Wo laufen sie denn?

Der „Fan Run“ sollte der nächste Höhepunkt der selbstlosen „Wir helfen“Werbekampagne der „Bild“-Zeitung werden. Die Idee: Gemeinsam mit dem FC Bayern München einen Fünf-Kilometer-Lauf initiieren (als besonderes Leckerli dürfen die Teilnehmer im Innenraum des Bayern-Stadions eine Runde drehen), die Startgebühr von knapp 30 Euro pro Person soll — nach Abzug der Steuern — an die „Bild“-Stiftung „Ein Herz für Kinder“ gehen. Und, schwups, wieder einmal den Feuerlöscher gemimt.

Seit Bekanntwerden der Pläne haben die „Bild“-Medien eifrig für den „Fan Run“ getrommelt:




Klar, es gab auch Gegenwind. Gleich zu Beginn hatten Bayern-Fans in ihrem Blog „Miasanrot“ moniert, dass nicht genau klar sei, wofür die Teilnahmegebühren verwendet werden, die Organisationsstruktur undurchsichtig sei und Daten der Läufer an den Axel-Springer-Verlag weitergeben würden. Einige der Punkte haben die Veranstalter ausgemerzt. Doch bis zuletzt gab es Kritik.

Alles kein Problem für die „Bild“-Profis, die direkt den Werbekonter einleiteten: Der frühere Fanliebling Hasan Salihamidzic forderte bei Bild.de:

Und „Bild“-Kumpel Lothar Matthäus jubelte:

Total super und riesig werde das alles, kündigten „Bild“ und den FC Bayern an. „Tausende“ Menschen würden teilnehmen:

Vergangenen Samstag fand der „Traum für alle Fans“ schließlich statt. Es kamen: „über 500 Läufer“.

Mit Dank an Florian E.