worten der „Berliner Zeitung“:

Der Markt der Land-Magazine boomt in ganz Deutschland, die Sehnsucht nach einem naturnahen Lebensstil scheint immens. Allein Brandenburg kam in den Hochglanz-Bilderwelten bislang nur äußerst spärlich vor. Das ist jetzt anders. Für 2,90 Euro auf 84 Seiten schlägt „Aufs Land!“ die schönsten Seiten der Mark auf.

Doch „Aufs Land“ ist kein Land-Magazin wie jedes andere. Nein, nein!

Anders als die Konkurrenz wirft „Aufs Land!“ einen eher urbanen Blick auf die Paradiese jenseits der Hauptstadt. So wird die Sehnsucht nach etwas Eigenem im Grünen mit einer Reportage über 13 Berliner bedient, die ihren Traum wahr machten und gemeinsam ein Haus auf dem Land kauften und renovierten.

Und für diesen „eher urbanan Blick“ sind „die Macher“, wie die Macher an anderer Stelle bezeichnet werden, auch geradezu prädestiniert:

Das opulent bebilderte Heft entstand in der Redaktion des Berliner Kuriers.

Was die „Berliner Zeitung“ irgendwie zu erwähnen vergessen hat: „Aufs Land!“ erscheint nicht nur im gleichen Verlag wie der „Berliner Kurier“, sondern auch wie die „Berliner Zeitung“ selbst.

Mit Dank an Achim S.

Der Spiegel, Gala, The Voice

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Der Medienwandel als interne Revolution“
(perlentaucher.de, Thierry Chervel)
Thierry Chervel analysiert die Abgrenzung zwischen „Spiegel Online“ und dem „Spiegel“: „Die eigentliche Struktur der Öffentlichkeit ist heute das Internet. Was nicht im Netz ist, ist nicht öffentlich, kann nicht zirkulieren, nicht auf Facebook diskutiert werden. Print ist eine der abgeleiteten Formen, in denen Inhalte aufbereitet werden können, TV eine andere. Eine Einsicht, die seit über fünfzehn Jahren im Raum steht, lässt sich nun auch institutionell nicht mehr abwehren: Alle Medien müssen von der neuen Struktur der Öffentlichkeit her gedacht werden.“

2. „Spieglein, Spieglein“
(debattiersalon.de, Michael Kraske)
Michael Kraske beschäftigt sich mit dem „Spiegel“ der letzten Jahre: „Der Spiegel ist eine große Maschine mit exzellenten Journalisten, aber er ist auch ein kreativitättötender Apparat, der Themen in der immer gleichen Weise durchnudelt.“

3. „Die eurofeindlichen Enten der Boulevardpresse“
(presseurop.eu, Lenka Petrášová)
EU-Direktiven werden von britischen Boulevardblättern in Schlagzeilen verwandelt und „anschließend von ausländischen Journalisten aufgegriffen“.

4. „Dissonanzen bei ‘The Voice’“
(edito.ch, Markus Ganz)
Verträge der im öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen ausgestrahlten Castingshow „The Voice Of Switzerland“. „Besonders stossend sind die Verpflichtungen über das Ende der Vertragsdauer hinaus. So erhebt gemäss einem Vertragsauszug das Management während fünf weiterer Jahre Anspruch auf Anteile von Einnahmen, die durch vermittelte Kontakte entstanden sind.“

5. „‘Seit meinem Antritt ist Gala lauter geworden’“
(meedia.de, Alexander Becker)
„Gala“ sei „lauter geworden“, seit er, Christian Krug, als Chefredakteur walte. Trotzdem gelte: „Ohne Häme setzt Gala auf eine intime, aber respektvolle Nähe zu den Stars und erzählt einfühlsame Geschichten.“ Und: „Jede Story wird mit einem hohen journalistischen Anspruch recherchiert – für uns ist es irrelevant, ob es sich dabei um nationale oder internationale Themen handelt.“

6. „Topf voll Gold – Geschichten vom Ende des Regenbogens“
(topfvollgold.de)
Ein neues Blog zur deutschen Regenbogenpresse von Mats Schönauer und Moritz Tschermak.