Pressedilemma, Wassermangel, Rio-Grafiken

1. Kriminologen wollen Medien auf Terror-Entzug setzen
(welt.de, Christian Meier)
Christian Meier beschäftigt sich in der „Welt“ mit der Frage, wie konkret und anschaulich Medien über Attentate von Amokläufern und Terroristen berichten sollen bzw. dürfen. In einem gerade erschienenen Buch über „Die mediale Inszenierung von Amok und Terrorismus“ hätten sich Wissenschaftler für Zurückhaltung der Medien als das beste Rezept gegen weitere Gewalttaten ausgesprochen. Doch es gäbe auch ein „berechtigtes Erkenntnisinteresse der Gesellschaft“. Ein Dilemma, das sich nicht auflösen lässt, konstatiert Meier in seinem die verschiedenen Positionen abwägenden Beitrag.

2. «Wir müssen Kritik einstecken, weil wir nur Wahrheiten verbreiten»
(persoenlich.com, Michèle Widmer)
Vor einigen Tagen kam es in der Schweiz zu einem Amoklauf. Die Kantonspolizei St. Gallen musste sich danach einige Vorwürfe anhören: Zu spärliche Information, ein fehlender Twitter-Account und mangelnde Englischkenntnisse des Medienchefs. Im Interview bezieht Mediensprecher Hanspeter Krüsi Stellung zu den Vorwürfen. Angesprochen auf die vielgelobte Medienarbeit der Münchner Polizei sagt Krüsi: „Die Münchner Polizei hat einen guten Job gemacht. Allerdings haben die deutschen Kollegen über Twitter auch falsche Informationen verbreitetet. Während sie für diese Fehlleistung gelobt werden, müssen wir Kritik einstecken, weil wir nur Wahrheiten verbreiten. Meiner Ansicht nach eine verkehrte Welt.“

3. Skandalberichterstattung: Überschreitung von Normen?
(de.ejo-online.eu, Anna Carina Zappe)
„Mediated Scandals – Gründe, Genese und Folgeeffekte von medialer Skandalberichterstattung“ heißt der Sammelband, in dem grundlegende Aspekte der Thematik sowie aktuelle Studien und Sichtweisen aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive vorgestellt werden. Der Band biete nicht nur für Medienwissenschaftler und -schaffende spannende Ansätze, sondern sei auch für Mediennutzer allgemein interessant, so Anna Carina Zappe in ihrer Buchvorstellung.

4. Wie wäre es mit Pokémon Go für Journalisten?
(faz.net, Adrian Lobe)
Adrian Lobe hat sich einen neuen Dienst angeschaut, der lokale Berichterstattung mit Echtzeitelementen kombiniert. „Bloom“ heißt das Ganze und wird als Plugin für Verlage angeboten. Dabei ist nicht mehr die Titelseite einer gedruckten Zeitung der Ausgangspunkt, sondern eine Karte mit Verknüpfungen. Daher auch die Umschreibung der Anwendung als „Pokémon Go für Journalismus“.

5. Stellungnahme zur Kritik am Tagesthemen-Beitrag vom 14.08.2016
(blog.br.de, Susanne Glass & Markus Rosch)
In der Tagesschau und den Tagesthemen vom 14.8.2016 wurde ein Beitrag zum Thema Wassermangel im Westjordanland ausgestrahlt. Die Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten ist ein umstrittenes Thema und so erntete der Beitrag viel Kritik. Das ARD-Studio Tel Aviv greift die Vorwürfe auf und bezieht Stellung.

6. Das sind die 6 großartigsten Grafiken zu #Rio2016
(medium.com, Frederic Huwendiek)
Mit Datenvisualisierung lassen sich tolle Dinge umsetzen. Frederic Huwendiek hat die nationalen und internationalen Medien durchgescannt und stellt einige gelungene Grafiken zum Thema Olympische Spiele vor.