Wechselnde Wechselgerüchte

Der frühere Fußballnationalspieler Stefan Kießling hat am vergangenen Wochenende stark gespielt. Beim 5:0-Sieg von Bayer Leverkusen über Borussia Mönchengladbach traf Kießling zweimal, zwei weitere Tore bereitete er vor. Eine „Gala“, wie „Bild am Sonntag“ anschließend schrieb, aber nicht irgendeine:

Denn das Autoren-Quartett Vim Vomland, Dirk Krümpelmann, Phillip Arens und Christian Hornung hat herausgefunden:

Es ist die stärkste Leistung seiner Karriere — und auch die letzte vor seinen Leverkusener Fans.

Der Abschied aus Leverkusen, der schon seit einiger Zeit gerüchteweise im Raum stand, werde konkreter. Die vier Rechercheure haben dafür eindeutige Zeichen ausgemacht:

Jetzt ist es wohl so weit. Kießlings Ehefrau Norina verdrückte während des Spiels Tränen auf der Tribüne. Der Stürmer selbst verabschiedete sich nach Abpfiff von 200 Fans, die extra für ihn zurück ins Stadion gekommen waren. Bewegende Abschiedsszenen.

Vor allem aber gebe es die (nicht weiter konkretisierten) „Bild am Sonntag“-Informationen, die für Kießlings Abgang im Winter sprächen:

Nach BamS-Informationen wird Kießling innerhalb der Bundesliga wechseln.

Gestern dann bei Bild.de, Autor Vim Vomland:

Definitiv kein Wechsel! Stefan Kießling (31) bleibt bei Bayer Leverkusen.

Heute früh saßen Sportchef Rudi Völler, Manager Jonas Boldt und der Stürmer zusammen. Das Ergebnis der Gesprächsrunde: Kießling wird Leverkusen nicht verlassen.

Und nicht nur wird er Leverkusen nicht frühzeitig verlassen, sondern wahrscheinlich auch noch viel länger bleiben als bisher geplant:

Nach dem Machtwort von Rudi Völler („Er muss bleiben!“) spricht nun Vieles dafür, dass Völler den bestehenden Vertrag noch über 2017 hinaus verlängern will. Es ist auch wahrscheinlich, dass Völler und Bayer Kießling ein Job-Angebot für die Zeit nach der aktiven Karriere machen werden.

Zwischen der Wechselankündigung in „Bild am Sonntag“ und dem kompletten Gegenteil bei Bild.de gab’s am Montag auf der Titelseite der Kölner „Bild“-Ausgabe diese Schlagzeile:

In der Onlineversion rufen die zwei Autoren Vim Vomland und Phillip Arens Leverkusens Sportchef Rudi Völler zu: „Richtig, Rudi!“

Rudi Völlers Klartext in Sachen Kießling ist klug, das einzig Richtige. Es war aber auch höchste Zeit!

Es darf nicht soweit kommen, dass ein Trainer der Bayer-Legende Kießling so einfach die Lust am Fußball nimmt und ihn aus dem Klub vertreibt.

Aber ihn einfach aus dem Klub schreiben — das geht natürlich schon in Ordnung.

Mit Dank an @JulezRulez13!