„Ebenso böswillig wie falsch“

Jetzt, wo sich „Sport Bild“-Chef Alfred Draxler ohnehin keine Sorgen mehr um seine „REPUTATION ALS JOURNALIST“ machen muss, geben sich er und sein Blatt beim Skandalbasteln wieder mit weit weniger zufrieden als einer Intensivrecherche.

Jetzt reichen — Gerüchte.

„Nach SPORT BILD-Informationen“ soll Bayern-Fußballer Arturo Vidal nämlich während des Trainingslagers in Katar …

das Mannschaftsquartier mehrmals verlassen und bei seiner Rückkehr alkoholisiert gewirkt haben.

Die Zeitschrift beruft sich dabei auf einen „anonymen Spieler“, der jetzt „ausgepackt“ habe.

Gestern erklärte FC-Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer auf einer Pressekonferenz, die Geschichte sei „frei erfunden“.

Ich war sehr überrascht über das, was ich jetzt gelesen habe. Das stimmt nicht und ist die Unwahrheit – dass das klar ist. Wir haben mit Arturo [Vidal] ein absolut enges Verhältnis. Natürlich sprechen wir ihn auch auf gewisse Themen an. Er selbst hat gesagt, dass da nichts dran ist – unabhängig von Katar, sondern insgesamt. Dagegen werden wir als Klub auch vorgehen – das ist ganz klar. Man versucht vielleicht mit allen Mitteln gegenüber dem FC Bayern, die Liga spannend zu machen. Aber ich kann nur sagen: Sie erreichen das Gegenteil. Wir werden noch enger zusammenrücken, das werden wir nicht zulassen. Im Fall Vidal werden wir mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen.

Auch Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, erklärte in einer Stellungnahme im Namen des Vereins:

„Beide Behauptungen sind ebenso böswillig wie falsch.“

(Er meint die Alkohol-Geschichte und das ebenfalls von der „Sport Bild“ verbreitete Gerücht, Vidal beziehe 8 Mio. Euro netto im Jahr.)

Und Arturo Vidal selbst teilte auf seiner Instagram-Seite mit:

Die „Sport Bild“ erklärte auf Anfrage der dpa, sie bleibe bei ihrer Darstellung.

Mit Dank an Jan H. und @StrohhutPirat.