Additionsunglück im TV-Zeitschriften-Markt

Im ersten Quartal dieses Jahres müssen die Menschen plötzlich ihre Liebe zu Fernsehzeitschriften wieder entdeckt haben.

Die Online-Ausgaben der Medien-Fachzeitschriften „Werben & Verkaufen“ und „Horizont“ berichteten in der vergangenen Woche, dass die Programmtitel im ersten Quartal insgesamt „ein Auflagenplus von knapp zehn Prozent“ verzeichnet hätten bzw. das Segment „mit plus 9,9 Prozent insgesamt gut performt“. „Werben & Verkaufen“ fiel immerhin auf, dass das erstaunlich ist, wo doch die „Dickschiffe“ Auflage verloren, (v)erklärte die Differenz aber mit dem Zuwachs bei einem kleineren Titel.

Dabei gibt es für das plötzliche Wachstum eine ganz einfache Erklärung: Es existiert nicht. Es ist nur so, dass der Burda-Verlag seine Zeitschriften „TV Spielfilm“ und „TV Today“ zu einer neuen Kombination zusammengelegt hat. Deren Auflage taucht in der offiziellen Tabelle bei 2009 auf, die Einzeltitel fehlen aber bei 2008:

In Wahrheit ist die Zahl der verkauften TV-Zeitschriften im ersten Quartal deutlich gesunken.