Amadeu-Antonio-Stiftung, PR-Maschine Amaq, TV-Verjüngung

1. Klarstellung: Was sagt die Amadeu Antonio Stiftung?
(netz-gegen-nazis.de, Simone Rafael)
Die Amadeu Antonio Stiftung ist unter anderem für die Kampagnen „Kein Ort für Neonazis“ und „Mut gegen rechte Gewalt“ verantwortlich. Von ihr stammt auch die Broschüre zum Umgang mit „Hate Speech“ im Internet, die in Zusammenhang mit einer vom Justizminister einberufenen Taskforce gegen Hasskommentare steht. Die Stiftung sieht sich in der letzten Zeit verschiedenen Vorwürfen und Unterstellungen ausgesetzt und hat nun mit einer Stellungnahme reagiert.

2. Spinnen wir eigentlich alle?
(infosperber.ch, Christian Müller)
„Infosperber“-Autor Christian Müller ist aufgefallen, dass immer mehr Zeitungen und Magazine mit Psychologie-Themen aufmachen würden. Bei der von ihm abonnierten „Zeit“ ist er besonders fassungslos: „Ich habe doch eine Wochenzeitung abonniert, weil ich mich für Politik, für Wirtschaft, für Gesellschaft und Kultur interessiere. Und vor allem damit ich auch an Informationen und an Meinungen komme, die in meiner Tageszeitung keinen Platz finden. Damit ich nicht einäugig werde. Aber jetzt immer diese Psychologie. Will ich das wirklich? Spinne ich vielleicht?“

3. „Behutsam vorgehen“ – Wie britische Zeitungen über den Brexit berichteten
(de.ejo-online.eu, Caroline Lees)
Auswertungen beweisen, dass britische Medienhäuser wie „Daily Mail“ und „Telegraph“ vor dem Brexit-Referendum massiv für den Ausstieg getrommelt haben. Eine neue Analyse zeigt nun, dass die genannten Medien nach der Entscheidung der Wähler die Sache keineswegs mehr so positiv sehen. Caroline Lees vom „European Journalism Observatory“ berichtet ausführlich über die Analyse und die wichtigsten Erkenntnisse daraus.

4. „Amaq“: Seriöse Quelle oder geschickte PR?
(ndr.de, Melanie Stein & Daniel Schmidthäussler, Video, 05:03 Min.)
Die sogenannte Nachrichtenagentur „Amaq“ reklamiert Anschläge oft als Werk der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), so auch bei den Anschlägen in Würzburg und Ansbach. Doch können sich Journalisten auf diese Quelle beziehen? Oder machen sie sich damit zum Spielball der „IS“-Propaganda? Melanie Stein und Daniel Schmidthäussler haben mit einem Vertreter einer Nachrichtenagentur, einem Terrorismus-Experten und einem Journalisten darüber gesprochen.

5. Schrecklich jung
(sueddeutsche.de, Benedikt Frank)
Die ARD nennt ihren Spartensender Eins Festival künftig One und macht ihn zu ihrem jugendlichen Aushängeschild, so Benedikt Frank in seinem Beitrag über das Bemühen der Öffentlich-Rechtlichen um mehr Jugendlichkeit. Dies geschehe nur einen Monat, bevor das lange erwartete gemeinsame Internet-Jugendangebot mit dem ebenfalls gebührenfinanzierten ZDF online gehe.

6. Reden bringt Silber, Plappern bringt Gold
(zeit.de, Mely Kiyak)
Mely Kiyak über die Berichterstattung in Zeiten der Olympischen Spiele: „Schweigende Athleten passen nicht ins Olympia-Fernsehen. Große Brüste und Hirnaussetzer hingegen schon.“